Wahlkampftaktik einer kleineren Partei in der Schweiz und generell die schweizer Verhältnisse

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Vielleicht können wir uns ja etwas von ihnen abgucken?

Diese Woche haben die Christlichdemokraten eine Online-Kampagne gestartet. Darin machen sie Propaganda mit Politikern der Konkurrenz: Die Partei wirbt für ihre eigenen Positionen, indem sie diese mit gegnerischen Standpunkten vergleicht. Plakativ tut sie das und auch vereinfachend. Aber niemand wird beleidigt, niemand diffamiert. Da sind keine Würmer, die sich durch den Apfel fressen. Eine klassische Negativkampagne ist das nicht. Vielmehr ist es ansatzweise das, was sich die Wählerinnen und Wähler in diesem Land wünschen müssten: dass sich Parteien über ihre Positionen profilieren, dass so etwas wie ein politischer Wettbewerb über Inhalte, ein Wettbewerb der Ideen entsteht.

Weiter heißt es über die schweizer Wahlkampfverhältnisse:

Die übrigen Parteien halten sich bis jetzt in diesem Wahlkampf brav an bewährte Muster: die Kernthemen des Gegners möglichst umgehen, Aussagen und Slogans allgemein halten. So geht es für die meisten Parteien primär darum, am Wahltag die eigene Basis an die Urne zu bewegen. Damit gibt man sich in den Schweizer Parteizentralen bereits zufrieden. Es stimmt zwar: Liesse sich nur schon die eigene Basis mobilisieren, wären Wähleranteile bereits gesichert und wäre vermutlich da und dort sogar etwas hinzugewonnen. Allerdings zeigt dies, wie wenig ambitioniert man hierzulande im Politwettbewerb agiert.

Kommt mir doch irgendwie bekannt vor! :smiley:

Wie sehr unterscheidet sich das (was schonmal für BTW21 genannt wurde) von flächendeckenden Störerplakaten unter den Plakaten der Konkurenz? Ich meine, sie müssen ja nicht beleidigend sein, sondern lediglich die Wahrheit enthalten.