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Wagenknechts Bewegung und die Piratenpartei


#21

Auf kommunaler Ebene keine Seltenheit.
Auch im Bundestag und im EU-Parlament gibts Parteilose.

Dann redest du anscheinend von “Regierungsarbeit”. Parteilose Bürgermeister machen auch “Regierungsarbeit”.

Ich kann nichts dafür, dass du dich schwammig bis falsch ausdrückst. Aber wenn du meinst, du bist das hellste Licht am Sternenhimmel und alle anderen müssen das unbedingt wissen, dann von mir aus. Sehr konstruktiv.


#22

Entschuldige bitte, ich habe mich nur vorhin massiv über die Unfähigkeit diverser Parteivollpfosten geärgert. Sorry das Du und andere da wieder ins Kreuzfeuer geraten seid.


#23

Realität ist nie Blödsinn.
Welche programmatische Arbeit wurde in der Piratenpartei nach Halle geleistet und wo schlägt sich das in unserem Parteiprogramm nieder?
Die Piratenpartei zeichnet sich durch 4 Jahre völliger Untätigkeit nach Halle aus.
Die einzige Leistung ist doch das vorher in 3 Jahren erarbeitete Grundsatzprogramm zu zerstümmeln, zu streichen und durchgängiger zu machen.
Dieses jahr gab es erstmals 2 Programmkonferenzen.
Ziel/Ergebnis: Das alte Grundsatzprogramm, das man mit dem Wahlprogramm vermischt hat, zu kürzen und lesbarer zu gestalten.
Neue Ideen: Fehlanzeige.

Ich schon, stelle aber jedesmal fest, das es für die Katz ist, da in dieser Partei inzwischen niemand mehr mitgestalten kann. Seit Halle entscheidet nur noch der Bundesvorsitzende und seine Clique.
Der Rest der Partei ist überflüssig und hat nur Anweisungen auszuführen.
Inzwischen sind immer weniger bereit in dieser Partei als Befehlsempfänger zu agieren.

Bei Spezi-Vetternwirschaft kannst Du nicht erwarten, dass am Ende etwas Sinnvolles herauskommt. Mit der Wahl in Halle hat eine Denkweise in dieser Partei Einzug gehalten, die Vorhersehbar scheitern muß. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Mehrheit in dieser Partei merkt, daß die Wahlschlappen nicht unbegründet sind.


#24

Also ich kann mir nicht helfen, aber der Absturz begann massiv mit dem Ponader/Schramm-Vorstand und dem Störfeuer einzelner Primadonnen aus primär zwei nicht näher genannten Landesverbänden in Ost und West - nicht erst in Halle. In Halle hatte man diesen Kurs eben, aufgrund des Absturzes, abgewählt.

Aber was schreibe ich, gegen den typisch linken Opfer-Mythos kann kein Fakt, kein Argument und keine Realität was ändern.


#25

Ach was, soviele Linksextremisten hatte die Piratenpartei gar nicht.
Gegangen ist die Mitte, diejenigen die etwas verändern wollten.
Auch die Kritik an Ponader / Schramm war doch aufgebauscht von denen, die einfach Macht ausüber wollten.
Ein reines Machspiel. Es ging nur um Macht einer Gruppe.
Diese Macht haben sie bekommen und nichts, aber auch gar nichts erreicht.


#26

Zynismus AN
Ach was, so überhaupt nicht! Also quasi gar nicht!
Zynismus AUS

Das begann 2009, mit “Schwüren” auf ne diverse Gruppierung. (Du möchtest Eidesstaatliche Aussagen? Kannst Du haben! JEDER!!)

Nein, nicht ausschließlich.

Hmm, so ist es. Es ging nur um die Macht der Gegenfa. Jene die die Piraten zu einem Aktionsbündnis umbauen wollten um an das Geld, welches aus der PartFin gezogen wurde, heran zu kommen.

Das dumme an der ganzen Sache, KEINER(!) ist auch nur im Ansatz gewillt dazu mal reinen Tisch zu machen. Keiner ist gewillt dazu dieses Desaster mal aufzuarbeiten. ALLE, aber wirklich ausnahmslos ALLE Verantwortlichen (die sich in Positionen haben wählen lassen), ziehen lieber den Schwanz ein und machen so weiter wie bisher. Schlimmer noch, man verleugnet regelrecht was da alles gelaufen ist, was den Hirnschwämmchen weiterhin Auftrieb gibt um zu spalten.

Das dumme an der Sache, ich weiß von mindestens 3 sehr ausführlichen Dossiers zu dem Thema, die sich aber alle nicht trauen das mal zu einem großen Bild zusammen zu fügen. Weil sie alle Angst haben an den Pranger gestellt zu werden. So weit ist es nämlich gekommen! Whistleblower? Das gilt nur für andere. Jene die diverse Unmöglichkeiten versucht haben öffentlich zu machen, werden BIS HEUTE von allen möglichen Verantwortlichen diskreditiert. Und ganz ehrlich, mir ist die Form der “Anklage” inzwischen Scheiß egal! Es wird Zeit, dass hier mal Fakten geschaffen werden.

Allein bei mir liegen etwa 30-40 A4 Seiten zusammengetragene Informationen. Nur leider ergeben diese kein Gesamtbild über das was tatsächlich passiert ist. Ich weiß sicher von einem, der eine ähnliche Recherche besitzt und auch hier im Forum sein “Unwesen” treibt. Vllt. meldet die Person sich ja mal bei mir. Denn ich veröffentliche, wenn die Recherchen Hand und Fuß haben.

Und ganz ehrlich @GG79, Du hast keine Ahnung was hier tatsächlich abgelaufen ist. Oberflächlich vielleicht, ich war mitten drin…


#27

Schramm ja, Ponader nein.

Klar doch, offene Aussprache und Beweise. Das mal alles aneinander gelegt, was denkst Du was dabei heraus käme? Leider haben die meisten Angst vor den Konsequenzen. Man müsste nämlich über den eigenen Schatten springen.


#28

Das mit dem mangelnden Willen zum reden kann ich bestätigen, ich habe zweimal was dazu geschrieben aber keiner hat gezuckt was in die Wege zu leiten - und das obwohl beide Artikel großzügig vierstellig Leser hatten

Und wenn ich mich hier so umsehe, und damit mein ich nicht nur Wutze und GG79, die gerade diese Diskussion auf einen … nennen wir es weniger konstruktiven Weg geführt haben … dann sind beide, wie auch andere ungenannte ein Beispiel für die mangelnde Fähigkeit zum konstruktiven Dialog.


#29

Das Kernproblem ist das ewige Kritisieren von allem und jedem. Wenn alle, die Veränderungen wollen, destruktiv angegangen werden, dann bleiben am Ende nur diejenigen übrig, die sowieso schon destruktiv sind.
Oder umgangssprachlich: Wenn alle mit Dreck beworfen werden, bleiben am Ende nur die Braunen übrig. Ich bin immer noch überrascht, dass die AfD an all den massiven Skandalen nicht zerbrochen ist, sondern wie Trump gewachsen ist. Das funktioniert aber nur, wenn man sich auf das “Dagegen-sein” beschränkt. Bei Inhalten ist die AfD genauso zerstritten wie linke Bürger.

Darum sind die Menschen zersplittert, die sich um Inhalte bemühen und darum haben im letzten Wahlkampf die inhaltsleeren schwarz/rot/gelb/blauen gewonnen. Wer keine Inhalte liefert, hat keine Angriffsfläche. Wer Inhalte liefert, an dem wird sich abgearbeitet.

Daher benötigen wir einen Paradigmenwechsel in der menschlichen Mentalität, alles immer anzumeckern. Da kann jeder mal bei sich selber anfangen. Aber so lange das nicht erreicht wird, so lange Ego und Rechthaberei so mächtig sind, so lange unterstütze ich die Bewegung von Wagenknecht, denn mit einer offenen Liste bekommt man die Menschen trotz inhaltlicher Differenzen zusammen. Zu 80% sind wir uns ja einig. Ob es was wird, muss sich zeigen, aber einen Versuch ist es wert.


#30

Seh ich anders, Kritik ist kein Problem.
M.M.n. ist das “Hautproblem” eine Art Geburtsfehler der Piraten. Man wollte weder “rechts” noch “links” sein, sondern irgendwie “neutral” und darüberhinaus irgendwie für alles offen. Im Endeffekt kam dies aber völliger Profillosigkeit bis Beliebigkeit gleich. Das ist auch kein Wunder, denn die Politik ist genau die Bühne um Richtungsfragen zu klären. Ohne Richtung braucht man keine Politik, dann reicht auch ne Verwaltung.
Und dann gabs dann noch die vielen Egothemen - Hauptsache mein Thema, das ist ja eh das Allerwichtigste, alles andere ist egal. Das ist dann aber keine Kritik, sondern schlichter Streit.
Und vllt gibts noch ein anderes Problem: Kritik scheint bei euch zu schnell persönlich zu werden.


#31

Ja und nein. Ich bin nicht großartig überrascht (überrascht trotzdem - ich weiß, ein Widerspruch), aber es hängt damit zusammen, dass diese A*D eben in das “Gestern” zurück möchte. Sie propagiert das was gewesen ist, was Menschen kennen, was sie lieben und schätzen gelernt haben. Damit kann man natürlich wesentlich besser und einfacher argumentieren. Man kann “zeigen”, wie gut es ja damals lief.

Kommen wir mit unseren spinnerten und neuen Ideen an, die ja noch niemals irgendwo getestet wurden, ist es natürlich schwer die richtigen Argumente zu finden. Unser größter Fehler der vergangenen Jahre jedoch ist unser ständiges Dagegen-sein. @Indigopirat schrieb es ja selbst, nur in dem Fall nach meiner Ansicht im falschen Kontext. Denn diese A*D ist genau genommen gegen was? Genau - gegen den Fortschritt - also dem Ändern von “Lebensweisheiten”, sag ich mal flappsig. Sie haben Angst vor der Globalisierung, vor umfassenden Veränderungen. Das macht Menschen nun mal Angst und ist etwas völlig normales.

Deswegen: Unser Problem ist nach wie vor, dass wir selbst “Angst verbreiten”, also dass wir ständig gegen etwas sind und auch so argumentieren. Denn seien wir ehrlich, konstruktiv geht tatsächlich anders. Piraten sind gegen VDS, gegen Urheberrecht … [ … ] … gegen alles mögliche. Es hat sich damit in gewisser Weise eingeprägt und macht aus “gegen etwas einzelnes” ein gegen alles.

Nun versucht unsere “Führung” seit langem das Ding mit den Forderungen. Ja Piraten fordern dies, Piraten fordern jenes, kommen mit “Quatsch” um die Ecke wie Zombiebügeleisen und streiten sich auch noch. Ich bitte Euch, wer soll so etwas ernst nehmen?!

Piraten haben Wählerstimmen so lange dazu gewonnen, so lange sie Fragen stellten. Fragen stellen ist und bleibt die einzige Chance etwas in diesem Land zu bewirken, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Denn was ist denn aller Anfang für Lösungen? Fragen stellen! Die Menschen im Land stellen sich auch Fragen. Wie ernähre ich meine Familie? oder Wie kann ich wohnen? oder Wie ist das zu schaffen? usw. Wenn wir es ENDLICH mal schaffen würden die gleichen Fragen zu stellen, dann wäre der erste Schritt getan zu “Wir sprechen die Sprache der Wähler!

Die Idee mit den Zombiebügeleisen z.B. war ja an sich keine schlechte Idee, nur es wurde - mit Verlaub - saudämlich und ohne Esprit und Ideen den Leuten hingerotzt.

So ist es, nur eben in unseren Reihen anders als Du es darstellst.

Das Problem, wir sind uns selbst ja nicht mal “Grün”. Was also wollen wir in anderen Organisationen? Uns weiterhin die Wurst mitsamt der Butter vom Brot klauen lassen? So sehr ich den Gedanken dieser Bewegung “Aufstehen” auch mag, so sehr bin ich mir sicher, dass es wieder nur ein Strohfeuer werden wird. In einem Jahr spricht da keiner mehr darüber. Die Piraten hatten den richtigen Weg einstmals eingeschlagen, sie wurden leider von ihrem Weg abgedrängt. Durch Leute die eher ihrem eigenen Ego verpflichtet waren statt der Partei. Es gibt nicht umsonst das Sprichwort: “__Wer fragt, der führt!_”. Offensichtlich aber muss das erklärt werden. Denn was “pisst” Euch am meisten an? Fragen oder Forderungen?! Denkt mal genau darüber nach.

Auch hier noch etwas. Es gibt Dinge die tangieren durchaus andere Bereiche. Das mögen einige nicht gut finden, es ist und bleibt dennoch so. Und nur wer sich dessen bewusst ist, was mal schief lief und warum es noch früher besser lief, wird sich hüten ein zweites Mal den gleichen Fehler zu machen. Es sei denn es handelt sich um Betonköpfe.


#32

Nein -> vorn <-
Also da wo das unbekannte, das neue ist. Dinge die es noch zu erforschen gilt. Try and Error sozusagen, was in der Tat der DNA der Piraten entspricht. Denn genau so funktioniert das in den meisten Fällen eben auch mit dem programmieren. Erst Code schreiben, dann schauen ob es läuft, notfalls verändern/anpassen.

Das hat auch nichts mit einer Profillosigkeit zu tun. Gut, die Althergebrachte Denkweise ist tatsächlich so. Ich meine, wer arbeitet(e) denn (früher) schon auf solch einer Grundlage? Es hat sich halt eingebürgert, dass man im Leben irgend einen Plan haben sollte. Die Zeiten haben sich doch aber inzwischen massiv verändert!

Unser Profil ist es, dass Dinge nur dann Erfolg haben werden, wenn man eine mögliche Zukunft auf ihre Plausibilität, auf natürlich theoretischer Basis, hin überprüft und dann in die Tat umsetzt. Erst dann wird man Fehler entdecken können. Das Problem hierbei, viele Piraten standen sich selbst im Weg, ohne es zu ahnen. Den meisten kann man keinen Vorwurf machen, sie waren es ja nicht anders gewöhnt!

Beispiel: Wie oft habe ich erlebt, dass man in Anträgen sofort jede kleine Fliege erschlagen wollte? Jedes hätte, könnte, müsste, sollte wurde bis zum erbrechen auf Papier gebannt. Man wollte ja schließlich “Gute Arbeit” abliefern. Was man jedoch vergaß, man konnte Neues nicht mit den Althergebrachten Methoden entwickeln. Statt nun Dinge einfach mal offen zu lassen, evtl. nur anzureißen, verlor man sich in Kleinteiligen Debatten und Diskussionen. Das Ende vom Lied werden viele kennen - Es kam am Ende nichts dabei zustande.

Auch wenn wir “vorn” sind, wir können die Zukunft nicht vorhersagen. Was wir aber können, wir können dabei helfen die Ideen zu gestalten. Denn wenn man ehrlich ist, das Althergebrachte (CDU) kann durchaus noch von Interesse sein, so wie die Idee eines BGE (Linke). Vergessen aber wurde, was den technischen Fortschritt betrifft. Ich denke mal die meisten von uns haben mehr mit Startrek gemein als unsere Eltern oder großeltern. Die schauen das mit einem ganz anderen Blickwinkel. Für die ist es immer noch Utopie, mit so einem kleinen Ding, zudem ohne Schnur, mit anderen zu reden. Wir haben den Sprung in diese Utopie erlebt. Viele von uns kennen es gar nicht mehr anders.

Lange Rede kurzer Sinn, es ist an der Zeit Dinge vollkommen neu zu bewerten. Denn inzwischen hat sich sogar der Datenschutz vollkommen gewandelt. Das was Piraten damals noch als Datenschutz sich vorgestellt haben, ist inzwischen neu zu bewerten, neu anzupassen. Auch wir müssen inzwischen Abstriche machen, weil es einen vollkommenen Datenschutz nicht geben kann. Inzwischen gibt es “nur” einen anderen, eine neue Form des Datenschutzes. (keine Ahnung ob ich den Gedanken nun gut genug erklären konnte)


#33

Ist in meinen Augen immer noch das gleiche Problem. Wohin soll “Vorwärts” ohne Richtung führen? Wo ist “vorn” Überhaupt? Hat die Wurst zwei Anfänge oder zwei Enden?

Das ist aber leider kein “Profil”, jedenfalls nicht für mich. Das ist heutzutage der gängige Weg in Wissenschaft und Wirtschaft. Für die Wirtschaft ist die “Plausibilität” (vllt meintest du eher sowas wie Zweckmäßigkeit?) und damit die Richtung klar: Wirtschaftlichkeit.
Auch alle anderen politischen Parteien sollten das für sich reklamieren, sonst sind sie irgendwelche Leute von gestern, die nichts mehr mitbekommen. Was immernoch fehlt, ist die Richtung, ich kanns nicht lassen darauf herumzureiten.
Seehofer hält seine “Ankerzentren” sicherlich auch für ganz weit “vorn”. ebenso dachte sicherlich auch Peter Hartz über seine “Reformen”.

Nein, wenn man politisch für etwas eintreten will, braucht man auch eine Überzeugung. “Vorn” ist absolut beliebig, sorry.


#34

Definitionen gibt es hier:


#35

Als Appendix für meinen E-Book-Schmöker wären Deine 30-40 Seiten bestimmt nützlich.

Bleibt die Frage, warum jetzt nicht abgewählt wird.
Der Absturz jetzt ist doch schwerwiegender als der Absturz vorher.

Da beginnt schon der Mythos.
2012 Landtagswahl NRW 7,8%
2013 Bundestagswahl 2,2%
2014 Europawahl 1,4%
Schmiede mal ein Aktionsbündnis bei dieser Konstellation, wie Du an die Kohle primär von NRW kommst, bei 20 Landtagsabgeordneten in NRW. Das ist völlig absurd.

Warum sollte da jetzt jemand von seiner Machtposition abrücken?

Die Diskussion mit Wutze finde ich sehr konstruktiv.
Weniger konstruktiv finde ich das Schweigen oder das Abwürgen der anderen.
Wenn wutze auf die Zeit vor Halle seinen Schwerpunkt legt, dann kann er dies gerne tun. Für mich ist aber der Unterschied zwischen einen Tag vor Halle und einen Tag nach Halle nicht erkennbar.
In Halle hat es sich nicht zum Besseren entwickelt, sondern zum Schlechtern.
Die Mitte hat sich verabschiedet, da sie sich nicht mehr vertreten gefühlt hat und genau dies ist meine Kritik und weder die eine Seite noch die andere Seite ist legitimiert demokratische Grundregeln zu mißachten.

Diese Meinung von wutze teile ich zu 100% und dies zeugt davon, dass wutze und ich die Partei eventuell besser einschätzen können, als andere.

Auch autoritär geführte Staaten bekommen das nicht in den Griff, es gelingt weder China, Saudi-Arabien noch dem Iran.

Wenn es am Ende nur um das gemeinsame Biertrinken geht, stimme ich Dir zu.

Das was vor der Demokratie in Deutschland war, kann man politisch gesehen weder lieben noch schätzen.
Jeder, der nicht völlig blind ist, muß doch erkennen, welches menschliche und kulturelle Disaster mit dem, was die Menschen schätzten, angerichtet wurde.

Welche furchterrgende Form der politischen Mitgestaltung bieten denn die Piraten an?

Also bitte.
Wenn ich Wasser in die Badewanne laufen lasse und stelle mich Scheintot, um den Wasserhahn nie abdrehen zu müssen, kann das nicht gut gehen.

Nö, eine Mehrheit in der Partei ist schlicht der Meinung, es bräuchte solche Ego-Personen und wählt entprechend.

Vorne!


#36

Ja klar, der meisten Leute Problem: “Welches ist das Ziel?”
Du kannst kein Ziel definieren, wenn Du nicht weißt wohin Deine “Neuerungen” führen werden. Das Motto kann deswegen nur lauten: “Der Weg ist das Ziel.”. Das mag nicht gefallen, ist aber so.

Danke, Du hast das Kernproblem der Piraten recht genau umschrieben. Du möchtest (ich mache das mal in Metaphern) Installateur sein. Konkrete Aufgabe, konkrete Abrechnung. Super, es entspricht dem was Du gelernt hat. Das ist nicht schlimm.
Piraten sind aber per Definition die Wissenschaftler. Daher, beantworte doch mal die Frage (nur für Dich selbst), welches Profil z.B. ein Theoretischer Physiker hat und welches Profil ein Gas/Wasser-Monteur hat? Welches der beiden Profile liegt Dir eher? Also etwas das eher Theoretischer Natur ist, also am Ende unter Umständen wenig abrechenbares ergibt und im Prinzip keinerlei “Ziel” hat, oder das Ziel ein Wasserrohr zu verlegen mit dem Ergebnis es funktioniert fehlerfrei.

Also, was liegt Dir eher?

Wenn man so herangeht wie die von Dir zitierte CSU, dann ja. Deine Definition “vorn” ist demnach von (inzwischen) antiquierten Wertvorstellungen geprägt. Also Geburt, Kind, Schule, Lehre -> ein Job bis zur Rente … Die eigentliche Definition “vorn” lautet aber: “Ich begebe mich auf unbekanntes Territorium, hoffe das meine Ideen/Theorien da funktionieren und passe es bei Bedarf an.” Denn keiner von uns kann sagen, was diese Globalisierte Welt am Ende bringen wird. Denn CSU und Co. betreiben nun seit Jahrzehnten eine Politik der ungeeigneten Mittel an eine sich immer schneller verändernden Welt, mit Mitteln aus dem Mittelalter, anzuwenden. Sie haben eben genau KEINE Lösungen, immer nur Schönheitsverbesserungen. Piraten sind allen Parteien um Lichtjahre voraus. Ihr größtes Problem aber sind dann doch wieder die Mitglieder, die eben genau in den alten Wertvorstellungen hocken und sich nicht davon lösen können. Und JA verflixt, genau das ist schwer! Was bleibt? Genau! “Eine bessere Zukunft” ist das Ziel. Nur das “wie”, da wird es vermutlich immer wieder Veränderungen geben.

Nein, kein Mythos. Ich sage dazu nur:

22.04.2012 - “Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933”

Martin Delius hat das gesagt.
Wenige Wochen später BPT121 mit seiner Unvereinbarkeitserklärung (hab den Wortlaut nicht mehr im Kopf), die nach kurzer heftiger Debatte beschlossen wurde. Und dann schau Dir mal genau die Anträge an, die zu diesem Zeitpunkt gestellt worden sind. Dann schaue man auf die Personen, dann auf die Herkunft. (und in den meisten Fällen, wohin sie letztlich gezogen sind)
Wo Delius heute ist wissen alle.
Und dann die Diskussionen auf dem BPT122 in Bochum, wo der erste Höhepunkt zu finden war, den damals aber kaum jemand registrierte. (Antrag Sozialpiraten mit Küppi)

Der Absturz begann schon 2012, mit dem BPT132 in Bremen sollten Fakten geschaffen werden, der BPT141 war der Höhepunkt und der aBPT sollte die Lösung werden, verschlimmerte aber nur alles. Und in der Tat, seither geht so nach und nach alles den Bach herunter. Das Anfangs jedoch kaum gehandelt wurde, liegt nicht nur am Vorstand, es lag auch an den handelnden Personen, die in den Strukturen saßen und damit die “Macht” hatten Dinge zu verhindern.

Als globale Punkte empfehle ich mal jedem nach den folgenden (ausgewählten, es gibt noch weit mehr!) Stichpunkten zu suchen, sich genau den Zeitpunkt und die dort handelnden Personen anzusehen. Ihr werdet überrascht sein.

  • Awareness (Team) (und wer es initiiert hat)
  • Flauschcon (und deren Ergebnisse [NICHT das anschließende “Gate”!])
  • Wann das Wort “Hater” das erste Mal benutzt wurde und in welchem Zusammenhang

Alle 3 Dinge hängen direkt miteinander zusammen und hatten tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Partei. Der ursprüngliche Hotspot war aber nicht, wie viele vermuten, Berlin! Berlin mag der Ursprung sein, die Probleme wurden woanders gekocht.

  1. Danke, ebenso
  2. Sehe ich ebenso. Liegt aber daran, dass viele Mundtod gemacht worden sind und sich andere deswegen nicht trauen selbigen auf zu machen, weil sie wissen genau so zu enden wie jene, die redeten.
  3. Ja natürlich

Die Form ist doch völlig irrelevant. Furchterregend für alle anderen Parteien sind zwar unsere Parteitage, die für die chaotisch wirken müssen, noch mehr Angst hat man aber vor unseren Ideen. Was denkst Du weswegen eine FDP so gern bei uns abkupfert? Ich sage nur “Design der Wahlplakate”. Und auch sonst ist das (Plakat) Design der Piraten öfter übernommen worden als den meisten bewusst wurde.

Das ist das was man am Ende zu sehen bekommt, wenn man nicht nach den Ursachen forscht und danach gräbt. Das ist ja der Kernfehler und gleichzeitig der beste Kernpunkt den Piraten haben - jeden mit einzubinden und ihm eine Stimme zu geben - so passieren dann eben auch mal Fehlentscheidungen, die man nicht kurzfristig lösen kann. Würde man das versuchen, erreichte man das Gegenteil. Denn um die Augen zu öffnen, braucht es bisweilen Zeit.

Hätten Klausch, Küppi, Stein-Holzheim und ich zum BPT141 den Antrag an die Versammlung gestellt die Antifa-Fahne abnehmen zu oder hängen zu lassen, 90% hätten für JA, also hängen lassen gestimmt! Damit wäre das Symbol endgültig in der Partei gewesen. Denn seien wir alle ehrlich, die wenigsten haben sich je mit diesem Symbol und der Anarchosyndikalistischen Fahne beschäftigt. Wir sind Antifaschisten und das steht ja auch auf der Fahne, also warum nicht hängen lassen? Ich weiß noch sehr genau, wie die beiden Bokors immer wieder nachfragten, wann denn unser Antrag endlich käme. Wir hatten den Antrag in der Hand, standen vorn bei der VL. Erst dort fragte mich Klausch, ob das nicht auch nach hinten losgehen könne? Daraufhin entschieden wir uns den Antrag nicht zu stellen. Auch Küppi stand mit einem fast identischen Antrag da. Auch ihn überzeugten wir, den Antrag nicht zu stellen. Erst Wochen danach wurde vielen bewusst, was da überhaupt abgelaufen ist. Erst viel später wurde auch mir klar, wie frostig danach Bokor und Co. geworden sind. (noch auf dem BPT!) Uwe Stein wurde angegiftet wegen seines 3er Blogposts zu dem Thema.

Im übrigen, diese Abstimmung kann man bis heute nicht machen. Die meisten haben Angst vor dem aufgeblähten “Shitstorm”, der ausgelöst würde. Was deutlich zeigt, wie groß der Einfluss gewesen ist.

Natürlich hast Du Recht, dass nur noch “Ego-Personen” gewählt werden. Die Ursachen dazu aber sitzen tief. Die Piraten befinden sich dummerweise immer noch in einer Art “Schockstarre”. Denn es hat ja immer noch kein Ende gefunden. Die Störfeuer sind zwar weniger geworden, aber wie Du so schön sagtest: so lange sich diese “ego-Personen” nicht mal öffentlich und offiziell dazu äußern, wird nichts passieren. Schlimmer noch, solche Leute wie z.B. Thomas und auch Lilly, werden für ihre politisch relevanten Aussagen völlig überzogen angegriffen.

Entschuldigung, das war jetzt vielleicht etwas viel, dabei habe ich noch vollständig verkürzt geschrieben. Und es ist prinzipiell auch nicht am Thema vorbei, denn wir können erst dann in anderen Bewegungen mitarbeiten, wenn wir wissen wer wir sind und was wir wollen. Ansonsten reiben wir uns weiterhin auf und verlieren gute Leute an Gruppen, die froh sind, dass diese die Organisationsform gewechselt haben.


#37

So, jetzt erst dazu gekommen die beiden Beiträge zu lesen.

Sorry, was Du da forderst ist an Lächerlichkeit NICHT zu überbieten.

In erster Linie geht es um Rehabilitation von diversen Personen, mich eingeschlossen. Morddrohungen an mich wurden vom derzeit aktuellen BuVo als: “ach was willst Du, Du bist doch selbst dran schuld” hingestellt. Nur so als Beispiel. Nur jene die sich als “Opfer” lediglich inszeniert haben, wurde und wird Hilfe zuteil. Das weil sich KEINER traut den Mund aufzumachen!

Wenn Du forderst - alles unter den Tisch zu kehren - machst Du Dich mitschuldig an dem gesamten Dilemma, in dem wir leider nach über 4 Jahren immer noch stecken!

Und Sorry das ich lache, eine was?! Eine Wahrheitskommission?! Ja nee is klar. #KopfTisch


#38

Um das nur mal einzuwerfen: es waren auch Linke unter denen, die uns weiter nach vorn gebracht haben, weil sie ihren Klassenkampf hinter die Parteiinteressen zurückstellen konnten. Wenn man sieht, was sie heute politisch tun, wird einem ganz anders.


#39

Die Geschichte ab dem BPT141 zu erzählen ist nur die halbe Wahrheit, da die Dinge, die davor geschahen, ausgeblendet werden.
Begonnen hat der Ärger wohl so 2 bis 3 Wochen vor der Berlinwahl 2011, als der Piratenpartei große Chancen eingeräumt wurden, ins AGH (Abgeordnetenhaus) einzuziehen.
Warum und wieso kann an anderer Stelle diskutiert werden.
Bundesvorsitzender war Sebastian Nerz, heute FDP, damals ehemaliges CDU Mitglied.
Heute wundert man sich, wieso jemand in der Kommunalpolitik von der Piratenpartei zur CSU wechseln kann.
2009 spülte es viele Nerds in die Piratenpartei, Auslöser war Zensursula,
Bis dahin war die Piratenpartei so eine unbedeutende internationale Bewegung von Nerds.
Bis 2011 also eher konservative Protestpartei und dann Berlin.
Der Erfolg von Berlin führte zu einem breiten Zustrom von Mitgliedern, da es relativ einfach erschien, über diesen Weg in Parlamente einzuziehen.
Bei der bisherigen Führung tritt Panik ein von neuen Mitgliedern überrollt zu werden.
Plötzlich können neue Mitglieder aus technischen Gründen wochen- monatelang nicht mehr aufgenommen werden.
Dieses Verhalten empfinde ich als sehr bedenklich und war auf jeden Fall ein dicker Fail der Verantwortlichen,
2012 Bundesparteitag Neumünster, Sebastian Nerz wird abgewählt.
Warum Neumünster mag an anderer Stelle diskutiert werden.
Spätestens an dieser Stelle werden die großen Säbel herausgeholt und auf Twitter wird wild aufeinander eingeschlagen.
Gewählt wurde in Neumünster ein Vorstand, der mit der Aufgabe überfordert war, persönlich und als Team.
Da gab es die Landtags-Fraktionen und die Landesfürsten, die alle in den Bundestag 2013 wollten.
Und das Frankfurter Kollegium, dem jedes Mittel recht war, seine eigene Politik durchzusetzen.
Demokratische Abstimmungen hatten einzig den Zweck den eigenen Machtmißbrauch absegnen zu lassen, um seine Ziele durchzusetzen.
Wutze und ich sind uns einig, daß innerparteilich ein falsches Bild von Johannes Ponader gezeichnet wurde.
Ponader war der einzige in diesem Vorstand, der sich informierte, offen war und die Partei voranbringen wollte.
Die anderen damaligen Vorstandsmitglieder haben nur ihr eigenes Süppchen und ihre Intrigen gekocht, wußten alles besser, haben sich nicht informiert.
Diesen Intrigen ist dann Johannes Ponader zum Opfer gefallen.
Erst dann kommt die Gegenbewegung, von der wutze berichtete.
So war es dann auch nicht verblüffend jemanden in Halle zum Bundesvorsitzenden zu wählen, der unkontrolliert, ungebildet, aggressiv, skrupellos, unfähig und nur an seiner eigenen Macht interessiert war, das Frankfurter Kollegium war am Ziel und am Niedergang dieser Partei.
Und was hat dies alles mit Wagenknechts Bewegung zu tun?
Extrem viel.
Die Bewegung soll dazu dienen, die Politik von Frau Wagenknecht umzusetzen.
Genau dies ist in der Piratenpartei gescheitert und wird auch bei Wagenknechts Bewegung scheitern.
Es geht nicht darum andere von der eigenen Meinung zu überzeugen, sondern gemeinsam die beste Lösung zu finden.
Ronaldo spielt bei Juventus Turin und nicht Juventus Turin bei der Ronaldo Bewegung.


#40

@Honk: Ich habe nicht von konstruktiver Kritik gesprochen, sondern von ewigem Kritisieren an allem und jedem. Gemeint habe ich damit genau den Punkt, den du auch angesprochen hast, nämlich “Egothemen”. Man selber ist ja der, der das Ei des Kolumbus gefunden hat, die anderen sind nur zu stur, es einzusehen. Das ist nicht immer gleich Streit, denn häufig artet es auch in endlose Diskussionen über Details aus
Profillosigkeit kann man den Piraten wirklich nicht vorwerfen, denn wir haben doch ein umfangreiches Wahlprogramm mit vielen konkreten Inhalten. “Weder links noch rechts” ist eine gute Sache, denn dann ist man nicht gezwungen, sich einer Ideologie unterzuordnen und kann je nach Thema mal links und mal rechts sein, abhängig davon, was einem die Vernunft sagt.

Profillosigkeit wurde uns von den Medien vorgeworfen, weil wir uns mit Entscheidungen Zeit gelassen haben und nachgedacht haben, anstatt heiße Luft zu labern wie die Etablierten. Später, wenn die Meinung ausgereift war, haben sich die Medien dann nicht mehr dafür interessiert.

“Und vllt gibts noch ein anderes Problem: Kritik scheint bei euch zu schnell persönlich zu werden.”
Wenn du das “bei euch” aus deinem Satz streichst, dann hast du das Problem auf den Punkt gebracht, denn es handelt sich hier um ein Problem großer Teile der Weltbevölkerung. Woher sollen wir denn die Leute nehmen, die anders sind? Ein Koch ist nur so gut wie seine Zutaten.