White Chocos

Servus,

ich verfolge mit Interese ein Thema, welches im Moment aus Amerika zu uns am kommen ist. Identitätenbildung.

Hier scheint wirklich jede und jeder diskriminiert zu sein und bedarf einer Förderung. Ich bin etwas überrascht, aus zwei Gründen: Zum einen habe ich meiner Zeit an bremer Schulen gesehen, dass Minderheiten eine besondere Aufmerksamkeit bekommen und zusätzlichen Support ausser Schulen bekommen. Gerade von Migranten könnten wir höhere Schulabschlüsse erwarten.

Aber mir ist auch eine andere Art von Kolonisierung aufgefellen. Früher gab auf Dörfern eine geteilte Gesellschaft: freie Bauern, welcher Wehrdienst leisten mussten und unfreie Bauern, Gesinde, welche Besitz von freien Bauern waren und diesen Pacht, Steuern, Arbeitsleistung abtreten mussten.

Ich habe einige Jahre an einer Hochschule im Grossraum Bremen verbracht und mir ist hier ein seltsames Netzwerk aufgespürt. Ausser einer grösseren Gruppe von osteuropäischen Bonzenkindern (Bonzen vor der Wende von 1989), waren hier sehr viele Kinder von Agrariern (Bauern, Grossbauern) aktiv am lernen, aber auch in der Adminstration vertreten.

Einfache Arbeiterkinder (unfreie Bauernkinder) waren hier eher weniger willkommen. Es schien mir so, wie wenn diese Freien Grossbauern eine eigene Sprache hatten, um sich zu verabreden.

Scheinbar ist in unserer Gesellschaft eine Decke eingezogen, welche Bonzenkinder, welche mit 37 Jahren einen Hochschulabschluss erreichen, eine ansehnliche Stellung garantieren, während Arbeiterkinder im selben Lebensjahr eben Hartz4 ermöglichen. Wie kann es sein, dass Bonzenkinder mit negativen Lebenslauf eine Karriere machen, fleissigen Arbeiterkinder, Kinder von unfreien Bauern und Knechten im unteren Teil unserer Gesellschaft verbleiben

Ähnlich ist es ja in Amerika mit einem grossen Anteil afrikanischer Bevölkerung, welche anteilig von importieren Sklaven abstammen und in einer unteren Schicht verbleiben, sowie einer amerikanischen Oberschicht, sowie gehobene Mttel, welche von (sich befreiten) Europäern sowie Asiaten abstammen.

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Das ist ein Trugschluss.

in welcher Art? Eine akademische Ausbildung kostet viel Geld, etwas Bafög hilft Arbeiterkindern aber nur in den ersten Semestern, bei Überschreitung einer Regelzeit ist ein Anspruch weg, eine reiche Mama kann ihren Kinder besser helfen.

Während ein Arbeiterkind (white choco) sich ans Fliesband eines Logistikcenters stellen kann, um für etwas Geld zu worken, aber keine Zeit mehr für Ausbildung ist-

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Als Arbeiterkind mit Ausbildung und abgeschlossenem Studium möchte ich widersprechen.

Moin, bei uns klafft tatsächlich eine Schere, ich beobachte das eher bei Kindern aus bildungsfernen Familien, oft welche, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Dabei gibt es tolle Ausnahmen, die als Vorbild für andere dienen können, aber im Schnitt hat ein solches Kind viel schlechtere Chancen als eins aus einem bildungsnahen Haushalt. Wir haben gerade unseren Kommunalwahlkampf in Offenbach (eine der Städte mit dem höchsten Migrationsanteil) auf dieses Thema abgestellt, das hat uns 2 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung und 4 Sitze im Ausländerbeirat eingebracht. Ich finde das Thema “gleiche Chancen und Rechte” für alle sehr wichtig und werden das in den nächsten 5 Jahren verstärkt angehen, auch parteiübergreifen. Diese Thema ist auch sehr piratig, wir wollen ja Grenzen überwinden und hatten mal ein Plakat “Grenzen sind so 80er”.

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Ich rate dringend davon ab, rassistische Konzepte aus den USA zu importieren und rate noch dringender davon ab, die Konzepte auf nicht-rassistische Gegebenheiten anzuwenden.

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Hi,

ich muss leider in vielen Teilen widersprechen, auch ich war an einer “hochschule in Bremen” und habe rassimus/Schichtenhass miterleb. Es wurden bewusst weisse Männer diskriminiert. Auch hier im täglichen Leben sehe ich wie hart weisse Männer (eben ohne Familienanbindung) zu kämpfen haben, während es Migranten ein Ausstieg über Fleiss usw. machbar ist. ES ist schon ein Unterschied, wenn ein Mensch bis 30 Lebensjahr bei Mammi wohnen kann, über eine Grossfamilie Kontakte zu Praktikastellen pflegen kann und sich einen Familienpkw ausleihen, auf einer anderen Seite eine Scheidungsfamilie mit Frau und zwei Kindern in einer Bigcity.

Gestern in Zeitung welt habe ich gelesen, dass es in Gross Britannien eine Untersuchung zu solch einem Thema gab und eine Diskriminierung von weissen Männer aus Unterschicht und unterer Mittelschicht zutage kam.

Während Inder “bildungshungrig” sind und auch ein schneller Aufstieg aus dieser Zuwanderergruppe gab, konnten zwei weitere Zuwanderergruppen miteinander verglichen werden und auch eine Rassismusfrage war interesant. Aufgrund welcher Schichtenzugehörigkeit (Einkommen, Zuwanderung) waren Schüler, deren Eltern aus Afrika sowie Mittelamerika zugewandert waren in einer selben Schule, selbe Kurse. Im Artikel war erwähnt, es waren Afrikaner,. welche aufstiegen, während Westindies zurückblieben. Waren jetzt Schulen in GB gegen Westindies diskriminierend?

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keine response, schade

Ja was weiß ich, geh halt einfach mal auf die Straße oder auf Twitter und sag “Ich werde genau so oder schlimmer diskriminiert als Schwarze in Amerika!” und schau was passiert.

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Die User sind vernünftiger und weltoffener als Du glaubst.

Mir sein hier in DE. schaust FReitag in EC/ICEs, da sitzen viele CIS-Frauen, WASP. wo kommens her? Vom Quoten-Joble?

Das täuscht, weil im deutschen Mannbarkeitsritus das Autorasen wichtiger Bestandteil ist und die Kerle stehen halt im Stau.