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Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden?


#237

Der Begriff Heimat mag außerhalb Bayerns umstritten sein.
Entscheidend ist aber. dass man sich in BY klar gegen die Position von Seehofer mit dieser Vorgangsweise ausgesprochen hat.

Wer bessere Vorschläge hat, wie man sich bei diesem wahlbeherrschenden Thema hätte platzieren sollen, der möge bitte Vorschläge bringen.

1/3 der Mitglieder der CSU dürften Flüchtlinge oder deren Nachkommen sein und für die ist das heute Heimat.


#238

Dann haben wir ja scheinbar in dem Punkt keine divergierenden Ansichten, sondern lediglich einen komplett anderen Gebrauch von Sprache.

Und hier liebe Freunde sehen sie live den Nutzen von Fragen, hätte ich Statements verfasst, hätten wir beide uns trotz gleicher Position in die Haare gekriegt.


#239

Zitat :slight_smile:

"Als „Heimat“ gilt für den Staatsrechtler und Politikwissenschaftler Peter Pernthaler das „eigene Land“ eines Volkes oder einer Volksgruppe. „Die konkrete siedlungsgeschichtliche Heimat ist in diesem Sinne ebenso untrennbarer Bestandteil ethnischer Identität wie Sprache, Geschichte und Kultur.“[64] "

Ebenso sollten wir beachten das der Begriff bereits von der Identitären Bewegung benutzt wird, und in den Wiki Artikel auch erklärt wird, das “Heimat” an sich sich gegen “Überfremdung” wendet.

Zitat :

Heimat als Nahwelt, die verständlich und durchschaubar ist, als Rahmen, in dem sich Verhaltenserwartungen stabilisieren, in dem sinnvolles, abschätzbares Handeln möglich ist – Heimat also als Gegensatz zu Fremdheit und Entfremdung, als Bereich der Aneignung, der aktiven Durchdringung, der Verlässlichkeit“

Quelle :slight_smile:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heimat


#240

Synonyme für Heimat sind:

  • Wohnort: zuhause, daheim
  • Landschaft: Land
  • Geburtsort: Herkunft

Ich kann verstehen, dass die Umgebung und die Landschaft einen prägen. Wenn man in den Bergen aufgewachsen ist, fühlt man sich vielleicht in der Prärie, Sawane oder Wüste nicht so wohl. Jedoch sind die Menschen überall gleich in ihrem Menschsein, nur haben sie unterschiedliche Voraussetzungen.


#241

Was ich mich Grundsätzlich frage:

  • Wenn sich faschistische Spinner Begriffe kapern, müssen wir ihnen diese dann kampflos überlassen?

  • Etablieren sich diese Kräfte damit nicht mehr und mehr als Deutungshoheit?

  • Oder konkret an dem Beispiel Heimat, wenn wir sagen, der Begriff “Heimat” ist absofort “rechts” und hat nur noch die durch “rechte Kreise” geschaffene Bedeutung, helfen wir damit nicht genau jenen, die wir bekämpfen?

Meiner Meinung nach werden nämlich nur die in political correctness geschulten Politiker und sehr politisch aktive Menschen aufhören diese Begriffe zu benutzen, der Rest der Menschen drückt sich aus wie gewohnt. (Hat schließlich auch keine Shitstorms, Stimmenverluste und Amtsenthebungen zu befürchten.) Eben jenem Teil der Menschheit, der weiterhin wie immer diese Begriffe benutzt, wird jetzt suggeriert, was er denkt, sei rechtes Gedankengut.

“Nun gut”, denk sich dann nach meinem Verständnis der Durchschnitt dieser Gruppe von Menschen, “Wenn das, was ich denke und sage nun Rechts ist, woraus folgt, dass die Rechten meine Weltvorstellungen vertreten, dann wäre das klügste für mich, Rechts zu wählen.” - Zumindest hab ich das im O-Ton mehrmals so aufgeschnappt, als ich den Infostand der Braunen in Blau besuchte, um mit Leuten die vorhaben die zu wählen, zu diskutieren, warum sie dies vorhaben.


#242

OK… bei den Bayern lass ich das gut sein, ohne Ironie jetzt.

Ich könnte dir nicht sagen was meine “Heimat” ist. Wenn es der Ort ist wo ich mich am wohlsten fühle ist es 4000 km südwestlich von DE.

Ist es das Land, in dem ich Zufällig geboren wurde ist es DE.


#243

Ich habe schon folgendes gehört :

“Hätten wir nicht so viele Flüchtlinge, wäre die A… nie so stark geworden”

Also sagt die " Logik" , wenn ich keine A… will, muss ich gegen Flüchtlinge sein.

Du merkst das ergibt kein Sinn.

Und wer rechts wählt, insbesondere die A… will seine “Heimat rein” halten.

Nicht weil sie das Wort "Heimat"verwenden


#245

Hmm… Weil sie nicht die Piratenpartei Island ist ??

:wink:


#246

Ist das wirklich so ex causa, oder wird die politische Position maßgeblich durch die Deutung der eigenen Sprache durch Andere beeinflusst? Ich bin mir da nicht so sicher.

Psychologische Effekte die da mit möglicherweise mit rein spielen:
Foot-in-the-door-Effekt https://www.youtube.com/watch?v=uUhbp5EX1SM&index=61&list=PL2s1FfDyzjq-xQ2xRVC-sm78nVGuo7FkU
Mere-Exposure-Effekt https://www.youtube.com/watch?v=wzqUp2J2av8&index=29&list=PL2s1FfDyzjq-xQ2xRVC-sm78nVGuo7FkU
Priming-Effekt https://www.youtube.com/watch?v=LrD1q2rGjnI&index=13&list=PL2s1FfDyzjq9u5ZHyuBSam39MENFNdhrD

Ich meine, es gibt sicher einen Teil der Gesellschaft, welcher immer schon so war, aber sicher auch einen nicht zu vergessenden Teil, der durch Umdeutung der Sprache und die drei gelisteten Effekte so geworden ist. Also um konkret zu werden, es gibt sicher braune Menschen, die ihre “Heimat rein halten” wollen, es gibt allerdings auch die Menschen, welche unter Heimat den Ort, an dem sie sich am wohlsten fühlen verstehen (bzw. an dem sie wohnen) die dann dadurch “rechts” werden, indem man die bloße Verwendung des Wortes als “rechts” definiert. Aber vielleicht bin ich ja auch völlig auf dem Holzweg.


#248

Weil ihre Heimat nun mal Deutschland ist.


#249

Verstehe doch mal irgendwann, dass viele Wähler in Bayern nicht dort geboren sind.
Was Du gerne betreiben möchtest, ist genau diese Ausgrenzung, wonach nur der in Bayern heimisch ist, der dort geboren ist.

Merkste jetzt selbst. Würdest Du 4000km südwestlich Piraten finden, wäre das auch deine Heimat.


#250

Nein, genau das Gegenteil will ich damit ausdrücken. :slight_smile:

Mir ist es nämlich sowas von egal ob jemand in München, Preslau, Hongkong, Tunis oder sonstwo geboren ist.
Deswegen lehne ich den Heimatbegriff ab, aber du und andere können das natürlich halten wie sie wollen.
Ich erwarte auch nicht das du es verstehst, es ist nunmal meine Ansicht.
So wird Deutschland niemals meine “Heimat” sein wie du sie definierst, obwohl ich da geboren bin, und ob ich 4000 km entfernt Piraten finden werde ist mir auch egal.

“Heimat” bedeutet immer Ausgrenzung derer, die es nicht als Heimat empfinden.

So herum wird ein Schuh daraus. die

Edit :

Muss ein Flüchtling aus Afghanistan in BY sofort das Lied der Bayern singen und auf seine neue “Heimat” eingeschworen werden, oder steht man ihm auch zu “Heimweh” zu haben und garnicht in BY sein zu wollen, ihm aber letztendlich nur die Flucht blieb um der Ermordung zu entgehen ?


#251

Da hast du Recht, die PP müsste sich mehr auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, nicht nur Netzpolitik sondern auf eine “andere Politik”

Freien Zugang zu Information und Bildung
Transparenter Staat statt gläserner Bürger
Reformation des Urheberrechtes usw.

Aber niemand will “Fachidioten” wählen.
Es sollen also zumindest auch öffentliche Meinungen zu innen und Außenpolitischen Themen vorhanden sein.

Ich kann aber ahnen wie schwer, wenn nicht fast unmöglich es ist, innerhalb der Partei eine Meinung zu bilden ohne Mord und Totschlag.


#252

Dann störe Dich künftig einfach nicht am Ton sondern kümmere Dich lieber um den Inhalt. Sollten irgendwann die Inhalte mal in den Vordergrund treten, dürfte sich der durchaus scharfe Ton ins Gegenteil verändern. Es ist immer das gleiche, nicht wahr? ;o)


#253

Übertrage das jetzt einmal auf die 1,9 Mio Sudetendeutsche, die nach dem 2. Weltkrieg nach Bayern kamen.
Ausgangspunkt war aber Deine Behauptung

Merkste was.
Die Piraten beschäftigen sich auch mit politischen Themen der Gegenwart, ohne ihre Kernthemen hinten herunterfallen zu lassen. Vielmehr ergänzt sich das. Digitalisierung ist nicht nur etwas für Nerds und Nerds beschäftigen sich nicht nur mit Digitalisierung.


#254

Aha… Sudetendeutsche, Heimattum…

Du, verstehe das bitte nicht falsch, aber von dir habe ich genug gelesen.

Wollen wir nicht gleich Ostpreußen zurück holen ?

Mensch, lass mich in Ruhe, echt jetzt.


#255

Genau an dem Punkt liegst Du völlig daneben, denn Du unterstellst allen, die damals kamen oder deren Eltern kamen, sie hätten sich nicht integriert und würden immer noch von einem Ostpreußen träumen. Für die Masse derer die kamen, ist Bayern längst Heimat.
Dieser Personenkreis hat erfahren, dass sie damals ausgegrenzt wurden und steht deshalb einer Ablehnung von Neubürgern, so wie Du sie jetzt auch Ihnen gegnüber vorgetragen hast, kritisch gegenüber.
Nett ist ja, dass Du hier über Heimat diskutierst, gleichzeitig aber behauptest, die Piratenpartei würde nur Kernthemen bespielen.


#256

Soll ich Dich auslachen?
fast ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des 2.Weltkriegs organisieren sich noch wieviele “Heimatvertriebene” in “landsmannschaftlichen” Verbänden? 7 Millionen?
Und “Mitteldeuschland” endet an Oder und Neisse, Schlesien ist unser! :rofl::rofl::rofl:
Also fast alle völlig integriert, muahahahaha


#258

Na “Rechte” gibt’s hier ja genug …:disappointed_relieved:


#259

Hurra! Ich bin ein PARTEILINKER!

Ach nee, doch ned, kommt ja nur von Merle…

Schade eigentlich