Warum sind wir Piraten für weibliche Politik-Interessierte nicht ausreichend interessant?

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Du umschreibst diese ganze “Gefühlswelt”. Leider wird niemals nach “verletzten Gefühlen” gefragt, immer nur nach knallharten Fakten, also Beweisbaren Dingen. Emotionen und Gefühle sind da dann leider Dinge denen der eine Teil nicht mächtig ist, ein anderer Teil aber wieder zu sehr darauf herumreitet und ein weiterer Teil einfach nicht folgen kann.

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Ich möchte mich hier ja zurückhalten, aber ich denke Männer könnten sich auch manchmal zurückhalten wenn es darum geht, Äußerungen von Frauen voreilig als irrationale “Gefühlswelt” zu bezeichnen.
Dass mehr Männer in den genannten überwachenden Berufen arbeiten, kann ich auch rational in Zahlen ausdrücken:
BND: Frauenanteil 2015 ca. 35%
Polizei der Bundesländer 2018: Frauenanteil ca. 28%, Bundespolizei ca. 22%
Informatikstudium Deutschland Frauenanteil 2018 ca. 19,4%

Macht das einen Unterschied? Abgesehen von dem bisschen gerechtfertigter Überwachung geht es doch darum die Opfer zu schützen - egal wer überwacht und egal wer Opfer ist.

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ach so, ich dachte es gab hier mal das Motto: “gläserner Staat statt gläserner Bürger”

Das war nur teilweise auf deinen Kommentar bezogen. Ich hab nur schon oft genau diese Einstellung gehört und den meisten Leuten ist nicht bewusst, was es eigentlich bedeutet. Das wollte ich nur gerade nochmal los werden.

Ich denke nicht nicht das ich hier wen missverstehe… Frauen haben auch nicht hier und da Nachteile und woanders Vorteile… Das klingt dann so als ob sich das ausgleicht. Frauen sind generell, strukturell benachteiligt und dann mit dem sogenannten Tittenbonus zu kommen ist einfach nur unterirdisch und sexistisch.

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Nein! Und das solltest du wissen.

Hier eine Liste von Gesetzen, die Frauen besser stellen als Männer:

Geschrieben übrigens - so weit mir bekannt - von einer Frau.

Lustig übrigens, dass ausgerechnet hier der Geschlechterkampf zwischen Frauen und Männern ausgefochten wird und ausgerechnet die Frauen nicht erkennen, dass sie Angehörige des dritten Geschlechts strukturell unterdrücken.

(Beitrag wurde vom Autor zurückgezogen und wird automatisch in 24 Stunden gelöscht, sofern dieser Beitrag nicht gemeldet wird)

Darüber habe ich keine Aussage getätigt. Es ist mir einfach völlig egal wem mehr Unrecht wiederfährt. Wenn wir darüber diskutieren, diskutieren wir auch in 100 Jahren noch darüber ohne auch nur einen Schritt weitergekommen zu sein. Also lieber einfach Unrecht abbauen und fertig. Das betrifft dann alle denen Unrecht passiert - unabhängig vom Geschlecht usw.

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Teilweise keine Gesetze, teilweise der Versuch Nachteile auszugleichen, soweit ich das beim überfliegen gesehen habe manches einfach Annahmen.

gerecht

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Ok, dann ist es dir egal und mir nicht. Wenn es so einfach ist Unrecht abzubauen und alles ist gut… warum ist denn dann so wie es ist?

Weil
a) es Zeit braucht,
b) Unrecht nicht immer abgebaut werden soll (also es von einigen Leuten leider aktiv verhindert wird),
c) wir lieber darüber diskutieren wem mehr Unrecht widerfährt.

Dann belege doch mal bitte deine Annahme, dass irgendwas in der Liste einen bestehenden Nachteil von Frauen ausgleicht.

Nein, wir diskutieren hier, warum die Piratenpartei für weibliche Politik-Interessierte nicht ausreichend interessant ist, zumindest war das die Eingangsfrage.

Wo habe ich das geschrieben?

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Du meintest also mit deiner Frage:

also nicht wieso das Unrecht noch nicht abgebaut wurde, sondern trotz dessen, was ich schrieb, die PIRATEN uninteressant für weibliche Interessenten ist? Dann war das missverständlich.

Ehrlich gesagt weiß ich nichtmal, ob es da überhaupt einen Zusammenhang gibt. Ich würde fast behaupten, dass es andere Punkte gibt, die wenig mit Feminismus oder irgendeiner Gender-/Postgenderpolitik zu tun hat. Im Einzelfall bestimmt, aber allgemein sind es vermutlich eher andere Punkte wie der Ruf der Partei als “Spaßpartei” oder ihren “Streitereien”. Ich glaube viele Frauen ist das ein Dorn im Auge. Die meisten Frauen (aber nicht ausschließlich), mit denen ich z.B. gut diskutieren kann, sind Autistinen. Mit den meisten Anderen kann ich mich gut unterhalten, aber nicht diskutieren. Das hat auch bisschen was mit dem zu tun, was hier bereits angesprochen wurde über Frauen und Naturwissenschaften / Technik. Über Ursachen kann ich nur spekulieren.

Mädchen, Frau, Ehefrau, Mutter, Berufstätig - so viel Zeit muss sein.

Ein absolutes NoGo in jeder Hinsicht. Leider ist das ein Phänomen das es häufiger gibt. “Du bist schwul” -> Stempel, “Du bist gegen Flüchtlinge” -> Stempel, “Du bist Veganer” -> Stempel, “Du bist Für/Gegen BGE” -> Stempel. Ich könnte das unendlich so weiter machen.

Das sich dann aber alle für Transparenz und Datenschutz z.B. einsetzen, das wird ignoriert. Es wird dann doch nur wieder über die “Unterschiede” definiert, die Quantität, nicht die Qualität, die diverse Personen mitbringen.

Etwas sein zu lassen nur weil es nicht überall funktioniert, fördert doch genau die Ablehnung, die Vorurteile usw. Ich behaupte ja nicht, dass es einfach würde, jedoch muss man irgendwann mal damit anfangen. Wo wenn nicht hier? Es gab immer Keimzellen für Neues, von denen aus ganze Gesellschaften revolutioniert wurden. Ich meine, 50 Jahre nach 68ern streiten wir immer noch um das Thema “Sexuelle Revolution”?

Weswegen genau? Diese Gefühlswelten und ihre Unterschiede sind existenziell. Oder hast Du schon mal von einem Vater eines Neugeborenen gehört, dass ihm Milch in die Brust schießt nur weil ein Kind weint? Ein Gefühl das nur Frauen kennen können und zudem ein sehr, sehr mächtiges Gefühl. Hierbei spielt es nicht mal eine Rolle ob es überhaupt das eigene Kind ist. Wir sind “anders”, findet euch damit ab. Nur bitte hebt diese “Andersartigkeit” nicht jedes mal hervor. Per Definition bin ich ein Mensch, ein Begriff der zum Glück nicht mal gegendert werden kann.

Ich bin jetzt also Sexistin? Nur weil ich meine Meinung offen darlege und Dir widerspreche? Ich bin Sexistin, nur weil ich einen Weg für mich gefunden habe, diese durchaus vorhandenen Strukturellen Schwächen, zu umgehen? Wie bist Du denn drauf?

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Nein, du kannst dir deinen Weg suchen wie du willst, du kannst mir widersprechen und deine Meinung darlegen, alles gut.
Was sexististisch ist: Frauen auf Titten und Tittenbonus zu reduzieren, alleine die Wortwahl ist herabsetzend und unangemessen.

Moin, interessanter Thread mit sehr interessanter Thematik. Ein wenig Schade, das einige das Thema komplett aus den Augen verloren haben.
@TygKF
Was uns fehlt, weiss ich leider auch nicht.
Auch nicht, wo wir ansetzen müssen.
Was die Themen anbetrifft, habe ich allerdings eine ganz klare Meinung.

Die Piraten sind im Thema Gesundheitspolitik wenig bis garnicht sichtbar.
Vermeintliche Werbung für Schwangerschaftsabrüche betrifft nur eine sehr kleine Gruppe.
Thema sollte sein, die schlechte Bezahlung von Pflegekräften, die viel zu geringe Besetzung von Stationen in Krankenhäusern. Die Zwangsversicherung für Hebammen.
Alleine hier gäbe es richtig viel zu tun, bis hin zu Demos. Leider sind wir da praktisch nicht aktiv. Gesundheit ist kein Geschäft. Krankenhäuser sind keine Wirtschaftsunternehmen. Pflegekräfte keine Verkaufskräfte.
Der Anteil von Frauen in diesem Bereich ist vergleichsweise hoch!
Einzelhandel. Gendergap bei gleicher Beschäftigung.
Famillienpolitik: Die Macht der Jugendämter ist absolut und wird kaum bis garnicht kontrolliert. Das ist zwar ein Famillienthema und betrifft z.B. auch Großeltern, aber auch hier dürfte der überwiegende Anteil der Betroffenen Frauen sein.
Das so die Themen, die mir Ad Hoc eingefallen sind und bei denen wir wenig bis garnicht zu sehen sind.

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