Wer ist "Putin" eigentlich?

Da fragt man sich unwillkürlich: “Wer ist dieser Putin?” und:
“Wie konnte es dazu kommen, dass Putin ganz schamlos die krassesten Lügen erzählt?”

Der Schriftsteller Wladimir Sorokin hat ein Essay dazu geschrieben:

Über Putin-Versteher:

Dazu sagt er dann:

Über Putin selbst sagt er:

Es lohnt sich, den ganzen Text hier zu lesen!

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Putin Versteher sind: Kinderschänder, Nazis, AfD Sympathisanten, Schwurbler, Homöopathen und Verschwörungstheorethiker.

Dass muss mal ganz deutlich gesagt werden, dass man endlich damit aufhört Putin zu verstehen.
Damit man endlich mal damit aufhört abweichend zu denken. Da muss man Leitplanken aufstellen, die so etwas regeln … => das ist Demokratie und Freiheit für die Blutvergießen lohnt. Dafür kann man Frauen & Kinder umbringen => Leichen pflastern ihren Weg.
Putin ist ein Unmensch. Das beste Bild von Putin war doch das mit dem nackten Oberkörper auf dem Pferd reitend … So ein Tier ist dieser Putin. Titelblatt von Spiegel online - den einzig wahren Quelle des reinen Relotius.

Dann doch lieber so ein geschmeidigen Trump oder einen hörigen Biden. Der Biden ist erheblich besser für meine Interessen. Trump war einfach nur im Weg. Das der Trump überhaupt aus eigener Kraft an die Macht kommen konnte … da muss man das System auch mal ändern, damit so etwas nie wieder passiert

Mir eigentlich völlig egal!

Er hat ein Land überfallen und muss dafür vor einem internationalen Kriegsgericht angeklagt werden!
Dort kann er sich verteidigen und sich Verteidiger suchen!

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Überaus aufschlussreiche diesbezügliche Informationen sind mit der aus drei Staffeln bestehenden dokumentarischen TV-Sendereihe über Putins Biografie von der frühesten Kindheit bis heute öffentlich zugänglich. Sie wurde aktuell – leider mitten in der Nacht – wieder einmal ausgestrahlt. Weitere Sendetermine sind vorgesehen.

Meines Erachtens ist diese Sendereihe für alle, die Putins Vorgehensweise und mögliche Handlungsmotive besser verstehen (nicht im Sinne von Verständnis gemeint!!) und Rückschlüsse auf seine Persönlichkeitsstruktur und eventuelle weitere Vorgehensweisen ziehen möchten, ein absolutes Muss.

Nachdem ich Putin seit Jahren (nicht zuletzt angesichts der Parallelen zum Auslöser der 2. Weltkriegs) im Fokus habe, hat sich bei mir der Eindruck verstärkt, dass er Betroffener des (vieldimensionalen) Phänomens „pathologische narzisstische Persönlichkeitsstörung“ und damit, gepaart mit seiner Intelligenz, ein hochgefährlicher Akteur im politischen Weltgeschehen ist.

Darum wäre es empfehlenswert, wenn die Entscheider über weitere Vorgehensweisen Psychologen als Berater hinzuziehen würden, deren Einschätzung von Persönlichkeiten aus einer anderen Perspektive, als der von Politikern, und auf der Basis von Erfahrungen im Umgang mit solchen stattfindet. Es gibt genug davon, die sich seit Jahren mit den Hintergründen von Persönlichkeitsentwicklungen beschäftigen. Studien der Forschungsergebnisse sind zahlreich im Internet verfügbar – auch für Politiker.

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Garnichts muss gesagt werden.

Wer Putin versteht, versteht Angriffskriege. Dabei fliesst reales Blut. Nicht dein Daherfabuliertes.

Da du das wohl zu verstehen scheinst, ist dir nicht mehr zu helfen. Und da ich keine Lust mehr habe, mich mit pathologischen Realitätsverweigerern beschäftigen zu müssen, bist du nun der Zweite der es auf meine Ignoreliste geschafft hat.
Tschüss!

Kann ich gut verstehen. Man sollte eigentlich solch einem
Psychopathen nicht soviel Aufmerksamkeit schenken.

Aber wenn man “Putin schon früher verstanden” hätte, dann
hätte man sein Ansinnen, seine Aggression und seine Lügen
schon viel früher aufdecken können und entsprechend
reagieren können. Vielleicht wäre es dann erst gar nicht zu so
einem Krieg gekommen.

Denn die westlichen Politiker sind ja ständig auf Putin zugegangen,
haben Appeasement betrieben - und das hat alles nichts genützt.
Das Zugehen auf einen Putin, der seine persönlichen Feinde
brutal ermorden lässt, sieht aus heutiger Sicht höchst naiv aus.
Hätte man schon vorher gezeigt, dass man sehr wohl die Ideen
der Demokratie - wenn’s sein muss auch militärisch - verteidigen
würde - vielleicht wäre alles anders gekommen. Hätte man sehr
viel früher Oligarchen nicht gewähren lassen, mit Diktatoren keine
wirtschaftlichen Beziehungen aufgebaut, da ist die Wahrscheinlichkeit,
dass Putin nicht so durchdreht wie jetzt, vielleicht da.

Deshalb könnte wichtig sein, solch pathologische Charaktere zu
analysieren, um zu wissen, wie man mit ihnen umgehen kann - und
wie nicht.

Was haben die westlichen Politiker betrieben?
Warum benutzt du ein Wort aus dem Englischen?

Seit dem Zweiten Weltkrieg hat der Begriff " Appeasement-Politik" eine ausschließlich negative Bedeutung. Er ist ein politisches Schlagwort, mit dem eine Politik ständigen Nachgebens gegenüber Diktatoren, besonders gegenüber totalitären Staaten, bezeichnet wird.

Ich frage mich warum … ein politisches Schlagwort benutzt Du, welches ausschließlich negativ gemeint ist. das ist die Meinung der Wikipedia und auch meine Meinung.

Politische Schlagwörter, die für bestimmte politische Zwecke, Partikularinteressen oder zum Setzen von Feindbildern instrumentalisiert werden, gelten auch als Kampfbegriffe.[1] Dienen sie der Identität einer Gruppe, werden sie als Fahnenwörter bezeichnet.

Hier willst Du manipulieren, wie damals. als Wladimir Putin mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd reitend auf dem Titelblatt des Spiegels war. => Präsident Putin: Pferdeflüsterer im Sonnenuntergang - DER SPIEGEL

jetzt zitiere ich nochmal die Wikipedia: Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine – Wikipedia

Das Verhalten der Europäischen Union wurde international von Politikern kritisiert. Das Freihandelsabkommen der EU (DCFTA) schließe intensive wirtschaftliche Beziehungen der Ukraine zu ihren bedeutendsten Wirtschaftspartnern in der von Russland geführten Zollunion weitgehend aus. Damit habe man der Ukraine nur ein „Entweder-oder“ angeboten, also die Ukraine nicht als Brücke zwischen der EU und Russland verstanden. Auf diese Weise habe man die derzeitige politische Krise in der Ukraine mit verursacht.

Man hat eine Krise provoziert? Warum?

Altkanzler Helmut Schmidt bezeichnete in einem Interview im Mai 2014 die Politik der EU-Kommission als unfähig und größenwahnsinnig. Sie mische sich in die Weltpolitik ein und provoziere damit die Gefahr eines Krieges. Die „Bürokraten in Brüssel“ hätten die Ukraine vor die „scheinbare Wahl“ gestellt, sich zwischen West und Ost entscheiden zu müssen. [77]

Altkanzler Helmut Kohl äußerte am 12. März 2013 gegenüber Bild, die Aufbruchstimmung in der Ukraine sei nicht immer klug begleitet worden. Ebenso habe es an Sensibilität im Umgang mit den russischen Nachbarn gemangelt, insbesondere mit Präsident Putin.[79]

Altkanzler Gerhard Schröder kritisierte in der Zeit-Matinee am 9. März 2014, die EU hätte beim Assoziierungsabkommen angesichts der kulturellen Teilung der Ukraine kein Entweder-oder formulieren dürfen. Ein Sowohl-als-auch wäre vernünftiger gewesen. Schröder verwies auch auf die nachvollziehbaren Einkreisungsängste der russischen Regierung angesichts der Entwicklungen der Vergangenheit

Der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher forderte, an der Idee einer gemeinsamen Freihandelszone mit Russland festzuhalten. „Es wäre schön, wenn daraus etwas geworden wäre. Dann wäre die Frage der Assoziierung der Ukraine mit der EU möglicherweise anders eingeschätzt worden.“[81]

Am 3. März 2016 berichtete Reuters über eine Äußerung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Den Haag am 1. März 2016 im Zusammenhang mit dem anstehenden Referendum in den Niederlanden zum EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine: Die Ukraine werde mit Sicherheit in den nächsten 20 bis 25 Jahren kein Mitglied der EU werden können. Gleiches gelte für einen Beitritt des osteuropäischen Landes zur Nato
Theo Sommer kommentierte diese Äußerung als Eingeständnis der Wahrheit, dass die Ukraine bei Lichte betrachtet ein failing state oder gar schon ein failed state sei, „ein marodes, kleptokratisches, von bestechlichen Bürokraten und milliardenschweren Oligarchen für ihre eigenen Zwecke ausgeplündertes Staatswesen.“ Die Politik der EU, die Ukraine ins eigene Lager zu ziehen, habe sich als falsch erwiesen. Nun komme es darauf an, Die Ukraine „wieder in das geschichtlich gewachsene Beziehungsgeflecht mit Russland einzuweben“.[88]

Wer heute schreit, der Putin sei ein Aggressor, der muss oben zitierten Warnungen bekannter Politiker ignoriert haben
Wer heute nach Aufrüstung und militärischen Lösungen schreit, der will die Interessen der Amerikaner ohne Rücksicht auf die Russen vertreten.
Wer das tut, dem geht es um die Zustimmung zu rücksichtsloser westlicher imperialistischer Agenda.

Putin musste sich wehren und wenn Putin im Ukraine Konflikt nicht die Linie gehalten hätte, dann hätte er faktisch einpacken können. Ich wundere mich, das das hier nicht angesprochen wird.

Ich mache die Kriegshetze nicht mit und ich würde mir wünschen, dass dieses Forum nicht dazu missbraucht wird, Kriegshetze zu betreiben.

Ich wünsche und fordere eine Politik der Deutschen, die

  • die berechtigten Interessen beider Länder (Russland und der Ukraine) entspricht
  • die nicht auf Waffenlieferungen und Ost Erweiterung aus ist.
  • die unbedingt friedlich bleibt und auch mal anerkennt, dass die Russen ein deutliches militärisches Zeichen setzen mussten - aber nicht weil die Russen so Aggressiv sind, sondern weil der Westen genau dieses Deutliche Zeichen provoziert hat.

Vergleiche das Verhalten der USA in der Kuba Krise oder dem Verhalten der Israelis sind angebracht.

Ich bin der Meinung, was diese Nationen tun dürfen - und wir haben das akzeptiert ! … dass darf der Russe und Wladimir Putin auch tun.

Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso von den Medien gesagt wird, dass ein EU-Beitritt der Ukraine Russland weniger for den Kopf stoßen würde als ein Nato-Beitritt. Wo die EU doch ein politisches und wirtschaftliches Bündniss ist und die Nato nur ein millitärisches Bündnis. Es kann sich doch aber kaum jemand Vorstellen, dass wenn ein Staat Mitglied einer politischen Gemeinschaft ist kein Bündnisfall eintritt. Also der EU-Beitritt der im Prinzip mehr wäre als ein Nato-Beitritt, da indirketer Beitritt in die Nato, sowie politscher und wirtschaftlicher Zusammenschluss.

Was ich auch beobachte ist, dass Nordstream-2 wieder so in den Hintergrund gerückt wird, wo doch klar ist, dass mit Nordstream-2 die wirtschaftliche und poltische Führung der Ukraine auch Angst bekommen hat. Nämlich Angst bei Gaslieferungen einfach übergangen werden zu können und dadurch wirtschaftlich weniger souverän zu sein.

Zudem hat mMn Russland bzw. die Führungsriege um Putin und Putin selbst auch durch die Verträge um Nordstream2 Überwasser bekommen, da auf einmal über Jahre hinweg enorme finanzielle Planungssicherheit herrscht. Die russische Führung hat aufeinmal über nochmal vielmehr finanzielle Ressourcen verfügt, als sie sowieso schon hatte. Und wenn man das Gefühl hat im Lotto gewonnen zu haben, wird man halt übermütig. So meine küchenpsychologische Analyse.

Der eigentliche Skandal ist halt, dass die politische Führung um Putin mit dem mehr an finanziellen Ressourcen nicht daran denkt die Wirtschaft und Gesellschaft seines Landes zu reformieren, sondern ausschließlich imperial denkt und handelt. Ich habe z.B. in irgendeiner Talkshow gehört, dass Putin die Innenpolitik (bis auf die Überwachung) ziemlich egal ist und er das quasi auch delegiert hat. Weiß nicht ob das stimmt, aber es hört sich doch ziemlich eindimensional an.

Mein Punkt ist also: Die BRD ist nicht unschuldig an diesem Konflikt. Wenn wir über diesen Konflikt reden, reden wir auch über einen Konflikt den Deutschland mitherbeigeführt hat. Zwar nicht direkt, aber indirekt. Und natürlich hätte es auch anders laufen können, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit war schon da. Allein, weil viele Russen sich gerne an die Vergangenheit erinnern, weil sie eben heute nicht Gefühl haben zu den Gewinnern zu gehören. Jeder möchte gerne auf der Gewinnerseite stehen. Aber dass das “Nicht-auf-der-Gewinnerseite-stehen” auch mit ihrer Innenpolitik zu tun haben könnte ziehen viele, beeinflusst durch die Propaganda der Staatsmedien, nicht in Betracht, weil viele es nicht anders kennen.

Möchtest du wirklich, dass wir alle “Machtmenschen”, die pathologische Störungen/Symptome zeigen psychologisch untersuchen…?
Da würden mir sehr, sehr viele einfallen aus Politik und Wirtschaft.
Mich würde da eine Analyse zu Merz interessieren… :innocent:

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Naja, ich sehe das Statement von “von der Leyen” eher als symbolischen
Beistand zur Ukraine.

Denn ein Beitritt zur EU ist ein komplizierter Prozess, der mehrstufig verläuft und
viele Anpassungen braucht. Deshalb ist “von der Leyens” Ankündung eher
symbolisch zu verstehen - eher als eine Antwort auf Selenskys Anfrage an die EU.
Es geht ja darum, “Beistand” zu signalisieren, sich solidarisch zu erklären - auch
wenn es “nur” symbolisch ist.

Ja, das stimmt ja alles.

Vor dem Ukraine-Krieg 2022 herrschte in der SPD überwiegend die Meinung
vor, dass man mit Russland sehr wohl wirtschaftliche Beziehungen dieser
Art unterhalten könne (oder sogar solle).

Naja, das ist schon etwas weit hergeholt. Auch andere EU-Staaten hatten
wirtschaftliche Beziehungen zu Russland, teilweise sogar sehr fragwürdige
(viele Oligarchen haben in London Immobilien gekauft und nehmen entsprechenden
Einfluss …). Es ist halt der Effekt, dass es niemand so richtig wahrhaben wollte,
dass Putin sich in einen typischen Diktator verwandelt hat - bzw. es eigentlich
schon immer war. Jetzt wissen wir, dass er sogar von einem großrussischen
Reich träumt.

Das Wort “wir” ist an dieser Stelle nicht angebracht.

Echt? Mir wäre lieber du würdest sagen das ist ziemlciher käse, da ja noch kein Gas durch die Nordstream-2 geflossen ist, also noch kein Geld damit verdient wurde. Ich spekuliere halt auf Stammtischniveau auf gut Glück rum und versuche mir einen Reim aus dieser Situation zu machen.

Genau, ist ziemlcih weit hergeholt und spekuliert.

Nein.

Wir müssen zwei Dinge auseinanderhalten:

  1. Der psychologische Eindruck

  2. Die tatsächlichen Dinge

Hier zählt zunächst einmal (1). Das hat auch einen Grund:
In allen Ostländern, also Polen, den baltischen Staaten und der Ukraine,
ist Nordstream-2 immer kritisiert worden, aus vielerlei Gründen. Noch vor
dem ersten Ukraine-Krieg 2014 hatte Putin in der Auseinandersetzung
mit der Ukraine die Gaspipeline durch die Ukraine als Hebel benutzt.
Das Dumme war nur, dass diese Pipeline auch das Gas für Deutschland
und Mitteleuropa lieferte. Er konnte hier den Gashahn nicht ganz absperren.
Mit Nordstream-2 aber würde er genau dies - in einem ähnlichen Szenario -
tun können.

Die Bundesregierung - damals unter Angela Merkel - hat diese Bedenken
aber beiseite gewischt, “man werde mit Putin gut auskommen”, war die
Diktion. Ein Grund für diese Annahme war, dass die frühere Sowjetunion
auch in den Zeiten des kalten Krieges immer die vereinbarten Gasmengen
auch lieferte.

Das hat die Osteuropäischen Länder nicht wirklich überzeugt, weil es ihnen
nicht um “vereinbarte Lieferungen” ging, sondern z.B. um die potentiellen
Erpressungsmöglichkeiten gegenüber abhängigen Ländern, wie etwa der
Ukraine.

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Erleben wir jetzt nicht wieder ähnliches bei der Erhöhung des Wehretats auf 2 Prozent und dem zu Verfügung gestellten Sondervermögen von 100 Milliarden? Da werden mMn auch Bedenken einfach Beiseite gewischt. In einer Talkshow wurde z.B. die Frage gestellt, ob man mit einem hochgerüsteten Millitär sich nicht automaitsch auch an mehr Konflikten beteiligen würde?" Nein, das würde man nicht." Einfach bei Seite gewischt. Außerdem wurde in einer anderen Talkshow die interessante und juristische Frage gestellt, ob für Cyberangriffe auch eine parlamentarische Absegnung benötigt werden würde. Und da gibt es wohl noch keine eindeutige Antwort. Das gibt mir zu bedenken, dass die Bundeswehr an mehr Konflikten beteiligt ist und auf der anderen Seite weniger durch das Parlament kontrolliert wird.

Gehen wir z.B. davon aus, dass sich eine hochgerüstete Bundeswehr in Drohnen oder in autonomewaffen Systeme einhacken kann, dann finde ich das hochbedenklich. Außerdem wird eine hochgerüstete Bundeswehr ja nicht nur für die Außenpolitik genutzt, sondern könnte auch die Innnenpolitik wie in Frankreich stark beinflussen, da wird teils sehr repressiv gegen Demonstranten vorgegangen, wie ich mal in einer Arte-Doku gesehen habe.

Ok, das war jetzt am Thema vorbei…

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Diese Bundeswehr wird niemals einsatzfähig sein, da

  • öffentlicher Dienst
  • nicht teamorientiert,
  • nicht demokratisch
    Alles was ein gute Organisation ausmacht, fehlt.

Köpfe und Panzerzählen hat mit Kampfstärke nichts zu tun, da ändern auch 100 Mrd nichts, da ein Großteil eh in die Beratung geht, um einige Schaubilder zu erstellen.

Interessant ist die Wandlung von Putin. Anfangs, 1999, war er ein sympathischer
Mann - und viele Menschen projizierten ihre Hoffnungen auf ihn:

Das war die Zeit, in welcher der kalte Krieg endete, und der Ost-West-Konflikt
zur Vergangenheit gehörte. Sorokin schreibt dazu:

Zu jener Zeit hielten wir alle es für wahrscheinlich, dass Russland unter Putin den Weg
zu einem demokratischen Rechtsstaat findet. Heute wissen wir, dass Putin aber
ganz anders abgebogen ist.

Am 25. September 2001 steht er am Rednerpult des Bundestags. Es ist das erste Mal,
dass ein russisches Staatsoberhaupt vor dem deutschen Parlament spricht. Putin
beginnt auf Russisch, wechselt aber bald ins Deutsche, die „Sprache von Goethe,
Schiller, Kant“, wie er betont. Mit sanfter Stimme preist er die „Einheit der
europäischen Kultur“, zu der Deutsche und Russen so viel beigetragen hätten.

Zu lesen —> hier.

Wenn man sich diese Rede ansieht, dann ist es schwer zu glauben, dass Putin
diese Worte nicht ernst meinte.

Der Wandel von Putin vom damaligen Putin zum heutigen Putin ist schon
dramatisch. Der Grund dafür sind einerseits die Erfordernisse der
Staatsräson, d.h. Bekämpfung der Korruption im Lande. Viele Reiche und
aufstrebende Neuökonomen kochten überall ihr eigenes Süppchen, zahlten
keine Steuern und bauten ihren eigenen privaten Machtapparat auf. Hier musste
Putin sehr machtbewusst zeigen, dass es den Staat noch gibt - und dass alle
die Regeln des Staates zu befolgen haben. Dafür war es für ihn unbedingt
erforderlich, mehr Macht an sich zu ziehen, und den Neureichen ihre
Grenzen aufzuzeigen.

Andererseits ist es die tiefe, traumatische Kränkung des Zusammenbruchs
der Sowjetunion 1990, die den damaligen Putin zum heutigen Putin machte.
Das große sowjetische Reich einer Weltmacht, in welcher Putin patriotisch-
stolzer KGB-Agent war, war plötzlich verschwunden - einfach zerfallen - und auf
ein Rumpf-Russland geschrumpft.

Diese Kränkung hat Putin die ganze Zeit latent immer begleitet. Sie wurde
von Obama nochmal befeuert, als er Russland “Regionalmacht” nannte -
welch eine unglaubliche Beleidigung! Diese Kränkung ist jetzt, im mittleren
Alter, noch mehr nach Außen getreten und dominiert heute sein Handeln:
Die hehren Worte der Rechtstaatlichkeit und Demokratie sind längst
aufgegeben. Und sogar eine “Militäroperation” zum Erhalt russischen
Einflusses im früheren Sowjetbereich ist unbedingt angesagt.

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Der Londoner Historiker Adam Tooze hat - so glaube ich -
einen guten Blick auf das Geschehen. Er führt Putins
Verhalten u.a. auf den Vorfall am Tian’anmen-Platz
zurück:

Wahrscheinlich hat er sich gesagt: Ich habe den
Mumm, ich reagiere jetzt richtig!

Interview mit Adam Tooze: hier.

Wer ist Putin?

Hier erzählt der Politologe Ivan Krastev über seine Begegnungen
mit Wladimir Putin:

Was meint er mit “jede Legitimität verliert”?
Dies hier:

Aber alle dachten, dass sei jetzt eine zynische Überhöhung. Aber das war
es nicht. Putin steigert sich immer weiter in eine ganz “eigene Realität”
hinein. Er lebt in einer selbst-kreierten abgeschirmten autistischen Blase:

Das ganze Interview hier.

Was würde passieren, wenn Putin den Krieg verliert?

Nun, man könnte einwenden, dass das unwahrscheinlich ist.
Russlands militärische Reserven sind enorm. Und zurückkommende
Särge aus der Ukraine werden Putin kaum bremsen können.

Dennoch macht man sich in Militärkreisen Sorgen, falls es schlecht
für Putin laufen würde. Thomas Friedman (New York Times) sagt:

Mehr dazu hier.