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Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden?


#330

Der “Hitler” hieß in dem Fall aber Milosevic und war der Angegriffene.

Ach egal, ich lass dich lieber bellen, kleines getroffenes Hündchen.
Dein bester Klogriff seit langem :slight_smile:


#331

Nee, sonst droht Bodo mir wieder mit ner Klage
:smiley: :smiley: :smiley:


#332

Da warte ich heute noch drauf… sollte auch verklagt werden :blush:


#333

Du beschreibst es doch in Deinen Text selbst. “Es ist alles nicht so einfach”. Wann eigentlich wurde dieses “try and error” abgeschafft? Weißt Du, ich möchte auch so viel. Es wäre theoretisch sogar möglich, ja sogar ließe sich das meiste davon in die Realität bringen. Letztlich scheitern wir aber viel zu oft an unseren Vorstellungsmöglichkeiten. Ja, diese Online-Abstimmung hätte man sicher schon lange einführen können. Es wird immer welche geben, die dagegen sein werden. Ich bin im übrigen einer von denen die dagegen sind/waren. Die Begründung ist recht einfach -> Datenschutz. An sich gäbe es keine weitere Diskussion darüber. Kürzlich hatte ich aber einen Gedanken, der alles andere über den Haufen geworfen hat. Sind offline Abstimmungen - also per Stimmzettel und persönlicher Anwesenheit - eigentlich nicht auch unsicher? Ja, sie sind genau so unsicher, denn es braucht nur eine Gruppe von Personen, die nur eine Wahlurne manipulieren. Also warum nicht doch eine elektronische Wahl?

Noch mal, Wünsche sind wichtig, weil sie eine Richtung vordefinieren. Wer aber davon ausgeht jeden Wunsch sofort - nur weil er ja artikuliert wurde - erfüllt zu bekommen, ist das ein Realist? ;o)


#334

So ähnlich denke ich auch.


#335

Ich wäre ja froh, wenn es etwas wählbares bei den Etablierten gäbe. Da ist aber in den letzten Jahren leider absolut gar nichts dabei.


#336

Sehe ich auch so. Wenn es die Piraten nicht gäbe würde ich sofort eine Partei gründen, denn die anderen Parteien sind aus vielen Gründen auch in der Schweiz noch viel weniger zu gebrauchen.


#337

Nein das Problem ist, dass du die Behauptung dass es gehackt wurde nicht widerlegen kannst.

Aber es gibt einen Königsweg.
Die Abstimmungsergebnisse sind rechtlich nicht bindend, wir als Piraten halten uns aber daran und bestätigen die Online-Abstimmungsergebnisse (als Paket) auf dem nächsten Parteitag und machen sie dadurch auch rechtlich verbindlich.
Damit müssten die Wahlcomputerablehner genauso leben können wie die Online-Abstimmungsbefürworter.
Sollte es bei einer Abstimmung Redebedarf geben, so kann ein entsprechender Antrag zum PArteitag eingereicht werden.


#338

Ist es nicht möglich Systeme zu bauen, die zwar theoretisch gehackt werden können, jedoch nicht unbemerkt?

Bei Sachfragen könnte zudem eine relativ hohe Transparenz gewährleistet werden, da bei diesen Themen das Wahlgeheimnis nicht so relevant ist.


#339

Ein Hacker der in ein System eindringt, nutzt dafür einen Weg, den die Entwickler des Systems nicht für möglich gehalten haben. Daher kann das Eindringen selber nicht bemerkt werden.
Du müsstest also ständig Mechanismen prüfen lassen ob Daten oder Programm verändert wurden.
Dann erzeugst du aber etwas, dass möglicherweise Wähler und sein Abstimmverhalten wieder offenlegt.
Dann sind die Abstimmungen nicht mehr ansatzweise geheim.


#340

Zuerst Mal vielen Dank für deine aufrichtige und ausführliche Antwort.

Es ist ja nicht so, dass ich deine Ansicht nicht nachvollziehen könnte.

Aber versuche bitte auch ein Mitglied zu verstehen, dass bei den ganzen Querelen 2012/2013 nichts !! Machen könnte, nur zusehen wie alles den Bach herunter ging, und von der Wahl zum BPT ausgeschlossen war, weil keine Möglichkeit 2 x im Jahr quer durch die Republik zu reisen.

Aber vielleicht ändert sich das ja mal in naher Zukunft.


#341

Danke für die Blumen.

Wir sind uns da womöglich viel näher als Du ahnst. Zudem, auch ich kann nicht immer quer durch die Republik reisen, von daher hatte ich die Thematik “Dezentral” ja noch mal neu aufgegriffen und wollte diese eigentlich in die Tat umsetzen. Leider ist mir das nicht gelungen, weil ich $Leute einfach nur überfordert habe. (Da muss man auch erst mal dahinter kommen)

Das hoffe ich auch. Ich bin da sogar recht zuversichtlich, dass da etwas in naher Zukunft passieren wird. ;o)


#344

Vorsicht Populismus…
Die Piraten in anderen Ländern bekommen es auch hin und ihr habt es vor 2013 auch hinbekommen. Reißt euch zusammen und nehmt den Platz der Grünen ein. Eine Öko-Bewegung wird nie eine solche Ressonanz (in Deutschland vielleicht, International weniger) bekommen, wie eine progressive Bewegung für eine digitale Demokratie.


#345

Leider nicht, wir hatten 2011 unverdientes Glück und haben es vergeigt.

Falls es eine 2. Chance für die Piraten gibt, dann muss sie mit viel Geduld hart erarbeitet werden.


#347

Nur mal ein Gedanke von mir.
Bei der letzten Wahl zum BT war die PP hier bei mir unsichtbar. Alle Laternenpfähle hangen voll mit Plakaten von anderen Parteien.
PP - Plakate ? Fehlanzeige …

Ich kann das schon verstehen…

Man braucht Mitglieder welche die Plakate aufhängen, und Geld um diese drucken zu lassen.

Aber auch sonst war die PP nicht sichtbar, keine Stände oder Wahlwerbung die einem auffällt, ohne dass man explizit danach sucht.

Keine Mediale Präsenz bedeutet beim Wähler zumeist auch nicht zu existieren.

Das soll :

  1. Keine Kritik sein, sondern nur ein Punkt wo man evtl. was ändern müsste.

  2. Ich habe auch keine Idee woher die Ressourcen kommen sollen bei Mitgliederschwund.

Aber es ist ein Problem.


#348
Vorsicht: Polemisch und Emotional
  • Diese Anbiederung an die Grünen mit dem Nachhaltigkeitsgedöns bringt die Piratenpartei keinen Schritt weiter und macht sie tendenziell überflüssig.
  • Die Piraten müssen klare Kante zeigen und innovative Ideen in den Mainstream tragen. Ich lese noch viel zu wenig von E-Democracy, E-Participation, E-Administration und BGE auf den Wahlplakaten. Dieser Datenschutz-Frame gewinnt allein keine neuen Wähler und ist auch kein vollständiges Programm (das könnte genauso gut eine NGO vertreten).

BACK TO THE ROOTS und macht es diesmal besser. Dann seid ihr die neue große Partei des 21. Jahrhunderts!


#349

Ganz falsche Fragestellung!

Wieso denn WIEDER?
War die Piratenpartei denn jemals erfolgreich?

Sie hat zeitweise ein paar Leute in Parlamente gebracht, richtig! Aber hat sie DAMIT auch einen Politikwechsel herbeigeführt?

Allenfalls indirekt!
Parlamentarische Initiativen der Piraten wurden von den anderen regelmäßig geblockt, später dann übernommen und als eigene Ideen verkauft. Kleinere Kurskorrekturen waren nicht dem “Erfolg” der Piraten geschuldet, sondern allein deren Existenz.

Wenn man Erfolg daran messen möchte, wieviele Funktionäre eine Partei in Amt und Würden bringt, müsste man die AfD beispielsweise als sensationell erfolgreich bezeichnen. Aber politisch erreicht sie dennoch nicht mehr als Frau Le Pen in Frankreich mit ihrer noch viel größeren Anhängerschaft, nämlich gar nichts, außer schlechte Stimmung zu verbreiten.

Erfolg sollte für uns Piraten die Durchsetzung unseres politischen Programms bedeuten, nicht die Menge an Steuergeld, die direkt oder mittelbar in unsere Parteikassen fließen!


#350

???
Mir erscheint Dein Post nicht ganz stimmig zu sein. Auf der einen Seite schreibst Du:

Und später dann:

Ja um Himmels willen, was denn nun?
Wenn es doch nur um die Umsetzung des Programmes geht, dann waren die „kleinen Kurskorrekturen“, die sich die anderen Parteien angeeignet haben, doch eben gerade ein erster Erfolg für die Piraten.
Oder glaubst Du ernsthaft, dass ein komplettes Parteiprogramm innerhalb nur einer Legislaturperiode umgesetzt werden kann? Das wäre denn doch reichlich naiv und das will ich Dir nun wirklich nicht unterstellen. :wink:

Genau um die kleinen Kurskorrekturen geht es doch in der Politik: Zeichen setzen für ein relevantes Thema und irgendwie für die Umsetzung sorgen. Wenn eine Partei dann imer wieder genau den Nerv der Zeit trifft, wird sie auch in der Wählergunst steigen, vorausgesetzt die Partei wird auch als regierungsfähig wahrgenommen.

Und meines Erachtens sind genau diese letzten beiden Worte: regierungsfähig und Wahrnehmung (gibts die noch?) die wesentlichen Knackpunkte, die angegangen werden müssen.

Bestes Beispiel für das von mir beschriebene Vorgehen sind die grünen. Erst rebellische Ein-Themen-Partei und jetzt auf dem besten Weg zur Volkspartei. In den Anfängen wurden auch bei den Grünen Ideen gekapert und als die eigenen verkauft. Bei der AFD ist es aktuell dasselbe, daher haben wir ja jetzt ein Heimatministerium, was auch immer das sein mag.


#351

kicher

Ja nun, am Ende geht es ja auch um etwas “abrechenbares”. Etwas zynisch ausgedrückt, den Weg haben sich die Piraten ja auch selbst verbaut, sie haben ja auch so ihr “Problem” mit dem Urheberrecht. Würden sie ihre Ideen patentieren lassen, dann könnte man stichhaltig beweisen, wer die Idee als erstes formuliert hat. Aber dann würde man ja gegen die eigenen Grundsätze verstoßen.

Das Problem zusätzlich, man “weint” immer noch den vertanen Chancen hinterher, die sich in den 3 Landtagen ergeben haben. Ich kann jetzt nur NRW als Beispiel heranziehen, aber die Erfahrungen die man da gemacht hat sind im Grunde vollständig verloren. Man setzte auf Transparenz, Videoübertragung, Krawall, Individualität …

Lange Rede kurzer Sinn, die Konzepte von damals sind auch hier nicht mehr anwendbar. Inzwischen werden Piraten vielfach kopiert, keinen stört es. Ich erinnere nur an die Wahlplakate der FDP in den vergangenen Jahren oder die der CDU im Landtagswahlkampf in Hessen. Die Ähnlichkeiten sind frappierend. Interessanterweise fällt das keinem mehr auf, dass wirklich viele Ideen erstmals durch die Piraten transportiert worden sind.

Leider sind wir inzwischen beliebig geworden. Piraten haben ihren Ursprung vergessen, den Weg verlassen und wenden sich nun Sparten zu, die nicht den Piraten sondern den Grünen z.B. zugeordnet werden. Computer und Co., das sind Dinge die man “den Nerds” zutraut, auch wenn ich damit sicherlich 80% der Piraten unter den Tisch fallen lasse, die eben genau damit nichts am Hut haben. Aber, wir sind die Piratenpartei, die Partei die Digitalkompetenz besaß. Das war das was man uns zugetraut hat, nicht mehr, nicht weniger. Den Grünen traut man Umweltschutz zu. Der CDU Wirtschaft usw. (hierbei ist völlig egal was diese Wirklichkeit ist!)

Tja, nun betrachte Dir diese Diskussion hier. Man streitet über Plakate, “was die Wähler wollen” (ohne überhaupt eine Vorstellung davon zu haben was ein Wähler ist), Positionsgedöns ob man nun Linksaußen oder Rechtsaußen ist, oder ganz klassisch - "Wie spreche/schreibe ich so, dass auch ganz sicher der letzte einschläft und die gesprochenen Worte gar nicht mitbekommt.

Man möge mir meinen Zynismus verzeihen, ich verzeihe ja vielen auch ihre Vorurteile oder gar offen zur Schau gestellten Kompromiss-, Vorstellungs- und/oder Kreatitivätslosigkit. ;o)


#352

Noch was zum lesen … vielleicht fällt es ja mal einigen auf … auch wenn ich @xwolf nicht in allen Punkten zustimme, er hat die wichtigsten Kerne getroffen.