Warum sind wir Piraten für weibliche Politik-Interessierte nicht ausreichend interessant?

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ja, das ist etwas anderes. Sollten wir versuchen.

Aber da taucht eine andere Schwierigkeit auf, die ein wenig aus diesem Thema herausführt: Klar, wir müssen auch die anderen wichtigen Themen besetzen und Positionen dazu präsentieren, sonst wären wir nur eine Ein-Themen-Partei. Nun ist es bei vielen dieser anderen Theman allerding so, dass wir da dann sehr ähnlich wie andere Parteien sind, also z.B. Familienpolitik, Klimapolitik, nukleare Abrüstung (kann ich), Mietexplosionen und vieles mehr. Da haben wir aber kein Alleinstellungsmerkmal (was erst mal nicht schlimm ist). Allerdings werden wir für vernünftige Positionen hierzu auch nicht gewählt, auch wenn uns Leute deshalb sympathisch finden. Die denken dann, dann wähle ich doch gleich lieber Grüne/Linke oder wer auch immer das so ähnlich sieht.

Gewählt werden wir von denen, die unsere Alleinstellungsmerkmale wichtig finden und die dann außerdem noch passende Positionen zu den anderen Themen sehen wollen.

Fazit. Obwohl wir die anderen Themen bearbeiten wollen/müssen, werden sie uns nicht mehr Interessenten besorgen, denn dafür gibt es auch andere Parteien. Unsere Alleinstellungsmerkmale sind nun mal das Digitale, Freiheitliche, BGE, Transparenz u.ä.

Dass wir damit nun mal mehr Männer als Frauen ansprechen, ist in diesen Zeiten so. Das ist mir egal, denn wir können es nicht ändern. Stattdessen sollten wir daran arbeiten, unsere Anliegen glaubwürdig in die Politik umzusetzen. Das trauen uns zur Zeit nämlich viele Wähler (egal ob w/m/d) nicht so zu.

Vielleicht erreichen wir schon mehr, wir sind vielleicht nur wenig Glaubwürdig?
Was wäre wenn unsere Glaubwürdigkeit daran scheiterte, das wir uns nicht mehr vehement als Postgender darstellen? Klar gibt es typische Frauenthemen, eines davon ist das Thema Rente in Verbindung mit Mutterschaft/Erziehung. Oder später die Pflege der Eltern usw.?

Die Glaubwürdigkeit der Piraten hat gelitten, etwas das man nicht mit neuen Themen oder dem verändern von Strategien zur Ansprache von Wählern verbessern kann.

Wie wäre das Alleinstellungsmerkmal “Glaubwürdigkeit”? Etwas das nachhaltiger sein dürfte als jeder einzelne Programmpunkt. Geht es denn nicht in erster Linie um Glaubwürdigkeit?

ja, aber das ist schon sehr abstrakt. Glaubwürdig sind wir, wenn wir sagen: “wir bringen dieses Thema in die Politik” und das dann auch tun. Patrick ist glaubwürdig, weil er in Karsruhe erfolgreich Verfassungsbeschwerden eingereicht hat.

Natürlich müssen wir auch im Umgang mit uns selbst glaubwürdig sein, also Transparenz konsquent durchziehen, oder unsere Inhalte gemeinfrei allen zur Verfügung stellen, usw

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So abstrakt empfinde ich das gar nicht. Glaubwürdigkeit beginnt für mein Verständnis schon bei “stetig das gleiche erzählend”. Ein Thema mal so oder mal so zu beantworten, das mindert eine Glaubhaftigkeit. Meiner Meinung nach.

Eine weitere Form zur Erlangung von Glaubwürdigkeit wäre unser Spitzenpersonal mal etwas länger zu behalten als nur für jeweils ein Jahr. Kontinuität beweisen, welches am Ende ganz sicher seine Früchte zeigen wird.

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Übrigens zum Thema Frauen in Vorständen:

Es wäre förderlich solche Aussagen zu erklären oder einfach zu unterlassen. Der Spielraum für Interpretationen ist riesig.

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ja hast recht :slight_smile:

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ja diese Shop-Diskussion (an der ich auch beteiligt bin) hat absolut nichts mit dem Frauen/Männer-Thema zu tun, es ist reiner Zufall wer da gerade m oder w ist.

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Michael Bahr trat imho wegen des Shops zurück… :grimacing: Daher würde ich auch eher dazu neigen, da andere Gründe zu vermuten.

Hallo zusammen,
ich finde erst einmal nichts Schlimmes an der Debatte. Ich fände es schlimmer, wenn man sagt: “Ist halt so” und weitermacht.
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft hat vor zwei Jahren eine lange Erhebung über alles und jedes zur Begeisterung der Bevölkerung für Physik gemacht. Zwei Seiten von etwa 100 hat sie auch der Frage gewidmet, warum so wenige junge Frauen Physik studieren. Die für mich verblüffende Antwort: weil das Fach als unweiblich gilt und sie Angst haben, als Freak angesehen zu werden. Die Angst ist berechtigt. Ich bin Physikerin.
Ich denke, mit den Piraten ist es ähnlich. Denen hat man von Anfang an das Etikett Männerpartei angepappt, und das klebt da bis heute, auch wenn Frauen auf Wahllisten und in Ämtern eher überrepräsentiert sind.
Das Blöde an der Fragestellung ist, dass genau die Frauen, die Piraten sind, schwer erklären können, warum andere Frauen das nicht sind. Für mich ist es eine Partei, die meinen Denk- und Kommunikationsgewohnheiten aufs Schönste entspricht.
Aber ja, es gibt typische Frauenthemen. Pflegeberufe zum Beispiel. Warum gibt es eine permanente Überlastung, warum werden sie schlecht bezahlt? Vereinbarkeit von Familie und Arbeit - Frauen stellen den weit überwiegenden Teil der Alleinerziehenden, für die diese Frage existenziell ist. Die Dichte von Frauenärzten. Die Pille danach. Bildung - es gibt viel mehr Lehrerinnen als Lehrer.
Frauen interessieren sich tendenziell mehr für Friedenspolitik und Naturschutz als Männer. Frauen engagieren sich lieber (das sind statistische Befunde) für konkrete Ziele im überschaubaren Umfeld als für die große Politik. Frauen geht Gaming in aller Regel am Arsch vorbei (ein rasantes Wachstum kann auch Folge einer kleinen Ausgangsgröße sein …). Es ist mir sowas von egal, ob das als Sport anerkannt wird oder als gefährliche Lebensführung gebranntmarkt … Überwachung, Bürgerbeteiligung und Transparenz sind schon eher frauentaugliche Themen.
Bei vielen politisch aktiven Frauen bei Linken und Grünen insbesondere habe ich das Gefühl, dass sie eine gefühlte Diskriminierung zur Selbstlegitimation brauchen. Sie fanden es alle total wichtig, dass Führungspositionen in der Stadtverwaltung 50:50 besetzt werden. Ich musste ihnen erklären, dass das bei 70 % Frauenanteil in der Verwaltung eine krasse Benachteiligung der Frauen wäre … Da ist sehr viel unreflektierte Ideologie dabei.
Ich bin durchaus dafür, typischen Frauenthemen mal einen eigenen Flyer zu widmen. Auch einen mit “Piraten sind nur was für Männer?!” kann ich mir gut vorstellen. Vielleicht ist nicht der Digitalkram das Alleinstellungsmerkmal der Piraten (dann müssen wir uns über die Wahlergebnisse nicht wundern), sondern ein konsequentes Eintreten für Transparenz und Bürgerbeteiligung? Sagt mir eine Partei, die das als Leitmotiv hat. Die Zeiten, wo die Grünen eine Mitmachpartei und Antikriegspartei waren, sind lange vorbei. Und ja, es kann grundsätzlich nicht schaden, verständliche Flyer zu machen. Ist ja nicht so, dass Männer gern unverständliches Zeug lesen.
Danke für die anhaltende Aufmerksamkeit. Und bitte: nehmt das alles nicht persönlich. Ich kenne Männer, denen das Liebesleben des Grauspechts mehr am Herzen liegt als jeder Frau …

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Erst einmal ein Danke an alle, die sich hier an dem Thread beteiligt haben und Danke auch dafür, das die Diskussion sehr konstruktiv geführt wurde.

Ich habe die letzten 8 Tage die Diskussion hier vor Allem lesend verfolgt, das weil die “tägliche Parteiarbeit” leider meist nicht genug Zeit zum Antworten gab. Jetzt aber.

Warum habe ich die Diskussion überhaupt angeschoben?
Ich habe in meinem direkten Umfeld die ein oder andere, durchaus auch politisch interessierte Frau, mit dennen ich über Tagespolitik und natürlich immer wieder auch mal unsere Partei spreche. Eine davon ist meine Ex, der ich mal “die Schuld” geben will, das ich mir hier deutlicher selbst Gedanken gemacht habe. Aussagen wie
“eigentlich habt ihr ja durchaus brauchbare Politikansätze, aber zu Frauen wichtigen Themen habt ihr einfach zu wenig, deswegen kommen die Piraten für mich nicht in Frage”.
Ja, sie war vorher bei den Grünen Mitglied.

Da ich mir das irgendwie nicht wirklich vorstellen konnte, hab ich also mal unser Grundsatzprogramm angefangen nach dem ein oder anderen Begriff zu durchsuchen (blöderweise habe ich die Notizen vorm Rechnerneustart nicht gespeichert)

Und, siehe da:
Klar sind wir PIRATEN für Gleichberechtigung (von Mann und Frau), im Grundsatzprogramm steht das Wort aber nur in einem anderen Kontext.
Logisch finden wir das GenderPayGap nicht wirklich gut, im Grundsatzprogramm steht aber nichts dazu drin.
Ebenso nichts zu Stichworten und Themen wie Abtreibung, §§ 218,219 …
Auch Schwangerschaft oder Trennung, Unterhalt, Umgangsregelungen, Elternzeit alles für uns “grundsätzlich nicht wichtig” zumindest nicht so, das es im Grundsatzprogramm stünde.

Wenn ich jetzt versuche in diese Aussenbetrachtung und in eine weibliche Interessierte hineinzuversetzen (nein, gelingt mir nicht wirklich) kann ich mir schon vorstellen, das das Fehlen solcher Themen zusammen mit unserem eh schon “Männerfixierten Ruf” abschreckend wirkt.

Könnte das ein grundsätzlicher Faktor dieses Problems sein?

Es gibt ja mehr als das Grundsatzprogramm und manche Sachen sind wirklich sehr versteckt.
Und viele “Selbstverständlicheiten” stehen nicht drin.

Ich bringe jetzt mal noch einen anderen Faktor mit ins Spiel. Etwas das die letzten Wochen an mich herangetragen wurde.

Sobald sich eine Frau politisch einbringt und in Gefahr gerät etwas exponierter zu sein kommt sie zwangsläufig in die Verlegenheit ihre Kontaktdaten zu veröffentlichen. Als Listenkandidatin z.B. ihre private Adresse, genau wie als Mandatsträger.

Das mag jetzt eine Kleinigkeit sein aus z.B. meiner Sicht (männlich, weiß, deutscher Migrationshintergrund). Für Frauen stellt das aber eine hohe bis sehr hohe Hürde und für viele ein NoGo dar. Allerdings kann ich jede Frau verstehen die eben nicht möchte das potenziell jeder sie vor ihrer Wohnung abfangen kann usw. Und ja, das ist ein Geschlechter spezifisches Problem.

Ich weiß aus den Gesprächen der letzten Wochen das genau DAS der Grund ist warum sich einige Frauen aus unserem Umfeld nicht entsprechend einbringen.

Und ja, die Recherche nach der gesetzlichen Grundlage dafür und was man dagegen tun kann läuft.

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Damit beschreibt sie das eigentliche Problem, Wahl- bzw. Grundsatzprogramme sind eigentlich nicht aussagekräftig. Das handeln einer Partei und ihrer Protagonisten, die Aussagen die transportiert werden oder wie sich das Spitzenpersonal äußert, sind hier meiner Meinung nach wichtiger.

Vielleicht lohnt sich hier ein neues Kommunikationsstilmittel, eine Art von ToDo-Liste, auf der Stichpunktartig alle Dinge aufgelistet werden die ein Pro, Contra oder Problematisch von den Piraten erhalten. So eine Liste könnte man an jedem Monatsende neu veröffentlichen. Das würde dann zumindest die aktuelle Grundhaltung der Piraten wiedergeben, wo diskutiert wird, welche Themen strittig sind. Der Rest wäre dann “denk selbst”.

Das Problem liegt hier meiner Meinung nach eher in diesen Zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich habe mir nun einige Posts hier angesehen, selbst auch einige geschrieben und bemerke einen sehr selektiven Unterton. Für mein Gefühl gibt es hier 3 verschiedene Gruppen. Jene die unbedingt etwas tun wollen, jene die beachtet werden und jene die tatsächlich nicht alle beisammen haben. Besonders jene Gruppe die beachtet wird darf sich hier Dinge heraus nehmen, die andere nicht dürfen. Besonders eines fiel mir auf, es steht kaum jemand für den anderen ein. “Ich nehme Dich so wie Du bist” ist hier im Forum nur von ganz wenigen zu spüren. Die Mehrheit hat das gleiche Ziel, man arbeitet sich aber lieber mit persönlichen Scharmützeln ab statt am Thema zu bleiben.

Das ist auch ein Grund.

und genau bei diesen Selbstverständlichkeiten und den versteckten oder in anderem Zusammenhang sehr wohl geäußerten Positionen liegt mein Ansatz. Statt das Grundsatzprogramm zu einem 500 Seiten Wälzer aufzublasen, könnten wir doch zielgruppenspezifische Ableitungen als Flyer oder Blogbeiträge verfassen.

Es ist ja nicht nur ein Problem der Politik-Interessierter Frauen, auch andere Zielgruppen erreichen wir nicht.

Und da nützt es dann auch nichts, wenn wir immer mehr Themen in unsere Programme aufnehmen. Wir brauchen verschiedene Übersetzungen für verschiedene Gruppen von Menschen der vorhandenen Themen.

Gruß
Andi

Grundssätzlich hast du ja Recht, ABER … :wink:
ich denke, dein Gedanke stimmt bei einer großen Partei, dort wo die Protagonisten auch wahrnehmbar auftreten (können), bei kleineren Parteien wie der unseren sollte, noch dazu, wenn das Spitzenpersonal (bei dem wir ja auch nicht gerade aus dem Vollen schöpfen und wählen können) eigene Schwerpunkte mitbringt, die sie bedienen, da sollte das Programm schon auch das ausdrücken, was die Partei will.

Ja, da gibt es durchaus mehr, aber was außer Wahlprogrammen (die ja von den Alt-Parteien vorgelebt nach der Wahl schon Altpapier sind, wenn auch von uns anders gehandhabt, muß der Wähler aber auch wissen) hat DIE Aussagekraft eines Grundsatzprogramms? Positionspapiere haben wir da noch, aber die sind zum Einen nirgendwo wirklich aufgeführt oder kategorisiert und zum Anderen eben auch (alleine von der Beschlußgröße ) mit geringerer grundsätzlicher Aussagekraft.
ABER: wo haben wir denn etwas zu den genannten Themen “versteckt”?
Ja, im wiki, klar *lach

Ja, sicherlich auch ein größeres Problem, aber eigentlich schon 2 Schritte weiter als die eigentliche Fragestellung :wink:

Sorry, neee
Flyer oder Blogbeiträge, das ist auf dem Niveau von "und wenn du nicht mehr weiterweist, dann gründe … "
Das Argument des 500Seiten-Wälzer lasse ich ja noch irgendwo gelten, aber ein Beschluß ist ein Beschluß, was grundsätzliches eben, mit einer entsprechend großen Mehrheit, die das beschliesst. Ein Positionspapier ist für einen “work-in-progress”, ein Blogbeitrag etwas für die Behandlung von Tagespolitik, abgeleitet aus unserer Programatik und herausgegeben quasi zwischen Parteitagen von Vorständen. Das taugt aber als Instrument doch nicht für grundsätzliche Dinge, die mehr als 50% der Bevölkerung betreffen und ich unterstelle noch deutlich mehr interessieren

wobei wir “andere Zielgruppen” bereits als solche definiert haben, ich hier die Frage aufwerfe bzw. auch kritisiere, das wir für die Zielgruppe Frauen etwas mehr tuen müssen als nur zu definieren …

Entschuldigt das große Zitat, aber ich würde sonst einiges aus dem Zusammenhang reißen.

Meiner Meinung nach ist eine Partei einfach nur eine Partei. Es sollte keinen Unterschied machen wie groß diese Partei ist. Am Ende sind doch zwei Dinge entscheidend:

  1. Wir wollen Politik gestalten, wenn auch mit anderen Mitteln (Transparenz usw.)
  2. Wer jetzt schon übt sich sauber auszudrücken wird sich dann, wenn man Politik gestalten kann, nicht in Stolperdrähten verheddern.

Ich verstehe das nicht. Wenn etwas Selbstverständlichkeiten sind, warum gehören die noch aufgeschrieben? Je präziser sich eine Partei versucht auszudrücken, desto einengender wird doch das eigens ausgesuchte Korsett. Ich liebe Korsetts, nur eben aus anderen Gründen. :wink: Politisch möchte ich flexibel bleiben, mich den täglich wechselnden Gegebenheiten anpassen, nicht aber beliebig sein, das ist ein großer Unterschied!

Vielleicht, weil es Dinge sind, die für uns selbstverständlich sind, aber für Außenstehende nicht deutlich als “für uns selbstverständlich” markiert?
Nach der Logik bräuchten wir überhaupt kein Grundsatzprogramm, weil wir dort dinge formuliert haben, die für uns eben selbstverständlich und grundsätzlich sind …

das mit dem Korsett *grins
politische Flexibilität ist erstmal nichts falsches klar, aber ich möchte schon, das diejenigen, die unsere Partei führen, dies in einem von uns allen vorgegebenen Rahmen tuen, zuviel Flexibilität lässt da auch zuviel Spielraum offen …

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Weswegen ich das Isländische Programm ja so sehr mag. Es deckt all das ab was eigentlich Selbstverständlich sein sollte. Es benennt für alle Interessierten die Grundlegenden Eckpfeiler, lässt aber so viel Spielraum, dass man sich nicht eingeengt fühlt. Für mich ist das wie mein tägliches “Ich liebe Dich”, welches ich meinem Schatz nicht nur ein Mal am Tag entgegen werfe. Er wüsste genau, ich liebe ihn immer noch wenn ich es nicht täglich sage, etwas aber bekräftigen, erklären, umschreiben, ist für mich in meiner Familie essentiell. Die unausgesprochenen und eigentlich nicht erwähnenswerten Dinge einfach aussprechen, weil sie viel zu oft als als natürlich empfunden werden, doch aber unabdingbar im Leben sind. (Ich weiß nicht ob ich mich hier klar ausdrücken konnte)

Wir schweifen wohl ab, nur eines noch: “Das ist wahr.”

Ich weiß nicht ob Frauen alle so ticken wie ich, aber ich empfinde es wesentlich einengender wenn alles und jedes, sowohl Aussagen als auch Handlungen, an irgend einer Stelle festgeschrieben sein müssen. Ihr Männer habt da in meinen Augen oft so eine radikale Ader und wollt nichts dem Zufall überlassen. Ich für meinen Teil fühle mich da tatsächlich abgeschreckt, weswegen ich als Frau da oft gar nicht erst mitmischen möchte. Ob das Gefühl aber überall so ist, das kann ich nicht sagen.