Wie stehen wir eigentlich zu Impfregistern?

Moin,

wie stehen wir eigentlich zu Impfregistern?

Halten wir Sie generell als “böse”, da hier zentral personenbezogene Daten vorgehalten werden?
Oder halten wir Sie, wenn nach der Prämisse der Datensparsamkeit und Datensicherheit vorgegangen wird, Sie als vernünftigen Weg, den Impfausweis in Papier als probates Mittel langfristig abzulösen?

Ich persönlich würde ja einen Impfregister begrüßen, wenn der Zugriff auf Gesundheitsbehörden, sowie aktives medizinisches Personal begrenzt wird. Ermittlungsbehörden sollten nur über das Gesundheitsamt Abfragen stellen dürfen. Jeder Zugriff ist penibel nach einer Form der Blockchain festgehalten werden.

Bin mal gespannt was ihr so denkt.

Mir würde es besser gefallen wenn Impf Pässe/Zertifikate usw mit fälschungssicheren Signaturen ausgestattet werden. GPG z.B. dann wäre das auch nicht mehr so einfach durch Schwurbler zu faken. Zur Signatur gehörende Daten wie Name, Anschrift usw könnten als geppepert und gesalzener Hashwert (SHA512) in einer Datenbank gespeichert werden. So wäre die Anonymität sichergestellt, Angaben auf Dokumenten ließen sich aber digital verifizieren.

So hätte der Staat quasi ein Impfregister ohne jedoch selbst Zugriff auf die Daten zu haben.

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In meinem Fall: Ja.

Ich denke das Impfpässe aufjedenfall auf QR Codes umstellen sollten und somit Maschinen Lesbar und signier bar werden sollten. Vielleicht wäre auch noch eine Idee sie Ablaufbar zu machen, das heißt das alle paar Jahre die Codes ausgetauscht werden müssen. Die Idee mit den Hashes die Zentral gespeichert werden ist wäre eine sehr gute Lösung um die Echtheit überprüfbar zu machen ohne Daten Zentral zu speichern.

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@Lydia
Ich bin da ganz bei dir. Das ist auch eines der Ziele am Ende dieses Thread, zumindest von meiner Seite.
@Kehmax
Wie stellst du dir das mit den gesalzenen Hashwerten vor? Ist der Salzwert, dann auf dem Dokument mit angegeben?
Sehe ich doch richtig, eine Abfrage durch ein Gesundheitsamt. Zwecks Überprüfung, ob noch eine Einladung versendet werden muss, wäre so nicht möglich, oder?
@DerTypmitdemSchnaps
Angekommen :wink:

Als Barcode könnte man den mit angeben. Ohne Salzwert oder mehrfach verhaschung könnte man die hashes sonst mit einer Regenbogentabelle mit allen möglichen namens/adress kombinationen leichter zurück rechnen.

Das wäre so dann wohl nicht mehr möglich. Aber es wäre möglich die Valididität an Orten die 2G Regel voraus setzen sicherer zu prüfen. GGfs auch durch Arbeitgeber im Gesundheitssektor da so sicherer gefälschte Dokumente ausgeschlossen werden könnten. Eine zentrale Datenbank wer geimpft ist und wer nicht würde dann jedoch nicht existieren was die Möglichkeit einen Datenmißbrauchs deutlich reduzieren würde.

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Im Grunde macht aber eigentlich ein Impfzertifikat, wie wir das jetzt haben, eine zentrale DB überflüssig. Wenn Derjenige der kontrolliert, die aktuellen Updates in einer ImpfPassCheckApp hat, kann auch bereits so erkannt werden, ob das Zertifikat noch gültig ist.
Ein Grund, warum unter anderem Dänemark und Schweden je ein zentrales Impfregister haben, ist, um eine zentrale Stelle zu haben, um schnell mögliche Impfreaktionen im Zusammenhang eines Impfstoffes melden zu können. Das hatte ich gar nicht auf den Schirm:

Ein zentrales Impfregister zu installieren, um Menschen von der Notwendigkeit des Impfen zu überzeugen, halte ich persönliche für keinen sinnvolllen Ansatz.

Solche Zentralregister wecken dann auch in ganz anderen Bereichen Bedürfnisse, etwa gegen Terrorismus, unerlaubter Kritik oder Kaugummikauer.
Es gibt immer gute Gründe die Menschen etwas genauer zu kontrollieren und ihr Ausscheren aus dem Mainstream einzudämmen.
Man erspart sich einzig die Begründung und kann dann anordnen.

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Also dein erstes Argument passt m.E. überhaupt. Von der Impfung überzeugen tut kein Tool der Welt. Das können nur Menschen und Wissen.

Den Rest kann man zwar stehen lassen, hilft nur in der Diskussion, wie wir uns positionieren nicht wirklich weiter.
Als Pirat den Anspruch habe, richtig zu argumentieren und nicht einfach nur die Datenschutz-Keule zu schwingen. Dass man ein Impfregister Datenschutz konform umsetzbar ist, steht für mich außer Zweifel.
Wenn wir uns am Ende dahin stellen und Stellung beziehen, dann hoffentlich wenigstens mit dem ein oder anderen alternativ Vorschlag.

Und wie genau?

Das ist richtig.
Aus diesem Grunde sind diese Tools untauglich, siehe Internetsperren, siehe Cannabis usw.
Der Staat muss sich an das Kommunizieren gewöhnen und nicht mit untauglichen Pseudo-Anordnungen aus der Affaire ziehen.
Wir brauchen Politiker die überzeugen und glaubwürdig sind.

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Moin,

jetzt mal etwas salopp, meinst du dass die Krankenkassen, Melderegister, Blutspenderdatenbanken allesamt nicht datenschutzkonfrom umgesetzt sind?

Mehr gibt es dazu m.E. nicht mehr zusagen.
Falls du immer noch Diskussionsbedarf hast, mach bitte einen neuen Thread auf, weil das hier ein eigenständiges grundsätzliche Thema ist für das Hauptanliegen des Thread zu klein ist.
Danke

Tatsächlich gehe ich davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis da jemand Daten rausträgt. An Daten aus dem Melderegister ranzukommen ist ja auch nicht schwer; sagt dir der Opt-Out-Day was?

Dann fang das Thema doch nicht an?

Deine Einschätzung trügt.

Es ist Deine Aufgabe zu begründen, warum so ein Impfregister erforderlich ist und welche Vorteile es bieten soll, in Anbetracht der Risiken.

So ein Impfregister bringt gar nichts, wenn Geimpfte ins Flugzeug steigen dürfen, da im Impfregister und sie die Krankheit trotzdem in Länder tragen, deren Bevölkerung nicht ausreichend geimpft ist.

Ein Impfregister, das bevorzugte Rechte einräumt, in dessen Folge aber dann andere sterben oder erkranken, verfehlt doch seinen Zweck.
Auch Geimpfte müssen Verantwortung tragen und können sich eben nicht anders verhalten. Sie müssen auch ihre Kontakte reduzieren und andere schützen.

Ein Impfregister ist kein Freibrief für die Wirtschaft weiterzumachen, so, als ob keine Änderung eingetreten sei.

Es wäre somit an der Zeit zu erklären, welchen Vorteil eine solche Datensammlung bringen soll und was dieses denn unterscheiden soll, von einem Raucher-, Alkohol-, Fleischesser-, Sportverweigerer- und Sexual-Register.

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Ketzerische Frage: Die Menschen wollen die Vereinfachung ihres Lebens, wie z.B. die Gesundheitsdaten auf der Krankenkassenkarte, wie vielleicht ein Impfregister, dass ihnen erspart ihr Gehirn zu zermartern, welche Impfungen sie jetzt haben und welche erneuert gehören. Die Menschen wollen davon profitieren, dass der Notarzt schnell und unkompliziert weiß, welche Vorerkrankungen der Notfallpatient hat, welche Medikamente er nimmt, welche Impfungen er schon hat.

Will heißen, mit der Datenschutzfrage werden wir die wenigsten Menschen erreichen, die nur die Vorteile sehen. Wir werden die Digitalisierung unseres Lebens auch nicht mehr aufhalten können.

Sollten wir dann nicht eher dafür eintreten, dass diese Digitalisierung so sicher wie möglich vonstatten geht? Sollten wir nicht lieber argumentieren: “Ja, gute Idee, aber dann bitte so und so umsetzen”?

Gruß
Andi

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Wollen sie das?

Die Anzahl der Leute die eine ePA (elektronische Patientenakte haben) ist winzig. Die Ampel will aus dem Opt-In ein Opt-out machen damit das überhaupt einer nutzt. Das Vertrauen in die Lollegen ist bei der Ärzteschaft so groß, dass viele Untersuchungen trotz vorliegender Daten des Kollegen wiederholt werden.

Notärzte könnten vielleicht Zugriff auf die Notfalldaten kriegen, der Rettungswagen bringt aber keinen Notarzt und die Rettungsassistenten haben keinen Zugriff auf die Notfalldaten. Das macht die Notfalldaten ein wenig nutzlos.

Das Teil ist ja auch noch gar nicht richtig offiziell raus und beworben.
Bei welchem Arzt oder Krankenhaus könnte man denn damit heute schon ankommen?

Ist wie mit dem E-Rezept. Eine echt coole Sache, aber gestartet ist es noch nicht wirklich. Meine Rezepte muß ich immer noch abholen oder mir per Post schicken lassen…was ein Krampf.

Gruß
Andi

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Richtig. Da sollten dann alle Rettungsdienste ein Lesegerät dabei haben.

Gruß
Andi

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Also eigentlich ist es offiziell raus und jeder Arzt müsste es können. Tatsächlich funktioniert es aber noch nicht (richtig), wegen der Chipknappheit ist auch noch nicht jeder Arzt technisch in der Lage es zu tun.

eRezept sollte eigentlich ab 01.01. beginnen aber auch das funktioniert noch nicht und ist auch noch gar nicht zuende gedacht.

Auch die eAU die bereits seit Juli laufen müsste funktioniert immer noch nicht.
Politisch gesetzte Fristen in der Softwareentwicklung sind sowas von Blödsinn.