Wie steht die Piratenpartei zur Diskussionskultur? Anlass: Sperre von Tux

Wäre zumindest ein Anfang.

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Nochmal zwischendurch: wir reden hier von einer Sperre für 7 Tage für einen User, der mittlerweile auf eigenen Wunsch gelöscht ist. Der Rekorde bei Meldungen pro Beitrag und Tiefstwerte für Likes pro Beitrag erreicht… Wir können darüber natürlich noch ewig diskutieren und jeden einzelnen Beitrag analysieren, um die Sperrwürdigkeit zu ermitteln. Alternativ könnte man mal mit dem Betroffenen reden und ihm mal eine etwas konstruktivere Art des Diskutierens näherbringen. 99% der User bekommen das auch selbst hin, aber ein paar Ausnahmen gibt es halt immer…

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Eine Alternative für unsere Snowflakes hier wäre einfach Nutzer zu ignorieren oder zu blocken.

Tux hat erzählt, dass sein vorheriger Account ebenfalls gesperrt wurde, nicht für 7 Tage sondern für 1000 Jahre. Die Begründung sei dort gewesen, er poste inhaltlich AfD nah. Keine Trollerei sondern einfach nur andere politische Ansichten. Wie sollen wir inhaltlich voran kommen, wenn andere Ideen gar nicht diskutiert werden können?

“Denk selbst” war einst der Wahlspruch auf unseren Plakaten.

Wie gesagt: das war eben so eine Sache, bei der das Fass übergelaufen ist. Er wurde nicht ausschließlich dafür gesperrt. Vorher gab es schon mindestens eine kürzere Sperre. Wenn man dann eben wiederkommt und so weitermacht, wie gehabt, darf man sich nicht wundern, wenn man rausfliegt.

P.S. Sag ihm mal einen schönen Gruß von mir falls du ihn zufällig wieder triffst und sag ihm, dass er mir gestern heute ca. 2-3 Stunden Piratenarbeitszeit geklaut hat. Herzlichen Dank dafür…

EDIT: habe nachgeschaut: da steht mehr als Sperrgrund, nämlich auch, dass mehr Provokation von ihm kam als konstruktive Beiträge. In den internen Diskussionen steht das auch noch genauer.

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Nenne doch mal die Kritik, die er geäußert hat, die Du wahrgenommen haben willst?
Wenn hier Kritik unterdrückt worden sein soll, dann äußere doch mal diese Kritik die so schlimm gewesen sein soll, dass man einen User sperrt.

Gut, nur mal ein Blick auf ein Thema: Warum sind wir Piraten für weibliche Politik-Interessierte nicht ausreichend interessant?

Sinnlose Provokation ohne Beitrag zum Thema.

Unterstellt, dass Frauen in jeden islamischen Land als Ware gelten. Das ist keine Religionskritik mehr. Das ist religionsfeindliche Hetze.

Unterstellt, dass ein Mensch, der einer Religion angehört nicht rational denken kann. Ich bin selbst Agnostiker, aber muss sowas denn wirklich sein? Klare Beleidigung und ein Wunder, dass es nicht ausgeblendet wurde.

Muss ich dazu wirklich noch was sagen? Es gibt immer noch diverse Nachteile. Natürlich kann man das anders sehen, aber deswegen „sexistisch und vor allem gelogen“ in den Raum zu werfen, ist auch nicht gerade guter Stil.

Und hier noch der Versuch sich meinen Post so zusammenzukopieren, dass ich als verwirrte Lügnerin da stehe.

Einzeln vielleicht noch ertragbar, aber gesammelt zeigen sie eine klare Tendenz. Wenn er dann auch noch absolut resistent gegenüber Feedback ist und stattdessen lieber weiter provoziert, obwohl er ganz genau weiß, dass es nicht erwünscht ist, dann ist das in meinen Augen nichts als trollen.

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Könnte ich machen. Würde aber dafür sorgen, dass der Mist am Ende möglicherweise unwidersprochen bleibt.

Übrigens danke für das “Snowflakes”. Ist immer schön wenn Leute zugeben, dass ihnen scheißegal ist wie ihre Mitmenschen sich fühlen :slight_smile:

Edit: Ich bin immer offen für Diskussionen, auch mit Erzkonservativen, Rechten oder sonstwem, die völlig andere Meinungen haben. Das wichtige ist der respektvolle Umgang miteinander, dann geht das auch. Ist auch meistens sehr lehrreich dann. Solltet ihr vielleicht auch mal probieren.

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Du sagst es: die Wortwahl von 2 Usern hier ist schon bemerkenswert: “Snowflakes” “Welpenstreicheln e. V.”, “sich […] ins Hemd machen” “Politik ist kein Gruppenkuscheln”

Ich bin relativ robust, was sowas angeht, aber ich möchte trotzdem in keiner Partei sein, in der quasi das Faustrecht gilt und derjenige mit mehr Zeit, Ausdauer und Härte gewinnt. Manchen scheinen da ja echt drauf zu stehen. Im Zweifelsfall lieber Snowflake-Partei, aber ich denke, dass es auch eine sinnvolle Mitte gibt.

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Eventuell hat so manche AfD-Meinung gar nichts mit Kritik zu tun.
Viele “Meinungen” der AfD sind fremdenfeindlich, provokant und mehr als grenzwürdig.
Kann doch sein, dass solche Meinungen der AfD als zutiefst unmenschlich und inakzeptabel empfunden werden. Persönlich mag ich den Schund, der dort verbreitet wird, gar nicht lesen. Warum mag denn niemand mit der AfD Politik betreiben?
Wenn sich jemand eine Meinung zur AfD und ihre Vetreter gebildet hat, dann muß man das auch akzeptieren.

Die politische Diskussion mit der AfD beurteile ich anhand ihres Überkleben meiner Plakate und Abreißen meiner Plakate. Es ist keine kritische Auseinandersetzung mehr, wenn stets Mitarbeiter der Stadt ausrücken müssen um die AfD-Plakate von der der Piratenpartei zugewiesenen Fläche zu entfernen.
Das ist penetrante Mißachtung politischen Wettbewerbs.
Dieses Verhalten kann weder an der Plakatwand noch im Forum der Piratenpartei geduldet werden.

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Nun so guckt jeder aus seiner Perspektive auf die Sache und so entsteht dann auch entsprechender Unmut.
Ich kenne jetzt nicht jeden Beitrag von Tux, aber ich weiß das er oft über die Stränge schlägt und wenn ich ihn sehe sage ich ihm das auch. Bevor unser Mailinglisten Server abgeraucht ist, war auch klar, sobald @Thomas_Ganskow irgendeine PM verbreitete gab es einen bösen Kommentar von Tux dazu. Aber in der Regel steckte da dann doch immer eine berechtigte Kritik hinter, die man nur hätte anders formulieren sollen.
Wir reden aber auch von einem Kreisvorsitzenden, der einen wichtigen KV mit langjähriger Piratenfraktion noch am Leben erhält, der sich durch diese Maßnahmen in seinen Beteiligungsrechten als Mitglied eingeschränkt fühlt und aus Frust darüber seinen Account hat löschen lassen.
Genauso wenig wie du hier im Forum Teilnehmer wegen des Umgangstons verlieren willst, möchte ich ungerne einen Kreisvorstand verlieren und als LaVo Feuerwehr spielen müssen.

Ich will auch garnicht beurteilen, ob die Sperren nun gerechtfertigt sind oder nicht. Ich würde mir aber wünschen wen solche Maßnahmen transparenter und für alle nachvollziehbar wären.
z.B. durch öffentliche Ermahnung der Mods in Threads, wie dem von @Zoey.Matthies zitierten. Ich sehe dort keinen Beitrag in dem ein Mod zur Ordnung ruft.
Und wenn jemand gerade einen Trolllauf hat, reicht ja vielleicht auch schon ein Sperre für ein paar Stunden.
Wenn es um die EInschränkung von Rechten von Mitgliedern geht, sollten wir sehr vorsichtig vorgehen. Und ein längerer oder dauerhafte Ausschluss sollte nur im Rahmen einer OM möglich sein.

Wie definierst du in dem Fall “längerer Ausschluss”? Wenn das nämlich schon für eine Woche gilt, machst du den Mods ihre Arbeit nahezu unmöglich. Ich hab den Spaß hauptberuflich gemacht und mehrere Modteams aufgebaut. Die Mods brauchen einen gewissen Handlungsspielraum, sonst kannst du es gleich sein lassen.

Was möglich wäre: Man sperrt bis zur nächsten BuVo-Sitzung und lässt dann diese darüber entscheiden. Das wäre in meinen Augen aber ein unnötiger und großer Arbeitssaufwand für das Team und den BuVo.

Ich frage mich, wie man die Akzeptanz der Moderation in der Partei erhöhen kann (bzw. bei denen, die “Opfer” der Moderation werden. Die wenigsten anderen scheinen sich daran zu stören.). Würde ein Parteitagsbeschluss helfen? Oder kommt dann doch nur wieder das Argument der Zeitelite und man tut so als hätte die Entscheidung nie stattgefunden?

Tut mir leid wenn ich mittlerweile selbst ziemlich patzig werde, aber mir kommt es so vor als hätten wir den gleichen Scheiß schon x mal durchgespielt und kommen keinen Schritt voran.

Und ganz ehrlich? Ich respektiere das, ich respektiere, wenn sich jemand den Arsch aufreißt. Diesen Respekt hat Tux zumindest bei mir aber schon seit einer ganzen Weile verspielt. Ich würde auch behaupten, dass Piraten wie er der Partei durch ihr Verhalten mehr schaden, als sie durch ihre Arbeit nützen. Ich will nicht wissen wie viele Leute ich schon von den Piraten überzeugen wollte, bei denen es genau am zerstrittenen Bild gescheiter ist. Oder wie viele wegen sowas gegangen sind.

Bloß weil jemand etwas für die Partei getan hat, gibt ihm das nicht das Recht sich wie der letzte Arsch zu benehmen. Irgendwann reicht es eben auch.

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Mal eine andere Sache: Alleine der Titel ist schon so wunderbar tendenziös, dass der Thread in jedem normalen Forum sofort geschlossen worden wäre. Die Mods hier wissen, dass das das Forum einer Partei ist. Sie sind schon relativ großzügig.

Wenn der Threadersteller aber die Sperre über das Fehlverhalten eines Users zur Frage der Meinungsfreiheit erklärt, ist klar, dass er nicht an konstruktiver Kritik interessiert ist, sondern nur “ZENSUR!!!” schreien will.

Wir können gerne sachlich darüber diskutieren, wie man Dinge verbessern kann. Dann aber vielleicht ein einziges, gottverdammtes mal in einem angemessenen Tonfall.

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Tux hat ganz offensichtlich die Grenzen des Erlaubten gesucht.
Die meisten seiner Postings sind für sich betrachtet, vielleicht gerade noch ok.
Allerdings ist fast jedes seiner kurzen Posting eben wenigstens ein klein wenig neben dem Thema und mit einer teilweise gezielten Provokation bestückt.
Spricht jemand auf diese Provokation an, dann wird sie leicht variiert mehrmals wiederholt und so eine nutzlose Teildiskussion erzwungen.

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Das siehst Du vollig richtig.
Leider hatte er keinen Trolllauf sondern er ist gar nicht in der Lage Diskussionen zu führen oder Kritik vorzutragen.
Deswegen wird bei ihm weder eine stundenweise noch eine wochenweise Sperre funktionieren. Schickt ihn als Landesverband einfach auf Kurse damit er diskutieren auf Augenhöhe lernt.

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Es wird damit extrem vorsichtig umgegangen. Es gab in Discourse bisher 2 Sperren gegen offensichtliche Parteimitglieder. Die eine für 7 Tage, die andere für 6 Monate. In dem 2. Fall wären sicher auch andere OM denkbar gewesen als eine Sperre. Dass es sich bei der dauerhaften Sperre um ein Parteimitglied handelt, war nicht erkennbar. Wenn wir als BuVo damals gewusst hätten, wer das war, wäre sicher auch eine OM in Frage gekommen.

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Zum Beispiel Kritik an FFF und Greta, bzw. dass die Partei beides kritiklos übernimmt.

Hast du dafür ein Beispiel wo er Kritik übt. Ich habe nur “verspotten” gesehen.

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Dann schau dir mal an, wie er das angebracht hat. Das war vollkommen überzogen und überhaupt nicht konstruktiv.

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Ich sehe teilweise auch Punkte kritisch, die unsere Partei so macht. Dann versuche ich im Normalfall einfach sachliche Kritik anzubringen. Tux wird aber gerne persönlich, provoziert und spottet. Wo ist das Problem darin, seine Kritik einfach mal sachlich zu äußern, wenn es sonst offensichtlich nicht als Kritik angenommen wird?

Du bist doch Lehrer. Wenn einer deiner Schüler anfängt rumzupöbeln und seine Mitschüler für dumm zu erklären, lässt du ihm das dann einfach durchgehen?

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Wir sind hier in einer Partei und da hat jedes Mitglied grundsätzlich erst einmal das Recht, seine Meinung zu politischen Themen zu äußern, und zwar auch dann, wenn sie “nicht erwünscht” sind.

Und dass der Islam (generell) eine “problematische” Haltung zu Frauenrechten hat, wirst du wohl kaum bestreiten wollen. Ich bin selbst zumindest formal kirchlich und sehe mich keineswegs beleidigt. Und grundsätzlich kann das individuelle Gefühl des Beleidigtsein kein allgemeiner Maßstab für dieses Forum sein. Mal abgesehen davon, dass wir als Partei uns im Kontext des NetzDG gegen so pseudojuristische Begriffe wie “Hetze” ausgesprochen haben.