Welche Probleme seht ihr in unserer Antragsarbeit?

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Ich habe auf dem BPT gesagt, dass ich eine AKO-nahe Arbeitsgruppe gründen will, die unsere Probleme mit dem Erstellen und Abstimmen von Anträgen systematisch angehen soll. Arbeitstitel ist AG Antragsarbeit, wobei ich damit nicht ganz zufrieden bin. Bessere Vorschläge nehme ich gerne an.

Das Ganze soll gründlich, aber auch nicht zu theoretisch werden. Das klare Ziel ist ein Bündel von Anträgen zum nächsten BPT, die Satzungsänderungen, Änderungen der Antragsordnung oder eine neue Geschäftsordnung sein können. Andere Verbesserungen können wir auch ohne Anträge umsetzen. Es soll auch keine Revolution der Antragsarbeit werden, da dies sowieso nicht funktionieren würde. Nennen wir es eher “Evolution”.

Dazu will ich erstmal herausfinden, was denn genau die grundlegenden und dringend zu behebenden Probleme sind. Werft einfach mal hier rein, was euch dazu einfällt; gerne auch Links, die zum Thema passen, am besten mit einer kleinen Zusammenfassung. Es wurde ja schon eine Menge dazu geschrieben.

Interessant fände ich konkrete “Geschichten” zu den Anträgen, die wir auf dem BPT behandelt haben.

Wichtig: Lösungen sollen hier nicht behandelt werden!

Wir hatten dazu mal eine Frage an die Basis, die gut zum Thema passt und hier im Forum diskutiert wurde:

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Das Hauptproblem bei den fristgebundenen Anträgen ist ja bekanntlich, daß oftmals, ob absichtlich oder nicht, kurz vor Fristablauf mehr oder weniger unausgegorenes eingereicht wird, das dann weder verbessert noch durch bessere Alternativen optimiert genutzt werden kann. Hier sollte der Antragsprozeß verbessert bzw. erweitert werden.

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Ich sehe Probleme bei

  • der Vernetzung gleich interessierter Piraten
  • bei der Information, dass an einem Antrag gearbeitet wird
  • bei der Information, dass ein Antrag fast fertig ist und diskutiert werden kann.
  • es fehlt eine Art Lektorat um Schreibfehler und Verstehbarkeit zu prüfen
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Es fehlen formalisierte Stufen im Vorfeld.

Satzungen sind kein spontanes Wünschdirwas, sondern sollten einen langfristigen Rahmen bilden.

z.B.

  • Bekanntgabe eines Satzungsänderungswunsches
  • Öffentliche inhaltliche Diskussion in AGs, Arbeitsgruppen etc.
  • Erstellung eines Antragentwurfs
  • Diskussion des Antragentwurfs inklusive Erstellung alternativer Anträge

Erst dann sollte der Antrag zur Abstimmung auf einem Parteitag zugelassen werden.
Bei obiger Vorgangsweise können durchaus auch längere Zeitfristen die Regel sein, die, sofern es den Bund betrifft, in einem besonderen Speedverfahren beschleunigt werden könnten, um im Notfall immer sofort agieren zu können.
In der Regel sollten aber nur Anträge zugelassen werden, die einen bestimmten Reifungs- und Diskussionsprozeß hinter sich haben.

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Ich denke das viele unsere Anträge wie gesagt sehr kurzfristig hereinkommen und man nicht alles als Mitglied am BPT wissen kann. Daher wäre es cool wenn die Fach AGen bei Anträgen zu ihrem Fach einen begleitenden Kommentar zu Anträgen geben könnten, sagen wir wenn es einen Antrag zu Pflege zB oder bei Sozialem das dann die AG für den Bereich sagen können. Dieser Antrag bedeutet dies und das in dem Bereich das sind die Konsequenzen, gerade wenn der Antrag von “Fachfremden” und Leuten die sich nicht so stark mit der Thematik befassen gestellt werden.

Weil vieles ist klar mit guten Intentionen, doch nachher hat man am Ende durch einen Antrag etwas gefordert, was von den Konsequenzen nicht gewollt ist und da wäre es gut wenn die Fach AGen weil wozu haben wir die denn, uns allen auf dem Parteitag schriftflich vorher eine Einschätzung geben können. So können wir eventuell auch Debatten am BPT abkürzen, bzw man ist besser für die Debatte insgesamt vorbereitet.

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Wir sollen ja noch keine Lösungen vorschlagen, deshalb warte ich noch auf den Thread dafür …

also ich fand ja die Geschichte mit der Antragsordnung auf dem BPT als solche ganz interessant. Es lief doch so ab, dass zunächst ein BPT ausgerufen wurde. Und es war ja klar, dass der der letzte vor der Europawahl sein sollte.

Dann kommt es, wie es kommen muss, und er wird mit Anträgen aller Art überfrachtet. Dann kommen ein paar Schlaumeier und stellen Antrag auf “alles ablehnen, EU-Wahlprogramm übernehmen”. Dann kommen neue Schlaumeier und stellen Antrag auf “falls der durchkommt, werden alle WPEU-Anträge automatisch zu Positionspapieren degradiert”. Also jezte wird’s aber schon grenzwertig.

Dann kommt es, wie es kommen muss, bis Sonntag morgen ist die Stimmung gut, aber Anfang nachmittag, als die ersten schon abreisen müssen, zeigen sich dann doch die ersten dunklen Gewitterwolken am Horizont.

Dann kommt auch noch so’n verdammter Basisdemokrat, und stört die ganzen hohen Mandats- und Würdenträger aller Art Piraten-Verbände, die sich extra noch ne Scheibe aus ihrer wertvollen Zeit herausgeschnitten haben, um zum BPT anzureisen, mit grundlegenden Philosophischen Betrachtungen über Würde, Teilhabe, und Partizipation, und hält sich vor versammelter Mannschaft beim Thema Freiheit symbolträchtig die Ohren zu. Weil der nu wieder noch der Ansicht ist, die Freiheit ist immer noch die Freiheit des andersdenkenden.

Als die Sache dann völlig aus dem Ruder zu laufen droht, und die Versammlungsleitung aus Verzweiflung schon fast - direkt in der Offiziersmesse - vor der versammelten Mannschaft kapituliert, weil BuVo and Friends fortlaufend die wichtigen Beiträge umschichten, die als nächste drankommen sollen, stellt sich ausgerechnet die verdammte Basisgurke im richtigen Moment ans Saalmikrofon, und blockiert auch noch physisch das Mikro, nachdem ihre Eingaben bzgl. Teilhabe an der heiligen Messe zum ca. 5. Mal offiziell ignoriert wurden.

und dann hat die verdammte Basisgurke auch noch die Dreistigkeit, sich nicht nur als erste zu melden, sondern auch noch Rederecht zu verlangen, und hat dann auch noch die Chuzpe, in alt-ehrwürdiger Kaufmannsethik First Come, First Served vorzuschlagen, woraufhin die Versammlungsleitung vor versammelten Offiziersmessern zur Kapitulation gezwungen wird.

Nun muss der Versammlungsleiter höchstpersönlich Farbe bekennen, und wie es der Zufall so will, ausgerechnet den selbst eingereichten SÄA 002 zum Thema Ahnenkult verteidigen - bekanntlich eine der ältesten Kulturen der Menschheitsgeschichte überhaupt.

Den Versammlungsleiter verlässt die Fassung, und angesichts der wütenden, die Messer wetzenden Offiziersmeute kapituliert der, und der Kollega zieht aus lauter Anstand noch vor versammelter Mannschaft seinen eigenen Antrag zurück, um nicht auch noch der Korruption und Vetternwirtschaft bezichtigt zu werden.

Und man glaubt es nicht, in genau diesem verdammten Moment zückt die verdammte Basisgurke ihre Stimmkarte, und ruft so laut und deutlich hier, als gefragt werden muss, ob jemand den Antrag übernimmt, dass es kein Entkommen mehr gibt.

Dann kommt die Gurke vor ans Micro, guckt am Rednerpult auf die höchstselbst dar gelegte rote Schlachterplatte, öffnet die traurigen Reste seines kleinen mitgebrachten Papierstapels, und kann den gesuchten Flyer zu Artikel IX nicht finden.

Was tun, sprach Zeus??

Die verdammte Basisgurke greift sich den nächsten Flyer, auf dem sie im Moment höchgster emotionaler Belastung fundamentale Wahrheiten der Piratengeschichte wiedererkennt, und hält den alten Piratenslogan Transparency - Privacy Protection - and Participation hoch in die Luft, in der sich das drohende Gewitter buchstäblich zusammenbraucht, und ruft:

Was ist Zeit?

Die verdammte Basisgurke lässt los, und der privat gedruckte Flyer segelt in einer Sekunde zu Boden.

Das ist Zeit.

sagt die verdammte Basisgurke, die ganze Offiziersmesse schreit vor Schmerz, Regentropfen prasseln an die Scheibe, und die verdammte Basisgurke ist unsichtbar. Verwirrung!

Nun bricht Chaos aus. Vermessene Offiziere aller Art strömen zum Micro, und stellen sich Fragen, die scheinbar niemand im Raum mehr beantworten kann. Pro und Kontra wird ins Micro gebrüllt, und doch wird keine Antwort gefunden.

Am Ende kommt es, wie es kommen muss - der Versammlungsleiter, ein Pirat namens Christos, fragt die versammelte Gemeinde, ob noch jemand sprechen mag. Und da - wie ein Blitz vom Himmel gefallen, da steht sie auf einmal wieder da, die verdammte Basisgurke, und findet das weiße Blatt auf dem Tische liegend, hebt an zur Sprache, und ruft:

wo ist Blatt ??
was ist Zeit !?
das ist Blatt.

Die verdammte Basisgurke greift das Blatt, lässt es fallen, und ein weißes Blatt verglüht im Staub der Geschichte. Die Offiziersmesse ist so fassungslos, dass der wichtigste Antrag der gesamten Piratengeschichte in dem ganzen Chaos aus Versehen auch noch abgelehnt wird, was sobald jedoch jeder einzelne Pirat im Herzen bereuen wird.

Es begab sich aber zu der Zeit, dass eine kleine, verdammte Basisgurke ganz unten, in der Ecke vor’m Fenster, vor dem einzigen, kleinen verdammten Fenster der ganzen Piratenkajüte auf dem Boden saß, und sich still und leise ein paar Tränchen verdrückte, weil sie offenbar als einzige Pirat/in wenigstens die Bedeutung der Zeit verstanden hatte.

Und damit war die ganze Sache für alle Zeiten Geschichte, und Schicht um Schicht legte sich auf das Blatt, das sodann zu Staub wurde. Später würde Pirat Christos höchstpersönlich von einer würdevollen Veranstaltung sprechen, die ihn tief bewegt habe, und die verdammte Basisgurke wurde noch am gleichen Tag III Mal von Mitgliedern der Versammlungsleitung vor versammelter Mannschaft oder im Vertrauen darauf hingewiesen, dass hier nicht mehr viel fehle, um für alle Zeiten aus der Offiziersmesse ausgeschlossen zu werden, bis die Versammlung der Piraten ende.

Und am Ende des Tages, da saß sie dann einfach nur noch da, und wurde bewegungslos, völlig erschöpft, noch ein letztes Mal auf einem Stuhl in der Ecke sitzend gesehen, und ein paar wenige Piraten, unter ihnen der Staatsfeind Nr. 1, kamen vorbei und gaben der verdammten Basisgurke noch die Hand. Und dann war sie für alle Zeiten verschwunden.

in public, do main.

Soweit die Geschichte.

Eine schöne Idee, escaP, und von daher frage ich, als Proxy für die Basisgurke ein letztes Mal sprechend sozusagen, als Titel der Arbeitsgruppe “mehr Demokratie wagen” vor.

Es grüßt euch herzlich der @mydarkstar, der ferne Stern am Horizont der Nacht, der an diesem einen Tage doch so gerne 100 weitere Sterne zum Leuchten gebracht hätte, auf der Versammlung MMXIX.1, die da ward Geschichte. Denn dies war die erste Versammlung ihrer Art, auf der mydarkstar zur Versammlung sprechen wollte. Und für Äönen der Zeitgeschichte war mydarkstar aus der Piratenpartei Deutschland verschwunden, so wie auch diese Partie verblasste am Horizont der Zeitgeschichte.

https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2019.1/Antragsportal/PP007
https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2019.1/Antragsportal/PP008

Auf Wiedersehen.

Bitte nicht auch noch im Forum Zeit vergeuden. Deine viel zu oft sinnbefreiten Anmerkungen und das 1-minütige Schweigen beim Schlusswort haben uns genug Zeit gekostet. Einer der Gründe, warum deine Anträge nicht behandelt werden konnten. Wir sind hier kein Philisophierclub, einige von uns wollen tatsächlich noch sinnvolle Arbeit machen.

Probleme bei Anträgen:

  • Antragsteller haben keine Ahnung vom parteiinternen Formal-Foo. Wer nicht einmal das hinbekommt, sollte auch keine Anträge stellen. Wenn also die Einleitungsformel fehlt, dann ist der Antrag unzulässig und Punkt. Da wird dann auch nicht mehr durch die AKO nachgeholfen.

  • Antragsteller haben lustige Ideen im Kopf, aber keine Ahnung vom Sachverhalt. Dann kommt sowas wie “Recht auf Reparatur” und “Geplante Obsoleszenz” raus, die vom Antragsteller in letzter Minute und nicht formgerecht eingereicht (und durch AKO formell gerettet) wurden, bei der der Antragssteller aber zugegeben hat, noch nie etwas von der EU-Ökodesignrichtlinie gehört zu haben. Eine Richtlinie, die eklatant wichtig für das Themenfeld ist. Antragsteller, die einen Antrag zu einer Sache einbringen, bei der sie sich nicht wirklich auskennen, sollten das ganze erstmal als PP statt als WP einbringen (Wurde es dann auch, aber das hat andere Gründe). Oder besser: Wer eine lustige Idee hat, soll erstmal jemand fragen, der sich damit auskennt, bevor man kurz vor Torschluss gleich einen Antrag formuliert, der dann auch noch vom Plenum angenommen wird, weil die auch keine Fachkenntnisse dazu haben.

  • Anträge sind grundsätzlich viel zu lang. Keiner liest Programme, aber noch weniger lesen sich die Anträge überhaupt durch. Viele Anträge sind oft total überfrachtet und gehen zu sehr ins klein-klein. Gutes Beispiel dafür sind die ganzen Abschnitte zu Gesundheit im BTW-Programm. Da wird bis ins letzte Detail ausformuliert, was die Antragsteller haben wollen. Total unnötig an dieser Stelle. Die Anträge müssen kurz und knapp gehalten werden, dazu noch leicht verständlich auch für Laien. Es reicht, wenn die grundsätzlichen Ziele ausformuliert werden. Der Rest mit der Detailbeschreibung wäre in einem zum Antrag gehörenden Positionspapier, das zeitgleich abgestimmt wird), viel besser aufgehoben. Wenn jemand mehr zu der Sache wissen will, kann jederzeit aufs PP verwiesen werden. Trotzdem bleiben die eigentlichen Programme übersichtlich.
    In SO011 von BPT2017.2 hatte ich das mal ausformuliert. Wir sollten die Länge der Anträge begrenzen. Das macht es überschaubarer. Wer in 100/300 Worten nicht auf den Punkt kommt, dem reichen auch 1000 Worte nicht. Wie gesagt, Details können im PP ausführlich beschrieben werden.

  • Wer die Einleitung zum Antrag mit “Präambel” überschreibt, hat lebenslanges Antrags-Einreichungsverbot! Ausnahme gilt nur, wenn es sich tatsächlich um die Präambel des Programms handelt. Die steht aber ausschließlich ganz am Anfang vor allen Programmpunkten und nicht als Unterabschnitt eines einzelnen Punktes, wie wir es öfter im Programm stehen haben.

  • Niemand weiß, wer gerade an welchem Thema arbeitet. Das führt im besten Fall zu doppelter Arbeit bei gleichem Ergebnis, im schlechten Fall zu konkurrierenden Anträgen, obwohl alle im Kern das gleiche wollen (wie damals bei der SMV) und im schlimmsten Fall zu großen Streitereien der Kontrahenten, so dass wir am Schluss gar nix bekommen. Das muss optimiert werden. Die Arbeit der AGs ist bis auf wenige Ausnahmen de facto nicht mehr existent. Somit werden es Einzelkämpfer und Kleingrüppchen sein, die Inhalte entwickeln. Daher sollte im Antragsportal eine neue Einreichungskategorie angelegt werden, in dem Themen erfasst werden, an was man gerade arbeitet und an wen sich Interessierte wenden können.

  • Sniper-Anträge sind definitiv ein Problem. Die von mir beim BPT vorgeschlagene Lösung ist aber natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Ein anderer Ansatz wäre, dass spätestens am Montag vor Torschluss zumindest Titel und Zusammenfassung des SÄA, WP und GP im Antragsportal eingetragen sein sollten, damit die Leute sehen, was kommt. Neue Anträge sind danach nur noch zulässig, wenn sie in Konkurrenz zu den Themen stehen. Wer ernsthaft einen Antrag entwickelt, der weiß, was er einreichen wird. Wer einen Hirnfurz hat und Donnerstags noch meint, einen Antrag draus formulieren zu müssen, bei denen dar angenommen werden, dass die Qualität nicht überzeugend ist. Und wer meint, das eingereichte Thema wird in eine falsche Richtung laufen, kann einen Konkurrenzantrag zu dem Thema vorbereiten und noch bis Freitag einstellen. Diese Idee baut auf der Anti-Sniper-Regel auf, belässt aber die Einreichungsfrist von 4 Wochen.

Das wären mal die ersten Ideen zu der Sache. Und das, was in meiner Fassung der Antragsordnung steht, die ich damals in Absprache mit Pawel und Escap zurückgezogen habe, weil sie nicht mit der AKO besprochen war.

Wobei das Forum durchaus ein geeigneter Ort ist, philosophische Ideen vorzustellen und zu diskutieren. Nur nicht in diesem Thread, sondern in einem separaten. Und innerhalb eines BPT schon gar nicht.

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Stimmt. Das habe ich wohl etwas unpräzise formuliert. Grundsätzlich darf auch philosphiert werden, aber nicht in einem fremden Thread, bei dem es um einen klar umrissenen Inhalt geht. Da bitte beim Thema bleiben.

Wobei ich wohl auch das Thema verlassen hab, schließlich hab ich da auch schon Lösungsvorschläge eingebracht, obwohl Escap extra gesagt hat, dass man das nicht darf. Ich böser ich… :wink:

Aus meiner Sichtbliegt tritt ein ganz anderes Problem zutage.

Auf dem BPT 2019.1 konnte man erneut beobachten, wie eine Clique von offenbar gut untereinander vernetzten Piraten eine große Menge an aussagearmer, teils schön klingender Papier- und Zettelwirtschaft ohne jede Substanz durch den BPT bringen wollte. Dieser Mob hat sich dann auch gerade am 2. Tag gezielt in Raum 1 versammelt und aus meiner Sicht versucht, möglichst ohne jede kritische Diskussion Ihre „wichtigen“ Anträge gemeinsam hopp-la-hopp durchzutreiben. Wer da noch ernsthafte, substanzielle Gegenargumente vortragen oder aufbauen wollte, der wurde teils regelrecht vom wütenden Mob niedergeschrien.

Letztlich ist es ja nur unter Aufbietung aller demokratischen Kräfte noch gelungen, die Versammlung überhaupt noch zu ordnen, und zu einem würdigen Ende zu bringen.

So, wie das eingefädelt war, muss doch jedem klar gewesen sein, dass spätestens am 2. Tag dann so oder so der Moment der Wahrheit kommen musste, an dem eine Menge Anträge vom Tisch fallen.

Aus meiner Sicht kommen wir mit dem ganzen Zettelquatsch überhaupt nicht weiter. In der Wirkung zerfasert doch hier die gesamte politische Ausrichtung. Dutzendweise halbgare Positionspapiere, welchem ernsthaften Journalisten wollen wir das zumuten?

Letztlich sollte doch gerade in der Vielfalt der Themen und Ansichten unsere ganze Schönheit und Stärke zum Ausdruck kommen. Von daher hilft hier nicht die Masse, sondern nur die Qualität. Die Aufweichung des bewährten Pro- und Kontra-Mikros als wesentlicher Teil der Piratenkultur ging damit einher, dass am Ende jede/r nur auch nochmal was sagen wollte.

Insgesamt zeigt sich doch, dass eine gute Vorbereitung das A und O ist. Kürzere Eingabeslots für Anträge wären sehr hilfreich. Bring es auf eine Din A4-Seite, oder es ist dir nicht klar genug.

Die sonst vorgeschalte Verständnis-Fragerunde ist gut gemeint, hat aber aus meiner Sicht auch noch nie funktioniert. Insofern wäre strikte Aufteilung in Pro- und Kontra-Reihe sinnvoll.

Auch könnte man pro Pirat ein dutzend Redepunkte pro Tag ausgeben. Bei jedem Gang ans Mikro gibst du einen Punkt ab. So käme man substanziell weg von den „Checkern“, die sich ums Mikro reißen, und hin zu mehr Beteiligung, Vielfalt, Würde und Teilhabe.

Jeder darf so oft, wie er kann, das geht nicht. Auch ich habe mich da teils aufladen lassen, und nehme mich da keinesfalls aus. Wir brauchen eine Löung, die besser skaliert.

Ein sehr großes Problem in der politischen Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit sind aus meiner Sicht die ganzen Schönwetter- Schönsprech-Anträge. Das sind oft unerfahrene Menschen, die sich nicht trauen, und dann in der Formulierung um Zuneigung suchen.

Das wählt aber keiner, denn Geschenke in der Politik, das gibt es nicht. Der Staat hat es auch nicht, sondern der Staat ist ja selbst auch nur ein Gedankenwerk, was für die Idee der demokratischen Umverteilung steht. Allgemeinwohl für alle = Wohlfühlsprech.

Ein guter, glaubwürdiger Antrag muss pro und Kontra beleuchten.
Wem gibst du was, wem nimmst du das weg, wie viel davon, und warum ist das gerecht?

Wer das in wenigen Worten auf den Punkt bringt, der hilft der Partei.
Man müsste das über die Formulare oder Erläuterungen zu den Einreichungen unterstützen!

Ein Top Antrag lässt 60% der Menschen begeistert aufjubeln, wogegen 40% erbitterte Gegenwehr leisten. Das nenne ich eine radikale Idee, die sich auch gut ausbreitet! Solches Gedankengut sollten wir viel mehr fördern. Weg mit dem ganzen wortversifften Geschenkpapier.

Wir müssen das rechte Maß finden. Dazu haben wir noch nichts.

Ich kann deine Kritik zu großen Teilen nachvollziehen, aber in einigen Punkten auch nicht teilen.
Die Versammlungsleitung hatte vor allem das Ziel alle bzw. möglichst viele Anträge zu behandeln.
Daher wurde ggf. ab und zu mal auf die Zeit gedrängt.

Das Problem dabei ist aus meiner Sicht aber das grundsätzliche Verfahren. Jeder/jede kann Anträge direkt auf den BPT schmeißen, ohne das bereits im Vorfeld eine Diskussion stattfindet.
Das Format des BPT ist aber nicht geeignet einen Antrag ausführlich zu diskutieren.
Das ganz man an den umfangreichen Abenddiskussionen zu manchen Anträgen gemerkt, die anschließend ja auch zurückgezogen wurden, weil sie nicht ausgereift genug waren. Wären sie nur auf dem BPT diskutiert worden, wäre dies ggf. nicht möglich gewesen.

Gerade vor dem Hintergrund das wir zurzeit wieder mehr neue Mitglieder bekommen, müssen wir damit rechnen, das es auf den nächsten Parteitagen auch wieder mehr Anträge gibt und diese damit an einem Wochenende nicht abzuarbeiten sind. Dafür müssen wir eine Verfahren finden. Ansonsten machen wieder viele Piraten Arbeit für die Tonne und ziehen dann enttäuscht ab.

Grundsätzlich ist das mit der Pro und Kontra Schlange eine gute Idee. Aber die Redezeit ermöglicht keine ausführliche Auseinandersetzung mit einem Antrag. Außerdem fehlt dabei die Möglichkeit für Reden, die nicht klar pro oder kontra sind. Manchmal möchte man ja mehrere Aspekte eines Antrags in seiner Rede behandeln, von denen man manche gut und manche schlecht findet.

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Wann gibt es denn den thread für die Lösungsvorschläge?

Hier:

Bitte den neuen Thread nicht für Endlos-Diskussionen nutzen, sondern nur für eure Ansätze. Diskutieren können wir hier.

Wenn wir wollen, dass die Anträge gut durch diskutiert, ausformuliert und qualitativ sind, warum schrauben wir dann nicht einfach an den Fristen?
Anträge sollen ja langfristig Teil unseres Programms sein, warum dann nicht auch dazu zwingen die Anträge langfristig vorzubereiten, statt erst kurz vor dem BPT?

Mir kommt da sowas wie späteste Ersteinreichung zu einem Thema im Grundsatzprogramm 3 Monate vor dem BPT, späteste Einreichung von Konkurrenzanträgen 2 Monate vor dem BPT, späteste Einreichung einer Änderung/Anpassung in einem existenten Antrag 1 Monat vor dem BPT. Ich denke das würde zu deutlich qualitativeren GP-Anträgen führen.

wann wussten wir zum letzten Mal 3 Monate im Vorhinaus wann der nächste Parteitag ist?

gut gemeint, …

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Da haben wir doch gleich noch ein wichtiges Problem gefunden: Anträge werden (mit wenigen Ausnahmen) erst eingereicht, wenn der Parteitagstermin feststeht. Die Termine wurden in den letzten Jahren oft sehr spät verkündet, daher war wenig Zeit, um über die Anträge zu diskutieren.

  1. Der Beginn der Antragsarbeit müsste gemeldet und veröffentlicht werden, damit interessierte frühzeitig mitarbeiten können und
  2. es wird festgeschreiben, dass Anträge in der Reihenfolge ihrer fertigen Abgabe vom Parteitag abgearbeitet werden. Fertig ist ein Antrag, wenn eine Forendiskussion und ein Mumblevorstellungstermin stattgefunden hat. Links zu Protokollen der Arbeitssitzungen, der Forumsdiskussion und der Aufzeichnung der Mumblevorstellung runden den Antrag ab.
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