Warum sind wir Piraten für weibliche Politik-Interessierte nicht ausreichend interessant?

Obacht, du unterstellst der Behauptung eine Ursachenzuschreibung, die nicht gegeben ist! :wink: Sie benennt ja nur Tatsachen und nicht die Gruende. Aber wir schweifen ab und ich moechte keine Aussagenlogik oder sowas hier betreiben. :smiley:

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Selbst wenn Du das Religionsattribut wegnimmst, könntest Du die Tatsache nur den Ländern zuschreiben, die die UN-Charta nicht unterschrieben haben.
Das ist nur der Vatikan, der Kosovo, Taiwan. Nordzypern usw.
In allen anderen Ländern sind dies zu verfolgende kriminelle Handlungen von Individuen, die verfolgt werden müssten.

Ach GG, du von allen Menschen in diesem Forum willst mich doch nicht etwa erzaehlen, dass man Probleme nicht beim Namen nennen sollte oder gar muesste? Was hat denn jetzt die UN-Charta damit zu tun? Die Dehumanisierung und Objektivierung von Frauen kann man doch nicht lediglich als eine Reihe von Straftaten betrachten. Bzw. kann man schon machen, aber wenn das System durch die Bank weg korrupt ist, dann kuemmert das vor Ort niemanden und es ist niemandem geholfen.
(Worueber reden wir jetzt eigentlich? :D)

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Wir reden über die Sprachkonstruktionen von @anon20579444 , mit denen so ein Forum überflüssig ist.

Nachdem ich ne Weile weg war und jetzt einfach mal nachgelesen habe sind wir ja ganz schön abgefriftet. Eine Sache ist mir aber ins Auge gesprungen.

Erweitere Geschlechtsteil vielleicht noch um Geschlechtsidentität, dann kannst du mich auf die Liste setzen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich nach meiner Wahl zum Vorstand in Oberbayern von mehreren Leuten, die sich zumindest selbst als Piraten betitelten, angegangen und beleidigt wurde. Ist eher die Ausnahme, kommt aber von Zeit zu Zeit vor. Mehr noch außerhalb der Partei, aber dieses Problem des nahezu alltäglichen Harassments haben auch wir nicht abschließend gelöst.

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In irgendeine Richtung stimmt da was nicht.

Hinzu kommt: Du bist nach eigenem Bekunden zum Vorstand gewählt worden. Offensichtlich wurdest du also an nichts gehindert, schon gar nicht an Mitwirkung. Ein unfreundlicher Umgangston - ja nun, der hat mit der Frage nichts zu tun.

Unfreundlicher Umgangston, sexistische dumme Witze, sexuelle Belästigung und stalking und deren systematische Verharmlosung (z.b. mit der bohrenden Frage nach Belegen und Beweisen) haben sehr wohl etwas mit der Frage zu tun. Eine kurze Netzrecherche macht das lesekundigen Mitbürgern deutlich.

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Hier mal eine Quelle die Deutschland betrifft:

Voyeurismus: das unsichtbare Verbrechen

Gibt es etwas vergleichbares, bei dem umgekehrt Frauen in Deutschland in einer so organisierten Form Gewalt an Männern ausüben?

Hallo janine,

ja so etwas gibt es, leider.
Und ja, das gibt es wohl auch in dieser Form nur in der einen Richtung …

mit stellt sich nur gerade die Frage, was das mit der eigentliche Frage des Threads zu tuen hat (den so nebenbei ich erstellt habe)?

Du willst ja hoffentlich nicht unterstellen, das so etwas auch innerhalb der Piratenpartei passiert.

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Wird hier nun die Ausnahme zur Regel gemacht?

Es hat schon etwas damit zu tun. Nur es betrifft eben alle, oder woher kommen unsere Probleme überhaupt vernünftiges Spitzenpersonal wählen zu können? Du weißt doch selbst wer nicht antreten mag.

Du umschreibst diese ganze “Gefühlswelt”. Leider wird niemals nach “verletzten Gefühlen” gefragt, immer nur nach knallharten Fakten, also Beweisbaren Dingen. Emotionen und Gefühle sind da dann leider Dinge denen der eine Teil nicht mächtig ist, ein anderer Teil aber wieder zu sehr darauf herumreitet und ein weiterer Teil einfach nicht folgen kann.

193 Antworten und es scheint keiner Willens einen Konsens zu suchen. Schade eigentlich.

Hallo TygKF, der link war als Antwort auf tux0r’s Frage gewesen, hab ich leider nicht richtig markiert.
Ich versuch mich jetzt zurückzuhalten, wie ich bereits geschrieben hab.

Zu dieser Frage gibt es keinen Konsens. Wie soll der aussehen? Männer ein wenig weniger "mobben, ausgrenzen, chauvinistisch und sexistisch sein " , Frauen sich weniger "anstellen, rumzicken , empfindlich sein??? Wenn der eine Teil nicht verstehen will und der andere Teil schon nicht mehr da ist, bzw sich gar nicht mehr erst zu Wort meldet und die verbliebenen Frauen jede für sich einen individuellen Weg gefunden hat, damit umzugehen, im schlimmsten Fall die Strategien der Männer übernommen haben… ist diese Eingangsfrage sehr sehr schwierig und auf keinen Fall konsensual zu beantworten.

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Ich habe in meinem schon recht langen Leben viel Sexismus und Diskriminierung erlebt. Selbstverständlich ist das ein wichtiges politisches Thema. Gesellschaftliche Kultur ist das eine, Rahmenbedinungen das andere, z.B. eine Eltern-freundliche Arbeitswelt, Bildungschancen für alle, kostenlose Kindergärten uvm. Das spielt in Familien- und Bildungspoltik rein. Ich begrüße ist immer, wenn Piraten konstruktiv zu einem Thema arbeiten, und dann Input für Wahlprogramme und Parteiprogramm liefern.

An unserer gesellschaftlichen Kultur müssen wir selbstverständlich auch alle arbeiten. Da sehe ich aber nichts piratenspezifisches, außer, dass wir öffentlich sichtbarer agieren als andere Parteien. Deshalb ist für uns Benehmen und Höflichkeit noch wichitger als für andere Parteien, wegen unseres Transparenzanspruchs.

Schließlich ist es so, dass ich mich bisher seit 2011, seit ich eingetreten bin, genau von drei Personen mal gemobbt gefühlt habe, zwei davon sind Frauen.

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Triffst Du diese Aussage Zu dieser Frage gibt es keinen Konsens qua Amt? Bitte entschuldige meine kleine Provokation, ich möchte nur darstellen wie solcherlei Aussagen Wirkungen entfalten (können).

Statt die Antwort einzuleiten mit den Worten: “Ich habe keinerlei Vorstellungen davon wie man hier einen Konsens finden könnte”, wäre der aus meiner Sicht wesentlich effektivere Weg.

Ich finde nicht das die Eingangsfrage schwierig zu beantworten ist. Wohl aber schwierig könnte die Umsetzung sein, weil das ein gewisses Maß an “für andere einstehen” erfordern würde. Solches Verhalten findet man im Forum wie auch in der realen Welt eher selten. Es ist am Ende nur eine Frage der Sozialisation und des einfordern derselben.

Wie könnte denn nun ein Konsens aussehen?

Zuerst einmal wäre es wichtig den Fakt als solches anzuerkennen. Es betrifft M/W/D gleichermaßen. Ich sehe keine großen Unterschiede. Im weiteren wäre es wichtig das Thema Postgender wieder in den Vordergrund zu stellen. Ich stelle mal den Spruch zur Disposition: “Vor Gott sind alle gleich”.

Wer das beherzigt, dem fällt irgendwann nicht mehr auf ob nun ein Mann, eine Frau, ein diverses Wesen, ein Farbiger - what ever - vor einem steht. Wenn wir da hin kämen, wären wir einen riesigen Schritt weiter. Das würde jedoch auch bedeuten, dass ganz spezielle Sexuelle Bedürfnisse, die sehr häufig wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird, keinerlei Beachtung mehr finden dürfte. Die Träger dieser Monstranzen müssten sich an der Stelle dann etwas zurücknehmen, sie sind lediglich “anders”, nicht andere Menschen. Selbiges trifft auf Männlein wie Weiblein zu.

Statt uns von außen beeinflussen zu lassen um darüber nachzudenken welche Quantität ein Gremium hat, statt auf die Qualität zu achten, sollte dann auch der Vergangenheit angehören. Das selbe gilt auch für Meinungen, die durchaus mal andere sein dürfen/müssen. Wer meint 100% Deckungsgleichheit der eigenen Meinung innerhalb dieser Partei zu finden, der muss sich fragen lassen ob nicht eine Nanny der bessere Ansprechpartner wäre.

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Hier mal aus meinem Hören-Sagen:

Personen von weiter weg haben mir durchaus erzählt das sie nicht zu den Piraten sind da es lokal “Witze” über Frauen oder Studentinnen gab - also Sexismus. Ich möchte jetzt nicht mit den Finger auf Kreisverbände zeigen, aber ich halte es für überaus wichtig das Piraten nicht eskalieren, sollten Frauen sich engagieren. Witze und Anspielungen sollten unterlassen werden. Ignoriert das es eine Frau ist - also nicht komplett aber weitestgehend. Versucht einfach jegliche Interessierte gut in die Strukturen zu führen. Achja, habt ein offenes Ohr.

Klingt simpel. Ist es aber manchmal nicht.
Die selbe Unterrepäsentation haben wir in der Partei auch wenn es um Arbeiter*innen oder Migrant*innen geht. Zumindest gefühlt. Wenn man dort strukturelle Probleme bemerkt, warum es so ist oder dumme Sprüche von Anderen hört redet mit den Betroffenen ob es sie stört - wenn ja redet auch mit der Person welche die Sprüche gerissen hat.

Love, Archivar

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Das kenne ich auch. Für gewöhnlich genügt heute aber ein Stirnrunzeln. Viel zu oft wird leider versucht etwas an die große Glocke zu hängen um “Aufmerksamkeit” zu bekommen. Ein gesundes Maß an Aufklärung und/oder weniger Aufregung, täte in vielen Fällen gut. Leider trauen sich viele aber nicht zu solchen Reaktionen/Emotionen (Stirnrunzeln), da in der heutigen Zeit viel zu schnell über Menschen geurteilt wird. Das meine ich mit “für andere einstehen”. Es geht um das zeigen - Ich bin derselben Meinung - was sich viele einfach nicht trauen, da es Vorstände (“wichtige” Personen etc.) gibt, die leider viel zu oft genau das unterbinden wollen.

Ich gebe ja zu, das mit den vielen unterschiedlichen Gefühlswelten lässt sich kaum lösen. Was man aber lösen kann ist die “Achtung” der anderen Person.

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Zuerst mal: Welchen Fakt?

Was betrifft M/W/D gleichermassen?

Postgender funktioniert theoretisch, praktisch sehen alle Menschen sehr wohl die Unterschiede, auch in der Piratenpartei. Ich bin da gespalten, weil ich selbst keine Ämter, Posten , Mandate bekommen will weil ich zufällig Frau bin, aber eben sehr oft gesehen habe, dass eben genau aus dem Grund welche gewählt wurden
Der Spruch: “Vor Gott sind alle gleich” ist ein sehr schlechtes Beispiel, seine Vertretungen auf Erden handeln nicht danach, ob er selbst danach handelt, konnte noch niemand bestätigen.

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ein Konsens war auch nicht der Grund dieses Threads …

mir ging es eher um Erklärungsansätze, die lassen sich eher weniger im Konsens finden … mM …

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Historisch betrachtet die Benachteiligung der Frauen. Ein schleppender Prozess der bis heute andauert.

Stimmt, ich habe Titten, andere nicht. Ich weiß diese sogar zu meinem Vorteil einzusetzen, andere nicht. Wenn wir uns nun von den “Gefühl” lösen würden darüber zu sinnieren was der/die andere hat und ich nicht, wären wir einen ganz wesentlichen Schritt weiter.

Du möchtest absichtlich nicht verstehen?

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Warum dann das diskutieren? Wenn ich zu etwas Fragen stelle dann möchte ich eigentlich Antworten erarbeiten. Notfalls auch Antworten die mir nicht so sehr gefallen. Diskutieren um des Diskurses Willen ist verlorene Lebenszeit. Falls das der Fall war, dann Entschuldigung, dann habe ich die Intention Deiner Frage leider missverstanden. Mir wäre es jedoch lieber wenn aus dieser Diskussion - die ich für wichtig halte - etwas zum lernen für alle heraus käme.