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Was wäre wenn alle Grenzen offen wären?

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#1

Klar braucht es Verwaltungs- und Zuständigkeitsgrenzen. Aber Grenzen für Menschen? Wozu? Wir haben keine zu verteidigenden Ressourcen, die Ressource, die wir haben, sind die Menschen, die hier arbeiten – je mehr, umso besser.

Der Artikel in brandeins erläutert, warum Grenzen für Menschen gaga sind. Gibt es andere relevante (nicht von AfD, CSU, …) Aussagen zu diesem Thema? Was sollten die Piraten dazu ins Programm nehmen? Was wären Schritte in diese Richtung?


#2

Wie willst du ohne Grenzen für Menschen die Zuständigkeitsgrenzen festlegen?


Bitte schließt endlich dieses Forum
#3

Was haben Grenzen für Menschen, mit Grenzen für Zuständigkeiten wie z.B. für Forstwirtschaft oder Rettungsdienst zu tun?


#4

Wer ist einer Demokratie zuständig?


#5

Für die Menschen innerhalb welcher Zuständigkeit fordert die Piratenpartei dann das BGE, wenn es keine Grenzen gibt?


#6

Innerhalb der Grenzen, auf die wir Einfluss haben und für die Menschen, die dauerhaft dort ihren Wohnsitz haben.


#7

Wer sind wir und welchen Einfluss meinst du, wenn Menschen damit nicht mehr gemeint sind?


#8

Wir = Piratenpartei
Den Einfluss, den ein Parlament auf sein Zuständigkeitsgebiet haben kann, für die Menschen, die dort leben. Die Menschen sollen diese Grenzen aber jederzeit überschreiten können und sich aussuchen können, wo sie leben möchten.


#9

Ein Parlament ohne Zuständigkeit für Menschen ist kein Parlament.


#10

Es ist zuständig für die Menschen in sienem Zuständigkeitsgebiet, aber die Menschen sind freizügig!


#11

Irgendwie scheint an Dir völlig vorbeigegangen zu sein, dass da eine Grenze, die Deutschland zweigeteilt hat, verschwunden ist und auch die Grenzen innerhalb Europas in weiten Teilen nicht mehr existieren.

Der antifaschistische Schutzwall und die innereuropäischen Grenzen haben die Zuständigkeiten zwar abgegrenzt, ein Nutzen dieses Abstecken der kleinstaatlichen Zuständigkeitsbereiche ist aber nicht zu erkennen,

Am einfachsten ist dies z.B. am System der Kreis-, Landes- und Bundesstraßen zu erkennen.

Die Grenze kann jetzt virtuell sein oder mit einem Schlagbaum abgegrenzt werden.

Die Piratenpartei ist eine internationale Bewegung.
Das BGE wird damit bei Wahlen für den Deutschen Bundestag für Deutschland gefordert, bei Europawahlen für Europa, bei Wahlen in Australien für Australien und bei Landtagswahlen für das entsprechende Bundesland.
Eine Kugel zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Grenze gibt.
Dass die Vertreter der Scheibentheorie Angst haben, an der Grenze der Welt in den Weltraum zu fallen, da dies die äußere Grenze darstellt, ist ein Problem, mit dessen Lösung ich mich nicht näher beschäftigen mag.
Für mich ist das gelöst.


#12

In unserem Grundsatzprogramm steht nix zu Grenzen und im Wahlprogramm von 2017 schimpfen wir zwar über allerlei Hindernisse, aber gegen das Prinzip der Grenzen für Menschen wird nicht konkret angegangen.

http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2017/Wahlprogramm#Asyl_und_Migration


#13

Wer die Grenzen abschaffen will, legt damit auch die Axt an soziale Sicherungssysteme, weil diese nicht grenzenlos skalieren. In Afrika explodiert die Bevölkerung und glaubt man den entsprechenden Umfragen, möchte jeder Zweite dort gerne auswandern. Für Deutschland könnte dies also eine Verdoppelung der Bevölkerung bedeuten. Und wir reden hier nicht von hochqualifizierten Fachkräften, sondern von Menschen die erst jahrelang für unseren Arbeitsmarkt fit gemacht werden müssten. Von Fragen der Integration will ich gar nicht erst anfangen. Kurzum: Der Verzicht auf Grenzen würde unser Gemeinwesen in kürzester Zeit sprengen.


#14

Diverse Studien (siehe Artikel) behaupten das Gegenteil. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Doch welches Menschenbild haben wir? Dass alle nur Schnorrer sind? Wenn nein, dass nur Ausländer oder Afrikaner Schnorrer sind? Ich hoffe nicht!


#15

Die Schutzmauern, die Deutschland errichtet, um seinen CO2-Ausstoß in Deutschland zu behalten, damit nur dort der Schadensfall eintritt, skalieren auch nicht.

Stattdessen werden in Afrika die sozialen Sicherungssystem zerstört (“Hunger”) und die Menschen müssen ins Ausland unter lebensgefährlichen Umständen fliehen.

Exportiert doch nicht die ganzen Dreckschleudern in die Welt und spielt dann heile soziale Sicherungssysteme.

Schicke 820.000 Beschäftigte in der deutschen Automobilindustrie nach Hause und lasse die Sozialsysteme skalieren.


#16

Sie reden genau wie bei uns die Faschisten, die am liebsten Roma grillen und die Linken auf offener Straße erschießen würden. Zum Kotzen, was sie hier absondern und natürlich fehlt jede wissenschaftliche Grundlage. Sie behaupten einfach munter in die Welt hinein und folgen damit exakt dem rechtsnationalistischen Narrativ. Vielleicht wäre es für sie auch OK, wenn nur ein paar Hundert Flüchtlinge ertrinken müssten, bis “es sich rumspricht”. Soweit korrekt?

Ach ja, und noch was. Wer moniert, dass die Sozialsysteme nur bestehen können, wenn die nationalen Grenzen aufrecht erhalten werden, ist…? Ich bin mir sicher, sie kommen auf das Wort.


#17

Bisschen sehr einfach, das Weltbild. Feminismus gilt ja auch nicht als rechtsnationalistisch.


#18

Bitte was?

Laut Statistiken von 2014 wird sich die Bevölkerung in Afrika bis 2050 verdoppeln.
In vielen Afrikanischen Ländern steigt der Lebensstandard in den letzten Jahren erheblich an. - Dadurch sinkt im ersten die Kindersterblichkeit auch nimmt gleichzeitig die Lebenserwartung drastisch zu.
Erst im zweiten wird es einen Geburtenrückgang geben, so, dass sich die Bevölkerung auf eine anzahl stabilisieren wird und im dritten Schritt zurückgeht.

Es gibt unterschiedliche Stufen der demografischen Entwicklung. Und selbst hier in Deutschland ist es so, dass wenn man dich die Demografische Verteilung anschaut, es weniger Kinder als “Alte” gibt. Selbst hier in Deutschland setzt dieser Trend des Bevölkerungsrückgangs erst vor wenigen Jahren ein.

Das nur als ein kurzer abriss…

Des Weiteren sind deine Schlussfolgerungen irgendwie nicht besonders Weit gedacht.
Denn wenn der Lebensstandard zu nimmt, dann werden weniger Menschen fliehen wollen - denn, wenn sich im eigenen Land eine Perspektive zeigt, wird diese häufig auch ergriffen.
Auch wenn du die von die angesprochenen Umfragen nicht belegst, so ist es verständlich, dass Stand heute, mehr Menschen auswandern würden, als in nächsten 20 oder 30 Jahren bei zunehmender entwicklung des Lebensstandards.

Was meinst du mit Skalieren?
Unser Rentensystem ist so aufgebaut, dass die “Jungen” mal für die “Alten” zahlen können, auch das wird in zukunft nicht ohne erhebliche Staatliche Verschuldung funktionieren, - da wie ich oben geschrieben habe, die Demokgrafische Verteilung “umkippt”.

Ein Großteil unseres Sozialsystem wird, von Erwerbstätigen gestützt, und hier wird allgemein für menschen gezahlt, welche nicht erwerbstätig sein können. Kinder, Kranke, Alte etc …
Einwanderung in Deutschland könnte also eher dazu helfen, dass die Zahl der Erwerbstätigen steigt, und so das Sozialsystem für die Zukunft stabilisiert werden würde.

Einwanderung ist eine unbestimmbare Variable, aber unsere demografische Lücke ist faktisch vorhanden.

Auch innerhalb eines Staates gibt es “Flucht” bzw. eine Wanderung der Bevölkerung.
Große Städte sind in den letzten Jahren stark angewachsen oder es wurde von Ost nach West umgesiedelt - alleine aus dem Grund, weil die Wirtschaftlichen Bedingen in einem Bundesland etwas besser sind.
Hier zeigte sich, dass wenn wir kein gesamt Deutsches Sozialsystem hätten (grenzenlos) dann wären auch die Bundesländer damit überfordert gewesen.

Den Traum, dass NUR die gut ausgebildeten Fachkräfte in die BRD einreisen würden ist natürlich Quatsch, und wurde auch nie ernsthaft so gesagt - sondern es ist eine Verballhornung zur Befürwortung von Einwanderung, welche von Rechten betrieben wurde.



#19

Das ist aber in der Tat eine Plattitüdensalve.

Die ganze Argumentation ist bereits mit dem Schengen-Raum hinfällig, is ja nicht so dass nun halb Europa einen Run ins ach so luxuriöse deutsche Sozialsystem gestartet hätte.

Auf welche “entpsrechende Umfrage” beziehst du dich? Ich bezweifle diese Zahl. Und selbst wenn, sollte man mal die Gründe betrachten. Sicherlich ist die erste Welt für viele Menschen der dritten Welt eine Art Sehnsuchtsziel. Aber wenn du irgendwo aufwächst, wo du an Hunger, Armut und Gewalt gewöhnt bist, und dann über die Medien von einem “gelobten Land”, ohne Hunger Armut und Gewalt erfährst, wär das wohl bei dir nicht anders. Trotzdem würdest wohl gerade du, deine Heimat nicht so ohne weiteres aufgeben. Das ist bei “Afrikanern” nicht anders. Die jenigen Geflüchteten, die sich tausende Kilometer, unter Einsatz ihres allerletzten Hemdes plus Verschuldung, mit Hilfe irgendwelcher dubiosen Menschen auf den Weg quer durch die Sahara und anschließend übers Mittelmeer machen, sehen vermutlich einfach keinen anderen Weg.
Dafür gibts nun die verschiedensten Gründe, einige davon verursacht Europa aktiv. Ich finde es extrem zynisch, das Europa mit Handelsabkommen afrikanische Märkte mit Essensresten aus subventionierter Billigstproduktion überflutet und so lokalen Erzeugern die Konkurrenzfähigkeit nimmt um andererseits Menschen aktiv an der Aussengrenze verrecken zu lassen…

Und nein, unser Arbeitsmarkt benötigt keinesfalls ausschließlich “hochqualifizierte Fachkräfte”, unser Niedriglohnsektor boomt, viele Länder kritisieren D dafür, dass der dt. Niedriglohnsektor “zu konkurrenzfähig” ist.
Die deutsche Demografie ist ja nun hinlänglich bekannt, D benötigt Einwanderung existenziell.

Von Fragen der Integration solte man dann aber schon anfangen, ansonsten ist das reine Schlagwort “Integration” genauso sinnvoll an der Stelle wie das Schlagwort “Nudelholz”.

Kurzum, dem ist mitnichten so.


#20

“Eine Kritik, die eine Position für offene Grenzen, und das verstanden als „Staatsgrenzen“, von der Seite angeht, daß sie nicht weitreichend genug sei, weil alle Grenzen abgeschafft gehören, ist entweder nicht durchdacht oder setzt eine extreme Veränderung der heutigen Welt voraus. Hingegen greifen offene Grenzen den Teil an, der sich durchaus auch ohne solche Voraussetzungen verändern läßt: nämlich daß viele Staatsgrenzen heute zumeist weitgehend geschlossen sind. Der relevante Punkt ist eben nicht, daß es Grenzen gibt, sondern daß sie geschlossen gehalten werden. Grenzen, für die das nicht gilt, sind zwar nicht so belanglos wie der Äquator, der Weißwurstäquator oder die Benrather und Speyerer Linie, aber wären es etwa so wie die Grenze zwischen Bayern und Hessen oder auch die zwischen Deutschland und den Niederlanden. Das wäre ein großer Fortschritt gegenüber dem heutigen Zustand. Und deshalb sollte man sich meines Erachtens bei der Kritik auf die Bestimmung „offen“ und nicht auf die „Grenzen“ konzentrieren.”

Aus folgendem Beitrag: