Weltraumaufzug reloaded

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Wer hätte denn Lust das Thema Weltraumaufzug mal wieder aufzugreifen, aber dieses mal ordentlich verpackt?

Die Idee ist ja keine reine Spinnerei, nur haben wir halt bisher die Materialtechnik nicht, die man dazu bräuchte und es ist nicht definitiv sicher, dass es wirklich möglich ist die notwendigen Materialien zu erzeugen. Aber ein groß angelegtes Forschungsprogramm, dass generell Raumfahrttechnik und Materialtechnik fördert mit dem dem möglichen Fernziel einen Weltraumaufzug zu bauen, das würde einen enormen technologischen Schub geben. Vergleichbar mit dem Apollo-Projekt, das den USA einen riesigen Sprung erlaubt hat in ganz vielen Technologiebereichen, bis hin zu neuen Managementmethoden.

Also ich denke das wäre etwas für Europa. Einfach mal groß denken und schauen was dabei heraus kommt.

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Gähnnn… Können wir nicht mal mit was neuem Punkten? Müssen wir immer dem alten Kram hinterhertrauern. Ja 2011-2013 war schon ne geile Zeit, aber verbockt haben wir unser Potenzial ja trotzdem.

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Wir haben in Europa doch genug Forschung, die man fördern könnte und die noch dazu etwas sinnvoller ist als ein Weltraumaufzug. Wenn es ein Großprojekt sein soll, kann man ja ITER fördern. Da kommt dann auch etwas Nützliches dabei heraus.

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Ansich keine schlechte Idee. Man koennte ja schon einmal mit einer crowd funding Initiative beginnen. Oder vorher fragen was Elan Musk davon haelt. Wobei der setzt ja momentan noch auf seine Raketen.

Ich befuerchte allerdings der PP wird das nicht viel bringen. Ausser wir wollen uns an die Grossindustrie ranschmeissen. Waere auch eine Moeglichkeit.

Nein, an die Großindustrie ranschmeißen soll das auf keinen Fall werden.

Der Ansatz wäre auf dem Clusterfuck den wir mit Arianespace haben mal auszubrechen und diverse weitere Bereiche zu stimulieren.

Es ist lächerlich, dass Europa kein eigenes bemanntes Trägersystem zur Verfügung hat. Dazu kommt, dass die Ariane 6 viel zu lange braucht, zu teuer ist und auch nicht wiederverwendbar. SpaceX macht da vor wie es geht.

So was wie den X-Prize für verschiedene Zwischenziele wäre sinnvoll. Und die ausdrücklich für Startups geöffneten Ausschreibungen der NASA.

Nur gibt es halt auch in den USA kein echtes langfristiges Ziel, da jeder neue Präsident völlig frei von Ahnung ein neues definiert. Da wäre der Weltraumaufzug als Fernziel gut geeignet um eine längerfristige Entwicklung zu stimulieren.

KI statt Weltraumaufzug?

Was haben wir denn dazu im Programm.

Nicht meine Stärke, ich bin was IT betrifft da eher bei CyberSecurity, speziell Embedded, unterwegs :slight_smile:

Die Sache mit dem Material ist wohl lösbar. kann es gerade nicht komplett belegen, aber vor 2-3 Jahren habe ich gelesen, daß es Kohlenstoffverbindungen gibt, die bei geringem Materialaufwand eine sehr hohe Tragfähigkeit zur Verfügung stellen (http://www.seilnacht.com/kohlens.htm). Die Waben sind nur leicht untereinander verbunden, (wie beim Bleistift) allerdings ist die Bindung zwischen den Atomen einer Wabe sehr stark und dies ließe sich für ein Zugseil nutzen, so daß bei einer Seillänge von 100 km ca. 80 % der Tragfähigkeit für das Seil (das Ding wird schwer sein und muß sich zuerst natürlich selbst tragen :bridge_at_night:) selbst genutzt werden muß.(das meine ich gelesen zu haben, kann es allerdings grade nicht belegen). Der Rest der Tragkraft könnte dann für Gondel, Reserven o.ä. genutzt werden. …

Nur gibt es noch keine 100 km langen Seile aus Carbon-Nano-Tubes und 100 km reichen nicht. Es stecht da verdammt viel Grundlagenforschung drin die noch zu machen ist. Und genau darum geht es: Ob der Aufzug gebaut werden kann ist weniger wichtig als die Forschungs- und Entwicklungsarbeit beim Versuch es zu tun.

Oder man könnte versuchen den menschlichen Alterungsprozess anzuhalten.

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Anderes Projekt, die Forschung daran läuft aber :wink:

Wenn die technischen Probleme die damit zusammenhängen womöglich lösbar sind, kilometerlange Carbon-Nano-Tubes, Luftraumverwaltung, Nutzungsrechte… bleibt die Frage der gesellschaftspolitischen Diskussion und Akzeptanz - wobei wirtschaftspolitische Aspekte sicherlich eine große Rolle spielen werden - schließlich würde die Entwicklung viel Ressourcen (Geld?) verschlingen und es sind Projekte von ähnlichem Ausaß denkbar, die von den Gesellschaften als wichtiger angesehen werden. Militärstrategische Aspekte könnten auch eine Motivation sein, falls es sich nicht “rechnet” - wollen wir das ? Daß die damit zusamenhängende Forschungs- und Entwicklungsarbeit wertvoll ist steht ausser Frage, das ist bei fast allen Projekten dieser Größenordnungen so - nur sollten die Gesellschaften davon profitieren wie bei freier Software, und nicht undemokratische Kräfte. Da sind wir uns doch hoffentlich einig - ansonsten ist es doch eine charmante Vorstellung, wenn auf der Erdkugel lauter Weltraumaufzüge entstehen und sich einfügen würden und genützt würden (vielleicht wie Rolltreppen im öffentlichen Raum ). Oder nicht ?

Der wirtschaftliche Effekt von einem funktionierenden System wäre enorm, alleine was Rohstoffbeschaffung betrifft. Asteroidenbergbau wäre damit greifbar.

KI ist gerade ein Hype.

Ein Feld, welches ich viel stärker als zukunftsbewegend sehe ist der Transhumanismus.

Die hier kommenden Entwicklungen können alles in Schatten stellen, was heute Konflikte erzeugt.

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Hype = Aufmerksamkeit der Presse :wink:

Stimmt. Aber nach drei Tagen ist fast jedes Thema bei der Presse durch.

Die ist schon klar, was du dann mit der Geburrtenrate machen musst?

Unter anderem deswegen ist das ein wichtiges Thema.

Den betroffenen alten Menschen sind die nachkommen egal. So wie jetzt sichtbar an Umweltverschmutzung und den Umgang mit Ressourcen.
Die werden alles tun, um ihre Gesundheit zu “erneuern”. Und: ich würde das auch.

Für einen Weltraumaufzug brauchst du das Gegenstück in einem Geostationären Orbit also muss dein Seil eine Länge von mindestens 35.786 km haben.

Spannendes Konzept aber vielleicht brauchen wir ein technisch näheres Ziel.

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Auch für den Weltraumaufzug gibt es inzwischen viele internationale Studien und Forschungsprojekte.
Das ist kein science fiction Märchen mehr, sondern recht konkrete Grundlagenforschung.