Wer sind die USA?

Ja, wer oder was sind eigentlich die USA?

Bei vielen intellektuellen Kreisen, erst recht in der Partei
“Die Linke”, gehört USA-Bashing zum guten Ton.

Der Kommunikationsmanager Vincent Venus hat
dazu einen guten Artikel verfasst: Wer sind die USA

Ein kurzer Ausschnitt:

Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen.

Gegen die Amis hat keiner was.
Nur gegen amerikanische Politik,

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Florence Gaub sagt:
Die USA sind anders als Russen!

Florence Gaub ist eine deutsch-französische Politikwissenschaftlerin. 2018 wurde sie stellvertretende Direktorin des Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien in Paris. Seit Mai 2022 berät sie den Europäischen Rat. Wiki

Schöner Artikel mit zwei Anmerkungen:

a) er wurde vor Trump 1.0 geschrieben. Da war die Lage noch ein bisschen anders. Möge uns Trump 2.0 erspart bleiben.
b) Zitat: "Dabei sollten wir nicht vergessen, dass es die USA waren, die Europa von Hitler befreit haben und wir viele Werte mit dem Land teilen. Also dass wir mehr Werte mit dem Land teilen als mit der damaligen Sowjetunion mag ja stimmen - der Rest erfüllt den Tatbestand der Geschichtsklitterung. Der Diktator Hitler wurde zum Großteil von einem anderen Diktatur zur Strecke gebracht.

genau. es waren die Russen.
dafür sollten wir ihnen heute noch dankbar sein.

Darunter haben die Ossis ja dann auch lange gelitten bzw. mitgemacht.

Hat Adolf nicht Selbstmord begangen?
Scherzle .

Ja unbedingt, verrückt dass sie daraus nicht gelernt haben sondern Putin meint die deutschen Nazis 1 zu 1 kopieren zu müssen.

Der Diktator Hitler wurde nicht von einem anderen Diktator zur Strecke gebracht.
So funktionieren Kriege nicht.

Das ist auch der feine Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur.
Auf der einen Seite die Darstellung “die USA”,
“und wir viele Werte mit dem Land teilen”,
auf der anderen Seite “der andere Diktator”.
Mit schwerwiegenden Folgen.

…und Ukrainer, Belorussen, Kasachen…

Jetzt wirds aber richtig abenteuerlich.

Haben sie dir das bei den Pionieren beigebracht oder wie?!?

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Also nur noch mal zur vorsichtigen Nachfrage: Es war NICHT die damalige Sowjetunion, die die Hauptlast des 2. Weltkrieges getragen hat? Es waren (vornehmlich) die USA, die “Europa von Hitler” befreit haben, wie der Autor behauptet?
Also da muss ich wirklich bei den Pionieren nicht richtig zugehört haben.
Dann mal raus mit deinen Beweisen zum Ruhme der größten Nation dieser Erde; sprich, dass der Autor völlig recht hat. Die würden auch besser zum Thema dieses Threads passen als die Würdigung der “guten Taten” von Jossif Wissarionovitch. Die waren ja schon vor dem Krieg nicht durchweg gut - womit wir irgendwo schon wieder bei der Ukraine wären - Stichwort Holodomor. Jetzt bin ich wirklich gespannt…

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Nein,
weder hat der Diktator den Diktator niedergestreckt,
noch ist es angemessen, im Angesicht der vielen Toten von einer Hauptlast zu reden.
Jeder stirbt nur einmal.

Sollte es sich um eine rein wirtschaftliche Betrachtung handeln, so ist die Sichtweise ebenfalls falsch.

Kinderchen - liebed einander. der Threadtitel lautet

Wer sind die USA?

Man muss die USA nicht glorifizieren. Ebenso wenig muss man sie verteufeln.

Aus deutscher Sicht wäre m.M.n. etwas mehr Demut angebracht. Die USA waren es, die nach dem 1.WK die Demokratie und damit die Weimaer Republik erzwungen haben.

Die USA waren es auch, die nach ihrem Kriegseintritt, ihre massive Wirtschaftsmacht in die Waagschale geworfen haben und sämtliche Alliierten, inklusive Russland mit massenweise Material ausgestattet haben. Nicht zuletzt haben auch die USA hunderttausende Soldaten im 2.WK verloren.

Die Briten haben übrigens auch eine nicht unwichtige Rolle gespielt…

Stalin hat die Wehrmacht im Osten geschlagen, das ist richtig. Er hat sein Land verteidigt. Desghalb heisst der 2. WK in RU auch bis heute “Großer Vaterländischer Krieg”. Wenn du mit “Hauptlast”, die Tatsache meinst, dass die Nazis die meisten ihrer Opfer im Osten abgeschlachtet haben, hast du Recht. Diese Sichtweise finde ich etwas zynisch.
Die USA wurden nicht direkt angegriffen (jedenfalls nicht von den Nazis, von ein paar U-Boot-Ausflügen mal abgesehen) und haben trotzdem das Rückgrat der Nazi-Kriegswirtschaft gebrochen.
Ohne den Kriegseintritt der USA, würden wir vllt immernoch unter einer Nazi-Regierung leben.
Falls doch nicht, dann eben in einer gesamtdeutschen Quasi-DDR.
Aber dass du heute hier sitzen und die Vorzüge der Demokratie genießen darsft, um unter Ausnutzung dieser ebenjene mit autoritären Regierungsformen zu relativieren, das hast du in erster Linie den USA zu verdanken.

Diese “antiimperialistische” DDR-Propaganda ist jedenfalls nicht unbedingt historisch akkurat…

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Hast Du dafür einen Beleg?

https://de.wikipedia.org/wiki/Abdankung_Wilhelms_II.

Die Abdankung Wilhelms II. am 9. November 1918 markiert das Ende seiner Herrschaft als Deutscher Kaiser und König von Preußen. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Woodrow Wilson, hatte am Ende des Ersten Weltkriegs kaum verhohlen einen Rücktritt des Kaisers als Voraussetzung für einen für das Deutsche Reich günstigen Waffenstillstand verlangt. Dieser Forderung schlossen sich bald Teile des deutschen Bürgertums und der Reichsregierung an, auch um der Revolution den Wind aus den Segeln zu nehmen, die angesichts der absehbaren Kriegsniederlage drohte.

Ist natürlich eine verkürzte Darstellung. Aber ich bin nicht bereit, hier jedesmal voll differenzierte Ausführungen zu machen, um irgendwelche hingeworfenen Behauptungen zu widerlegen.

Aber da wir gerade dabei sind: Bitte belege doch deine Aussagen in Zukunft ebenfalls. RT akzeptiere ich auch als Quelle, dann weiss ich wenigstens woher der Wind weht :wink:

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Ich tue weder das Eine noch das Andere.

Zahlen? Ich meine vergleichende Zahlen zu dem, was die damalige Sowjetunion selbst gestemmt hat?

Wir erinnern uns z.B. gerne an Luftmarschall Harris - genau.

Meinte ich in etwa - ja. Aber um meinen, mir unterstellten Zynismus zu komplettieren: die Schlächter haben an der Ostfront andererseits auch die meisten ihrer Truppen verloren - also das wurde mir in der Pionierstunde damals zumindest so erzählt. Es könnte sogar stimmen.

…wobei sie gemeinsam mit Bomber-Harris gleich ein paar deutsche Zivilisten mit erledigt haben. Aber ob man jetzt die Luftkriegsführung der USA und UKs gegen Deutschland unter “es gab halt auch ein paar Kollateralschäden” verbuchen kann? Ich bin gerade etwas in Eile, sonst würde ich die Zahlen gleich raus suchen - denken wir bis dahin beispielhaft an Dresden 13.02.1945.

Das ist ja mal 'ne steile These. Glaubst du wirklich, eine ruchlose Diktatur wie die unseres GröFaZ hätte sich so lange halten können? Glaubst du, dass das Regime in Russland, diktatorisch wie es ist, die nächsten 20 Jahre überlebt?

Aber bitte stell’ das doch mal richtig und beantworte die Fragen…

…ggf. mit einem - “da könnte ich mich geirrt haben”. Tut wirklich nicht weh - ich muss das auch manchmal machen. Der bislang vorliegende Text erscheint mir persönlich als Antwort zu wenig.

… ach, jetzt sind wir schon dabei, einseitig die Kriegsführung der Alliierten gegen die Nazis zu kritisieren. Alles klar…
Klar, man hätte die völkermordenden Nazis lieber mit Wattebällchen und farbenfroher Sprache besiegen sollen.

Warum man ohne Not jetzt das nächste mehr als fragwürdige Fass aufmacht, ist mir schleierhaft.

Du liest also einen Artikel, und äußerst deine Meinung ohne jegliche Belege, wirfst dem Autor “Geschichtsklitterung” vor, um dann selbst ebenjenes zu tun. Und meine Einlassungen dazu soll ich nun umfangreich belegen und differenzieren. Was ich hier äußere ist eigentlich trivial und allgemein bekannt. Belege unnötig.

Sorry, so läufts nicht. Ich warte dann mal auf deine Zahlen…

Zu dieser “steilen These” muss ich dann doch noch was sagen:
Du bist also der Meinung, die Nazis hätten das dt. Volk irgendwie gegeißelt und wären früher oder später sowieso vom Hof gejagt worden?
Der Opfermythos des dt. Volkes? Seriously?

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Churchill wollte die Konferenz von Teheran 1943 verlassen, nachdem Stalin vorgeschlagen hatte, 100.000 deutsche Öffiziere hinzurichten.

Churchill hat sich auch vom Bomber Harris distanziert

Insofern ist doch ganz offen ersichtlich, wer maßgeblich unser heutiges Wertesystem geprägt hat.

Umso unverständlicher ist es, der russische Ideologie, insbesondere nach den Erlebnissen mit der DDR, auch nur ansatzweise etwas Positives entnehmen zu wollen.

Von Stalin kam auch der dann umgesetzte, völlig unsinnge Vorschlag, an der Atlantikküste zu landen.
Das Menschenleben von sinnlos verheizten Soldaten spielt ja keine Rolle.

Insofern war es wichtig, dass die Weltordnung nach dem Ende des Weltkriegs an den humanitären, westlichen, demokratischen Regeln ausgerichtet wurde, die auch nicht zur Disposition gestellt werden können.

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