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Wie sozial und liberal sind die Piraten?


#23

Richtig.

Und durch das (angenommene) PP002 ist nun sauber definiert, wann wir von “Grundeinkommen” und wann wir von “BGE” sprechen und wie der Begriff “bedingungslos” zu verstehen ist.


#24

Hier hat sich jemand mal die Mühe gemacht, alle Orientierungen der Piraten auf Basis des politischen Kompass zu mitteln: https://twitgeridoo.wordpress.com/2009/11/10/wo-steht-die-piratenpartei/

Hier die Einordnung der Piraten zu Wahl 2013: https://www.politicalcompass.org/germany2013
Interessanterweise werden wir hier dem wirtschaftlichen Zentrismus zugeordnet.

So mal als semifaktenbasierter Ansatz der Beantwortung der Frage.


#25

: https://twitgeridoo.wordpress.com/2009/11/10/wo-steht-die-piratenpartei/

So würde ich die Piraten auch einstufen. Zwischen gemäßigter linksliberaler Mitte, mit Nähe zu den Grünen und mit der Tendenz mehr links und liberaler zu sein, als die Grünen.

Allerdings würde ich die Linke mit Wagenknecht eher autoritär und die FDP und CDU liberaler einschätzen. Die SPD ist im Normalerfall mehr links.

Fazit: Tiuri7 gefällt mir als Realpolitiker ganz gut, Twit geridoo ist gut zur Abgrenzung gegenüber anderen Parteien geeignet bzw. als Fundi.

Eine Umfrage gab es auch schon… Ist ja schon alles da… Der Thread demnach überflüssig.

Aprobo links und rechts. Würdet Ihr diesem Zitat aus dem Spiegel Nr. 42 / 13.10.2018 S.118 von Francis Fukuyama zustimmen?

“Im 20. Jahrhundert wurde das politische Handeln überwiegend von Wirtschaftsfragen bestimmt. Bei der Linken kreiste die Politik um Arbeiter, Gewerkschaften, Sozialhilfeprogramme und Umverteilungsmaßnahmen. Die Rechte hingegen interessierte sich hauptsächslich für Abbau staatlicher Bürokratie und die Förderung der Privatwirtschaft.”

Ich würde es stark in Zweifel ziehen, dass die Rechte jemals die staatliche Bürokratie bzw. Hierachiestruktur abschaffen wollte. Das würde der Steuerung privatwirtschaftlicher Interessen durch Lobbyismus total entgegenstehen. Bürokratie im Sinne von Regulierung und Verschleppung von Prozessen vielleicht, Bürokratie, welche die Macht großer Privatwirtschaftlicher Industriezweige sichert jedoch nicht.


Wo steht die Piratenpartei im Parteienspektrum
Wo steht die Piratenpartei im Parteienspektrum
#26

Nämlich so, dass wir den Bürgern erklären müssen, was wir meinen, denn normale Menschen verstehen unter “bedingungslos” das Fehlen von Bedingungen.


#27

Vor der Wahl in Hessen:
Auf die drängenden sozialen und politischen Fragen gibt keine der Parteien, die zur Wahl antreten, eine Antwort. Sie verteidigen alle das kapitalistische System und die Interessen der Banken, die in Hessen den Ton angeben. Der Spitzenkandidat der Grünen, Tarek Al-Wazir, hat sich als hessischer Wirtschaftsminister deren volles Vertrauen erworben.

OK - die Website - (World Socialist Web Site) will nicht neutral sein. Die Argumentation ist gerade deswegen lesenswert (wie ich finde)


#28

Das hängt davon ab, wo der letzte Bundesparteitag war :wink:


#29

so true. Was sind wir gerade?


#30

Diese Aussage ist Unsinn, aber weil das einige in der Partei glauben, wird es wohl auf ein Delegiertensystem hinauslaufen mit regionalen Delegierten, wie das Parteiengesetz es vorschreibt.


#31

Irgendwann sollte man auch mal in der Realität ankommen und erkennen, wer wie wo gewählt wurde. Das Piratensystem der Personalwahl ist völlig unterirdisch. Alles eine Frage der Cliquen und der Vernetzung und nicht der Qualifikation.


#32

Die von den Piraten vertretende Meinung war bisher das im globalen Dorf des Internets alle digitalen Eingeborenen ungefähr gleiche Interessen haben. Und das genau deshalb auf der Region basierende Delegierte der Idee des Piratseins als Teil einer internationalen Bewegung.

die wenigen Stichproben die es gegeben hat um die Ergebnisse der BPTs mit dem Willen der Abwesenden zu vergleichen haben keine signifikanten Abweichungen gefunden.

Insofern glaube ich, dass wenn mehr Bayern oder Berliner da gewesen wären keine anderen Beschlüsse gefasst worden wären.


#33

Nö, wer den Schatzmeisterclub in der Satzung verankert, der betreibt sein regionales Süppchen. Ein Budget für die Europawahl gibt es immer noch nicht.
Da scheinen die digitalen Eingeborenen ganz unterschiedliche regionale Interessen zu haben und es setzt sich die Region durch, die die meisten Wähler vor Ort hatte.


#34

Ja, da man eine vorstandsfreundliche Versammlungsleitung inthronisieren konnte, die den Parteitag zu verzögern wußte, bis sich die meisten Mitglieder schon auf die Heimreise begeben hatten, ist sogar eine 2/3-Mehrheit für diesen absurden Schatzmeisterclub möglich geworden.

Um den Mist wieder loszuwerden, müsste man wohl eine ähnliche Strategie fahren!
Und weitere verbrannte Erde hinterlassen…


#35

Kann man glauben, daß 2XX Anwesende 8YYY Nichtanwesende hinreichend exakt repräsentieren könnten :wink:
Ich hingegen glaube, daß Basisdemokratie nur mit Evoting funktioniert (auch bei 100.000 Mitgliedern!).
Dann können alle mitmachen und dann glaube ich auch, was rauskommt.
Und erst dann können wir die Frage beantworten, wo wir stehen.
Im Moment sitzen wir, und zwar mit dem Gesicht zur Höhlenwand und dem Rücken zum Eingang. Ich hoffe auf philosophische Erkenntnisse :smiley:


Basisdemokratie
#36
  1. sind es nur 4329 Nichtanwesende, denn stimmberechtigt sind nur Mitglieder die ihren Beitrag gezahlt haben.
    ( http://finanzen.piratenpartei.de/statistik.php )

  2. Glauben hat damit nix zu tun
    Wir schauen auf die benötigte Stichprobengröße und sehen, dass mehr als 100 seine brauchbare Stichprobe ist.
    https://help.surveymonkey.com/articles/de/kb/How-many-respondents-do-I-need

Allerdings sind wir im Vertrauensintervall von 10%, d.h. die Wahl des 1V mit 54% ist vielleicht nicht sicher.


#37

Oh, du hast gerade die Wahlbeteiligung durch einen billigen Trick von 2% auf 5% erhöht :wink:
Wenn die Leute was für ihr Geld kriegten, z.B. eine Tool zum Abstimmen, würden sie ihren Beitrag vllt. auch zahlen.

Warum machen wir dann Wahlen anstatt enfach die Umfragenergebnisse zu nehmen?
Das spart über 5 Jahre mindestens 1 Mrd. €
:smiley:


#38

Ich begrüße Deine mutige und progressive Frage sehr, denn ich frage mich auch wie 709 Anwesende die 72.992.000 Abwesende hinreichend exakt repräsentieren können. Diese Frage sollte dringend geklärt werden.