Wirtschaft in Deutschland - Ausverkauf oder Chance durch China?

Ich bin mehr oder minder aus Versehen :wink: (lese halt auch bei der blau-braunen Konkurrenz) über eine Diskussion gestolpert, wo jegliche Wirtschaftsgrundlagen fehlen, aber sehr viel Polemik im Spiel ist.
Und ich hätte nie gedacht wie sich da der Hass hochschaukelt.

Was sagen uns hier diese 3 Links?

(ach ja, mir ist klar, dass BI von Springer kommt und dementsprechend “gefärbt” ist - trotzdem lese ich es aber in den einschlägigen Foren/SocialMedia immer wieder, also ist es auch Meinungsmache)

Wenn Handelsbilanzüberschüsse entstanden sind, dann entsteht auch die Frage, was man mit den daraus entstandenen Einnahmen macht. (das war bei den Erdöl exportierenden Ländern seit Jahrzehnten der auch Fall.)

Was also soll derjenige Personenkreis machen, der in China die Fäden zieht?
Man gleicht das Konto aus, indem man wichtige Dinge beim Handelspartner kauft - ob in Afrika oder in Europa - im Zweifel ist es besser zu kaufen als die Forderungsposten stehen zu lasen. Insbesonders wenn man in nächster Zukunft eine Abwertung der gehorteten Devise(n) erwartet…

Logisch?

Wenn die letzte Fabrik nach Asien ausgelagert wurde dann wird Europa erkennen müssen das man von Finanzprodukten und Dienstleistungsjobs allein keine Wirtschaft am Laufen halten kann. Insbesondere nicht wenn sich durch die Auslagerung der Hochtechnologie dann neue technische Abhängigkeiten ergeben.

Handel treiben, gerne das macht Sicherlich Sinn einige strategisch wichtige Industrien sollten jedoch besser immer lokal erhalten bleiben um im Konfliktfall nicht erpressbar zu sein.

Von wem geht der Konflikt aus?
gibt es gute Gründe für einen Konflikt?

Die Moderation hat entschieden, dass wir über 5G nur intern diskutieren dürfen.
Insofern sind wir auf Grünen-Niveau angekommen und werden in Zukunft vom Kartoffelanbau leben.

Auf der einen Seite ein Land, dass es verbietet eigene Unternehmen zu kaufen oder sich an ihnen zu beteiligen, auf der anderen Seite ein Land, das bereitwillig beinahe sein komplettes Know How in dieses Land auslagert und es zulässt, dass dieses Land beinahe an jedem eigenen großen Unternehmen beteiligt ist.

Das ist auf der einen Seite kurzfristige Profitgier und auf der anderen Seite langfristiges und strategisches Denken.

China ist auf jedenfall ein anderer Handelspartner als es die USA seit der Nachkriegszeit jemals waren. Die USA haben so etwas Reziprozität zu gelassen. D.h. deutsche Firmen konnten exportieren, sich dort niederlassen, amerikanische Firmen kaufen oder sich beteiligen und umgekehrt konnte das auch die USA in der BRD.

In China können sich zwar auch deutsche Unternehmen niederlassen, aber innerhalb kurzer Zeit verlässt ein Großteil des chinesischen Personal die deutsche Niederlassung in China und gründet ein eigenes Unternehmen, dass die gleichen Produkte wesentlich günstiger herstellt. Als Rückmeldung kommt dann: Seid Stolz wir kopieren euch.

Eigentlich ganz witzig, wenn die ursprüngliche Idee (Profit machen) der die Unternehmer dazu bewegt hat sich in China niederzulassen, damit ad absurdum geführt wird. Die werden quasi mit ihren eigenen Ideen geschlagen.

Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/097609-000-A/supermaechte-im-handelskrieg/

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China China China

It is one world, aus Sicht der Piratenpartei und das unterscheidet sie von nationalen Parteien.

Wo stünde denn die deutsche Automobilindustrie ohne China?

Das monatliche Durchschnittseinkommen beträgt in

  • China 775 €
  • Vietnam 189 €
  • Indien 159 €
  • Bangladesh 144 €
  • Deutschland 3612 €
  • Schweiz 6364 €
  • USA 4895 €
  • Japan 3103 €

Solange das so ist, wandern Arbeitsplätze, die die gleiche Qualifikation erfordern, in die Länder ab, in denen Arbeitslöhne + Transport günstiger ist.

Lösung:
Tatsächliche Transportkosten berechnen,
gleiche Umweltstandards,
gleiche Sozialstandards,
gleicher Zugang zu Finanzierung.

Die Lösung des Problems besteht darin, weltweit gleiche Lebensverhältnisse sicherzustellen. Dann profitieren alle davon.

Wenn die Mallorca-Immobilie mit dem geringeren Einkommen der Näherin aus Bangladesch verdient wird ist Abschottung nicht zielführend.

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Ja, aber da redest du von der Zukunft. Es ist faktisch so, dass keine gleichen Lebensverhältnisse bestehen und das ausgenutzt wird. In den letzten Jahren ist ja zu beobachten, dass selbst die Lebensverhältnisse im eigenen Land auseinander (gewollt oder ungewollt sei mal dahingestellt) gehen und ausgenutzt werden. Wie kommst du also hochtrabend darauf international gleiche Lebensverhältnisse herzustellen, wenn das zunehmend nicht mal mehr im eigenen Land möglich gemacht wird?

Ja, weil es das gleiche Problem ist.
Wenn die Schere zu groß wird, klaffen Einnahmen und Ausgaben auseinander und immer mehr Personen können sich immer weniger leisten, während die, die sich das leisten können mit dem Ausgeben nicht nachkommen.
In Summe ist das unökonomisch.
Aufrechterhalten wird das dann durch ständige Schuldenbeschleunigung, mit der ein kaputtes System not beatmet und die Folgen verschärft werden.

wenn es die deutschen Niederlassungen falsch machen?
vielleicht hätte die Arte Crew mal Uli Behringer fragen sollen wie man das erfolgreich macht => https://www.behringer.com/our-story.html