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Werden wir in 13 Jahren vorwiegend autonom und elektrisch fahren?


#1

Im alten Forum gab es eine interessante Diskussion, wann elektrische autonom fahrende Fahrzeuge unsern Verkehrsraum übernehmen werden.

Meine Prognose 2016 waren 15 Jahre, also jetzt nur noch 13.

Ich glaube, dass wir in 13 Jahren in autonomen Taxis, Kleinbusse und Busse unterwegs sein werden. Eine Taxifahrt wird dann etwa das doppelte eines heutigen Einzelfahrschein von Bus/Tram/U-Bahn kosten. Autonome Kleinbusse werden wie Sammeltaxis funktionieren und Fahrgäste an virtuellen Haltestellen auflesen, wenn ihr Fahrziel einigermaßen zu der Route der anderen Fahrgästen passt. Der Preis wird dem eines heutigen Einzelfahrscheins im öffentlichen Nahverkehr entsprechen.

Der “normal” öffentliche Nahverkehr wird komplett “fahrscheinlos” nutzbar sein, da man eh nicht mehr mehr als 50cent für die Fahrt verlangen könnte.

Aber was wird mit den individuellen eigenen Fahrzeugen passieren. Die wird es sicher noch eine lange Zeit weiter geben. Aber der Hauptgrund für ein eigenes Auto, flexibel, zu jeder Zeit, bequem, zu jedem Ort fahren zu können, wird immer weiter in den Hintergrund treten, wenn mir jeder Zeit ein Fahrzeug auf Zuruf zur Verfügung steht, welches auch noch billiger ist, als ein eigenes zu unterhalten.

Gruß
Andi


#2

Im Frühjahr 2019 sollen erste autonome Elektrokleinbusse durch die Hamburger City fahren. Sie werden 16 Passagiere transportieren können. Bis sie wirklich autonom bis zu 50km/h schnell unterwegs sein können, soll es bis 2021 dauern.

Gruß
Andi


#3

Warum sollte jemand, dem Autofahren Spaß macht, ohne Not auf Passivkutschen umsteigen?


#4

Gar nicht! Es wird auch weiterhin Individualfahrzeuge geben, eben Spaßfahrzeuge.

Gruß
Andi


#5

Bequemer als Bus, Bahn, U-Bahn, günstiger als Taxi.

Die VW Tochter Moia will das bieten.

Mit der App einen Wagen bestellen und auf dem Weg zum Ziel umweltfreundlich noch andere Fahrgäste einladen.
Was im Moment noch Tests sind, wird in Zukunft die Regel sein. Genauso wir Amazon oder Microsoft immer mehr zu Dienstleistern werden, wird auch die Automobilbranche nicht umhin können, andere Möglichkeiten der Wertschöpfung zu finden, als nur simpel Autos zu verkaufen.

Zitat aus dem Artikel:
“Mobilität entwickele sich immer mehr zur Dienstleistung, dafür müssten die Hersteller in Kauf nehmen, ihr Geschäftsmodell – den Verkauf von Autos – zu kannibalisieren.”

Richtig Fahrt wird das natürlich dann aufnehmen, wenn die Autos autonom unterwegs sind.

Ein erfreulicher Effekt dieser neuen Mobilität wird dann auch sein, dass es weniger Staus, allgemein weniger Fahrzeuge und damit auch weniger Umweltverschmutzung auf unseren Straßen geben wird.

Gruß
Andi


#6

Wenn Leute nur zum Spass Auto fahren, ist es nach wie vor viel zu billig.


#7

Es geht nicht darum, ob sie zum Spaß Auto fahren. Manche haben aber nichts dagegen, ein Auto zu benutzen, um irgendwo hinzufahren. Nicht jeder begreift das als lästig und würde lieber wen anders fahren lassen.


#8

Also fahren sie, weil es ihnen Spaß macht. Das wird auch auf absehbarer Zeit so bleiben. Aber es werden immer weniger.
In meiner Jugend war das Auto noch DAS Statussymbol für jeden ab 18. Heute gibt es schon viele über 18, insbesondere in Großstädten, die haben noch nicht einmal einen Führerschein. Oder wenn sie einen haben, dann haben sie nicht vor, sich ein Auto zu kaufen, oder wenn sie sich eins kaufen, dann weil sie es brauchen und nicht, weil es Spaß macht damit in der Gegend rum zu kurven.

Diese Gruppe an Autoverweigern wird immer größer.
Einer von vielen Artikeln zu diesem Thema:

Ich fahre im Moment einen Geschäftswagen, da ich im Außendienst bin. Ich habe noch so 10 Jahre zu arbeiten. Ich gehe davon aus, dass ich mir im Rentenalter kein eigenes Auto mehr kaufen werde. Wenn ich eins brauche, werde ich mir eins leihen.

Gruß
Andi


#9

Nein, weil sie irgendwo hin müssen und Bus und Bahn das genaue Gegenteil von zuverlässig und flexibel sind.


#10

Verkehrspolitik sollte piratig sein! Kaum irgendwoanders sind die positiven Auswirkungen der Digitalisierung so vermittelbar. Das bietet Stoff um 10 Parteien groß zu machen! stattdessen sitzt da ein Kreuzpflichtling, wie ein Korken auf der Flasche


#11

Ist auf jeden Fall ein Top-Thema in einer alternden Gesellschaft! Auf dem Land ist der ÖPNV oft nicht gut ausgebaut aber alte Menschen wollen & müssen weiterhin mobil bleiben, können oder wollen aber nicht mehr selbst Auto fahren.


#12

In einigen Städten schon! Viel bequemer als nach einem Parkplatz suchen zu müssen. Noch dazu ist die Fahrzeit nicht verloren.


#13

Laut ADAC werden wir frühestens ab 2040 mit autonomen PKW in größerer Stückzahl rechnen können.

Dann bin ich 70, und vielleicht zu alt um selber noch zu fahren, und zu senil noch die Bedienung eines autonomen zu erlernen … :slight_smile:

Falls man die technischen, juristischen und ethischen fragen bis dahin geklärt hat.


#14

Eine neue Studie geht Jahr 2025 von einem Massenmarkt autonomer Fahrzeuge in Asien, den USA und Europa aus.
Außerdem wird in dem Artikel die Vermutung geäußert, dass autonome Fahrzeuge den Verkehr noch verstärken könnten. So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Darüber muß man wohl auch mal nachdenken.

Gruß
Andi


#15

Das ist aber nicht zwangsläufig so. Eine Abkehr von der individuellen Fahrzeughaltung dürfte dazu führen, daß die Fahrzeuge nicht mehr die meiste Zeit des Tages funktionslos irgendwo herumstehen.


#16

Das stimmt schon, Parkraum wird wohl auf Dauer weniger gebraucht. Aber es könnte wohl sein, dass der Verkehr mehr zunimmt, weil die Autos weniger rum stehen, da es noch einfacher wird sie zu nutzen.
Heute ein Taxi zu nehmen ist sehr teuer. Bei autonomen Fahrdiensten, wird das um Längen billiger werden, da kein Fahrer und damit auch keine Standzeiten mehr mit bezahlt werden müssen.

Gruß
Andi


#17

Also meine Studie ist vom 17 Oktober 2018, also sicher nicht veraltet.

Aber hey, Moorsches Gesetz hat auch ausgedient. Nur ein Beispiel aus dem real Life.

Mein alter Rechner war von 2009, mit Intel Quadcore und 2,15 Ghz, 4 GB RAM DDR 2.

Habe nur Motherboard, RAM, CPU und HD ausgetauscht gegen AMD Ryzen 3 mit 3,7 GHZ, 8 GB RAM DDR 4, und SSD HD 512 GB.( Neu 2018)

Der Leistungszuwachs betrug 270%

Also 2,7 Mal mehr… Gegenüber 2009…

Hmm… Moorsches Gesetz hat wohl seine Grenzen erreicht.

Viele spekulieren noch mit dessen Gültigkeit, aber dem ist nicht so.

Edit:

Was ich damit sagen will, deine Studien beziehen sich auf Rechenleistungen und Lidar Radar Fähigkeiten die stand heute nicht ansatzweise erreicht werden.
Oder willst du Unfälle wie die Frau die von einem Uber überfahren wurde als tägliche Meldung in den Gazetten lesen ?

Andi, wir sind noch sehr weit davon entfernt


#18

Das wollte ich nie mit meinem Beitrag unterstellen.
In der ADAC Studie wird ja auch von 2030 also in 11 Jahren davon gesprochen, dass autonome Fahrzeuge für Autobahn und Stadt auftauchen werden.
Zitat ADAC Studie

Zitat ADAC Ende

Dieser Unfall ist wegen unzureichender Aussrüstung des Unfallautos, sprich außerhalb der Spezifikation des Herstellers der Sensoren geschehe und ist damit wohl kaum repräsentativ für den Entwicklungsstand.

Gruß
Andi


#19

Oh… dann habe ich dich missverstanden, dass bis 2030 autonome Fahrzeuge auf den Straßen in höherem Anteil als heute vorhanden sein werden denke ich auch. Aber der Durchbruch soll halt erst um 2040 sein.

Wenn, ja wenn wir dafür keine neuen Straßen brauchen. In Schweden hat man ein Autobahnteilstück in. Betrieb genommen wo E- Fahrzeuge während der Fahrt geladen werden und sich vernetzen können und kommunizieren.

Sollte sich das durchsetzen, sind die Nachteile sowohl der E-Mobilität, als auch der autonomen Fahrzeuge aus der Welt geschafft.

( Keine Reichweitenbegrenzung, Fahrzeuge warnen andere Fahrzeuge vor Gefahren, selbst wenn die “Sicht” eines Autonomen durch unglückliche Umstände verringert ist, weiß es was Sache ist )


#20

https://www.google.de/amp/s/www.heise.de/amp/meldung/Elektroautos-Schweden-eroeffnet-erste-oeffentliche-Strecke-mit-Stromschiene-4023110.html