Wie soll die Coronakrise finanziert werden?

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Die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Epidemie sind ja ziemlich heftig. Ein Zusammenbruch der Konsumausgaben wie wir ihn wohl seit 1945 nicht erlebt haben. Viele Firmen und wohl vor allem kleinere Betriebe werden sich entweder stark verschulden oder pleite gehen. Die Arbeitslosigkeit wird steigen.

Daher die Frage an euch: Wie denkt ihr lassen sich die Kosten für diese Krise am besten refinanzieren ?

  • 1.) Wie Kretschmann und andere SPD/CDU Politiker die an der Schwarzen null festhalten wollen fordern: Harte Sparprogramme bei den Staatsausgaben, evtl Rentenkürzungen und Steuererhöhungen.
  • 2.) Indem die EZB die Staatsanleihen zu Nullzinsen aufkauft und somit quasi durch “Geld Drucken” die Geldmenge ausweitet um Staaten/Firmen zu helfen oder ein Helikoptergeld für die Bürger zu finanzieren.
  • 3.) Durch eine Vermögensabgabe die die Reichen auf ihren Besitz zahlen müssen.
  • 4.) Enteignung des Kapitals und der Industriellen Produktionsmittel, Einführung von Sozialismus und Planwirtschaft.
  • 5.) Eine andere Idee, bitte genauer beschreiben.

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:confounded: Kämpfe gerade mit meinem Trackpad und habe prompt was angeklickt, was ich nicht wollte. Und anscheinend, kann man seine „Meinung“ nicht ändern. :tired_face:

Also ich kann meine Stimme Ändern, wenn ich auf “Zeige Stimme” gehe und dann dort etwas anderes auswähle.

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eine -mögliche- andere Idee wäre (braucht nebenbei ein BGE auch!) eine Steuerreform: flat-rate (25 - 33%) ohne irgendwelche Abzugsmöglichkeiten. Notwendige Zuschüsse werden (ev. auch gedeckelt) direkt gewährt. Das würde gerade bei höheren Einkommen wirksam werden, die reichlich Möglichkeiten zum Steuersparen haben und diese auch nutzen; Ärmere/einfach Lohnsteuerpflichtige nicht

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:smiley: Dachte, das hieße sich outen, was in dem Fall besonders peinlich gewesen wäre!

Ach komm - kreuz’ schon die Planwirtschaft an. :wink:
Dann bin ich wenigstens nicht mehr der Einzige, dem man solche Intensionen unterstellen kann.

@boroberlin : Auch ‘ne gute Idee und nicht mal neu. BGE ist dabei steuerfrei stellen und der Flat-Steuersatz müsste auf jeden Fall deutlich über den 25% Kapitalertragssteuer liegen. Die Frage ist, wie du die höheren Einkommen davon abhalten willst, auch bei dieser Variante die Steuererklärung (bzw. dann ihr Einkommen) kreativ zu gestalten.
Weiteres billiges EZB-Geld könnte dagegen auf direktem Weg in die nächste, viel schlimmere Finanzkrise führen, wenn die nicht schon längst eingeleitet ist. Ich trau’ diesen “Märkten” nicht. Die greifen einfach viel zu gerne an…

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warum unbedingt über die 25% Kapitalertragssteuer? das wäre ja dabei auch ein Einkommen, zu versteuern mit der flat.
Die Steuer kann auf die verlagert werden, die ein Einkommen (wofür auch immer) auszahlen; es tut diesen nicht weh, da sie ja vereinbarungsgemäß zahlen, Teil an Zahlungsempfänger, Teil an Staat. (gut, kostet minimal Aufwand)
Planwirtschaft: nein danke, kenne ich schon aus Kindheit, 1x reicht, nie wieder :frowning:

Es gibt eine ganz einfacher Methode das Geld aufzutreiben.

Einfach die Anzahl der Steuerprüfungen um tausend Prozent erhöhen.
Reihenfolge der Steuerprüfung: Die Firmen mit den höchsten Umsätzen zuerst.

Gruß
Andi

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Im Prinzip ja richtig, könnte aber so manche Firma in dem Ruin treiben, da Dividenden, Tantieme oder Boni bereits ausgezahlt wurden.

Es bräuchte also ein Gesetz, das es möglich macht, diese Auszahlungen zurückfordern zu können.

Die Haken an der Sache sind mir klar.
Geht aber alles mit gutem Willen.

Wie soll das Firmen in den Ruin treiben, wenn sie ihre Steuern ehrlich bezahlen?

Gruß
Andi

Jenseits der menschlichen Tragödie kann es volkswirtschaftlich ein Nullsummenspiel werden.

Das war Ironie. Die, an die sie gerichtet war, werden sie verstehen.
Ich finde es auf jeden Fall gut, dass das Thema hier diskutiert wird. Deshalb danke @CraWler

leider gibt es (zu) viele, die das womöglich ernst nehmen

Hört hört…

Die Interessante Frage ist ja ob eine Erweiterung der Geldmenge zu Inflation führen wird oder nicht. Eigentlich wäre das ja nur der Fall wenn endweder die Löhne stärker steigen als das Angebot am Markt oder das Angebot am Markt in Proportion zur Geldmenge zurück geht.

Wenn also mehr EZB Geld aufgrund höherer Arbeitslosigkeit nicht automatisch zu mehr Inflation führt, zumindest nicht unmittelbar dann wäre das für die Politik der Weg des geringsten Widerstandes und würde so vermutlich auch eingeschlagen werden.

Das dies der Sozialen Gerechtigkeit nicht unbedingt förderlich ist dürfte klar sein, denn neues Geld fließt meist ohnehin dorthin wo schon viel Geld vorhanden ist. Die Ungleichheit dürfte somit steigen. D.h wird man entweder 1.) Eine Vermögensabgabe realisieren müssen oder 2.) Ein Helikoptergeld, BGE, Negative Einkommenssteuer oder sowas in der Art um die Geldmenge zumindest ein klein wenig gleichmäßiger auf die Bevölkerung um zu verteilen.

Ich schließe mich den folgenden Ausführungen an.

Also die 800 Krankenhäuser die wir nicht geschlossen haben, retten uns gerade.

Diese ganzen “Berater” würden an unserer Sicherheit sparen.
Egal ob es um Gesundheit, Rente oder ein Recht auf wohnen geht, unser Wohlergehen geht den Wirtschafts- und Markt-Jüngern an der Agenda vorbei.

Was ist Geld in seiner Gesamtheit denn Wert? Doch wohl nur so viel, wie sich damit kaufen lässt. Es können nur Produkte/Dienstleistungen gekauft werden, welche auch produziert werden. Die Produktion ist/wird derzeit wegen den weltweiten Maßnahmen drastisch reduziert. Schon bei gleichbleibender Geldmenge wird das Geld also weniger Wert, da weniger Güter an die Gesamtbevölkerung verteilt werden können, diese aber weiterhin die gleiche Menge an “Anspruchsscheinen”(Geld) daran haben. Die aktuelle Wirtschaftslage lässt sich nicht mit einer gewöhnlichen Wirtschaftskrise gleichsetzen, in welcher auch bei schlechter Konjunktur Bürger auf der Straße schlendern, Bewerbungsgespräche besuchen und Prestigegüter für den nächsten Clubbesuch kaufen.

Von daher, ziemlich sicher droht eine hohe Inflationsrate, wenn die EZB zusätzlich Geld in das System pumpt.

Es wird Geld in das System gepumpt, da z.B. die die Löhne, die Kapitaleinkünfte, die Löhne, die Renten, der Ölpreis aufgrund der geringen Nachfrage fallen.

Die Inflation kommt erst viel später, wenn bei anspringender Konjunktur das Geld nicht wieder entzogen wird und die Zentralbanken das Wachstumsziel für wichtiger erachten, als das Inflationsziel.

Frage: Wann und unter welchen Umständen wurde in den letzten 10…20 Jahren “Geld entzogen” bzw. die Geldmenge verringert?

Der Wert unsere Geldes wird über Schulden sichergestellt. Da die Staaten die Geldmenge durch Schulden erhöhen ist das Problem mit der Inflation nicht so akut. Das passiert erst wenn es zu Kreditausfällen kommt.
Kreditausfälle passieren, wenn mit dem Ende der Krise viele Betriebe Pleite gehen. Das sollen ja die staatlichen Programme verhindern.

Die Inflation die dann kommt, wird die Staaten letztlich entschulden, so dass die Kosten am Ende von denen getragen werden, die anderen Geld geliehen haben.