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Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden?


#353

Interview mit Günther Jauch von 2012: https://www.youtube.com/watch?v=IZkw_QXH_90

23:10 min - 25:03 min zu “Den Piraten
Jauch: “Irgendwann werden sie (Die Piraten) in Regierungsverantwortung müssen.” “Zu glauben, dass die (Die Piraten) nach zwei oder drei Jahren in der Versenkung verschwinden - das glaube ich nicht.”

Ich glaube sogar, dass die Piraten auch nach 20 Jahren nicht in der Versenkung verschwinden werden, wenn es die SPD wahrscheinlich schon eine Weile nicht mehr geben wird.


#354

Also hätte der Autor deines verlinkten Artikel Recht, hätte ich niemals die PP gewählt, geschweige mal Mitglied gewesen.

Als eine Partei der Digitalisierung hat sich früher die PP nicht beschrieben, eher als die Partei welche die Abkehr vom bisherigen Politikstil wollte und aufklären statt verunsichern.
Die Digitalisierung sollte eine Möglichkeit der politischen Teilnahme für jeden sein, ebenso wie Kunst und Kultur für jeden, Bildung kostenlos und für jeden.

Die “Datenschutznummer” haben inzwischen die Grünen gekapert, ob sie das nun richtig durchziehen oder nicht, ist nicht Teil der Diskussion, sondern was der Wähler darin sieht. Und er sieht ( zumindest den Wahlergebnissen nach) mehr Sicherheit bei den Grünen.
( Nein, ich bin Mitglied in keiner Partei, auch kein überzeugter Wähler der Grünen)

Ich möchte an dieser Stelle mal Piraten fragen warum die PP nicht mehr aus dem Loch kommt, und machen wir uns nichts vor, 1.x % ist sch…

Warum sind Mitglieder der PP zu den Linken und Grünen gewandert ?

Vielleicht weil sich die PP von ihren ehemaligen Zielen entfernt hat ?
Ich muss mich nicht schämen, wenn ich auch sage, die PP ist keine Partei der ich politische Verantwortung übertragen wollte.
Ich würde es gerne… aber liebe PP, ihr wisst was falsch läuft. Vielleicht kommt ihr selbst drauf.


#355

Die Piratenpartei ist 2006 ursprünglich als Partei für das Digitale gegründet worden. Die Digitalen haben natürlich das Internet für ihre Arbeit benutzt und daraus hat sich ein anderer Politikstil ergeben. Aber die Piraten wollten nie basisdemokratisch sein, sie wollten bloß keine regionalen Delegierten.Regionale Delegierte widersprechen der Idee des global Village. Und das Parteiengesetz sieht nur die Möglichkeiten Mitgliederversammlung und Delegiertenversammlung vor.

Auf der Suche nach geeigneten Werkzeugen im Internet hat man auch das Liquid Feedback ausprobiert, dass aber nie von einer Mehrheit angenommen wurde und wo nur eine Beschluss für einen Testbetrieb vorlag. Möglicherweise bist du also tatsächlich unter falschen Voraussetzungen eingetreten.

Mit eine Ursache für die Probleme der Piratenpartei ist genau die Gründung mit nur einem Thema, also nur einer Gemeinsamkeit. Seitdem hat jeder weitere Beschluss Teile der Basis vertrieben.


#356

Ich drösel das mal von hinten auf, weil die letzten Fragen sind Grundlage für die ersten Fragen.

Ich auch nicht. Inzwischen sieht es nämlich so aus, als dass ich derzeit nur sehr wenigen über den Weg traue, nicht ihrer eigenen Agenda zu folgen statt die Piraten im Vordergrund zu sehen. Das erklärt auch meine Skepsis gegenüber unserem Vorstand.

Weil die Chance auf diverse Listenplätze zu gelangen da größer ist? Kleines Beispiel gefällig?
Bei den Grünen keine Stimme, bei den Piraten große Klappe, jetzt für “Die Linke” im Bundestag. Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Mitgliedern, die nur aus Eigennutz die Partei gewechselt haben.

… ist Scheiße. Sprechen wir es doch aus.

Leider ist das nicht in wenigen Worten zu beschreiben. Querelen, persönliche Befindlichkeiten, Rechthaberei, Mobbing, Unzuverlässigkeit, Überheblichkeit, Dummheit und letztlich pure Zerstörungswut einiger weniger. Dieses Konglomerat führte zu dem was wir heute kennen. Jetzt haben wir es in vielen Fällen mit Duckmäusern und Schreihälsen zu tun, die weder Kompromissfähig sind noch irgend eine Form von Kreativität ihr eigen nennen. Man schweigt lieber und macht Dinge so wie man es gewohnt ist. Der Reiz etwas vollständig neu zu durchdenken, gänzlich anders zu betrachten ist verloren gegangen. Es wurde ersetzt durch Dogmen und Ideologien, gewürzt mit Angst vor den Mobbern, weswegen dieses Forum im Grunde auch so tot ist.

Wie fragte jemand zum BPT? “Warum soll man ein Pferd noch erschießen, obwohl es schon tot ist?” Meine Antwort darauf lautet: “Es hat den unwiderbringlichen Beweis des Todes gebraucht, denn etwas das erschossen wurde kann nicht mehr am Leben sein.”. Das umschreibt den Zustand der Piraten recht flappsig zwar, trifft aber den Kern.

Und dann kommen noch andere Dinge dazu, die den Piraten massiv geschadet haben. Es wäre eine Abendfüllende Diskussion …

Weswegen es offenbar inzwischen Bemühungen der Grünen gibt, mit Hilfe einer fadenscheinigen Schmutzkampagne den erneuten Einzug der Piratenpartei Deutschland in das EU-Parlament zu verhindern. Denn deren Datenschutzgruppe hatte in der vergangenen Legislaturperiode wenig Aufmerksamkeit, Julia da um ein vielfaches mehr. Das stinkt denen nun mal.

Nein, die Grünen haben nichts gekapert, glaub mir. Die Grünen reiten nur auf der Welle nicht in Regierungsverantwortung zu sein, so wie es die SPD ist. Die FDP konnte auch nicht punkten unter Merkel, so wie die SPD in den vergangenen Jahren. Deswegen könnten sich die Grünen bei der FDP bedanken …sonst sähe das heute anders aus. ;o)

Das waren die Grundwerte. Also insbesondere das mit der Teilhabe, der Transparenz - Dem System ein Update zu verpassen - Piraten waren ihrer Zeit weit voraus. Jetzt erntet die A*D die Früchte. (Ja ich weiß, so eine Aussage wird einigen Dummköpfen hier nicht schmecken, aber Wechselwählern ist es egal welches Programm man hat!)

Im weiteren siehst Du ja recht eindeutig, wer das System Piratenpartei nie verstanden hat. Leider sind das jene Peergroups, die immer noch versuchen ihre eigene Agenda durchzudrücken. Man hat die Gunst der Stunde 2013/14 genutzt … welche aber schon 2010 ihren Anfang nahm. Die Piraten-DNA soll(te) [immer noch] ersetzt werden durch; grüner als die Grünen sein, durch linker als die Linke oder liberaler als die FDP.

Womit wir wieder am Anfang angelangt sind, weswegen ich den Piraten im Moment keinerlei Verantwortung übertragen würde. ;o)

Es gibt Bestrebungen das zu verändern, so lange aber solche Kräfte weiterhin am Werk bleiben und die gefühlte Meinungsmacht innehaben, wird sich so schnell nichts verändern. Ich bleibe aber weiter so bissig wie bisher. Ich hab die Dortmunder “überlebt” … noch Fragen?! ;o)


#357

Piraten waren immer Teil des linken politischen Spektrums, aber die Partei hat als Partei irgendwann zwischen 2012 und 2013 aufgehört zu funktionieren. Wer ernsthaft parlamentarischen Politik machen will, der muss leider in eine funktionierende Partei wechseln.

Die Kernwählerschaft der Piraten war nie größer als 1.x% aber als das Glück die Berliner Piraten unverdient ins Abgeordnetenhaus brachte, ist die Partei mit der Verdreifachung der Mitgliederzahl nicht fertig geworden. Neumitglieder konnten nie integriert werden und jede organisatorische Schwäche ist zu einer organisatorischen Katastrophe eskaliert. Dazu kommen ein paar krude Ideen über Politik, zum Beispiel, dass man unter gar keinen Umständen Macht haben darf und “urbanen Legenden” von Geld- und Zeiteliten die alles entscheiden. Außer Digitalisierung ist die einzige andere Gemeinsamkeit bei Piraten, dass sie sich gegenseitig nicht vertrauen. Auf der Basis kann es nicht funktionieren.


#358

Du warst und bist doch bis heute Teil des Problems! Der Partei haben diese ganzen Profilierungsneurotiker mehr geschadet als jede Flügeldiskussion! Kleine Beispiele gefällig?

  • “Das muss in Java programmiert sein, PHP ist doof, das fasse ich nicht an!”

Das aber PHP durchaus auch etwas unerfahrene Benutzer hätten benutzen können, ist Dir nie in den Sinn gekommen. Du wolltest und willst bis heute lediglich Deinen Willen haben!

  • Wir müssen mit unserer IT mitten im Raum sitzen!

Wozu? IT ist der Helfer der Piraten, nicht das Gestirn, um das sich die Partei zu drehen hat. Was denkst Du weswegen ihr damals hinter dem Vorhang auf der Bühne arbeiten durftet?

  • Unsere Bundes-IT ist geprägt von Hochverfügbarkeitsgedöns, das damals jedem Großkonzern zur Ehre gereicht hätte.

ich habe von Anfang an dafür plädiert, Dinge so einfach wie nur möglich zu machen, damit auch andere Hilfe anbieten können und unterstützen können. Aber man wollte lieber zeigen wie toll man ist.

Das alles ist von Anfang an zu Lasten der gesamten Partei gegangen. Das zieht sich bis heute durch die gesamte Partei. Kleinstegoisten, die lieber sich selbst in den Mittelpunkt stellen anstatt den Gedanken der Partei in den Vordergrund zu stellen. Das ist unter anderem einer der wesentlichen Punkte, weswegen diese Partei es bis heute nicht geschafft hat sich Strukturen zuzulegen. Diese Partei ist eine immerwährende Tooldiskussion, nichts weiter. Das wollen Du und andere nicht hören! Klar, weswegen ihr auch immer all jene von Anfang an mit allen Mitteln torpediert habt, die Euch gefährlich werden konnten und den anderen gezeigt hätten, mit welch einfachen Mitteln man Dinge bewerkstelligen kann. ;o)


#359

Ach mir fällt grad noch was ein, deswegen den Nachtrag im eigenen Post:

Jene die damals einfach eingetreten sind und irgendwann wieder ausgetreten, haben bis heute in keine neue Partei gewechselt. Genau jenen traue ich über den Weg, weil es jene waren die wirklich etwas politisch verändern wollten. Diese ganzen Parteienhoppser nehme ich nach wie vor nicht ernst. Alle nicht, weil sie nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind.

Sorry, wollte auf @Antares antworten, nicht auf Dich Fulleren.


#360

Ernsthaft? Wenn ich auf Probleme hinweise, dann um dafür zu werben die abzustellen. Das werben um innerparteiliche Mehrheiten und auch um Mehrheiten für seine Positionen beim Wähler, dass nennt man Politik.

Cool du meinst man eine “unternehmenkritische” Anwendung wie eine Politikplattform mit unerfahrenen Leuten entwickeln. Das ist sportlich.

Du fragst wozu, du hast doch inzwischen selber Parteitage gestreamt und da steht die Hauptkamera am besten mittig vor der Bühne, und um möglichst wenig Kabel über die Fluchtwege zu verlegen und auch die Mikrofonkamera gut zu erreichen ist Mitten im Raum oft eine gute Idee.

Sorry aber ich war nur in NRW in der IT zum Bund sage ich daher nichts.

Weswegen die Diskussionen dazu auch nicht aufhören konnten.

Du bist doch vom Fach und weist daher, dass man Anforderungen diskutieren muss. Warum hast du die Diskussion nicht in die richtige Richtung gelenkt?

Ich torpediere nichts und niemanden. Ich versuche höflich und konstruktiv die Partei bei der Lösung ihrer Probleme zu unterstützen.

Ich vermute mal du verwechselst mich mit jemand anderem.


#361

@Wutze und @Fulleren

Merkt ihr gerade was da abgeht ?

( Wir hauen fröhlich auf uns ein )

Java, Pearl, C# und was weiß ich, ist doch egal wenn es funzt

.


#362

Das ist typisch …

Diese Art und Weise der Interpretation ist sportlich. Wenn Du gewollt hättest, aber nur dann, könnte man auch anders antworten. Du ziehst es ja nicht mal in Erwägung, Deine Position neu zu durchdenken.

schmunzel
Um keine Ausrede verlegen, nicht wahr? Die Kameras und deren Kabelage als Argument heute zu verwenden, dass der ganze IT-Park mitten im Raum stehen muss, das ist sportlich, sollte aber für den Anfang ausreichen um allen anderen hier als Beweis dafür zu dienen, wer die eigentlichen Verursacher der Probleme sind.

Allein aus diesen Gründen, es geht Dir nicht um Mehrheiten, es geht um persönliche Interessen. Schon immer! Würdest Du die Interessen der Partei vertreten, dann würdest Du nicht die DNA der Piraten infrage stellen oder wärst zu Kompromissen bereit. Von beidem sehe ich nichts. Und ich habe noch lange nicht alles auf den Tisch gelegt. Und nein, ich verwechsle Dich ganz sicher nicht. ;o)

Das zum Thema: Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden.


#363

Natürlich. Ich bin es leid solchen Leuten diese Partei zu überlassen. Es ist an der Zeit, wenn wir wirklich etwas verändern wollen, mal Dinge auf den Tisch zu packen. Das dumme ist nämlich, dass die alten Netzwerke immer noch funktionieren. Und da hier auch ziemlich viele “neue” sind, ist es an der Zeit mal etwas Transparenz in diese seit Jahren währende Intransparenz zu bringen.


#364

Ich verstehe was du meinst. Nur zu gut.
Momentan sieht sich die PP als Partei, die jedes Problem lösen kann, und alle anderen machen es falsch, und kapieren es nicht mal :wink:

Im ernst, du schreibst dir als Mitglied ? Die Finger wund, und kein anderes Mitglied geht darauf ein oder will davon was wissen.

Wie war das nochmal mit den 3 Affen ?

Ich finde was du schreibst hat Hand und Fuß, aber es ist vergebene Liebesmühe.

So wie sie sich benimmt, werden 1.x % das Maximum sein was sie zu erwarten hat.


#365

Steter Tropfen höhlt den Stein. ;o)

Der KV Dortmund, mehrere Morddrohungen gegen mich - worauf mehrere führende Mitglieder dieser Partei nur ein lakonisches “na Du bist doch selbst dran schuld” auf den Lippen hatten - diverses Mobbing und andere “Unmöglichkeiten”, die härten ab. Zumal das offen (die Drohungen) über Twitter kommuniziert wurde als auch per Mail. Pikant daran, die Mailadresse ist nur der Piratenpartei bekannt, da ich sie sonst selten nutze. (Mir fällt dazu nichts mehr ein)

So lange es Mitglieder in dieser Partei gibt die den beiden Nullnummern beispielsweise immer noch Respekt zollen, obwohl sie mehrfach intern behauptet haben “Nach der Landtagswahl übernehmen wir den Vorstand und machen uns auf den Weg um 2021 wieder in den Landtag einzuziehen”, so lange werde ich nicht mehr ruhig bleiben.

Nein, das hier ist das richtige Forum, um all diese Dinge endlich mal aufzuarbeiten. ;o)

Danke.


#366

Fulleren & Co gehört die Partei? Das wüsste ich aber…:wink:


#367

@ Wutze:

Habe festgestellt, dass Du gerade eine Menge Likes von mir bekommst, weil Du überraschend viel Richtiges sagst.

Mit der “Piraten-DNA” liegst Du aber ein gutes Stück daneben:

Schon im Gründungsprotokoll ist klar dargelegt, dass Piratenpolitik den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Piratenpartei ist also zuerst einmal eine zutiefst humanistische! Und der Begriff “Nerd” kommt dort überhaupt nicht vor!

Selbst wenn uns sämtliche Nerds und solche, die sich dafür halten, wählen würden, wären wir nicht weiter als wir sind, also bei nullkommaund.

Und von den damals so Aktiven haben sich manche gut dotierte Jobs bei den anderen Parteien gesichert, nein, nicht sichtbar an der politischen Front, sondern dahinter und in Sicherheit!

Du vertraust denen, die nach den Piraten nicht in eine andere Partei eingetreten sind?
Ja, dass kannst Du getrost tun!

Es ist aber ein Trugschluss, zu glauben, die seien gegangen, weil sie von der Piratenpartei enttäuscht waren. Viele haben einfach für sich selbst festgestellt, dass Politik doch nicht das Rad ist, an dem sie drehen möchten. Zum Beispiel deshalb, weil sich die Welt um so Vieles schneller verändert als die Politik!

Klar, uns gefällt das nicht, weil wir als Partei gehalten sind, die Welt politisch zu verändern! In winzigen Schritten, mit Rückschlägen und ziemlich zeitintensiv! Kann man es Menschen verübeln, wenn sie es vorziehen, ihre Lebenszeit effizienter zu nutzen? Ich denke mal, eher nicht!


#368

Das Problem ist, es ist eure Partei, ihr seid die Partei. Nicht der eine oder der andere, sondern alle zusammen. Und solange ihr nicht im Stande seid, diese simple Tatsache zu akzeptieren, solange ihr weitermacht euch zu streiten wessen Partei das nun sei, so lange wird sich auch nix ändern.

Weil die sich klar positionieren und nicht ständig herumeiern, um ja bloss “vorne” und auf keinsten Fall irgendwie “rechts” oder “links” zu sein. Die haben ihre festen Grundsätze bereits ausdefiniert, hier wird immernoch darüber diskutiert ob man nun neoliberal, konservativ, sozialistisch oder was auch immer nicht sein will (was man nicht will ist scheint hier generell von wesentlich größerer Wichtigkeit, als was man will).


#369

Feste Grundsätze?
Ich lach mich schlapp!
Die Grünen mit MP Kretschmann als Dieselfan und OB Pamer als Migrantenschreck?
Und die Linke mit Frau Wagenknecht und ihrer marxistischen Deutschtümelei?
Die haben Grundsätze?
Nur weil sie irgendwann einmal etwas aufgeschrieben haben?
Na feini, dass haben Piraten auch schon gemacht!!!

Und die Sozen hatten auch irgendwann mal angedacht, “links” zu sein. Und wenn man links ist, spielt es ja keine Rolle, für welche Konzerne man Lobbyinteressen durchsetzt!


#370

Deswegen kann ich die auch nicht wählen. Sie haben ihre Grundsätze, verraten diese aber leider, da geb ich dir recht. Aber immerhin…


#371

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#372

Schließt das eine das andere aus? Ich meine nicht. “Dieses System braucht ein Update”, ist der Wahlslogan der ersten Stunde. Eine ziemlich technische Umschreibung - Demokratieupdate - aus der Computertechnik. Der Oberbegriff “Nerd” ist demnach recht passend, zumal man sich in der CBase in Berlin gegründet hat. Also alles doch schon ziemlich nerdig, um ehrlich zu sein. Da braucht es dann auch nicht das entsprechende Wort im Gründungsprotokoll oder in Texten. Zumal das Wort “Nerd” wahlweise negativ als auch positiv nutzbar ist.

Angeregt durch Deine Aussage habe ich da tatsächlich mal nachgesehen und habe festgestellt - upps, doch so wenig? Ich hätte da echt mit mehr gerechnet.

Angesichts dieser Statistik stimme ich mal zu. Denn meine Zahl die ich im Kopf hatte lag da irgendwo bei 600.000 Arbeitsplätzen mit Computerbranche.

Gut, kommen wir zum eingemachten.
Es geht hier um die prominenten und dadurch sichtbaren Vertreter. Bestes Beispiel ist Anke D.B. Durch entsprechendes tamtam hat sie es hervorragend geschafft sich in Szene zu setzen (Grüne>Piraten>Linke). Sie ist eine der größten Profiteure durch die Piraten. (Erinnert sei nur an den Antrag für eine Bahncard 100, damit sie im Wahlkampf EU14 mit Listenplatz 3 durch Deutschland fahren konnte als auch gleichzeitig ihr neues Buch zu promoten). Laura D. hat sich innerhalb der Piraten auch einen Namen gemacht, hier zwar eher durch Alleingänge mit Neoliberaler Wirtschaftspolitik, aber auch sie profitierte durch die Piraten. Bemerkenswert hier, außerhalb der Politik. Im weiteren seien zu nennen Frau Helm, Herr Lauer und einige andere, die teils bis heute das Label Ex-Piraten brauchen, um irgend eine Relevanz innerhalb dieser Gesellschaft darstellen zu können. Diese Liste ließe sich fortsetzen, sollte aber als Beispiel genügen.

Du siehst, es sind diese prominenten Beispiele, die die Piraten nach außen hin als “Drehtür-Partei” im Grunde kennzeichnen.

Kleine Anekdote aus der Historie der Piraten mit dem historischem Beginn des Zusammenbruchs dieser Piratenpartei. (Flaggengate)

Aufstellungsversammlung Europa 2014 in Bochum. Bochum in NRW, das wird gleich wichtig!
Es wurden die Kandidaten gewählt, die auf die Europa-Liste kommen sollten. Bemerkenswert, Foti stand auf Platz 1 der Liste! Helle Aufregung im LV NRW! Ich saß damals im Regieraum der Halle und habe von da aus gesehen, wer so alles plötzlich von Tisch zu Tisch lief. Denn es gab auch helle Aufregung bei den Berlinern. Es war herrlich zu sehen, wie da die treibenden Kräfte nach allen ihnen bekannten Seiten ausschwärmten, um Foti beim entscheidenden Wahlgang nicht wählen zu lassen. Denn bei den Piraten ist es oft Usus, erst etwas wählen zu lassen um dann im zweiten Wahlgang eine Korrekturwahl zu haben. Mir ist das Getöse aber erst im Nachhinein bewusst geworden, wer da so alles seine Strippen gezogen hat. Ich habe den “Film” bis heute im Kopf, denn es waren entscheidende Minuten damals.

Wäre die AVEU14 damals nicht in Bochum gewesen, Foti wäre auf Platz 1 der Liste gelandet. Da verwette ich mein letztes Hemd drauf. Denn Foti und NRW, die waren sich damals alles andere als Grün.

Anekdote Ende

Oft mehr als denen die noch in dieser Partei sind, ja. Aber statt nun eine haltlose Unterstellung in die Welt zu blasen, wie wäre es mal Fragen zu stellen? Die nach dem “Warum” vielleicht? Aber ich beantworte sie Dir mal.

Das Problem, in den meisten Fällen wurden Menschen in Positionen der Piraten gewählt, die irgend einen Vorzug hatten, den andere nicht hatten. Das ist so weit auch nicht schlimm, bleibt aber insofern bemerkenswert, da die Umschreibung mit Ich hab die Haare schön fast immer den Vorzug bei den Piraten bekommt. Soll heißen, in ca. 70-80% aller Fälle werden Leute gewählt die schön Stromlinienförmig sind. Also Leute die nicht anecken, sehr oft dadurch auch Leute die grad erst in die Partei gekommen sind, weil die sind ja noch nie negativ aufgefallen. Wie auch, sind ja “neu”.

Inzwischen sind genau jene Leute mit ihren Ecken und Kanten in den meisten Fällen weg. Es braucht aber genau diese Ecken und Kanten, damit wir als Partei auffallen. Wir wählen aber genau umgekehrt, Leute die in der Masse untergehen. Du findest jetzt hoffentlich den Fehler, weswegen diese Partei unter anderem in der Versenkung verschwindet. (Hat einen Anteil von etwa 30-40%) Im übrigen, Delegierte würden daran nichts verändern.

Das ist witzig. Du verallgemeinerst während ich hier in der Tat fast immer differenziere. Du erinnerst Dich an die PPlattform, die sich noch während des aPBT in Halle “gründete”? Wie mit Hilfe von Stasi und Gestapo Methoden ausgesiebt worden ist, wer da dazu gehören durfte und wer nicht? Gedankenkontrolle der übelsten Form die ich je sah, fand da statt. All jene die sich unter diesem Dach sammeln wollten, haben bis heute nicht verstanden, was da damals passiert ist. Und genau jene Förderer, die wirklich nur “wenige” als Prozentsatz der gesamten Mitgliederzahl gesehen, waren jene, die 2014 und 15 die Piraten verlassen haben. Teil mit großem TamTam und mit mehr verbrannter Erde als viele der anderen Piraten. Die meisten der Piraten die nach 2015 gegangen sind waren jene, die sich vorstellen konnten Politik zu machen.

Es tut mir leid, aber Du verkennst die Lage leider vollständig. Denn unter denen die nach 2015 gegangen sind gehören so Leute wie Klausch, Robert Conin, Alex Lessmann um nur einige zu nennen. Jene Leute, die in vielen Fällen völlig unbemerkt und hinter den Kulissen geackert haben wie die Teufel. Dazu gehören auch Leute wie Acepoint, xtratobi und viele, viele mehr. Euch ist nicht mal im Ansatz bewusst, was die Piraten verloren haben. Das ist das traurige daran.

Denn nur ein kleines Beispiel: Hat von Euch irgend jemand gewusst, dass Robert Conin zu jedem Bundesparteitag mehrere Tausend Euro investiert hat um Mitgliedern die nicht so stark bei Kasse sind, Verpflegung und Übernachtung zu zahlen?! Leider ist auch er dieses Jahr verstorben und keiner hats mitbekommen.

Alles in allem, ich muss immer wieder feststellen, dass Du zwar einige Teile des ganzen Puzzlespiels kennen magst, nur leider in dem Fall nicht die wesentlichen Zusammenhänge. Ich habe ganz sicher nicht den großen Überblick in das was bei Dir lokal läuft, aber ich denke da eher etwas anders und versuche das ganze “Zerrbild” zu entwirren.

PS. Es tut mir leid das es so viel Text wurde. Aber wenn wir schon dabei sind die Karten auf den Tisch zu packen, dann vollständig.