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Wieso sendet Google-Maps noch keine (Live-) Satellitenbilder in Echtzeit?


#1

Das hat nichts direkt mit der Piratenpartei zu tun. Aber ich habe mich spontan gefragt, wieso noch keine Satellitenbilder in Realgeschwindigkeit im Web verfügbar sind. Sind das noch zu viele Daten? Sind da die Satelliten noch nicht leistungsstark genug? In Filmen, wie der Bourne-Triologie, scheint das die NSA ja bereits zu können.

Zuletzt, direkt an die Piraten: Wird so etwas jemals möglich sein und würden die Piraten das unterstützen? Unterstützen, dass jeder Mensch auf alle Geschehnisse der Welt in Realgeschwindigkeit (vielleicht mit minimaler Zeitverzögerung) Zugriff hat?

Hier zwei Quellen:


#2

Auf jeden Fall.

Spannende Frage.
Wenn ich unsere Beschlüsse zur Videoüberwachung als Maßstab anlege, dann dürften das die Piraten keineswegs unterstützen.

Tja, damit bin ich nun aber weit von der Realität entfernt. Denn lege ich den Maßstab an: “Alles was möglich ist wird auch gemacht”, hat man ein gewaltiges Problem. Ich vergleiche das mal mit Google-Street-View, denn das war auch bei den Piraten ein Thema.

https://piratenpartei.ddnss.de/yacysearch.html?query=google+street+view&maximumRecords=50&resource=local&verify=ifexist&prefermaskfilter=&cat=href&constraint=&contentdom=text&strictContentDom=false&meanCount=5&former=google+street+view

So lange es sich bei den Bildern um einzelne Momentaufnahmen handelt, die über einen längeren Zeitraum keinerlei Updates erfahren, so lange ist im Prinzip nichts dagegen einzuwenden. Sollte die Möglichkeit aber gegeben sein, so wie in diesen Filmen, Live-Übertragungen zu machen, dann ist das ein massiver Eingriff in die Privatsphäre.

Mein Ansatz hier eingreifen zu können wäre eine Art “Opt-Out”. Also bevor die betreffende Firma “Filmaufnahmen” von meinem Grundstück macht, muss sie meine Genehmigung einholen. Oder anders, die Forderungen so hoch schrauben, damit sich solcherlei Produkt nicht mehr rentiert.


#4

Dir ist aber schon klar das die PIRATEN sich genau DAGEGEN aussprehcen?


#6

stehen wir nicht auch für Transparenz…Borys??

Aber zurück, das Problem ist eher das die Satelitten nicht geostaionär sondern in Elipsen kreisen. Dadurch erhält man nur ein Teilabschnitte, die nachträglich wieder auf der Erde zusammengesetzt werden müssen

Dieses Zusammensetzten geschieht in Rastergrößen der jeder Anbieter selbst bestimmt. Daher gibt es i.d.R. nur neues Material wenn große Gebiete überflogen wurden sind (GEO-Gis ist das ein Rastergröße von 1000 x 1000 Km)

Bourne: Das ist Drohnenmaterial - gibt es schon heute --> ständig wird ein gewisses Gebiet gescannt


#7

Danke für die Antwort :+1:
Ich bin einfach fasziniert von dem Gedanken überall auf der Welt in beinahe Realgeschwindigkeit sein zu können.
Ich finde das übersteigt einfach den Horizont des menschlichen Denkens, obwohl es eine menschliche Erfindung wäre.


#8

also technisch ist es ja schon möglich, wenn man als Bürger die Zugriffe auf die einzelnen Files hätte

Leider stehen halt solche Gesetze im Wege
“Gesetz zum Schutz vor Gefährdung der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland durch das Verbreiten von hochwertigen Erdfernerkundungsdaten” -> http://www.gesetze-im-internet.de/satdsig/


#9

Ich sehe hier einen unüberwindbaren Konflikt zwischen Transparenz und Privatsphäre.

„Nun sag, wie hast Du’s mit der Transparenz?“

#gretchenfrage


#10

Transparenz ist nicht ich kann dir beim Kacken im Wald zusehen. Transparenz ist nicht ich kann dir live und in Farbe dabei zusehen wie du im Pornokino verschwindest. Transparenz ist nicht ich kann dir 3 Tage später dabei zusehen wie Du zum Arzt rennst um zu schauen was Du dir so eingefangen hast.

Gläserner Staat statt gläserner Bürger - Das sollte dir bekannt vorkommen.

Transparenz heisst nicht ich halte überall ne Kamera drauf, sondern das ich Entscheidungen nachvollziehbar begründet bekomme.


#11

Und jetzt stell Dir einfach mal vor wer dabei feuchte Träume bekommt und was diese Leute dann damit anstellen würden.


#12

Minisatelliten und Weltraumschrottabschlepproboter

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWFhMWIxYTlhLWQ0OWUtNDUwYS04OGJmLTMwMzc0ZDE1NjdhNA/satelliten-wettlauf-im-all

Hier ein interessanter Beitrag zur kommerziellen Nutzung von Weltraumsatelliten und die Gefahr von Weltraumschrott. In dem Beitrag wird auch erwähnt, dass diese Minisatelliten in 400 Kilometer Höhe platziert werden, detailiertere Bilder erzeugen und preiswerter sind, als ihre größeren Verwandten (Envisat: 8t und Kosten von 1 Milliarde Euro.

Funktionen von Satelliten:

  • Bewegungsmuster von Lebewesen (ESA: Ikarus)
  • Messung der Luftzusammensetzung (CO2, Methan etc.)
  • Vorhersage von Wetter und Naturkatastrophen (ESA: Aeolus)
  • Geographie

Bsp. die im Film genannt werden.

  1. Migrationströme, durch die Beobachtung des Ausbaus von Flüchtlingscamps
  2. Überwachung der Rüstungsindustrie, Bsp. Nordkorea
  3. Überwachung Ölreserven, für Regierungen und Finanzmarkt (Spekulanten an der Börse)
  4. Überwachung von Einzelhandelsunternehmen, (Parkplatz-)Auslastung der Konkurrenz
  5. Überwachung von nicht-genehmigten Fischfang

Am Ende geben die Experten noch ihre Meinung preis, ob Satelliten das Denken der Menschheit revolutionieren. Klares Ja, begründet mit:

  1. Erdbeobachtung in Echtzeit
  2. Internetsatelliten bzw. Internet bis in die entlegendsten Orte, wie z.B. Wüsten.

Um zu viel Weltraumschrott zu vermeiden ist es meiner Meinung notwendig autonome Satelliten mit künstlicher Intelligenz herzustellen die Weltraumschrott selbständig ausweichen und einsammeln, sowie sich auf Anweisung hin selbstständig zerstören ohne Weltraumschrott zu produzieren.