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Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden?


#216

DAS Problem der Piraten seit 2012.


#217

xwolf hat vor einem Jahr schon eine Menge wichtiger Dinge dazu aufgeschrieben https://xwolf.de/2017/10/13/aufbruch-2018/

Natürlich gibt es noch viele weitere Dinge, die man ansprechen und verbessern müsste, aber das würde ich auf jeden Fall als Basis nehmen wollen.


#218

Oha, einer von den “Guten” - wie “gut” ist der Gute denn, wenn er erst 2017 öffentlich über einen notwendigen Neuanfang sprach und seine konkreten Ideen vortrug?
Sind die Menschen, die erst sehr spät und vorsichtig Kritik zu üben begannen die geeigneten Leute eine Umstrukturierung “anzuleiten” . Was ist von den Leuten aus der Zweiten -, Dritten - und verdeckten Reihe zu halten, die diese Menschen protegieren?

Ich bin der Meinung, so geht das nicht. Entweder mit offenen Karten und auf Augenhöhe oder eben gar nicht.


#220

Hatte dazu vor xwolfs Beitrag auch einen Blogbeitrag geschrieben. Ich erspar Euch den natürlich. Ich kopiere nur mal die zu “klärenden Fragen” hierher, die ich damals als “essenziell” ansah.

  1. Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Mitglieder wieder zu motivieren?
  2. Was brauchst DU als "Basis"Mitglied an “Grundlagen”, um Dich wieder selbst zu aktivieren, um mitgestalten zu wollen? Um Dich in dieser Partei (wieder) wohlzufühlen?
  3. Wie schaffen wir es, dass wir die Mitglieder wieder mehr für die aktive politische Arbeit in den Organen begeistern? Ganz gleich ob in den KV, zu Parteitagen oder in den Arbeitsgemeinschaften?
  4. Was kannst DU als Basismitglied selbst tun, um der Partei weiterzuhelfen?
  5. Welche Möglichkeiten sehen wir, dass die Basis viel intensiver und öfter in die politische Gestaltung einbezogen wird?
  6. Soll der Vorstand eher eine verwaltende oder eine politische Rolle einnehmen?
  7. Welche Strukturen müssen/sollen/dürfen sich ändern, um auch bei der Erarbeitung von politischen Alternativen genügend „Manpower“ zu haben.
  8. Brauchen wir wirklich für jeden kleinen „Fürsten“ eine eigene AG, oder sollte man diese nicht besser straffen? (Auch eingedenk des vorhandenen Mitgliederschwundes).
  9. Welche Rolle haben die sogenannten Themenbeauftragten? Brauchen wir diese?
  10. Wie schaffen wir es, eine vernünftige Aufteilung zwischen konkretem Wahlprogramm und „Visionen“ hinzubekommen?
  11. Welche Möglichkeiten sehen wir, dass wir die Basis ™ besser in die politische Willensbildung einzubeziehen?
  12. Wie vermeiden wir, dass zu Bundesparteitagen nur die (sorry, ich zitiere nur) „Zeit- und Geldelite“ teilnimmt und somit die dort gefassten Beschlüsse auch wirklich auf einem breiten Fundament stehen?

#221

Ja siehste, Du hast Dir ebenfalls viele Gedanken gemacht und schlussendlich auch etwas geschrieben.
Nur ist das eben nicht von X-wolf, Arne Wulf oder M Ebner (nur mal so 3 Beispiele) - das also ist die fehlende Basis Mitarbeit, von der man in den Vorstandsberichten hört. :smiley:


#222

Das Problem ist sicher nicht, dass sich Mitglieder keine Gedanken gemacht haben, was ggfls. alles nicht optimal läuft.
Das Problem ist eher, dass die Partei - als Gesamtheit betrachtet - bisher null Interesse daran hatte, diese Punkte (egal ob die von Wolfgang, Michael oder sonstwem) ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen bzw. anzugehen.

Die Alarmglocke schrillten ja bereits 2013 nach der vergeigten BTW. Aber außer paar hektisch organisierten Mumble-Runden erledigte sich das Ganze ganz schnell wieder. Statt dessen dominiert (und lähmt) uns seit Jahren diese rosarote “weiter so”.


#223

Das sehe ich auch als den Knackpunkt. Darum Etwas zum Thema Vergangenheitsbewältigung


#224

Ähm… ja… also das mit dem “Heimat - menschlich und weltoffen” ist schon eine starke Positionierung zur aktuellen politischen Lage…
( Ironie Off)
Sie mag ein winziges Stück erfüllen, aber aufgrund dieser Aussage die PP wählen ?

Leute, in welcher Welt lebt ihr den ?

Haltet ihr die Wähler für sowas von bekloppt ??


#225

Dein Punkt 12 war für mich der Hauptgrund letztenendes auszutreten.

Hallo ? Die Netzpartei, die Teilhabe für jeden versprach, es aber nie schaffte ein BPT so aufzustellen, das Mitglieder welche nicht anreisen konnten auch teilnehmen könnten, nur brav den Mitgliedsbeitrag entrichten durften sie.


#226

Das sehe ich zum Beispiel genau gegenteilig.
Eine Partei, die in der Wählergunst stark einbricht, sollte sich eben gerade auf ihre Kernthemen, sozusagen die Kernkompetenz, besinnen. Letztlich ist das ja auch der Grund, warum die Partei ursprünglich stark geworden ist.

Parallel zur Rückbesinnung muss m.E. analysiert werden, welche Ursachen dafür verantwortlich sind, dass die Wähler und auch die Mitglieder abgesprungen sind. Dafür ist es aber unabdingbar, mit genau diesen Personen in Kontakt zu treten, die unbequemen Fragen zu stellen und, noch viel wichtiger, deren Antworten auch ernst zu nehmen; selbst dann noch, wenn die Antworten aufgrund des vergangenen Frustes mit Beleidigungen und Vorwürfen gespickt sind. Denn auch in den häßlichen Antworten wird sich ein Körnchen Wahrheit verbergen.


#227

Nachtrag:
Mir würde eien Art Sammlung von Kritikpunkten vorschweben, die vorerst einfach unkommentiert stehen bleiben dürfen., bis eine Berertung, z.B. Anhand von Häufung möglich ist.


#228

Mach vor. Ich bin gespannt auf die Belege für all deine Behauptungen. Und vor allem wer jetzt wie nun anleiten soll. Ich darf und will auch gar nicht. So ist das viel lustiger. :wink:


#229

Hier ein Pad: https://piratenpad.de/p/Neustart_


#230

Hier sieht man gerade sehr shön, wie unterschiedlich die Problemanalyse sein kann, und wie unterschiedlich die Vorstellungen, was denn gerade am wichtigsten wäre.
Genau deswegen war emin Vorschlag, zunächst mal so was wie einen Konsens zu schaffen, und erst dann Lösungsvorschläge zu erarbeiten.


#231

Wer wie Du das Flüchtlingsthema in Bayern ignorieren möchte, zeigt, dass er absoulte keine Ahnung davon hat, was die Menschen bewegt und wie Wahlen funktionieren.
Das Image, das die Piraten in BY dadurch gewonnen haben, war durchweg positiv.
Das Image der Bundespartei lässt nach wie vor zu wünschen übrig.

Diejenigen, die meinen, Online-Abstimmungen seien das Wichtigste überhaupt, hättes es halt umsetzen sollen.


#232

Flüchtlinge sind kein Problem, gewisse Kreise und Parteien machen sie zum Problem.
Als ( ehemals ? ) Linke Partei sollte das wohl selbstverständlich sein, ohne es extra erwähnen zu müssen.

By the Way, das “Heimat” klingt dabei ziemlich “rechts” …
Ein “Europa” statt “Heimat” würde mir besser gefallen.


#233

Könntest du für mich das näher erläutern?
Heimat bezeichnet doch im Allgemeinen einen Ort, an welchem man sich wohl, zuhause, angenommen und zugehörig fühlt. Würdest du gerne abschaffen, dass sich Menschen an bestimmten Orten zuhause und zugehörig fühlen, wenn ja warum?


#234
  • Weil es ein veraltetes Denken ist und Ortsgebunden ist.
  • Weil der Begriff in der Vergangenheit zu oft missbraucht wurde.
  • Weil jeder etwas anderes unter Heimat versteht (leere Worthülse)

#235

Aktuell ist mir diese Ansicht persönlich zu radikal, allerdings lass ich mich gerne darauf ein, mich überzeugen zu lassen. Da ich meine Frage scheinbar unverständlich formuliert hab: Mich interessiert jetzt weniger der Begriff, sondern die Ideologie dahinter, warum ihr den Begriff ablehnt. Ich bitte darum konkret auf folgende Fragen zu antworten:

  • Würdet ihr gerne abschaffen, dass sich Menschen zu bestimmten Orten zugehörig fühlen?
  • Welcher zusätzliche Nutzen für die Menschen/die Gesellschaft entsteht dadurch?
  • Was sind eure Vorstellungen bezüglich Wohnraum, sollte in einer utopischen Welt nach eurer Vorstellung keiner mehr einen festen Wohnsitz haben? Falls ja, wie stellt ihr euch das Alternativ-Konzept vor?

#236

Eben, das ist der Knackpunkt. An “bestimmten Orten zugehörig fühlen”, dass finde ich nicht schlecht, aber das impliziert das man sich außerhalb dieser bestimmten Orte “nicht zugehörig” fühlen kann. Zugehörigkeit ist ein Teil der Identitätsbildung und daher nicht abzulehnen. Jedoch sollte es immer auch kritisch hinterfragt werden.

Meiner Meinung nach geht es um den Wohlfühlfaktor und nicht um das Zugehörigkeitsgefühl. Man sollte sich überall Wohlfühlen können. Das macht eine offene Gesellschaft aus.

Ich schließe nicht aus, dass es zum bayerischen Landtagswahlswahlkampf (aus Opportunitätsgründen) gepasst hat.