Warum sind wir Piraten für weibliche Politik-Interessierte nicht ausreichend interessant?

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Die Aufbereitung von Themen ist nicht männlich fokussiert, sondern ein Flickenteppich von Partikularinteressen, die nicht mal Männer sonderlich interessieren. Pressemitteilungen und andere solcher temporären Beiträge generieren z.T. Interesse, aber statistisch gesehen liest z.B. niemand das Programm oder sonst irgendwas, was Menschen fundamentale Informationen über die Piraten gäbe.

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Ich las schon eine Weile mit, der Post ließ mich das nun in “aktiv” zu ändern.

Ich bin auch eine Frau. 42, 2 Kinder, berufstätig.

Ein Trugschluss das etwas “attraktiver” zu machen sei, weil es von etwas zu wenig gäbe. Es gibt genügend Frauen, die sich politisch engagieren. Dummerweise wird das zumeist nicht erkannt. Andi gab hier eine hervorragende Vorstellung dafür ab mit seiner Antwort:

Es schrieb ja eine, nur sie wurde schlicht übersehen. Warum nur?

Interessant wird es dann wenn sich immer wieder Männer(!) für Frauen einsetzen wollen. Der @tischnachbar macht das hervorragend und fordert für uns gleich wieder eine Quote. Gefragt werden die Frauen da gar nicht erst, er geht einfach davon aus, dass wir den Hintern gepudert bekommen müssten.

Die wirklich emanzipierte Frau weiß sich durchzusetzen, wir brauchen da keinerlei Hilfestellung. Solche Forderungen beweisen nur wieder ziemlich genau, dass eher die Forderungen nach dubiosen Quoten aus der eher Männerlastigen Ecke kommen. Nein Danke, das brauche ich ganz sicher nicht, so wie vermutlich die meisten Frauen.

Frauen haben einen “Tittenbonus”. Wer das als sexistisch einstuft der möge sich bitte an seine Teenagerzeit erinnern. Frauen brauchen dennoch die gleiche Aufmerksamkeit wie die Männer. Es gibt keine Unterschiede. Höchstenfalls in der Stimmlage sind die Unterschiede gewaltig. Soll ich Euch etwas sagen? Kreischende Töne empfinde ich schlimmer als ein sonoriges brummen. Am Ende spiegelt sich das genau auch in den Wahlergebnissen nieder.

Noch etwas, Frauen unter sich sind genau so wie Männer, die meisten werden das nur nicht öffentlich heraus posaunen. Bei den Männern wird dann oft von “Strukturellem Sexismus” gesprochen. Das können Frauen auch.

Das ist schlicht Unsinn. Wenn ich nicht schon früher gespielt hätte, wäre ich spätestens mit meinen Kindern zum spielen gekommen.

Ich kann Annnnette nur zustimmen. In unserer Gesellschaft liegen viele Dinge begründet. Mädchen lernen recht schnell mit ihrer Sexualität zu kokketieren, während die jungseher gehemmt sind und das dann durch laute Polterei versuchen zu übertünchen. Da ist nichts schlimmes dabei, es ist lediglich ein Prozess der aus der Pubertät in das eigene Leben übernommen wird. Bei dem einen mehr, beim anderen weniger.

Ich möchte keine Schutzräume. Wer als Frau Probleme hat konnte sich immer und heute erst recht, an die geeigneten Stellen wenden um Hilfe zu erhalten. Aber bitte, entmündigt uns nicht durch Quoten oder das anfassen mit Samthandschuhen. All das führt letztlich zu den vielen Mimosen, mit denen ich als Frau durch Frauen konfrontiert werde.

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Dazu passen der Twitter Thread von @Hoellenaufsicht

Gruß
Andi

Lieber Andi, du forderst jetzt schon zum zweiten Mal, dass man dir Themen “aus weiblicher Sicht” beschreiben soll. Was meinst Du denn mit “weiblicher Sicht”? Beschreib doch mal erst, was für dich “männliche Sicht” ist. Auch darunter kann ich mir nichts vorstellen.

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Entzückend.
In einer Partei, die schon mal so weit war, die Geschlechterunterscheidung überwunden zu haben und eben niemand anhand seines Geschlechtes beurteilte und einordnete …

Durchhalten Annnette, jetzt mal völlig geschlechtsneutral.

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Kann es sein, dass die Frage einfach darauf abzielt, dass die männlichen PIRATEN gerne mehr weibliche PIRATEN sehen möchten?
Jetzt ist natürlich die Frage: wie sollten denn diese weiblichen PIRATEN beschaffen sein?
Und jetzt muss ich aus meiner Erfahrung berichten: ich wurde zu einem Gesprächstermin einbestellt, um herauszufinden, ob ich feministisches Gedankengut in mir trage. Die männlichen PIRATEN erhielten ihren Parteiausweis ohne derartige Prüfung.
In stundenlangen Diskussionen mit meinem Sohn habe ich die Gründung der PIRATEN in BaWü hautnah miterlebt und er hat sich riesig gefreut, als ich vor 6 Jahren Parteimitglied wurde. Seither bin ich dabei und freue mich über Jede/n, der mitmacht. Von Quoten halte ich nix.

Annette, das ist ja genau das Problem. Ich kann ja nur vermuten, dass unsere Themen Ausarbeitungen, sei es in den Programmen, Flyern, oder anderen Publikationen eher aus der männlichen Sicht der Dinge formuliert sind.
Meine Hoffnung ist, dass wenn wir mehr oder zusätzlich auch die Sicht der Frauen formulieren würden, oder erst einmal wissen ob es da einen Unterschied gibt, dann könnten wir auch attraktiver für Frauen werden.

Ich habe da so die Werbung im Kopf.

Und um es klarzustellen, ich rede hier nicht vom ändern der Ziele, nur von einer anderen Vermittlung der Ziele.

Gruß
Andi

Keine Angst, Wahrheit und Qualität haben nur ein grammatisches Geschlecht. :wink:

Den Du aber offenbar nicht verstanden zu haben scheinst. Statt nun einfach die Frage zu stellen: “Meinst Du das in dieser Art?” ziehst Du Aussagen einer anderen Person zu Rate um meine Aussage zu untermauern. Eines der wesentlichen Problematiken, nicht nur von Männern - es ist ein Probelm dieser Gesellschaft.

Du musst nicht für mich zu sprechen versuchen, es genügt durchaus auch mal Fehler zuzugeben. Also eine Frage zu stellen, die nach “Bitte erkläre es mir” aussieht.

Auch das ist einfach nur daneben. Nichts sagen, aber ganz viel ausdrücken. Entweder bist Du der geborene Politiker oder Du verstehst einfach nicht grundlegende Zwischenmenschliche Beziehungen.

Diese Piratenpartei ist es bis heute, auch wenn es immer noch einige gibt die sich damit nicht zufrieden geben, Postgender. Es spielt keine Rolle ob sich jemand als Mann/Frau/Fraumann/Mannfrau positioniert. (Ich habe es absichtlich mal genau so genannt). Wichtig ist doch was man liebt, fühlt, welche Wünsche man hat usw. Du aber fängst an das ganze in eine lächerliche Schiene zu drücken. Pardon, da solltest Du eher aufstehen. Du willst nicht diskutieren, Du möchtest ein völlig diffuses Recht haben. Was nun keiner weiteren Erwähnung würdig ist.

Das darfst Du bitte nicht überbewerten. Prinzipiell gehen Männer davon aus das Männer weniger “feministisch” sind und deswegen weniger eine “Gefahr” darstellen. Diese Partei hat eine Zäsur überleben müssen, die zu einem großen Teil von Forderungen nach Quoten, Schutzräumen usw. geprägt war. Die Angst sich wieder Frauen einzutreten die nicht für sich selbst kämpfen wollen sondern sich lieber den Retter der Jungfrau auf dem Weißen Schimmel wünschen aber Grundsätzlich etwas ganz anderes vorstellen, kommt eben nicht von ungefähr. Diese Diskrepanz muss erst wieder überwunden werden. Das dauert.

Warum machst Du kein “Wir” daraus? Formuliert es “für Menschen” und die Welt ist in Ordnung. So wie früher, als es egal war wie man die Sache beschrieb, denn jeder wusste um was es ging. Lasst uns doch nicht durch die ganzen Mimosen den Fortschritt vergessen? Es wird automatisch gegendert werden, wenn es angebracht ist oder wenn die betreffende Person sich den Respekt erobern möchte. Es ist ein Automatismus. Es wird unterlassen wo es allgemeingültige Dinge sind. Das darf man nicht vergessen.

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Das ist jetzt ein Flosskel, die man so nicht stehen lassen darf.
Ich habe nichts gesagt, da Du meine Aussage einfach unterschlagen hast.
Zudem ist “ausdrücken” Teil der Kommunikation.

Merkst Du hoffentlich schon, dass ich da was was ganz Konkretes ausgesagt habe:

Ansonsten wäre es ganz nett, wenn Du meine zwischenmenschlichen Beziehungen zu Annnette nicht beurteilen würdest. Mit Annnette pflege ich völlig konfliktfreie Kommunikation.

An Universitäten scheinen Studierenden nicht ausreichend auf die digitalen Herausforderungen im Beruf vorbereitet zu werden. Besonders Frauen sehen das so.

Weil es einfach nicht funktioniert.
Es geht hier im Grunde um Werbung und Marketing. Und in der Werbung und Marketing muß ich auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen, um sie zu erreichen.

Gruß
Andi

Die Zielgruppe heisst “Mensch”.

Aus dem alten Forum kann ich mich noch an jemanden erinnern, der beharrte auf genetisch bedingten “angeborenen Fähigkeiten und Interessen”.
Solange man dem nicht zustimmt, bleibts bei “Mensch”.

“Struktureller Sexismus” führt aber zu diesen quasipatriachalen Zuständen, wie wir sie momentan haben (Frauen in Vorständen, Politik, Führungspositionen, Gender-Pay-Gap, usw…). Der

scheint da nicht zu helfen. Und ja, ich finde das Wort ist m.M.n. ne recht brauchbare Metapher für den bestehenden Sexismus…

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Fangen wir doch mal am anderen Ende an.

Wie hoch ist den der Frauenanteil in der Piratenpartei und zum Vergleich bei der FDP, der Linken, der AfD, der CSU …

Wer hat die Zeit ( und das Geld ) sich in der Piratenpartei zu engagieren?

  • Schüler und Studenten
  • Rentner
  • Arbeitslose
  • Selbstständige / Unternehmer
  • Menschen die von einem Partner entlastet werden

Wer hat keine Zeit sich politisch zu engagieren?

  • Alleinerziehende mit Doppelbelastung
  • Menschen die ev. neben ihrem eigenen Job ihren Partner entlasten
  • Menschen die Angehörige Versorgen / Pflegen

Die Listen sind natürlich nicht vollständig, zeigen aber das strukturelle Problem, dass es mehrheitlich Frauen erschwert sich politisch zu beteiligen.
Erst aus dem Vergleich mit anderen Parteien zeigt sich dann ob Piraten wirklich schlechter dastehen als andere Parteien.

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Das wundert bei diesen Fragen wenig.

Ich fühle mich durch mein Studium auf die digitalen Anforderungen meiner zukünftigen beruflichen Tätigkeit (Ziel Lehramt) gut vorbereitet.

Du glaubst wirklich, dass diese Form der Befragung irgend einen Wert hätte? “Ich fühle”? Ach so ist das. Gefühle. Es wird nicht nach Wissen gefragt, Gefühle sind wichtig. Ja das gibt die Wahrnehmung recht genau wieder.

Von welchem Marketing? Jenes aus den vergangenen Jahren, welches mir als Frau auferlegen wollte besonders gefördert werden zu müssen? Warum bemerkt eigentlich niemand bei seinen Fragen, dass ich mich selbst einbringen möchte? So wie Ihr Männer es macht, mir einfach ein Thema greifen und Dinge tun. Aber hee, da ich eine Frau bin muss ich mit Samthandschuhen angefasst werden.

Denkt das doch bitte mal weiter. Am Ende habe ich mich tatsächlich daran gewöhnt, beobachtet zwar aber letztlich gefördert und besonders unter die Fittiche genommen geworden zu sein. Und plötzlich widerfährt mir etwas, dass man andernorts als sexistisch bezeichnet. Schon beginne ich Schutzräume vor derlei Übergriffen zu fordern. Ich bin zur Mimose geworden, vielen Dank.

Nehmt mich als Menschen wahr, nicht primär als Frau. Also auf Augenhöhe und nicht wie eine Außerirdische, die eine besondere Behandlung benötigt. Wenn ich aber Frau sein möchte, werdet ihr das schon mitbekommen, dann werde ich nicht mit meinen Reizen sparen.

Ist das so? Schon mal zwischen den Frauen gesessen wenn die Chippendales auftreten? Das sind Raubtiere. Wenn mich ein Mann fixiert kann er das tun. Wird es unangenehm fixiere ich zurück. Du glaubst nicht wie schnell er sich abwendet, weil es ihm unangenehm wird.

Struktureller Sexismus existiert auf beiden Seiten. Er kann aber auch nur dann existieren, wenn man beginnt die Unterschiede zwischen den Geschlechtern heraus zu arbeiten. Transgender Personen soll man so nehmen wie sie sind, nicht darüber nachdenken usw. Für Frauen gilt das nicht?

Natürlich gibt es diesen Gender Pay Gap. Natürlich gibt es Benachteiligung der Frauen. Ein Nachteil ist, ich muss 9 Monate schwanger sein, was besonders in den letzten Wochen tierisch nervt. Und dann erst die Geburt! Ich empfinde das als strukturellen Nachteil und prangere das an! Ich habe noch keinen Mann erlebt, der sich dafür stark macht das selbst erleben zu dürfen. Ach? Das ist Biologisch gar nicht möglich? Aber man könnte sich ja mal dafür stark machen, weil fordern darf man ja alles.

Etwas weniger die Außerirdische sein zu müssen, einfach mehr “Hallo, schön das Du da bist. Bist Du mit dem Thema vertraut oder soll ich Dir kurz erklären wie weit wir mit unseren Überlegungen sind?”

Nicht ganz so viel Rücksicht nehmen. Wenn es mir zu bunt würde, melde ich mich schon. Wenn ich mich dann aber melde, nicht verschreckt sein und gar nichts mehr sagen. Das erlebe ich leider auch viel zu oft.

Postgender und “vorn sein”

Piraten haben sich in den vergangenen Jahren selbst verloren. Sie waren attraktiv so lange sie sich bemühten alte und festgefahrene Strukturen zu überwinden. Postgender bedeutet sich nicht um das Geschlecht zu kümmern. Natürlich braucht es hier und da mal einen kleinen Schubs, aber so Frauen wie eine Anja Hirschel, sind Frauen die wissen was sie wollen. Als Männer dürft ihr gern Aufmerksam sein. Rollt den roten Teppich aus, seid ehrlich aber schleimt nicht herum. Wir Frauen merken meist sehr genau, was ehrlich ist und was nicht. Wir müssen auch so feinfühlig sein, sonst würden wir viele Wünsche unserer Kinder in den Anfängen ihres Lebens gar nicht spüren.

Lasst einfach diese Diskussionen um Quoten oder Liberal, Links usw. Piraten sind Postgender und vorn. Etwas das tatsächlich neu ist, weil es sich von den alten patriarchalen Vorstellungen gelöst hat. Lasst die Piraten bitte nicht wieder in das vergangene Jahrhundert zurück bomben.

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Lieber Andi, darin steckt ein Denkfehler, den ich ablehne! Der Denkfehler ist: "es gebe also irgendwie geartete Unterschiede im “männlichen” und im “weiblichen” Denken, die man nur finden müsse, und dann könne man sich daran orientieren und seine Politik anpassen.

So ist es nicht! Das ist die Denke der CDU-50er Jahre, der rückständigen Parteien in manchen Kulturen und die des Patriarchats. Die wollen zwar nicht die gleichen Konsequenzen daraus ziehen wie Du (Politik soll weiblicher werden) sondern etwas anderes (Patriarchat verfestigen), aber es sind die gleichen Grundannahmen.

Es hat schon Versuche gegeben, Mädchen für Mint-Fächer zu begeistern, in dem in Experimente irgendwelches Mädchenzeugs mit reingemischt wurde, lächerlich! Frauen, die sich für MINT-Fächer interessieren, tun dies genau deshalb weil sie diese interessant finden. Genau wie Männer, kein Unterschied.

Frauen, die sich über den Ausbau des Überwachungsstaats empören, tun dies ebenfalls genauso wie Männer, die sich über den Ausbau des Überwachungssstaats empören, kein Unterschied. Und wenn mir jemand unterstellt, es gäbe da trotzdem eine weiblichere Sicht, ist das eine Frechheit.

Da ist man bald nur noch einen Schritt davon entfent zu sagen: “Ja, für viele Frauen ist das zu schwierig, das müssen wir etwas benutzerfreundlicher gestalten, weil die lieben Dööfchen das sonst nicht raffen” (vielleicht sogar mit rosa Blümchen). Das hat es schon gegeben, nämlich bei der Diskussion, ob die Wikipedia zu männerlastig seien. Ein Vorschlag bestand darin, die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. UNABHÄNGIG von der Geschlechterfrage, ist das auf jeden Fall eine gute Idee, denn auch Männer freuen sich über Benutzerfreundlichkeit. Aber IM ZUSAMMENHANG mit Frauenanteil, ist das eine implizite Verachtung, die mich empört.

Natürlich gibt es politische Themen, bei denen die derzeit unterschiedlichen Geschlechterrollen in der Gesellschaft eine größere Rolle spielen als bei anderen (z.B. Überwachungsstaat, Uploadfilter, etc) Das sind Familienpolitik, Arbeitsrecht, Jugend und Bildung, aber auch BGE. Dann spielt rein, dass man geselllschaftliche Strukturen ändern muss. Da bin ich gern dabei.

Meinem Sohn bringe ich bei, dass es Geschlechterunterschiede gibt, die nett sind und naturgegeben (Männer mit Bartwuchs, unterschiedliche Stimmlagen,…) aber dass Rollenverteilungen gesellschaftlich bedingt sind. Wir handeln in der Familie die Aufgaben aus, ich bin z.B. der Ansicht, dass er das Bad putzen sollte. Es gibt kein Gen dafür, dass hierfür Frauen geeigneter seien, wir sind alle gern faul.

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Was ich bei den PIRATEN bezgl. mitmachen in Bezug auf alle Geschlechter oder sexuellen Orientierungen etc. gelernt habe ist. Also sehr oft so oder ähnlich gehört.

  • Ja geil ich kann hier mitmachen und mich und mein Wissen einbringen OHNE das ich automatisch auf Geschlecht, äußeres, Herkunft, Status usw. reduziert werde.

  • Ja geil, meine Meinung ist wichtig, zählt und wird gehört STRIKE.

Das klappt in vielen Teilen noch heute. Wird aber immer mehr durch diese leidige Debatte kaputt gemacht. Wir sollten hier wieder entspannter werden und selbstbewusster. Und uns vor allem nicht diese Debatte von anderen Parteien aufdrücken lassen.

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Ich habe es oben geschrieben. Nicht die Politik verändern, sondern die Ansprache.

Genau um diese Frauen/Mädchen ging es doch gar nicht in deinem Beispiel. Es ging um die Mädchen, die sich eben die Wahl der Mint Fächer nicht vorstellen konnten. Da dies meist auf Unwissenheit, falsche Sozialisation und Erziehung zurückzuführen ist, wollte man mit angepasster Ansprache eben genau diese Mädchen für die Mint Fächer begeistern, die sich das nun gar nicht vorstellen konnten.

Das ist doch genau das selbe Problem, wie die Aussage vieler Schüler und Schülerinnen: “Wozu soll ich das lernen, das brauche ich doch nie wieder im Leben” Auch hier fehlt es an der kreativen Vermittlung.

Und genau so sehe ich auch das Problem, dass wir hier diskutieren. Unsere Politik ist nicht falsch oder auch nur falsch formuliert. Aber wenn wir feststellen, dass Interessierte eher zu anderen Parteien gehen muß die Frage gestattet sein, ob wir in der Vermittlung unserer Ziele besser werden können. Und wenn die Frage ist, warum so wenig Frauen zu uns kommen, muß die Frage gestellt werden, wie wir das verbessern können. Und dazu gehört auch die zielgruppenspezifische Vermittlung unserer Ziele und Politik.

Dann lass uns doch damit anfangen. Beim Absatz vorher sind wir, wie beim letzten Absatz, eh einer Meinung.

Gruß
Andi

Du verstehst mich nicht! Dieser Art von “Ansprache” liegt eine Annahme über Unterschiede zwischen Männern und Frauen zugrunde, die es meiner Meinung nach nicht gibt! Als Pirat wähle ich eine Ansprache der Klarheit und Fakten und ich mogele nicht etwas darunter, was mit dem Thema nichts zu tun hat. Ich wüsste nicht, was da irgendwie weiblicher sein sollte. Und da DU immer behauptest, es gäbe so etwas, liegt es jetzt an DIR, das mit Beispielen zu füttern. Nicht an uns anderen Piraten hier, egal ob m/w/d, die davon ausgehen, dass es das nicht gibt. Unterhalte Dich mal mit Physiklehrern an Schulen über das Thema. Die versuchen, mit dem Fach zu motivieren. Und träume nicht mit irgendwelchem Nagging, unterschwelligen Geheimagenden, und manipulativen Ansätzen.

Dann fang DU an. Ich bin schon ausgelastet mit anderen Themen (Hessentrojaner, Überwachung, nukleare Abrüstung, KV und LV-Orga)

Schon früher habe ich Einladungen bekommen, um Leute aufzuklären über “wie kann man Frauen mehr für Abrüstung/Physik/etc interessieren?” Ich weiß nicht, wie die Einladenden auf die Idee kamen, dass ich dafür irgenwie qualifiziert gewesen wäre, dazu habe ich NIE etwas publiziert.

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Ich glaube Andi geht es eher darum das wir halt nicht nur Digitalisierung und Themen die nun mal Aufgrund unserer Gesellschaft uninteressant sind für den großenteil der weiblichen Bevölkerung (und sry da können wir momentan einfach nichts dran ändern) ansprechen sondern eher beleuchten was eigentlich typische Frauen Themen sind, die wir momentan in unsere außenpräsenz nicht bedienen und was wir an dieser Situation ändern können. Hier geht es nicht um Quoten oder das uns der Arsch gepudert wird…sondern das wir versuchen könnten einfach eine größere Menge an Menschen zu erreichen

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