Zusammensetzung des Bundesvorstands und Aufgabenverteilung

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Ich finde der BPT sollte möglichst wenige Mitglieder des Bundesvorstands auf einzelne feste Ämter wählen, sondern die Geschäftsverteilung und Amtsbezeichnungen möglichst weitgehend dem BuVo überlassen.

Gesetzlich vorgeschreiben ist die direkte Wahl der Vorsitzenden und ihrer Stellvertreter. Sinnvoll wäre m.M.n. die direkte Wahl des Schatzmeisters, da dieser zumindest eine recht klar umrissene Spezialaufgabe hat und zumindest ein Pirat gewählt werden sollte, der das kann und will.

Abgesehen von den Vorsitzenden und dem Schatzmeister sollte unbedingt vermieden werden, dass in der Satzung oder in Beschlüssen des BPT Amtsbezeichnungen auftauchen, deren inhärente Kompetenzen nicht genau spezifiziert sind.

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Zur Klarstellung:
Der gewählte Pirat erhält kein zugewiesenes Mandat, ausgewählte festgelegte Arbeitsbereiche vom Parteitag!
Der gewählte Pirat muss/sollte sich dem Beschluss der anderen gewählten Vorständen unterwerfen und es kann bei Nichtgefallen diesem Vorstand alle Berechtigungen zu Arbeitsbereichen per einfacher Mehrheit im Vorstand wieder entzogen werden. So lese ich das hier.
Es ist wünschenswert Streitigkeiten innerhalb des neue gewählten Vorstandes zu vermeiden wenn gleiche Interessen zu bestimmten Arbeitsbereichen vorliegen. Deshalb plädiere ich zu einem eindeutig vom Parteitag zugewiesenen/bestimmten Mandat/Position innerhalb eines Vorstands-Gremium.
Vorteil: dieses Mandat vom Parteitag kann keiner außer eben der Parteitag wieder umdefinieren/entziehen

Das sehe ich als Nachteil. Wenn ein Vorstandsmitglied seine Arbeit nicht oder nicht gut macht kann der Geschäftsbreich kurzfristig umverteilt werden und so vermieden werden, dass Dinge liegen bleiben.

Reden wir vom Bundesvorstand einer Partei oder von einem Kindergarten?

Die Standardaufgaben der Partei sollte von kompetenten Leuten unabhängig von der Zusammensetzung der Bundesvorstände über lange Zeiträume erledigt werden.
Jedes Jahr Buchhaltung, Mitgliederverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit auszutauschen ist völlig unsinnig.

Aufgabe des zuständigen BuVos ist es diese Gruppen zu unterstützen und den BuVo-Kollegen und gegebenenfalls der Basis über deren Arbeit zu berichten.

Jeder Kandidat wird bei seiner Vorstellung gesagt haben welche Kompetenzen er hat, die er gerne in den Bundesvorstand einbringen möchte. Ein Vorstand der per Mehrheitsbeschluss Mitgliedern Aufgaben zuteilen will, für die sie nicht geeignet ist, ist offensichtlich kaputt.

Natürlich werden auch die Mitglieder auf dem BPT berücksichtigen welche Aufgaben sie im Bundesvorstand vertreten sehen möchten und die entsprechend Kompetenten Kandidaten wählen.

Sollte der BPT dazu nicht in der Lage sein, dann müsste man tatsächlich Grundsätzliches hinterfragen.

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Hatten wir schon mal (in Form von “Beisitzern” als sonstige Vorstandsmitglieder), hat sich nicht bewährt, wurde wieder abgeschafft. Man muss nicht jeden Fehler irgendwann wiederholen :wink:

Wieso hat sich das nicht bewährt? In allen anderen Verbänden bewährt sich das, nur der BuVo bekommt das nicht hin? Es wird doch auch so mit Beauftragten gearbeitet.

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Ich finde, dass sich die aktuelle Regelung auch nicht bewährt hat. Ich habe die aktuelle Regelung mit verbrochen und gebe zu, dass das ein Fehler war :slight_smile:

Bin kein Freund der Bezeichnung “Beisitzer”, das klingt etwas abwertend und könnte auch als “beratendes Vorstandsmitglied” interpretiert werden. Haben ja genauso eine Stimme, wie der Vorsitzende. Deswegen wäre ich für “Vorstandsmitglied”.

Vorstandsmitglieder ohne nähere Bezeichnung könnten wir in einem Wahlgang wählen und Zeit sparen.
Bei der Vorsteller werden diese sicher sagen, warum sie in den BuVo wollen und dann gewählt, wenn der BPT den Bedarf sieht.

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In ALLEN anderen Verbänden bewährt sich das? :wink: Ich sehe da auch oft das, was beim Bundesverband seinerzeit auch der Fall war: Menschen kandidieren nicht, weil sie eine bestimmte Funktion im Vorstand ausüben wollen, sondern weil sie eine bestimmte Idee durchsetzen wollen, oder einfach auch um auch mal Vorstand zu sein. Vom Parteitag werden sie gewählt, nicht, weil erwartet wird, dass sie eine bestimmte Funktion ausfüllen können, sondern der Nasenfaktor ist wesentlich ausgeprägter. Und nach der Amtszeit weiss man nicht wirklich, warum die im Vorstand waren…

Mit festen Amtsfunktionen gibt es für die fachlichen Aufgaben auch eher fachliche Kritieren für die Kandidatur und für die Wahl (gut, vom PolGf mal abgesehen, da herrscht in der Partei wohl eher keine einheitliche Vorstellung vom Aufgabenbereich :wink: ). Und sich sehe das in den letzten Jahren im Bundesvernand auch als einigermassen positiv an. Natürlich hat man auch mal einzelne, bei denen nach der Wahl eher wenig kommt, aber dafür hat man ja Positition und Stellvertretung, durch die man die Aufgaben innerhalb eines Fachbereiches umverteilen kann. Im Grossen und Ganzen erfolgt die Kandidatur aber eher mit einer entsrprechenden fachlichen Richtung.

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Also ich weiß nicht.

Mein Eindruck von fast 10 Jahren Piratenpartei ist das jeder Bundesvorstand als erstes versucht

  • die funktionierenden Bereiche der Partei zu restrukturieren
  • alle Beauftragungen zu beenden und versuchen neue Einzurichten
  • früher oder später in einen Kleinkrieg geraten
  • Zunehmend auf Transparenz verzichten
  • die echten Probleme lieber nicht anfassen.

Dabei ist es mehr oder weniger egal als was die Leute gewählt wurden.
Da gab es 1Vs und 2 Vs die nicht ins Fernsehen wollten und daher alle Termine abgesagt haben, während die Basis sich wunderte warum die Partei im Fernsehen nicht auftauchte. Dann haben die polGefs die Fernsehauftritte übernommen mit mehr oder weniger Erfolg.
Im aktuellen BuVo sind laut GO plötzlich furchtbar viele für die ÖA zuständig, das sind fast mehr Leute als die ÖA für ihre Arbeit hat. Und keiner hat sie gefragt ob sie dafür qualifiziert sind.

Die Frage ist eigentlich ganz einfach, können fast alle Vorstandsämter in einem Wahlgang gewählt werden, was unheimlich viel Zeit auf dem Parteitag einspart. Und kriegt der Vorstand es dann geregelt aus sich heraus einen Schatzmeister und andere Aufgaben zu benennen. Oder muss der Parteitag jede einzelne Aufgabe legitimieren. Dann dürfte übrigens der BuVo als ganzes z.B. nicht mehr über die Mitgliederverwaltung beschließen, da das Vorstandsmitglied das für diese Aufgabe gewählt wurde eine höhere demokratische Legitimation hat als der Rest vom BuVo.
Der Bundesvorstand soll verwalten und repräsentieren und die Wahl dieses Vorstands soll die Partei nicht von ihrer eigentlichen Aufgabe der Politik zu machen abhalten.

Für mich ist das eine zentrale Frage: lohnt es sich, soviel Zeit in Vorstandswahlen zu investieren, wie wir es jetzt tun, um gerade mal 7-9 Leute zu wählen?
Das zieht sich über fast den ganzen Parteitag und am Schluss bleibt dem neugewählten Vorstand kaum Zeit, sich mal zu unterhalten und ein wenig zu planen. War zweimal im BuVo, habe das beide Male als Problem empfunden.

Dann gibts noch für die Hälfte der Posten nicht mal einen Gegenkandidaten und der BPT hat keine echte Wahl, weil das Amt irgendwie gefüllt werden muss. Im schlimmsten Fall muss halt noch jemand auf die Bühne springen vor Ort…

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Ich weiss bei einigen Punkten ja nicht, wie Du zu diesem Eindruck gekommen bist. Wir haben bei Beauftragungen in vielen Bereichen jahrelange Kontinuität, und in der Verwaltung werden natürlich immer wieder Optimierungen versucht, aber nicht jedes Jahr alles komplett über den Haufen geworfen (andernfalls würde vermutlich auch eher weniger im Hintergrund funktionieren :wink: )

Lediglich bei Presse/ÖA gab es immer wieder “machen wir mal alles neu”-Versuche. Wobei zumindest in meiner BuVo-Zeit dieser Bereich auch auf fast jeder Vorstandsklausur ein ziemliches Streitthema war.

Und zu dem Punkt, ,dass der Gesamt-BuVo z.B. über die Mitgliederverwaltung beschliesst: Auch da kann ich zumindest aus meiner Zeit berichten, dass die Vorstandsmitglieder die jeweiligen anderen in ihrem Bereich durchaus haben machen lassen. Im Endeffekt kann auch keine Person im BuVo sich um alles kümmern. Das mag auf Kreisebene gehen, in manchen LVs auch auf Landesebene, auf Bundesebene aber unmöglich, da gibt es bei den meisten Vorstandsmitgliedern noch so eine “Nebentätigkeit” mit der sie ihre Brötchen verdienen und die auch etwas Zeit in Anspruch nimmt :wink:

Ach, und ich Dummerchen dachte wir seien eine POLITISCHE Partei. Genau um Ideen um- bzw Vorstellungen durchsetzen zu wollen machen wir das Ganze doch. Alle anderen (fachlichen) Dinge kann man doch durch Beauftragte regeln. Schatzmeister ausgenommen. Und ehrlich gesagt, auch bei vielen Vorständen der letzten Jahre seit der Änderung frage ich mich, was die eigentlich im Vorstand wollten. Da at sich seitdem nichts geändert. Am Ende stimmt jeder über jeden Antrag ab und hat die gleiche Stimme, egal ob er eigentlich nur Verwaltungsdinge tut oder kann oder nicht.

Ich weiss bei einigen Punkten ja nicht, wie Du zu diesem Eindruck gekommen bist. Wir haben bei Beauftragungen in vielen Bereichen jahrelange Kontinuität, und in der Verwaltung werden natürlich immer wieder Optimierungen versucht, aber nicht jedes Jahr alles komplett über den Haufen geworfen (andernfalls würde vermutlich auch eher weniger im Hintergrund funktionieren :wink: )

Stimmt so nicht ganz, auch in der Mitgliederverwaltung gab und gibt es nicht nur Optimierungen, erinnere an den “Streik” der Verwaltung/IT vor einigen Jahren und im letzten Jahr hat hat fast die komplette Mitgliederverwaltung hingeschmissen… das merken halt nur die Landesverbände, wenn sie nicht mehr zeitgerecht an ihre Mitgliederdaten kommen bzw Ansprechpartner nicht mehr da sind.

Lediglich bei Presse/ÖA gab es immer wieder “machen wir mal alles neu”-Versuche. Wobei zumindest in meiner BuVo-Zeit dieser Bereich auch auf fast jeder Vorstandsklausur ein ziemliches Streitthema war. >

Bei der Presse handelt es sich eben um Präsentation nach “Außen” dadurch fällt das mehr auf.

Und zu dem Punkt, ,dass der Gesamt-BuVo z.B. über die Mitgliederverwaltung beschliesst: Auch da kann ich zumindest aus meiner Zeit berichten, dass die Vorstandsmitglieder die jeweiligen anderen in ihrem Bereich durchaus haben machen lassen. Im Endeffekt kann auch keine Person im BuVo sich um alles kümmern.

Der Nachteil ist, dass der Rest des BuVos nicht genau informiert ist, bzw das nur auf Vertrauensbasis funktioniert.

Habe das hier erstmal unsichtbar gemacht, kann aber vom ursprünglichen Änderung § 9a: Vergrösserung des Bundesvorstands aus erreicht werden. Passt auch zum anderen Antrag zur Vorstandszusammensetzung:

Änderung § 9a: Vergrösserung des Bundesvorstands

Discourse hat die anderen Themen automatisch im ersten Beitrag des Themas verlinkt, nur nochmal als Hinweis hier unten.

In Zukunft kommt so etwas in eine Kategorie, die nur mit Piratenlogin gelesen werden kann.

Das funktioniert nach meinen Erfahrungen relativ schlecht im BuVo. Wenn zwei im BuVo gegensätzliche Meinungen zu etwas haben und der Rest nicht wirklich weiß, um was es geht, ziehen sich Dinge in die Länge und schwelen vor sich hin. Manchmal explodierts auch irgendwann, wenn der passende Auslöser kommt…

Einfach mal Entscheidungen zu treffen ist schwierig, wenn man zu wenig Infos hat. Durch die hohe Arbeitsbelastung kann man sich nicht einfach mal in andere Themen einarbeiten, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Da könnten mehr BuVo-Mitglieder wirklich helfen. Zu jedem Geschäftsbereich wenigstens 3 Leute im Gremium zu haben, die sich wirklich damit auskennen hätte schon in der ein oder anderen Situation helfen können.

Alternativ könnte man aber auch an den meisten Arbeitssitzungen teilnehmen um sein Informationsdefizit auszugleichen - wir nennen immer den BuVo, warum gibst Du Tobias es nicht zu das für Dich nur ein einziges Thema wichtig war - ich möchte an die Anfangszeit dieses amtierenden BuVos erinnern wo Du wolltest das Mitglieder nur 7 (sieben) Minuten Redezeit haben sollten. Gehts noch? und wenn man in der Antragsdiskussion hier keine abweichende Meinung ausformulieren darf weil sonst der Moderator ( Tobias Stenzel ) das sanktioniert und somit seine Macht über dieses Forum missbraucht, wozu diskutieren wir überhaupt noch. Hier passiert genau das was in 2-3 Anträgen angeprangert wird. Freie Meinungsäußerung unerwünscht, Kritik am Antrag unerwünscht, andere Vorschläge unerwünscht / Leute Leute - ihr lasst zu das hier einzelne eure Meinung ausblenden und verschieben weil es ihnen selbst nicht in den Kram passt…

Hier seht ihr eine Begründung, warum ich gerne einen größeren BuVo und evtl. einen Prüfausschuss hätte… Bin ganz froh, wenn es mal hier steht, sonst bekommt man das nur intern an den Kopf geworfen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, wieder mal in einen BuVo zu gehen, aber nicht mit den aktuellen Regelungen.

Also ich hab momentan theoretisch einen 9er-LaVo. Praktisch ist es ein 6er-LaVo nach einem Rücktritt und zweifachem Abtauchen. Wenn ich dann noch sehe, dass i.d.R. wenigstens einer, manchmal auch zwei Leute nicht in der LaVo-Sitzung sind, dann bin ich froh, dass wir mit mittlerweile vier Leuten beschlussfähig sind. Ob das übrigens heute klappt, wenn einer von den vier Standardmitglieder nicht dabei ist, bleibt mal abzuwarten. Wäre nicht die erste Sitzung, bei der die Beschlussfähigkeit nicht gegeben ist.

Langer Rede, kurzer Sinn: Die Menge der Mitglieder zu erhöhen, macht die Sache nicht einfacher. Man muss “nur” diejenigen wählen, die dann auch willens und in der Lage sind, den Job zu machen, für den sie gewählt oder bei Beisitzern, den sie per Geschäftsverteilung übernommen haben.

Ich rede hier also von Qualität, nicht von Quantität.

Kommunikation muss auch nicht nur in Arbeitssitzungen erfolgen. Als IT-Partei sollte jedes Vorstandsmitglied wissen, was es für weitere gruppenbezogene Kommunikationsmöglichkeiten gibt.

Vielleicht stellt ja igj. den Mitgliedern des amtierenden BuVo in der Versammlung die Frage, wer denn glaubt, mit einem allein zahlenmäßig größeren BuVo besser arbeiten zu können. Meine Erfahrung zeigt nur, dass es umso schwieriger ist, alle unter einen Hut zu bringen, umso mehr es sind.

Jm2C

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Kommt darauf an, wie man die GO gestaltet. Aktuell steht beim BuVo:

Eine Vorstandssitzung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist.

Mit einer solchen Regelung schießt man sich unnötig ins Knie. Die Termine sind ja bekannt, warum sollte man Vorstandssitzung nicht als beschlussfähig ansehen, wenn die Anzahl darunter liegt? Braucht nur andere eine Regelung in der GO.

Das klappt ja anscheinend nicht so wirklich. Habe schon ein paar Leute angesprochen, aber die meisten haben große Bedenken wegen der erwarteten hohen Arbeitsbelastung.

Eine flexiblere Regelung der Vorstandsämter können wir auch nutzen, um auf einem BPT Leute nachzuwählen, wenn sich herausstellt, dass es zu wenige sind. Den Fall, dass Leute mehr oder weniger “ausfallen”, aber nicht zurücktreten gibts ja immer wieder mal. Ich habe auch kein Problem damit, wenn Leute in den BuVo gehen, die “nur” miteinscheiden, aber nicht unzählige Geschäftsbereiche übernehmen und ständig arbeiten wollen.

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