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Werden wir in 13 Jahren vorwiegend autonom und elektrisch fahren?


#41

Damit es zu einem Unfall kommt, müssen in der Regel mindestens 3 Ursachen zusammen kommen.

In dem von dir vorgestellten hypothetischen Beispiel sind das:

Eine Person die an ungeeigneter Stelle auf die Fahrbahn begibt.
Ein Verkehrssituation, die schlecht einzusehen ist (Fußgänger kann plötzlich auf der Fahrbahn sein), in der ein Ausweichen nur an den Betonpfeiler möglich ist.
Die 3. Komponente die es braucht, damit es zu einem Unfall kommt, ist ein Auto das für diese Verkehrssituation zu schnell unterwegs ist. (unangepasste Geschwindigkeit)

Die Ethik-Frage ist ein Ablenkungsmanöver von der eigentlichen Diskussion.
Denn das Dilemma passiert in dem Beispiel nur dann, wenn das autonom fahrende Fahrzeug mit unangepasster Geschwindigkeit unterwegs ist.
Min angepasster Geschwindigkeit kann das Fahrzeug entweder rechtzeitig anhalten oder dr Aufprall gegen den Betonpfeiler ist nicht tödlich für die Insassen.
Es wird an so einer Stelle also entweder Warnschilder für normale Fahrer geben und oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ein autonom fahrendes Fahrzeug verfügt wahrscheinlich über eine Karte, auf der diese Stelle als möglicher Unfallschwerpunkt markiert ist.

Was den Uber Zwischenfall betrifft. Mein Kenntnisstand ist, dass die Software das Hindernis Frau erkannt hat, aber nicht befugt war eine Notbremsung auszulösen. Da ist sicher noch einiges an Arbeit nötig bis die ersten autonomen Fahrzeuge kommen.

Die Ethik-Diskussion ist ein Nebengleis, dass die neue Technik aufhalten soll,

Im übrigen ist hier die Antwort unter realistischen Rahmenbedingungen einfach, die Fahrzeuginsassen sind immer besser geschützt als ein Fußgänger, daher ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der Insassen immer höher als die des Fußgängers.


#42

OK, wenn du die Ethikfrage als Ablenkung siehst, steht dir frei meine Beiträge zu ignorieren.

Mich interessiert diese Frage aber.


#43

eine Haftpflichtversicherung, genauso wie heute auch schon. Wo siehst du da ein Problem?

Gruß
Andi


#44

Richtig, dass es eine Situation geben könnte, in der es keine Unterschied zwischen zwei Möglichkeiten gibt, kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.
Und selbst wenn dieser unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dann kommt es halt zu einer Fehleinschätzung.
Diese Fehleinschätzung dürfte aber bei einem autonomen Fahrzeug wesentlich seltener vorkommen, als bei den vielen unzulänglich reagierenden menschlichen Autofahrer.

Gruß
Andi


#45

Hast du meine Links nicht gelesen ? Ansonsten verstehe ich deine Antwort nicht.

Die Haftungsfrage ist weder geklärt, noch geht es um die Frage, ob es Situationen geben könnte wo beide Möglichkeiten die gleiche schlechte Wahl wäre.

Lese doch mal die Links durch.
Oder denkst du die Ethikkommission zerbricht sich den Kopf für gar nichts ?

Das ist zum Beispiel ein Problem, dass die Grünen im Visier haben, und bei der PP kennt man das Problem wohl gar nicht.


#46

Ja steht auch in deinem Link:

"An den Ergebnissen der Kommission sind Sie offenkundig nicht interessiert", sagte Behrens dem Verkehrsminister.
aus: https://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/autonomes-fahren-bundestag-gesetz-computergesteuerte-autos-faq/seite-2

30 von 100 menschlichen Autofahren können keine angemessene Geschwindigkeit einhalten, aber die autonomen Fahrzeuge werden 999.999 von 1.000.000 Situationen mit angemessener Geschwindigkeit meistern müssen um eine Straßenzulassung zu erhalten.

Elektroautos kann jeder bauen, und die IT-Firmen lernen schneller Autobauen als Autofirmen Softwareentwicklung und künstliche Intelligenz. Autonomes Fahren gefährdet den Autostandort Deutschland und es ist daher politisch gewollt diesen Prozess zu verlangsamen. Daher die Ethikkommission und die Haftungsdiskussion.


#47

Sicher wird die Zahl der Verkehrsopfer sinken, aber die “eierlegende Wollmilchsau” werden sie wohl auch nicht.

Nebenbei wird auch ein autonomes Auto auf das hören was der Fahrer sagt, also durchaus schneller unterwegs sein als erlaubt .

Allein bei einem Überholvorgang ist es nützlich v/max zu überschreiten. Und nur die wenigsten haben Bock sich an die Höchstgeschwindigkeit zu halten.

Ich halte mich in aller Regel daran, aber nachts auf einer leeren Autobahn mit 100 zu fahren fände ich auch nervtötend.

Edit :

Wenn die Gerüchteküche stimmt, wird das erste vollautonome in Serie Produzierte Auto von BMW sein. ( Tesla ist nicht vollautonome)

“Notfallübergabe in Problemsituationen” …

Ich denke, damit kann man das Problem auf den Fahrer abwälzen, und Hersteller ist aus dem Schneider.


#48

Nachtrag.

Ob das mit der Haftung und Ethikfrage wirklich nur Ablenkung seitens der deutschen Automobilindustrie ist, kann ich “so aus der Hüfte” nicht beurteilen.

Muss da selbst noch das hinterfragen. :slight_smile:


#49

Also bis jetzt kann ich von keiner seriösen Institution nur einen Anhaltspunkt finden der die Behauptung von @Fulleren stützt.

Nicht Mal die Hersteller wollen sich auf das Parkett begeben und eine Meinung über die Haftung und Ethikfrage zu haben.

Das mit der Ethikfrage hat sich wohl geklärt. Bei brenzligen Situationen übergibt der PKW an den überraschten Fahrer.

Jo, war schön mal Piraten dazu befragt zu haben :smile:

Sorry @all, aber so kenne ich die PP halt, zu allem eine Meinung, aber von nix Ahnung.

Seht es als Aufforderung daran was zu ändern, und euch kritischer damit auseinander zu setzen zwischen dem was ihr träumt, und der Realität.
Das meine ich nicht zynisch, aber aber ich finde schon, dass die PP irgendwie den Bezug zur Realität verloren hat, seit 2009 sogar extrem.


#50

du vermutest, dass die Möglichkeiten, die uns offenstehen, nicht genutzt werden können, weil die Ethikfrage nicht zu klären ist.


#51

Nein, absolut nicht mehr ! Die Ethikfrage wurde ja umschifft, weil der PKW in Gefahrensituationen an den den Fahrer übergibt.

Ist eigentlich eine sinnvolle Lösung. Nur ob das hilft Unfallzahlen zu senken ? Die OECD Studie befürchtet das Gegenteil.

Irgendwie hat da keiner so richtig Plan wie das umgesetzt werden soll, weder die Hersteller, Verbraucher noch sonst jemand.


#52

Um das alles nochmal genau zu erklären.
Ich persönlich halte es für einen Segen mich morgens in irgendein Auto zu setzen und autonom von dem Ding dahin gebracht zu werden wo ich will. Danach kann die Kiste ein anderer haben. Mitfahrer ? Kein Thema, gerne doch.
:slight_smile:

Aber nicht nur ich rede hier gegen eine Wand von übertriebenen Erwartungshaltungen.
Allein wer im Zusammenhang mit einem autonomen PKW von KI spricht, weiß nicht was KI ist.

Als ich mich hier im Thread beteiligte, schrieb ich von der ADAC Studie, welche den Durchbruch von autonomen Autos für 2040 Vorhersage.

Genauso sehe ich es auch, frühestens.

Unter autonom verstehe ich nicht ständig aufmerksam am Steuer sitzen zu müssen, und zu warten, ob die Karre nicht weiß was sie machen soll und die Steuerung an mich übergibt.

Soo will ich das nicht, nichtmal als Zwischenlösung.

Wenn unsere Technik stand heute das nicht schafft, sollten wir daran arbeiten es zu ändern, aber nicht auf Teufel komm raus Fahrzeuge im Verkehr haben wollen die potentielle Gefahren sind.


#53

In der ADAC Studie steht aber auch, dass autonome Autos wesentlich früher, nämlich ab 2030 auf unseren Straßen auftauchen. Für 2040 wurde nur das mehr oder weniger vorwiegend und in allen Situationen prognostiziert.

Mal sehen, wer recht behält. Aber so weit liegen der ADAC und ich ja nicht auseinander.

Aber mal von dem Zeitpunkt abgesehen, ich glaube du unterschätzt die potentielle Geschwindigkeit der Entwicklung der autonomen Technik.
Auch wenn ich bei dir bin, dass es heute noch zu früh ist, Autos autonom fahren zu lassen, also ohne das Backup eines Fahrers, wird es schneller so weit sein, dass Autos auch ganz ohne Fahrer auskommen.

Gruß
Andi


#54

Ich denke es gibt ein massives wirtschaftliches Interesse LKW (halb)autonom fahren zu lassen. Autobahn ist relativ einfach, wenn das autonome Fahren nicht auf die Lenkzeiten angerechnet wird, lohnt die Investition schnell.


#55

Andi, natürlich tauchen die früher auf. Der ominöse BMW soll ab 2020 auf den Straßen sein.

Sehe das wie mit den ersten PC’s… so ein 286 oder 386SX mit 256 KB RAM brachten nicht wirklich was auf die Reihe, im Vergleich zu dem was heute PC können. Die hatten serienmäßig nicht mal eine Maus, Festplatte 40 MB.

Jaa… war meine Zeit. So wird es auch 2030 mit autonomen Fahrzeugen sein, man macht Fehler und lernt daraus. Ab 2040 würde ich mich ganz vorsichtig wirklich in eine autonome Kiste setzen.

Heute definitiv nicht, und 2030 auch nicht.


#56

Es gibt noch einen anderen Grund. Es fehlen jetzt schon Fahrer und es wird mit jedem Jahr schlimmer.
Fahrer, die früher bei der Bundeswehr den 2er Führerschein gemacht haben, gehen in Rente.
Fahrer die noch den alten Führerschein hatten und bis 7,5t fahren durften werden weniger, und somit braucht man auch auf den letzten 20-30km und im Zustellbereich oft Fahrer mit normalem LKW Führerschein.

Dieser Fahrermangel lässt sich in den nächsten Jahren nur noch durch autonome LKWs kompensieren.

Gruß
Andi


#57

Exkurs: Die Piraten sind doch auch für die Senkung der bürokratischen Hürden:

  • Hochstufung des derzeitigen B Führerscheins. Die E-Bike im Gegensatz zu Motorbikes haben keine Schaltung mehr. Es würde sich demnach anbieten die bürokratischen abzubauen und vielen Akteuren den Zugang zu erleichtern.
  • Automatik-Schaltungen und Sensoren erleichtern die Steuerung von 7,5t. Es könnten gleichfalls bürokratische Hürden gesenkt werden.

Allgemein:

  • Abschaffung der praktischen Führerscheinprüfung. Wenn viele Sicherungssysteme im Auto verbaut sind und sich alles intuitiv und einfach steuern lässt, braucht es noch eine theoretische Prüfung, die praktische Prüfung ist allerdings überflüssig und hinfällig.

#58

Den Satz verstehe ich nicht. Meinst du mit “E-Bikes” Elektromotorräder?
Wenn ja, dann bitte nicht den Begriff E-Bike verwenden. Dieser wird, wenn auch fälschlicherweise, allgemein für Fahrräder mir Elektrohilfsmotor verwendet.

Gruß
Andi


#59

Genau, Elektromotorräder :v:


#60

Aber nicht so… Wenn ein LKW Fahrer, auch auf der AB ständig in “hab Acht” Stellung sein muss, weil er damit rechnen muss das Steuer übernehmen zu müssen, ist es anzurechnen als Fahrzeit, nicht als Ruhezeit.
Er kann sich ja nicht hinten rein legen und pennen.