Zeit den Laden dicht zu machen?

Wenn einer in dieser Partei die Rübe hingehalten hat für sein Amt, dann wohl ich, wobei ich allerdings keine Ahnung habe, wie oft Dich die Piratenpartei schon persönlich vor einem Gericht ungerechtfertigterweise verklagt hat, weil Du Dein Amt ausgefüht hast.

Es geht aber auch sachlich:
Persönlich habe ich nur meinen Eindruck von der PolGef-Sitzung geschildert.

Den Hinweis auf die AG Bildung, die Länder, halte ich persönlich und das ist meine persönliche Meinung für nicht werthaltig, da

  • die AG Bildung öffentlich kaum in Erscheinung tritt
  • es ein Bundesministerium für Bildung gibt und der Digitalpakt Schule
    https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php
    im Zusammenhang mit Corona natürlich von zentraler Bedeutung ist,
  • regelmäßig auf der Bundeswebseite Artikel aus dem Umweltbereich veröffentlicht werden, die nicht mit der AG Umwelt abgestimmt sind.

Fakt ist und bleibt, daß ihr es als Eure Pflicht anseht, darüber zu entscheiden, ob das, was die PolGef-Runde der Länder erarbeitet, veröffentlicht werden soll oder nicht.

Es ging mir einzig darum darauf hinzuweisen darüber nachzudenken, wo denn nun die Kompetenz liegt, bei der PolGef-Runde oder beim Bundesvorstand?
Selbstverständlich darf sich jeder Bundesvorstand dazu äußern und es wäre auch hilfreich, die grundlegende Position zum Papier jedes Bundesvorstandes zu kennen.
Was von oben kam war ein blankes Veto, ohne dass sich Vorstandsmitglied im Prinzip für oder gegen das Papier ausgesprochen hätten.
So aber blieb der Eindruck, man schiebt es auf die lange Bank, damit es verfristet.

Lass es mich mal so formulieren

Die meisten AGs sind inaktiv oder kaum aktiv.

Daher agieren Themenbeauftragte oft ohne Anbindung an eine funktionierende AG.

AGs und die Themenbeauftragte haben kaum die Möglichkeit mit der Basis in Interaktion zu treten, weil die Kommunikationsstruktur der Partei das eher erschwert als unterstützt.

Die Informationen der Partei sind über verschiedene Server verteilt und nur in Grenzen recherchierbar.

Piraten kennen ihr eigenes Programm nicht und es ist auch nicht leicht durchsuchbar.

Gerade Antworten auf aktuelle politische Problematiken ist oft nicht offensichtlich und eindeutig aus der Beschlusslage ableitbar. Es gibt keine Strukturen auf die schnelle solche Antworten zu entwickeln.
Daher können die Leute die das versuchen sich auch keine Reputation aufbauen, die andere dazu veranlasst ihnen aufgrund früherer positiver Erfahrungen zu vertrauen.
Selbst wenn jemand im Einklang mit dem Programm öffentlich eine Position vertritt, muss er feststellen, dass die ersten Angriffe von Piraten kommen, die die Beschlusslage entweder nicht kennen oder nicht akzeptieren.

Das könnte eine typischer Piraten Twitterdialog sein:

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WORD
dieser Gedanke kam mir gestern auch …

ich finde diesen Anspruch grundsätzlich richtig und wichtig, dann sollte es aber immer so sein …
in der gestrigen Diskussion hatte ich viel mehr das Gefühl, das dieses Argument eher als Bremse benutzt wurde …

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Geben denn die AGs das Meinungsbild der gesamten Partei wieder ?

Ich denke hier könnte es dann interessant werden über das BEO bei tagespolitischen Diskussionen mal direkt abstimmen zu lassen damit da ein klares Bild der Basismeinung vorliegt.

Wenn AGs oder Buvo das entscheiden müssen führt das nur dazu das Sie permanent angegriffen werden. Denn egal wie Sie entscheiden, irgendjemand ist IMMER unzufrieden und dreht durch. Wenn es da einen klaren Basisentschied gibt dann wäre es schon schwerer diesen noch infrage zu stellen ohne sich gleich gegen das Konzept der Basisdemokratie an sich zu wenden, das werden die wenigsten tun. Der Buvo und AGs wären somit aus dem Kreuzfeuer und die Mitarbeit würde auch mehr Spass machen.

Wenn Buvo/AG einfach dann 1-2 Vorlagen zur Abstimmung reinstellen und dann geht die Mail an die aktiven Mitglieder raus.

Eine breitere Einbeziehung der Basis hätte auch zum Vorteil das sich wieder mehr motiviert fühlen dürften aktiv zu werden.

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Das dauert auch relativ lange durch die Antragsfristen. Die zu verkürzen kann auch gefährlich sein. Selbst bei einer einfachen unverbindlichen Umfrage dauert es etwas, aber das wäre jetzt schon möglich. Ich will ja im BuVo vorantreiben, dass Umfragen mehr genutzt werden. Mehr Vorschläge für Fragen, die wir an die Basis stellen könnten, wären auch schön :wink:

Ja, ist aber schon besser als ja/nein. Sowas wie systemisches Konsensieren würde früher im Antragsprozess vor der Abstimmung gut passen, um gute Anträge zu bekommen, die eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, akzeptiert zu werden. Mich stört schon seit langem, dass in der Partei alles auf die Abstimmung zugespitzt wird und der Prozess vorher vernachlässigt wird. Deswegen habe ich ja auch die AG Antragsprozess ins Leben gerufen. Da würde ich solche Themen gerne diskutieren. Allgemein fehlt es an der Partei an vielen Stellen daran, Dinge strukturiert anzugehen und Probleme nachhaltig zu lösen. Bei der Gelegenheit mache ich mal Werbung für ein Thema, das ich letztes Jahr schon gestartet habe:

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Die verfassungsmäßige Aufgabe von Parteien ist die Meinungsbildung.

In AGs organisieren sich Piraten die auf dem Gebiet kompetent oder engagiert sind.
Die Vorschläge und Lösungen der AGs werden innerparteilich vorgestelt und werden in der Regel zur einer Mehrheitsmeinung, die dann auf einem Parteitag über einen Antrag beschlossen wird.

Gelegentlich gelingt es einer AG nicht die Partei von ihren Lösungen und Vorschlägen zu überzeugen. Vermutlich sind dann einige der Beteiligten nicht mit der Piratenpartei kompatibel.

Manchmal führten persönliche Animositäten dazu, dass mehrere AGs zu einem Thema existieren. Das führte dann zu Problemen, die nicht so leicht aufzulösen waren.

Leider springen Piraten gerne von der Idee direkt zur Abstimmung. Das ist weder so gedacht noch sinnvoll.

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Ich habe den Eindruck, dass du in der Vergangenheit mal ein oder mehrere Probleme mit einem oder mehreren Vorständen hattest, und dich das nach wie vor sehr bewegt. Das tut mir natürlich sehr leid, wenn das so war, und ich kann das auch nachempfinden, dass einem so etwas nachhängt, insbesondere wenn es sich da um tiefergehende Kränkungen handelt. Vielleicht bist du deswegen auch ausgetreten, oder nicht, vielleicht ärgert es dich, noch in der Partei zu sein oder nicht. in jedem Fall würde ich einfach bitten, Deine historischen (oder aktuellen) Verstimmungen nicht auf den aktuellen Bundesvorstand zu übertragen. Das wäre der Sache nicht dienlich. Es wäre aber auch nicht unüblich, das beobachte ich recht oft.

Hier dann gerne noch einmal zur Erinnerung die Aufzeichnung der letzten Sitzung, https://owncloud.ag-technik.de/s/B3NKCP7YdrHiDgZ ab Minute 23:45 kannst du gerne noch einmal anhören, wie ich den Sachverhalt erklärt habe, den ich oben bereits beschriebe habe. Manchmal kommt es vor, dass man ja zwischendurch auch mal ein Getränk holt, vielleicht war das in dem Fall ja auch so.

Ich sehe das aus mehreren Gründen anders. Zwei dieser Gründe möchte ich gerne kurz ausführen.
Dass eine AG öffentlich oder kaum in Erscheinung tritt ist dahingehend für einen Bundesvorstand kein Argument, denn er muss trotzdem abklären, ob es die AG gibt, und ob sie aktiv ist. Kaum eine unserer AGs tritt in dem Maße öffentlich auf, wie ich es für angemessen halte. Daher gibt es für den BuVo in meinen Augen mindestens die moralische Pflicht, das zu prüfen und der AG die Möglichkeit zu bieten, ihre Meinung vorzutragen. Das war eine der Fragen, die der BuVo an die PolGefs hatte, und die zumindest für mich nicht geklärt war.
Ein weiterer Grund wird aus einer Führungsperspektive vielleicht deutlich. Nahezu alle Piraten beklagen, dass bei den Piraten so wenige aktiv sind (typischerweise “die anderen”), vor allem politsch aktiv. “Die AGs sind tot” hört man immer wieder. Nun kann man sich ja fragen, warum das so ist. Dazu gehört dann die Frage, was die Partei von den AGs gerne möchte, und wie sie die Aktiven in den AGs dazu motiviert. Möchte die Partei gerne, dass die AGs politische Arbeit leisten, dass sie Positionen ausarbeiten, dass sie sich in Sachverhalte tiefer einarbeiten und als Spezialisten helfen, eine Position zu formulieren, die die Partei weiterbringt? Vielleicht einen wertvollen Beitrag in einer politischen Diskussion liefert? Etwas tut, was andere Parteien nicht tun, und das kompetent erklären kann? Oder möchte eh jeder Pirat selbst der schlauste in jedem Bereich sein?
Wenn letzteres der Fall ist, dann brauchen wir die AGs nicht. Dann werden wir aber auch im Rahmen von Schwarmintelligenz (und unter Verächtlichmachung jeder Art von Glauben an Ausbildung) uns beständig an den intellektuellen Boden annähern.
Wenn man hingegen möchte, dass dort Piraten motiviert arbeiten, dann muss man sie auch ernst nehmen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich auszudrücken. Sich einzubringen, in die Positionierung der Partei. Man muss sie anhören und ihnen sagen, dass man ihnen vertraut, was die resultierende Position ist, oder andernfalls fragen zu erklären, wie sie denn auf die (dann in eigenen Augen abwegige) Position kommen. und dann kann man diskutieren und überlegen, woher diese unterschiedliche Sichtweise kommt.
Letzteres wird nie passieren, wenn man ihnen Irrelevanz deutlich macht.

In Bezug auf die Frage, ob ein Vorstand über die Meinung der Partei entscheiden kann, kommt man dann zu Ergebnis: Ja, das kann er. Aber so ist meiner Meinung nach nicht unser Verständnis. denn wir wollen - und das schreibst du ja selbst, darüber hinaus, dass Vorstände Positionen willkürlich entscheiden oder verkünden. Wenn man sich entscheidet, dass doch ein Vorstand über die Position entscheidet, dann ist es vielleicht auch gleich, ob es Länder-PolGefs sind oder der Bundes PolGef, oder der gesamte Vorstand.

Es ist unsere Aufgabe, darüber zu entscheiden, was auf der Bundes-Webseite veröffentlich wird, ja. Was mir aber gar nicht gefällt ist - und da komm ich auf meine Einleitung zurück - dass du versuchst krampfhaft einen Konflikt zu konstruieren. Wieso nimmst du an, dass es irgendwie Interessenskonflikte zwischen BuVo und Polgefs der Länder gäbe? Dass hier Meinungen kollidieren würden? Der BuVo hat zwei Fragen gestellt, die unbeantwortet blieben, durch den PolGef, daher gab es noch keine Freigabe.

Auch hier ist der Bundesvorstand in der Regel nur eine Email entfernt (vorstand@…) um einen Antrag zu stellen, jemand anderen zu benennen. Wir selber können das nicht leisten, das immer bei jedem zu fragen, da es eine Inflation an Themenbeauftragten gibt, das übersteigt die verfügbaren Ressourcen.

Das ist so, das muss und kann man aushalten, sowas darf kein Problem sein. Wir sind eine politische Partei. Ein nicht unerheblicher Teil der Aktiven strebt es an Macht zu erreichen. Dafür existieren wir. Macht ist das Durchsetzen von Meinungen gegen den Willen und die Interessen anderer. Zu glauben, es gäbe irgendwann einen Zustand der Glückseligkeit, indem es nie von irgendwo Widerspruch gäbe, halte ich für eine Illusion, der sich niemand hingeben sollte. Ich kenne auch keinen, der mir ein Beispiel aus der realen Welt nennen könnte, wo das in Organisationen mit mehreren Tausend Mitgliedern ist. Ganz im Gegenteil ist es bei uns ausgesprochen friedlich, wenn man das mit anderen Parteien vergleicht.

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Das siehst Du völlig richtig.
Meine Verstimmung übertrage ich aber keineswegs auf den aktuellen Bundesvorstand, da ich in der Lage bin, zwischen Personen zu unterscheiden und dies auch tue.
Allerdings erlaube ich mir sachliche und begründete Kritik auch an einem aktuellen Bundesvorstand zu üben.
Es gab gestern eine PolGef-Sitzung, in der von mehreren Personen “Verwunderung” über ein unbegründetes “Veto” bezüglich einer Artikelveröffentlichung abgegeben wurde.

Auf diesen Punkt bezog sich meine sachliche Kritik und Anregung.
Ist es denn so, dass prinzipiell jeder veröffentlichte Artikel auf der Bundeswebseite von einer Mehrheitsentscheidung des Bundesvorstandes abgesegnet werden muß?
Der Bundesvorstand weist doch in seiner GO selbst einzelne Tätigkeitsbereiche bestimmten Vorstandsmitgliedern zu.
Unter dem Artikel besteht die Möglichkeit für jeden Bundesvorstand zu kommentieren.
Mich interessiert es schon, wenn Bundesvorstände eine abweichende Meinung vertreten und wie sie dies öffentlich begründen.

Ja, ich versuche zu erläutern, dass es eine Stabstelle gibt, in der sich komptente Personen getroffen und etwas erarbeitet haben und nun darauf warten, dass sich Personen, die sich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, etwas absegnen.
Dies ist mein persönlicher Eindruck, den ich als Zuhörer gewonnen habe.
Die vorgetragenen Argumente haben mich jetzt keineswegs überzeugt einen Vorgang, in den viele einige Zeit investiert haben, zugig zum Erfolg zu bringen.

Eigentlich habe ich mich über diesen für das Forum ungewöhnlich konstruktiven Thread gefreut.
Leider gibt es Piraten die das anders sehen und diese interne Diskussion hinaus nach Twitter tragen.

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Vielleicht kannst du mir bei einer Erklärung helfen - ich suche nach dem Grund, warum jemand mitkriegt, dass

die Person dann also in der Sitzung war, wo aufgeklärt wurde, was es mit dem Veto auf sich hat, aber sie dann dennoch hier im Chat schreibt:

Honi soit qui mal y pense.

Der Bundesvorstand entscheidet vollkommen selbständig, wie er seine Arbeit organisieren möchte. Typischerweise hängt das davon ab, wer welche Interesse, Fähigkeiten und Möglichkeiten hat. Wie der BuVo da dann für sich die Entscheidung triff, ob Mehrheitsentscheidung oder ein Windhundrennen, kann an sich egal sein, weil es eine Frage der internen Organisation ist.
Wenn du Interesse am BuVo hast, dann frag doch die Mitglieder. Du kannst das per email (erwähnte ich schon vorstand@… ?) wir mache regelmäßig eine öffentliche Vorstandssitzung, die meisten sind per Twitter erreichbar, email sowieso. Mir ist allerdings bisher keine solche Frage bekannt. Wenn die ins Leere ging, oder sonstwie versackte, dann sollten wir das am besten zeitnah klären, um da mögliche Fehler zu finden. Üblicherweise kommentieren die BuVo-Mitglieder aber Entscheidungen des Organ nicht. Warum? wie oben im Thread ja deutlich war, wird eine Entscheidung dann entsprechend angezweifelt, hinterfragt, delegitimiert. Es handelt sich aber um eine Entscheidung des Organs, als des gewählten Repräsentanten aller Parteimitglieder.

In Bezug auf Entscheidungen halte ich persönlich es übrigens so: Es gibt drei Ausgänge.

  • Eine Entscheidung, die der meinen entspricht. Das ist gut.
  • Eine Entscheidung, die nicht der meinen entspricht. Das ist erstmal schlecht, aber etwas, das wir als Gruppe nun so verfolgen, und so geht es voran.
  • Keine Entscheidung, oder eine Entscheidung, die regelmäßig widerruft, angegriffen, etc wird: Das ist das schlechtestmögliche Ergebnis, weil man gar nicht voran kommt, man sich ständig im Kreis dreht…
    Letzteres gilt es unbedingt zu vermeiden.

Korrekt. Wir als BuVo warten darauf, dass die PolGefs und die Bildungsbeauftragten sagen: Hier is unsere vereinbarte Position. Wir geben das dann der SG BundesPR mit der Bitte, etwas draus basteln, damit das rausgehauen wird. Das war der von den PolGefs so vereinbarte Prozess. Warum sollten wir uns nicht daran halten?

Auf die letzte Nachfrage, ob das soweit sei und es diese OKs gäbe, konnte ich bisher kein “ja” bekommen. Um das auf keinen Fall zu verpassen hatte ich dann ja auch angeregt, dass das einfach im Pad mit der Mitteilung vermerkt werden soll, so wie das in allen Pads vorgesehen ist, in der Zitate oder Pressemitteilungen freigegeben werden. Auf diese Weise ist das unmissverständlich. Und das ist vom Anforderungsprofil ja nun auch etwas, bei dem hoffentlich niemand in der Partei anzweifelt, dass die PolGefs oder Themenbeauftragten dazu in der Lage seien.

Hier also den Eindruck zu erwecken, der BuVo wurde irgendetwas verschleppen, ist schlicht unredlich. Mir (und vermutlich den meisten) ist das inhaltlich recht gleichgültig, ob man sich für A, B oder C entscheidet, weil das nicht unsere Aufgabe ist. Wir müssen nur sicher stellen, dass keine ungedeckten Meinungen als Bundes-Parteimeinung veröffentlicht werden. Und natürlich, dass der finale Text ein gewisses qualitatives Niveau hat, das uns als Piratenpartei gerecht wird.

Tja, um mich mal selbst zu zitieren:

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Sorry,
ich war auch in der beschriebenen Sitzung anwesend.
Für mich wurde in keinem Fall klar warum das UNBEGRÜNDETE Veto erfolgt ist.

Ich habe nur gehört, wurde die AG eingeschaltet?
Welche AG?
Wann ist sie das letzte Mal in Erscheinung getreten?

Anwesend bei der Erarbeitung der Punkte war aber der Bundesbeauftragter für Bildung, der auch fleißig mitdiskutiert hat, und zum Schluss den erarbeiteten Kompromiss mitgetragen hat.

Also muss jetzt IMMER die AG (auch wenn sie seit Jahren nicht in Erscheinung getreten ist) ins Boot geholt werden?
(Aber das Ganze wird ja jetzt noch interessanter weil die AG Bildung auch ein VETO eingelegt hat)

Warum schreiben die nicht sofort die PM?
Warum musste es dafür eine Sondersitzung der Pol-Gefs geben?

Ich frage mich sowieso ob es jetzt Aufgabe der Pol-Gefs ist einen Arbeitskreis zur Schuldigitalisierung zu bilden?
Ich hatte mich mehr als Koordinator gesehen und sehe mich immer noch so - also den Input aus dem Land in die Pol-Gef Runde zu tragen.
Sonst kann ich ja den entsprechenden AGs beitraten.

Vieles was ich in den letzten Wochen nicht verstehe… ???

Überlege gerade, ob ich nicht besser in ein paar AGs gehe und dann das Veto-Recht ausübe wenn PMs nicht gefallen…

Update:
Obwohl…?
Ich kann mich nicht erinnern das AGS in den letzten 10 Jahren in der Piratenpartei ein Vetorecht hatten…
Mitsprache natürlich…
Aber man lernt ja nie aus…

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Persönlich verstehe ich nicht, warum Du so dünnhäutig und empfindlich reagierst.
Wenn Du mir vorwirfst meine interne Kritik in diesem Forum sei “unredlich”, dann werfe ich das einfach in den Papierkorb, da ich überzeugt bin, dass meine Kritik redlich ist und es sich schlicht um einen unsachlichen Rundumschlag von Dir handelt.
Passiert schon mal in der politischen Diskussion, ist jetzt aber kein Grund für mich, die sachliche Kritik nicht fortzuführen.

Deine Vorgänger haben einen autoritären Stil verfolgt, mit dem Ergebnis einer weitreichenden Einstellung der politischen Arbeit in dieser Partei und vielen Parteiaustritten.

Wenn Du und/oder der Vorstand der Piratenpartei der Meinung bist, ihr hättet die Fachkompetenz und müßtet alle Beiträge auf der Parteiseite persönlich freigeben, dann kann ich das akzeptieren, da ihr gewählt seid.
Es berechtigt Euch aber nicht, Hinweise, man könnte Entscheidungen auch delegieren, zu diskreditieren.

In diesem Forum werde ich aber ungeachtet als Parteimitglied weiterhin meinen Vorschlag unterbreiten, man möge bitte Sachkompetenz delegieren, um Mitarbeit in der Partei zu fördern.
Dessen ungeachtet zweifele ich in keinster Weise ein Vetorecht, auch ein unbegründetes Veto, eines Bundesvorstandes an.

Es war einzig ein Hinweis, aufgrund meiner Lebenserfahrung, man möge Routineabläufe delegieren um Mitarbeit zu fördern.
Ansonsten habe ich keine Lust mehr, mich an den Machtspielen dieser Partei zu beteiligen.
Ich kümmere mich um Inhalte, hänge Plakate auf.
Im Sumpf der sinnlosen Machtspiele und persönlichen Angriffe dürft ihr alleine spielen.
Ansonsten wiederhole ich gerne die Aussage einer Richterin unseres Amtsgerichtes.
“Sie sind doch eine politische Partei die benötigt wird, wissen Sie eigentlich, was sie da tun?”

Wir kommen übrigens komplett vom Hauptthema ab…
Wie schaffen wir es wieder wesentlich sichtbarer zu werden?
Welche Ausrichtung hat die Partei? Wie wird diese Ausrichtung kommuniziert?
Wie gehen wir damit um, wenn beschlossene Positionen aus der Partei heraus angegriffen werden?
Ist die Ja/Nein Abstimmung i.O. oder müssen wir was anderes finden um Kompromisse zu erzielen?
Sind kompromiss Positionen nach außen zu verkaufen?
Nutzen wir das “politische Umdenken” was während der Coronakrise vorhanden war (ist?) um die Partei zu pushen?

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Vor allem haben sich die Themen wie jetzt der Bildungsstreik eh durch Zeitablauf erledigt, wenn erst wochenlang über eigentlich Fertiges herumdiskutiert wird. So kommt man nie zu Pott. Meinem Eindruck nach würde, analog zu den LV, eine große Mehrheit der Mitglieder die Aufrufe unterstützen. Wenn BuVo-Mitglieder sie aus rechtlichen Gründen nicht mitragen wollen, was verständlich erscheint, könnten ja die Befürworter bzw. hier der Themenbeauftragte als Autor auftreten. Das ist immer noch besser, als gar nichts zu unternehmen.

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Ich wieder hole das gerne nochmal. in der BuVo-Runde haben wir gefragt, ob bekannt ist, dass die LandesPolGefs dem zustimmen, und ob es die Zustimmung von Themenbeauftragten oder AG hat, und das konnte vom PolGef nicht beantwortet werden. Ich erklärte auch, dass es möglich ist, dass die Info über die Gründe des Veto nicht weitergetragen wurden, daher habe ich das in der Sitzung nachgeholt.

Das ist, wie gesagt, eine Information, die in der BuVo-Runde erfragt wurde und nicht gegeben wurde.

Ob es eine Zustimmung der Personen gab, die sich inhaltlich um das Thema kümmern, war nicht bekannt.

Vielleicht hilft es, wenn ich ein wenig den Prozess beschreibe:
Veröffentlichungen (bspw auf der Bundeswebseite) brauchen eine Freigabe durch den BuVo. Wie immer werden politische Positionen in Veröffentlichen auf Konsistenz mit dem Programm geprüft. Verantwortlich dafür ist entweder unmittelbar der Abgleich mit den bisherigen Beschlüssen. Wenn es keine konkrete Aussage dazu gibt, dann sind die Themenbeauftragten da, um Grauzonen zu klären.
[Warum die Themenbeauftragten? Weil ihre Aufgabe ist, mit den AGs zu sprechen, die den entsprechenden Themenbereich abdecken, und sie als Vermittler/Sprachrohr zwischen AGs und PolGef(s) dienen. So wurde mir zumindest die Stellenbeschreibung erklärt.]
Bis die Aussage des Themensprechers da ist, um das kompetent zu klären, ist es naheliegend zu hören, was die AG sagt. Insbesondere da Teile der AG schon ihren Widerspruch äußerten. Sowohl direkt als auch öffentlich. (http://bildung.piraten-ac.de/tschoe-wa/)

Wenn du in einem Themenbereich besonders kompetent bist, vielleicht weil du deinen Lebensunterhalt damit verdienst oder anderweitig überdurchschnittliche Kenntnisse gewonnen hast (und die Zeit dazu hast), dann würde ich AUF JEDEN FALL dazu raten und mich freuen, diese doch der Partei zur Verfügung zu stellen. Wir brauchen Experten um informierte Entscheidungen über unsere Positionen zu fällen! Und wenn jemand, der sich mit einem Sachverhalt besonders auskennt zum Ergebnis kommt, dass eine Publikation der größte Unsinn ist, und man sich damit bei allen disqualifiziert, die sich damit etwas länger beschäftigt haben, dann ist das eine Info, die wir als BuVo brauchen. Schließlich müssen wir diese Position nach außen vertreten. Überall Mitglied zu werden, weil man der Meinung ist, man selber sei ja derjenige, der alles am besten entscheiden könne, fände ich hingegen nicht so gut. Möchte aber nicht bestreiten, dass es Leute gibt, die das tun. Persönlich denke ich, man sollte seine Grenzen kennen, sie respektieren. Und auch anderen zugestehen, dass sie sich in dem ein oder anderen Thema besser auskennen.

Ich bitte, nicht etwas zu schreiben, was nicht dem Sachverhalt entspricht. Der Grund ist jetzt ja mehrfach gesagt.

Ich denke hier ist genau dein Denkfehler.
Wieso meinst du, dass der BuVo der Meinung wäre, er würde sich da Fachkompetenz zuschreiben? Ich habe mehrfach geschrieben, dass das nicht der Fall ist, dass dem BuVo die Entscheidung zum Schulstreik - pro oder contra - recht gleichgültig ist. Und zwar genau so lange, wie es Leute in dieser Partei gibt, die dafür beauftragt wurden, die politische Meinung zu kommunizieren.
Dass wir das erst freigeben, wenn geklärt ist, dass die politische Meinung von der Partei so getragen wird, sollte selbstverständlich sein.

Und genau hier ist dann der Grund für meine Dünnhäutigkeit. Du scheinst das trotz mehrfacher Erklärung nicht akzeptieren zu wollen, dass im BuVo keiner hier seine persönliche Kompetenz raushängt und daher irgendeetwas autoritär entscheidet oder verschleppt. Stattdessen multiplizierst du diese Aussage immer wieder, die du in den BuVo aufgrund deiner Erfahrung hineinprojizierst. Das schmerzhafte daran ist, dass der Buvo genau das tut, was du dir ja vorstellst - die Entscheidung zu delegieren. Das erkennst du aber glaub ich nicht.

Wäre es so, wie du sagst, dass der BuVo die Entscheidung nicht delegieren würde, sondern ein Buvo entscheiden würde, dann wäre das Thema schon längst erledigt, und etwas dazu auf der Webseite, schätz ich.

Das empfinde ich halt langsam als Frechheit, wenn wir kritisiert werden, für etwa, das wir nicht tun. Und das bei gleichzeitiger Forderung genau das zu tun, was wir bereits machen. Übrigens mit einer der Gründe, warum ich selten im Forum bin, weil man mit Richtigstellungen hier 24 Stunden pro Tag verbringen könnte. (Und am Ende doch die Erkenntnis bleibt, dass das nichts bringt, weil trotzdem die Leute ihre Vorstellungen hineindichten.)

Liegt wahrscheinlich, dass ich schwer von Begriff bin.

Wenn Du Kritik und Anregung in dieser Partei so unterbinden möchtest und es so persönlich nimmst, dann verändern wir halt nichts.