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Ziel: Beste Bildungsinfrastruktur der Welt, Weg: Bildungsausgaben auf 20 Prozent des BIP steigern


#1

Statt wie bisher knapp 5 Prozent des BIP in der BRD (Europa) auf Bildung zu verwenden, sollte der Bildungshaushalt auf 20 Prozent hochgefahren werden. Mit Bildung ist weniger das Personal, sondern bessere digitale Infrastruktur gemeint. Das heißt die bestmögliche Software, die bestmögliche Hardware, die bestmöglichen Schulen, Universitäten und Cluster.
Es sollte zudem sehr viel Geld in die Entwicklung&Forschung einer qualitativ sehr gut aufbereiteten Bildungssoftware gesteckt werden.
Die Software, Hardware und Schulen bzw. Universitäten sollten für jeden Menschen kostenlos und freizugänglich sein (Open Source, Open Access, Open your Mind!)

Bildung ist Zukunft und die Piratenpartei ist vorne!
Statt Leitkultur, die bestmögliche Bildungsqualität, mit der dazu notwendigen Infrastruktur.

PS: Zudem sollte der PISA Test abgeschafft werden und stattdessen die technische Bildungsinfrastruktur (und deren freie Zugänglichkeit) der Länder verglichen werden.


#2

Du schüttest hier gerade alles in einen Topf :slight_smile:
Ich versuch das einzeln aufzudröseln.

Im Vergleich der europäischen Länder liegt Deutschland mit seinen 4,55% ziemlich weit hinten. Schweden als Beispiel liegt hier bei 7,1%.
Insofern halte ich die Forderung von 20% ohne Zeitangabe für unrealistisch. Eine Verdopplung der bisherigen Ausgaben in einem Zeitraum einer Legislaturpersiode hingegen als politisches Ziel hingegen halte ich für zielführend.

Doch, auch das ist wichtig. Angesichts von ohnehin chronischem Lehrermangel, ausfallen Unterrichtsstunden, zu großen Klassengrößen ist das ein wichtiger Punkt um nachhaltige Bildungserfolge erzielen zu können. Dabei kann dann auch eine individuellere Förderung erreicht werden.

Auch sollte hier der Bereich der frühkindlichen Bildung mit betrachtet werden. Da geht es weniger um Software oder Hardware, sondern pädagogisch geschultes Personal.

Riecht etwas nach der Exzellenzinitiative der Bundesregierung bzw. der Förderung von Elite-Schulen/Unis ala FDP.
Würde ich daher so nicht stehen lassen wollen. Man sollte eher schauen, was für die verschiedenen Schulträger eine sinnvolle Ausstattung ist (Clusterung) und dann innerhalb dieser Cluster für eine Umsetzung sorgen.

Grundsätzlich ja. Zu beachten ist dabei, dass Bildung immer noch Ländersache ist. Nützt nix eine Bildungssoftware zu entwickeln, die dann aus regionalspezifischen oder rein ideologischen Gründen nicht genutzt wird.
Zum Grundsatz allerdings Zustimmung.

OER, MOOC, OS sollten grundsätzlich überall einbezogen werden. Bei kostenfreier Bildung würde ich das gerade im Uni-Bereich auf 1 Fachrichtung und dann die Regelsemester begrenzen wollen. Switch nach 1 Semester auf eine Fachrichtung ist dabei unschädlich. Ewige Studenten nützen keinem etwas.

Leitkultur hat hier nix zu suchen, das ist reiner Populismus. :slight_smile:


#3

Wenn du das Thema Abschaffung der Anwesenheitspflicht an Mittelstufen und Oberstufen gelesen hättest, wüsstest du, dass ich für die Abschaffung von Stufen, Gliederungen etc. und für eine lebenslange Bildung bin. Ich bin quasi für die lebenslange Bildung schlechthin, mit keinerlei institutioneller Einschränkung, vielmehr haben Institutionen ausgedient.

Die Intention hinter dem Thema “Bildungsinfrastruktur” statt “Bildungspersonal” und “Ausbau der Bildungsinfrastruktur”, ist ein internationales Bildungswettrüsten. Wenn die BRD oder die EU mit gutem Beispiel vorangeht und das Ziel vorgibt, die beste Bildungsinfrastruktur der Welt aufbauen zu wollen, hat das eine globale (positive) Signalwirkung und würde letztlich den Bürgern aller Länder zu Gute kommen.

Ich will damit andere Regierungen und Bürger dazu anstacheln für die beste Bildung der Welt zu demonstrieren.

Wenn die BRD auf einmal ihren Bildungsetat auf 20 Prozent des BIP hochzieht, was werden wohl die anderen Länder machen?


#4

Hab ich gelesen. Finde ihn in der Gesamtheit nicht zielführend. :slight_smile: Das soweit dazu.
Lebenslanges Lernen in allen Bildungsbereichen: Keine Frage.
Aber nicht in der von Dir propagierten Form.

Das über “Frontalunterricht” nachgedacht werden darf/muss, steht dabei wieder auf einem anderen Blatt. Aber dazu hat auch unser Programm bereits gute Positionen.

Vorsicht: Ironie
Klar. Natürlich werden dann die Vereinigten Staaten oder Nordkorea sofort die Bildungsausgaben nachziehen, weil D das so vormacht.

Nix gegen ambitionierte Ziele, aber bitte mit nem Schuss Realismus. :slight_smile:


#5

Du unterschätzt die Attraktivität von breiten exzellenten Bildungsangeboten, welche für die ganze Bevölkerung zugänglich sind. Wenn die USA nicht nachzieht, wandern ihre Spitzenleute aus (Braindrain). Zudem wird es einen Dominoeffekte im positiven Sinne geben. Fällt ein Stein, fallen alle.

Bsp. Eine-Millionen-Euro-Frage
Eine Forscher hat die Wahl in ein drittes Welt Land zu gehen mit mießer Infrastruktur und einem korrupten Staat, dafür jedoch mit einem sehr hoben Gehalt oder in ein Land mit der besten Infrastruktur der Welt mit E-Participation, E-Democracy, E-Vote, E-Administration, dafür jedoch keinem so hohen Gehalt. Wo würde der Forscher wohl hingehen?

Antwort

Der Forscher, Bürger, Mensch, Akteur etc. würde natürlich in das zweite Land gehen.


#6

Und dafür hast Du auch sowas wie Belege, oder ist das der hundertste Beitrag in dem Du Deinem Bauchgefühl freien Raum lässt?


#8

Ob der Dinge, für die Du scheinbar, Anzeichen siehst, und die Du desshalb hier ins Forum blässt wird mir ganz schlecht. Aber wahrscheinlich ist das diese Schwarmintelligenz.