Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Website Piratenpartei Deutschland

Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden?


#1

Nach einer verlorenen Bundestagswahl und zwei niederschmetternden Landtagswahlen müssen wir uns selber endlich mal an die eigene Nase fassen: wir sind nur noch Rauschen und nicht besser als andere Kleinstparteien. Was müsste man (sprich: der neue BuVo optimalerweise) jetzt tun, damit wir wieder erfolgreich würden? Vielleicht die Kommunikation verbessern? Wie würde man das dann angehen sollen? Programmreset und isländisches Programm einführen? Oder das alte Programm besser unter die Leute bringen? Bessere Pressearbeit? Wie müsste diese dann aussehen?
Konkrete Vorschläge anstatt von Geschwafel sind sehr erwünscht. Ich bin gespannt. Man sollte auch bedenken, dass die Europawahl mit diesen Wahlergebnissen trotz Patrick kein Selbstläufer werden wird.


#2

Als Erstes hören wir auf von niederschmetterneden Ergebnissen zu reden ohne die Worte ‘für mich’ einzusetzen. Wenn das ‘für mich’ niederschmetternd wäre, würde ich mich in Zukunft auf meinen Fussballverein konzentrieren oder auf die vielen politischen Bewegungen und ihre erfolgreichen Aktivitäten. Wir müssen unsere Politik mit Pressearbeit, Veranstaltungen, Demos, SocialMedia Einsatz transportierren. Wir müssen 30 - 40 Personen aufbauen, die öffentlich bekannt sind und wir müssen eine flächendeckende Struktur für Wahlkampfplakatierung aufbauen und unsere reale Mitgliederzahl verdoppeln und die der Aktiver vervierfachen, also die Mitglieder besser mobilisieren.


#3

Jens, frag Dich, warum …
Dann frag andere warum …

Die Differenz dieser zwei Ansichten auf die Piratenpartei und Antworten die Frage wie es dazu kommen konnte dokumentiert sehr anschaulich die Wahrnehmungsdifferenzen zwischen den Vorständen, bzw den Parteimitgliedern und den Bürgern bzw Wählern.

Meiner Meinung nach ist es unmöglich, dass genau die Menschen , die eine bessere Zukunft für uns alle gestalten wollen so erhebliche Wahrnehmungsstörungen haben.

Meine Worte lesen sich nicht angenehm - ok stimmt - alles andere bringt Euch nicht weiter.


#4

Es gibt keine Wahrnehmungsdifferenzen, bei mir nicht. Die Leute halten uns für eine politikunfähige Laienspielgruppe mit unmöglichen spezifischen Eigenheiten und ungeklärter inhaltlicher Verortung - Man weiß nicht, was man bekommt wenn man Piraten wählt - Ich sehe das genauso … wo ist die Differenz?


#5

Ich hab die Piraten lange vor der Bundestagswahl 2017 mal im SH Discourse als “Tuntentruppe” bezeichnet -
unsexy und unwählbar. Seit 2014 sprach ich die 1Vs darauf an. Seit 2015 schlage ich in den Foren Alarm.

Heute an diesem speziellen Montag nach der Wahl - vielleicht nicht mehr.


#6

Genau dies sollten wir endlich machen…
Andere Fragen.


#7

Ja, dies müssen wir seit Jahren…
Die Frage ist nicht was, sondern wie?


#8

Das etwa entspricht dem Profil von “die PARTEI” , die Jungs waren doppelt so gut wie die Piraten und haben seit 2014 ebenfalls einen Abgeordneten im Europaparlament, der nicht mal einen schlechten Job macht.


#9

Bei dir vielleicht nicht.
Es sollte aber endlich mal festgestellt werden, wie die Piraten von außen gesehen werden.
Und dann als nächstes warum dies so ist. Dann können wir vielleicht, wenn nach diesem “Ergebnis” noch Interesse herrscht. versuchen Fehler zu korrigieren statt zu wiederholen.


#10

Die Partei ist sehr gut, die Leute haben immer die gleichen Anzüge an und das inhaltliche Profil ist eindeutig und klar…die Partei ist das genaue Gegenbeispiel der Piratenpartei. Ausserdem ist 0,6 nicht doppelt so gut wie 0,4. Es wird die richtige Anwendung der Grundrechenarten empfohlen.


#11

:grinning: das wird es sein, wenn ich endlich rechnen lerne, dann geht es für orange wieder aufwärts.


#12

Die protestierenden Wechselwähler haben sich in Hessen auf Grüne (Anteilig mehr Frauen) und AfD (Anteilig mehr Männer) verteilt.

Vermutlich ist das in Bayern nicht anders gewesen.

Die Tierschutzpartei hat 1%, die Partei hat 0,6% und die Piraten haben 0,4%.

Viele werden sich nicht mehr erinnern, dass die Piratenpartei 2011 im Fernsehen versprochen hat, dass sie Politik im Internet machen will wo sich jeder einbringen kann. Das sie alles mögliche ausprobieren wollen (Online-Parteitage, Dezentrale Parteitage, Liquid Democrathie etc.)
Das hat sie nicht geliefert.
Einige Bundesvorstände wollten 2011/2012 nicht ins Fernsehen und haben viele Einladungen für Talkshows abgesagt, offenbar ahnungslos, dass man dann nicht mehr eingeladen wird.
Die NRW-Fraktion hatte nicht verstanden, dass die Aufgabe einer kleine Oppositionspartei im Landtag 5 Jahre lang täglich Wahlkampf zu machen. Statt dessen dachten sie, dass sie die Presse nicht brauchen.
Als sie den Fehler bemerkten, waren sie für die Presse längst nicht mehr interessant.

Was es braucht um wieder Erfolg zu haben?

Piraten müssen aufhören gegen Piraten zu arbeiten
Also die Unnütze Diskussion über das eigene Programm sein lassen. Das Programm holt mehr 50% der Wähler ab, die hätten allte die Piraten im Wahl-o-mat unter den Top 3 Parteien.

Piraten brauchen endlich ihre Politikplattform
Damit interne Diskussionen intern bleiben, Piraten ihre Talente besser bei anderen Piraten bekannt machen können. Dann werden Vorstände und Kandidaten auch nicht mehr so oft nach den Prinzip “wer hat die Haare schön” gewählt.

Piraten müssen die “Kleinstaaterei” in der IT/ÖA überwinden
Sorry aber Piraten haben nicht genug Output für mehr als eine Webseite zu Außendarstellung. Piraten aus allen Kommunen, Kreisen, Bezirken, Bundesländern und der Bund müssen über eine einzige Webseite mit den potentiellen Wählern kommunizieren.

Piraten müssen offensiv für ihr Programm werben
Das Programm ist gut, es kennt nur keiner nicht mal die meisten Piraten. Wo ist das nach Stichworten durchsuchbare Programm, der Claim für bestimmte Inhalte usw.

Piraten müssen ihre kompetenten Leute bekannt machen
Anstatt sie ständig zu shitstormen. Die lauten Querulanten müssen entweder überzeugt werden öffentlich die Klappe zu halten oder sie müssen aus der Partei raus.

Es muss eine kompetente bundesweite ÖA her
die täglich positive Nachrichten über Piratenerfolge oder das Programm veröffentlicht und unsere “Stars” bekannt macht.

Es braucht Geduld


#13

Die AfD ist mit Negativpresse dahin gekommen, wo die Piraten nie waren.
Die Piratenpartei war einfach zu destabilisieren und zu demontieren, die Mehrheitsverhältnisse waren nie wirklich gefährdet.

Die Kapelle der Titanic und ihr Kapitän waren sich einig…


Wer sind die kompetenten Leute?

Ich wette mit Dir um einen Kasten Bier und 'ne Currywurst: Mit dem => “Piraten müssen ihre kompetenten Leute bekannt machen
Anstatt sie ständig zu shitstormen. Die lauten Querulanten müssen entweder überzeugt werden öffentlich die Klappe zu halten oder sie müssen aus der Partei raus.” Das war die gängige Praxis der letzten 5 Jahre & damit kannst Du weitere 5 Jahre verplempern, um dann festzustellen, dass die “kompetenten Leute” bereits in der Vergangenheit die Kompetenz gehabt haben müssten, die eigenen Leistungen (und die der Piratenpartei) realistisch einzuschätzen.

Wo waren die kompetenten Leute in den letzten Jahren und wo kann man sich von deren realistischen Einschätzung über die Piratenpartei überzeugen?

Es müssten doch irgendwelche Dokumente oder Belege vorliegen, die belegen & zeigen, dass die kompetenten Leute zumindest die Kompetenz der Selbsteinschätzung hatten. => Der Wähler konnte das schon.


#14

Ich bin ehrlich gesagt weit davon entfernt das Wort “niederschmetternd” zu benutzen. An die Nase fassen ist auf jeden Fall und immer angesagt. ;o)

Ich vergleiche mal einige Wahlen.

  • Baden-Württemberg 2011 zu 2016 - 2,1% zu 0,4%
  • NRW 2012 zu 2017 - 7,8% zu 1,0%
  • Niedersachsen 2013 zu 2017 - 2,1% zu 0,2%
  • Bundestagswahl 2013 zu 2017 - rd. 2% zu rd. 0,3%
  • Bayern 2013 zu 2018 - 2,0% zu 0,4%
  • Hessen 2013 zu 2018 - 1,9% zu 0,4%

Stelle ich die Daten mal in einen grafischen Vergleich, ist tatsächlich ein klitzekleiner “Aufwärtstrend” erkennbar. (Ja, es braucht auch guten Willen dazu!)

Bildschirmfoto%20vom%202018-10-29%2011-13-31

Darf ich mal ne Frage stellen? Wann hast Du das letzte Mal einen Vorstand gesehen, der sich zu politischen Themen äußert? Ich meine hier nicht $Dinge auf Twitter etc., sondern einen Vorstand der sich innerhalb der Piraten - zudem schriftlich - an Diskussionen beteiligt? Einen Vorstand der es “wagt”, seinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen, gegebenenfalls auch zu verändern? Das einzige was ich von unseren Vorständen in den letzten Jahren tatsächlich mitbekommen habe, sind allenfalls Äußerungen, jedoch keine Meinungen. Denn Meinungen erörtert man auch mal, lässt sich auf Spiele ein wie “liege ich damit richtig?”.

Also kennst Du da zumindest jetzt schon mal meine Erwartung. ;o)

Einen “Vorschlag” habe ich gemacht. Der war jedoch an die Basis mit ihrem Wahlverhalten gerichtet. Denn letztlich entscheidet die Wahl, wie aktiv unser Bundesvorstand sein wird. Im Moment sieht es da ja eher düster aus, wenn ich mir die Kandidaten so ansehe.

Inzwischen bin ich geneigt zu fragen: “Welches, mit dem verbliebenen Rest, soll zuerst angefasst werden?”. Zudem ergibt sich eine weitere Frage: “Welchen der Punkte können wir selbst beeinflussen?”.

Unser Erfolg steht und fällt mit den Aktivitäten der einzelnen Gruppierungen. Denn was uns fehlt sind aus meiner Sicht drei entscheidende Dinge:

  1. Ein Taktgeber
  2. die Beendigung aller "persönlichen "Animositäten
  3. “Geht nicht, gibts nicht”

Was verstehe ich unter einem Taktgeber?
Der ist im Prinzip all das was von den offiziellen Gliederungen kommt. Also Landesverbände und Bundesverband. Mir kommt immer wieder das kalte Grausen wenn ich sehe, welche Reichweite der Piratenpartei Account auf Twitter NICHT erreicht. Eigentlich müsste JEDER einzelne Tweet mindestens von jedem Landesverband verbreitet werden. Und all das was die LVs verbreiten dann ebenfalls durch die einzelnen Ortsgruppen. Die Anzahl der RTs müsste demnach mindestens pro Tweet bei 100 liegen. Sehe ich mir aber die Zahlen und die Tweets Beispielhaft auf Twitter an … ja ich sag da mal nix mehr.

zu 2.
Ich sage es klipp und klar, wer meint Meinungen anderer Piraten aus persönlichen Gründen ignorieren zu müssen, sollte nicht die Aussagen der Piratenpartei steuern. Natürlich soll mann nicht unausgegorende oder gar der Meinung der Piraten im Widerspruch stehende Aussagen verbreiten. Jedoch ist es an der Zeit hier auszufegen. Entweder wir ziehen endlich ALLE an einem Strang oder wir begraben das Projekt. Ich sage hierzu nur “Meinungshoheit erlangen”! Es gibt genügend Beispiele was das ist und wie es geht.

zu 3.
Ich denke der Satz sollte für sich selbst sprechen.

Ähm, das ist Schritt 10, nicht 2 oder 3 oder Schritt 4. Und Schritt 10 erreichst Du auch nur dann, wenn wir es endlich geschafft haben eine Symphonie zu spielen und nicht, so wie bisher, eine Kackophonie. Uns allen stände etwas mehr Gleichklang durchaus mal gut zu Gesicht. Aber viel lieber beharrt man ja auf dem eigenen Standpunkt. (gähn Ich weiß wer hierzu wieder dumme Kommentare abgeben wird)

Hmm … jaaa … kann man so sagen. Ich bezeichne es eher als Realitätsflucht. Hast Du schon mal einen Vorstand erlebt, der innovativ war? Einzelne Personen daraus unter Umständen, aber solche Personen wurden dann gern ganz schnell zurück gepfiffen.

Das stimmt, ich vermute nur, dass Du den Kontext Deiner Aussage nicht weit genug treibst. Uns steht die Opferrolle zum Beispiel nicht, die A*D kann damit aber hervorragende Ergebnisse produzieren.

Inzwischen bin ich wirklich am verzweifeln, warum Du/Ihr nicht etwas essentielles im Verhalten von Gruppen verstehen/begreifen/sehen wollt. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass man Menschen danach beurteilt, wie nett sie sich an bestimmte Gegebenheiten anpassen können? Menschen die viele Fragen stellen, werden gemeinhin als “Querulanten” dargestellt. Innerhalb von Gruppen ist das fast immer negativ zu sehen, denn damit stellt man betreffende Person kalt. Gewählt wird innerhalb der Gruppe dann genau immer jene Person, die sich am stromlinienförmigsten darstellen kann.

Dieses Prozedere kehrt sich aber um, sobald man die eigene Filterblase verlässt. Man generiert eben genau keine (Wechsel-) Wähler, mit Strimlienienförmigen Aussagen. Hier gilt “Wer fragt, der führt!”. In geschlossenen Gruppen wäre das eigentlich auch wichtig, das zu nutzen, aber da will man dann doch lieber nicht. Inzwischen weiß ich aber, von wem das Störfeuer diesbezüglich tatsächlich kommt und warum wir eben keinen Erfolg haben werden. Auch zukünftig nicht. Denn stellt diesen Satz “Wer fragt, der führt!” einfach zur Disposition, ihr werdet recht schnell erkennen, wer diesen Spruch nicht mag und wer ihn mag. Dann vergleicht mal das sonstige Verhalten der ablehnenden … ihr werdet schnell ein Schema erkennen … ;o)

Eine Frage an die Runde: Der ist immer noch in einem Landesvorstand? Warum?
Allein zu diesem Thread 3(!) Antworten, aber essentielles oder sogar Inhalte und/oder Ideen, Vorschläge, zudem mal was konkretes? Völlige Fehlanzeige!

Wer nicht endlich begreift, dass solche Leute mit ihrer wirklichen Destruktivität hier alle zermürben, na dann, macht mal weiter so.

Ja ich habe den Kopf auf den Tisch geworfen, als ich das sah. Mir fehlt in der Auswertung dann nur noch wie hoch der Prozentuale Anteil blonder Frauen ist und wie hoch der Anteil der Porschefahrer ist oder der Jäger usw.

Ganz ehrlich? Wer solche Statistiken zurate zieht hat ein echtes Problem.

  • Ja
  • Ja und Nein (ich bin da leider immer noch zwiegespalten, vllt. braucht es hier nur etwas mehr Ehrlichkeit und das Eingeständnis, dass unsere damaligen Ideen, so wie wir sie hatten, eher nicht funktionieren können?! Ich weiß es auch nicht!)
  • Ja, das ist auf jeden Fall ein Grund, aber nicht der hervorstechende
  • Wir werben stetig, noch mehr ist Unsinn
  • bevor man kompetente Leute bekannt macht, sollte man sich erst mal im klaren sein, was überhaupt Kompetenz ist. Hierbei scheitert es schon mal bei einigen ziemlich lauten Akteuren.
  • Auch hier, das mit der “Kompetenz-Kompetenz”. Es braucht mutige … die unterstützt werden müssen vom Bundesvorstand. Und zwar in allem! Die ÖA braucht Unabhängigkeit, der BuVo hat lediglich zu fragen wie hoch er springen darf, mehr nicht!
  • Geduld? An welcher Stelle zuerst?! ;o)

#15

Scheiße wenn man nur hetzten kann, oder?
Danke für die 0,4%


#16

Ellenlanger Post und du pickst dir einen Absatz zum haten raus.
slowclap

Mit dieser “wichtigen Erkenntnis” könnte man den Thread an dieser Stelle schließen, mit den Worten “ihr werdet es nie lernen”.


#17

Und generell, kann ich meine Meinung nur wiederholen:

Ihr wart mal die Partei, der mit Abstand die größte “digitale Kompetenz” zugeschrieben wurde. Vor allem darauf, aber auch auf die “freshen” Vorschlägen zur “online-Politik”, waren m.M.n. eure größten Wahlerfolge zurückzuführen - und nicht auf eventuelle schillernde Persönlichkeiten, die konnten nur dank dieser Kompetenzen überhaupt erst schillern.

Das war Profil und gleichzeitig Kompetenz und damit auch authentisch. Dieses ganze, m.M.n. unglaublich wertvolle Potential bzw. Vertrauen wurde völlig verschenkt.

Dass die Piraten jetzt kaum noch öffentliche Resonanz erfahren, liegt m.M.n. daran, dass sie jegliche Originalität oder “Originellität” verloren haben und damit komplett uninteressant geworden sind, das ist auch schon alles.

Dabei sind diese Themen relevanter denn je, und Kompetenz dahingehend in allen deutschen Parlamenten ebenfalls nötiger denn je.

Also, mal wieder: back to the roots, ihr braucht (und wir alle brauchen) wieder originelle Ideen für die Zukunft und kompetente Vorschläge zur “Digitalisierung”.
(ohne ins Detail zu gehen)


#18

Was muss die Partei jetzt tun um wieder erfolgreich zu werden?

Rund 90% des Programms entsorgen, um zumindest für die einstige Kernklientel wieder wählbar zu werden.
Dann versuchen das Vertrauen bei netzpolitischen Themen zurück zu gewinnen, das von Teilen des 2012 gewählten BuVos nachhaltig zerstört wurde (schaut einfach mal in die Kommentare des Heise-Forums, zu den Artikeln die es über uns in den vergangenen Jahren dort gab).
2009 haben wir zumindest einmal 2% eingefahren mit dem Kernprogramm, jetzt sind es noch 0,4% obwohl wir deutlich mehr Geld in den Kassen haben. Es gibt doch einige Leute, die uns wegen unserer Positionen hinsichtlich der Ablehnung von Massenüberwachung, staatlicher Transparenz, einer Reform des Urheber- und Patentrechts wählen würden, aber eben nicht im unauflösbaren Bundle mit BGE, kostenlosem ÖPNV, Open-Borders und vielen anderen Stellen im Programm, an denen entweder massiv staatliche Gelder für “kostenlose” Dinge verpulvert werden sollen oder anderweitig ständig nach dem Staat gerufen wird.
Wenn ich die Programme in ihrer Gesamtheit so anschaue oder meine Ergebnis beim Wahl-O-Mat, dann würde ich, wäre ich nicht schon länger dabei, wohl auch eher nicht mehr Piraten wählen. Dass ich es dennoch mache hängt vor allem mit der Priorität im Kampf gegen die Massenüberwachung zusammen. Deshalb wäre es auch so wichtig, dass Patrick ins EU-Parlament kommt. Dafür müssen wir aber wieder ein paar Zehntelprozentpunkte zulegen. Am besten funktioniert das vermutlich mit Aktionen, die etwas Aufmerksamkeit im Bereich der Bürgerrechtsthemen auf uns ziehen.


#19

Ich hätte da evtl. einen Vorschlag, der nicht ganz so weit gehen würde und nicht am Ende einen Kahlschlag bedeutet. Warum machen wir nicht ein “Hauptprogramm” daraus, was uns so als “Kernkompetenz” zugestanden wird und ein “Zusatzprogramm”, das im Prinzip alle anderen Bereiche abdeckt? Ich meine, ich war/bin ja auch dafür, dass wir uns nur noch auf die Kernthemen konzentrieren sollten und sich das im Wahlprogramm widerspiegeln müsse. Ich kann aber eben auch jene verstehen, die Herzblut und Zeit in den ja nicht unerheblichen Rest gesteckt haben.

Zum Rest, ja, kann man so machen.


#20

Die sogenannten “Kernkompetenzen”, die der Wähler uns vielleicht noch zugesteht, besitzen wir leider schon seit einigen Jahren gar nicht mehr!

Der Vorschlag, 90% unseres Programms zu “entsorgen”, wäre also nichts anderes als ein Aufruf, die Piratenpartei insgesamt zu entsorgen!

Kann man natürlich machen, aber dann sollte das auch ganz offen angesprochen und gefordert werden…