Wer von euch will 1.200 € Bedingungsloses Grundeinkommen für 3 Jahre?

Ein Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung .

Wir liefern Grundlagenforschung zum Bedingungslosen Grundeinkommen. Im ersten Schritt werden die individuellen Effekte von 1.200 € zusätzlich pro Monat erforscht, um Indizien für die Wirkung auf die gesamte Gesellschaft zu sammeln. Die Effekte werden mit einer Vergleichsgruppe überprüft. In zwei weiteren Studien werden anschließend Grundlagen der Finanzierbarkeit getestet.

Wer will kann sich hier für die Teilnahme an dem BGE Forschungsprojekt bewerben:

Schon allein heute ganze 62.476 Bewerbungen für die Teilnahme :wink: Das Interesse scheint groß zu sein !

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Man braucht auch nur eine Mailadresse um sich zu bewerben (es wird nichtmal ein Name oder irgendwas zusätzlich erfragt, so dass missbräuchliche Vielfach-Einträge kaum identifizierbar sein können und man auch völlig ohne Falschangaben mehrfach teilnehmen kann). Da ist mein Vertrauen relativ gering, dass das tatsächlich 62.476 verschiedene Personen sind.

Der Spiegel hat auch einen umfangreichen Artikel zu dem Projekt:

https://www.mein-grundeinkommen.de/users/sign_up

Also ich muss da Name Vorname, Postleitzahl, Geburstag usw bei der Registrierung mit angeben…

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Man muss Name, PLZ und Einkommen angeben. Aber eben erst nachdem du deine Mail verifiziert hast.

Ah, danke für den Hinweis. Nach einigem Rumprobieren habe ich rausgefunden, was los ist:
Die Eingabefelder für die weiteren Angaben werden nur bei aktiviertem Javascript angezeigt.

Sonst kommt beim Anklicken des Bestätigungslinks nur die Meldung “Erfolgreich bestätigt”.

Also da scheint die Seite fehlerhaft zu sein (bzw. die Entwickler vorauszusetzen, dass Javascript erlaubt ist oder Leute die Seite whitelisten).

Der Link führt zu Anmeldung für einen Account bei "Mein Grundeinkommen. Da muss man auch einen Benutzernamen usw. wählen.
Korrekt scheint zu sein, dass man (wie LetzPlay schreibt) Namen, PLZ und Einkommen angeben muss (übrigens des gesamten Haushalts - welche WG-bewohner weiß das schon auf 100€ genau für die Summe aller Mitbewohner?). Zur Eingabe wird man aber nur aufgefordert, wenn man Javascript aktiviert (darauf war ich beim ersten Versuch reingefallen - dann sieht es nach Klick auf die Bestätigung aus, als sei man ohne Eingaben sofort fertig).

Es sind bereits 3x mehr Bewerber (gerade mal 4h später :open_mouth:). Danke fürs Teilen!

Kein Wunder wenn selbst Massenmedien wie Spiegel usw bereits darüber berichten…

Wahltechnisch spannend ist, wieviele Menschen man mit diesem Thema mobilisieren kann.
Erreicht mal 1 Mio Menschen in 2 oder 3 Tagen mit dem Thema.
Die können sich alle unter Grundeinkommen was vorstellen.

353.626 Bewerbungen derzeit und es werden jede Sekunde mehr !

Vielleicht sollte die Piratenpartei zur nächsten BTW mal ein paar Grundeinkommen verlosen. Teilnehmen kann jeder wo 3 Fragen zum Wahlprogramm korrekt beantworten kann. Wenn dann durch so eine Aktion mal 1 Mio Leute das Piraten Wahlprogramm anschauen würden wäre das doch geil. Oder ?

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Ist das nicht einfach nur eine fette Datenkrake?

EDIT: Datenschutzerklärung
“Für die Auswertung dieser Daten haben wir den Dienstleister pollytix strategic research GmbH, Dolziger Straße 7, 10247 Berlin, sowie einzelne Forscher beauftragt, die sich auf die forschungsbasierte Beratung spezialisiert haben und die Ergebnisse in qualitativer und quantitativer Hinsicht untersuchen.”

Da frag ich mich, warum diese “einzelnen Forscher” nicht klar benannt werden müssen. Muss das nicht? Hätten die da in ihre Datenschutzerklärung auch reinscreiben können, dass die Daten von irgendwelchen Forschern ausgewertet werden? Ist Forscher überhaupt ein griffiger Begriff?

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Welche Rechte haben Sie bezüglich Ihrer Daten?

Sie haben jederzeit das Recht unentgeltlich Auskunft über Herkunft, Empfänger und Zweck Ihrer gespeicherten personenbezogenen Daten zu erhalten. Sie haben außerdem ein Recht, die Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten zu verlangen. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema Datenschutz können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden. Des Weiteren steht Ihnen ein Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu.

Recht auf Datenübertragbarkeit

Sie haben das Recht, Daten, die wir auf Grundlage Ihrer Einwilligung oder in Erfüllung eines Vertrags automatisiert verarbeiten, an sich oder an einen Dritten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format aushändigen zu lassen.

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Ja sicher. Aber Du willst doch die Knete haben oder nich? Also werden jetzt irgendwelche Leute aka Forscher deine Daten auswerten und müssen gar nict befürchten, dass Du deine Daten irgendwann zurückziehst. Die sind ja wohl auch längst verarbeitet. Hast Du noch einen fetten Tet hinterlassen, warum Du dass BGE so toll findest? dafür interessiert sich keine Sau, hättest Di Dir sparen können

Ich habe mir gestern die Datenschutzerklärung durchgelesen. Einige Punkte fand ich nicht schön gelöst, etwa die Nutzung von G-Mail zur Benachrichtigung der Teilnehmer oder das einige Daten in den USA landen. Die Firmen sind zwar vertraglich an bestimmten Datenschutz gebunden, aber der Staat dürfte trotzdem Zugriff darauf haben, wenn angefordert.

Die Daten werden weitestgehend minimalistisch erhoben, soweit ich das überblicken kann und in separaten Datenbanken gespeichert. Es wird sich also durchaus bemüht hohen Datenschutzanforderungen gerecht zu werden, auch wenn noch Luft nach oben ist.

Von einer “fetten Datenkrake” kann man hier nicht reden. Dass gewisse Daten erhoben werden müssen, ist im Zuge der Studie klar. Anders kann sie gar nicht durchgeführt werden. Aber auch nach Erhalt des Geldes kann man die nächste Umfrage problemlos ablehnen (wohl wissend, dass danach kein Geld mehr ausgezahlt wird und man somit die Studie auch selbst behindert).

Letztlich muss man aber auch folgendes sehen und gegebenenfalls in die Abwägung einfügen:
Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung BGE. Sollten wir in Zukunft BGE haben, entfällt die Agentur für Arbeit und das Jobcenter, welche deutlich größere Mengen an Daten zu jeder einzelnen Person hat, die mal zwischenzeitlich arbeitslos war.

Ich für meinen Teil habe mich deshalb auch beworben, davon ausgehend, dass ich das “Lotto” nicht gewinne. BGE wird einen großen gesellschaftlichen Wandel mit sich bringen, da sind neutrale Studien für die politische Auseinandersetzung viel wert. Und die persönlichen Daten bleiben intern und werden weder für Marketingzwecke noch für sonstige kapitalistischen Dinge weitergegeben. Lediglich im Zuge des wissenschaftlichen Prozesses und der Öffentlichkeitsarbeit werden die Daten benutzt, wobei dort keine Informationen auf Personen zurückführbar sein sollen. Interviews könnten eine freiwillige Ausnahme darstellen, denk ich mal.

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Naja, zunächst werden doch mal 1 Mio Adressen gesammelt inkl. Einkommen.

Dann werden in der ersten Phase 20.000 Teilnehmer ausgewählt.
Bedeutet im Umkehrschluss, dass dann die Daten von 980.000 Personen zu löschen sind.

In Stufe 2 sind nur noch 1500 Teilnehmer, dann werden die personenbeszogenen Daten von 18.500 weiteren nicht mehr benötigt.

Du kannst jederzeit nachfragen, welche Infos sie von Dir noch gespeichert haben.

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Ich persönlich hätte kein Problem damit wenn Daten oder Interview Protokolle in anonymisierter Form erhoben und gespeichert werden. In quasi keiner Soziologischen Studie werden am Ende Menschen namentlich genannt oder Details veröffentlicht welche eine einfache Identifizierung möglich machen würden.

Wichtig wäre allerdings das dann am Ende nicht mehr benötigte Informationen und Angaben eben dauerhaft gelöscht und nicht auf Halde gespeichert werden.

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Die müssen gar nichts speichern. Es geht hier um Marktforschung. Das Verhalten des Verbrauchers wird erforscht. Erste Ergebnisse liegen bereits vor. Die Daten wurden bereits “transformiert”

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Ich werd mich da vielleicht auch noch anmelden. Vielleicht passe ja ausgerechnet ich zu den 120 Gesuchten. Die kohle kann ich natürlich auch gut gebrauchen. Allerdings weiß ich ja nun auch nicht wonach der algorithmus so sucht. Ich bin für den Markt relativ uninteressant.

Du sagst es, auch ich könnte das Geld sehr gut gebrauchen. Mit der (finanziellen) Freiheit die man dadurch hätte könnte man sehr viele sinnvolle Dinge anstellen :wink:

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