Warum sind Wähler nicht ausreichend an der Piratenpartei interessiert

Möglicherweise sollten wir das nicht so getrennt diskutieren, ich vermute es ist überall der gleiche Grund.

Wir haben zu viele Aktive in Vorständen, Verwaltung und Servicegruppen und zu wenig aktive die in Arbeitsgruppen Politik erarbeiten und vermarkten. Und wenn es schlecht läuft werde die wenigen Aktiven die das tun auch noch angegangen.

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Ich denke, viele haben uns noch als Streitpartei, als gescheitert in Erinnerung. Was auch ein Grund sein könnte ist, das(s) wir einfach nicht <Über die Mauern des Schweigens der Medien > kommen. Wir sind momentan einfach eine Partei von vielen. Was wir dagegen tun können, weis ich nicht

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Ja, so werden wir in der Öffentlichkeit immer noch wahr genommen.
Was dagegen tun?
Auf jeden Fall keinem dies Forum zeigen? :wink:
Denn was sich hier öffentlich als Piratenpartei outet, ist für eine Vertretung nach außen nicht geeignet.
Nur sehr wenige Menschen werden ein Partei wählen, die in fast jedem Artikel an sich selbst und ihren abgestimmten Programm zweifelt, und immer wieder ALLES in Frage stellt.

Ich glaube der Wähler ist (noch)?) nicht bereit, die Fähigkeit sich immer wieder selbst zu hinterfragen und immer wieder an sich selbst zu zweifeln, als einen Pluspunkt für eine wählbare Partei anzuerkennen.

Er verlangt auch nicht unbedingt nach einem komplett ausgearbeiteten Programm oder nach Experten.
Was die Protest- und Wechselwähler (also unsere Zielgruppen) zurzeit wählen, ist Geschlossenheit und eine klare Richtung.
Dies zeigt sich sowohl bei den Grünen, als auch bei der AfD, also Parteien die zur Zeit das Protest- und Wechselwählerklientel auf sich ziehen.

Ich glaube immer noch, dass wir eines der besten und zukunftsweisenden Programm der deutschen Parteien haben. Nicht immer “Mainstream” - aber genau dies wird auch von den oben genannten Wählerklientel nicht verlangt, die verlangen eher das Gegenteil - der etablierten Politik zeigen dass es auch anders geht.
Und ich bin mir auch immer noch sicher, dass wir genau als Korrektiv zur AfD bei den Wählern punkten könnten, die nicht bereit sind die AfD zu wählen und deshalb gar nicht wählen gehen. Ist immer noch eine sehr große Gruppe!

Dies würde aber Geschlossenheit und das Ziehen der Partei in eine Richtung voraussetzen. Also Diskussionen über Themen bis zur Abstimmung auf Parteitagen - dann das Ergebnis akzeptieren und gemeinsam verkaufen.
Dem steht aber unsere Meinungsfreiheit entgegen, und dies versteht so gut wie kein Wähler!

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Du hast zu viel Aktive in Kommunalpolitik vergessen… Da fallen die Meisten für Landes- und Bundespolitik auch flach.
Außerdem glaube ich gar nicht, dass wir sehr viel weiter erarbeiten müssen. Wir müssten uns langsam mehr um das “verkaufen” kümmern! Denn noch mehr gute Forderungen, die in Programmen verschimmeln, helfen wem?
(Event. Thomas bei den Wahlprüfsteinen - aber “irgendwie” scheint unser gutes Abschneiden bei Wahlprüfsteinen und in den Wahlomaten nicht auf unsere Partei zurück zu fallen)

Da kommt dann wieder das bekannte “aber die schaffen es wegen der 5-Prozenthürde ja sowieso nicht rein” ins Spiel. Zur Vermeidung gäbe es sogar Vorschläge wie die Alternativstimme, falls die erste(n) gewünschten Partei(en) es nicht in die Vertretung schaffen. Vermutlich sind die aber auch zu kompliziert, als daß sie etwas bewirken könnten. Und vor allem sind die etablierten Parteien an einer Umsetzung auch gar nicht interessiert, da sie lieber gleich als einziges gewählt werden möchten.

Was bedeutet dies?
Aufgeben gibt es nicht - also andere Wege finden um wieder in die Nähe der 5% zu kommen.
(Wenigstens erst mal wieder so weit, das man genannt wird)

Wir sind leider schlicht zu wenige. Ein kleiner Haufen Interlektueller, den keiner kennt.
In den nächsten 1 bis 2 Jahren sollten wir uns intensiv auf die Mitgliedergewinnung konzentrieren. Es wird Zeit, dass der Nachbar vom Nachbarn ein Pirat ist. Dann kommen auch die Wähler wieder.

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Erfolg macht Sexy, Misserfolg eher nicht…