Werden wir bis 2039 auf fossile Energien komplett verzichten?

Wenn wir auf fossile Energien verzichten wollen, braucht es Alternativen wie Wind-, Solar, Wasser- oder natürliche thermische Energie.

Diese muß dann aber praktikabel gespeichert werden können.

In diesem Thread möchte ich aktuelle Entwicklungen sammeln und diskutieren.

Hier mal ein Beitrag von Golem.de, der die Energiespeicherung in aufgeheiztem Vulkanstein beschreibt. Die Speicherung ist heute schon effizienter als mit Wasserstoff.

Wo kommt das Gestein her? Werden jetzt Vulkane abgetragen? Sehe das irgendwie grade nicht als zukunftsfähig (aber interessant). Im August wurde noch eine Effizienz von 30 % genannt. Woher kommt die Diskrepanz? Der DLF-Artikel sagt auch, dass die Entleerung im Vergleich zu Batterien langsamer sei. Also eher so als Nebenher-Energieerzeuger statt für plötzlich aufkommende Stromspitzen?


Außerdem würde ich nicht sagen, dass die Speicherung schon effizienter ist als Wasserstoff - sondern noch. Außer man entwickelt ein synthetisches Steinmaterial ist der Wirkungsgrad doch festgelegt. Bei Wasserstoff können sowohl in der Erzeugung als auch Speicherung Durchbrüche erfolgen - im Konjunktiv geschrieben.
Damit will ich die Technik nicht schlecht reden, nur fehlen mir hier einige Infos. Finde auch nix auf google.scholar unter “electro thermal energy storage volcanic”, scheint also alles nur Betriebsgeheimnis zu sein?

Ich glaube nicht an den kompletten Verzicht.
Aber wir wollen den CO2 Ausstoß minimieren, nicht den Energieverbrauch.
Das bedeutet, dass Effizienz irrelevant ist, solange kein CO2 entsteht. Es erhöht lediglich die Kosten und den Flächenbedarf.

Außerdem reden wir immer vom Stromerzeugung, im Winter fällt aber mehr Wärmeerzeugung an.

Es geht nicht um einen kompletten C02-Verzicht, sondern um CO2-Neutralität.
Es werden also immer Verfahren benötigt, die C02 aus der Luft entfernen und binden.

Bis 2039 wird dies alles nicht dauern, den bei der jetzigen Temperatur steigt schon der Meeresspielel, da Gletscher, Arktis und Antarktis schmelzen.
Das Tempo der Umsetzung beschleunigt sich automatisch, denn wir wissen, wenn es wärmer ist, schmilzt Eis schneller. Man kann gerne in Miami mehr Pumpen installieren, die Stadt wird trotzdem immer öfter unter Wasser stehen.

Ansonsten kommt man an Wasserstoff gar nicht vorbei, schon alleine, um in Zukunft noch fliegen zu können.
Und ja, es wirdl auch Elektroheizungen geben.

Ansonsten ist Fossil mausetot inklusive Plastik, da wir nicht über das Jahr 2100 oder 2050 reden, denn der Zug ist schon längst abgefahren.
Unsere 1,5 Grad werden wir wohl schon in 5 Jahren erreichen, 1.8 Grad und 2 Grad, wenn wir Glück haben, jeweils 5 Jahre später.
Im Augenblick sind wir mehr auf Kurs 5 Grad und mehr.

Zum Speichern der Energie kann man nicht nur Vulkansteine verwenden, z.B. auch Salzbatterien, explodieren und brennen nicht.
Die Speichertechnik ist erst ganz am Anfang.

Bei Wasserstoff gibts Grenzen beim Wirkungsgrad. Wasserstoff muss man ja auch erstmal gewinnen bevor man ihn speichern kann. Beim Wärmespeicher ist der Wirkungsgrad i.d.R. über den Carnot-Wirkungsgrad des angeschlossenen Kreisprozesses begrenzt, die Wärmespeicherung an sich verliert nur durch Wärmeverluste an Wirkungsgrad.

Als “mittelfristiger” Energiespeicher, weniger um auf Lastspitzen sondern eher um auf Leistungsengpässe zu reagieren.

Ja und genau bei dem Wirkungsgrad erwarte ich Fortschritte. Bzw. die Entwicklung neuer, anderer Prozesse. Das Haptproblem ist ja, das Wasserstoff derzeit hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird.

Wenn du da was liest, hier posten. Ich möchte ja die Entwicklungen aller Möglichkeiten sammeln.

Gruß
Andi

jeweils eine kleine Zusammenfassung der einzelnen Beiträge wäre ganz nett. :wink:

Gruß
Andi

Beitrag 1:
Japan, China, Südkorea steigen massiv in die Wasserstofftechnik ein. Diese Länder sind derzeit abhängig vom teueren Flüssiggas.

Beitrag 2:
Ziel ist der Aufbau einer grünen Produktion von Wasserstoff.
Bis jetzt ist die reine Wasserstoffproduktion relativ teuer.
Wird die Wasserstoffproduktion aber z,B. mit einem Windrad gekoppelt, das immer dann, wenn zuviel Strom im Netz ist, nicht abgeschaltet wird, sondern Wasserstoff produziert, ist diese Herstellung von Wasserstoff rentabel.

Beitrag 3:
Wasserstoff für Brennstoffzellenautos muss man allerdings nicht zwangsweise in Gasform tanken. Eine Alternative ist flüssiges Methanol. Es lässt sich während der Fahrt wieder in Wasserstoff und Kohlendioxid zerlegen. Bei dieser sogenannten Dampfreformierung spielen Metallkatalysatoren eine Schlüsselrolle, die Forscher an der Technischen Universität in Wien derzeit untersuchen.

Beitrag 4;
Pilotprojekt der Uni Zürich, wie man aus CO2 und Wasser in der Luft Methanol herstellen kann.

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