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Wagenknechts Bewegung und die Piratenpartei


#1

Es gibt jetzt eine neue linke Sammelbewegung:


Wie seht ihr das Verhältnis der Piratenpartei dazu? Sind wir links genug? Oder beißt sich sozialliberal mit linkem Kollektivismus?

Als Umfrage garniert: Sollte die Piratenpartei Wagenknechts Sammelbewegung unterstützen?

  • Ja
  • Nein

0 Teilnehmer


#2

Solange zum Inhalt nichts bekannt ist, kann man das schlecht bewerten.
“Links” ist ein sehr schwammiger Begriff. Viele linke Ideologien halte ich nicht mit piratigen Werten für vereinbar, gerade wenn es um die staatliche Einmischung ins eigene Leben an allen Ecken und Enden geht.

Ich bin ja gespannt, wie so eine Linke-Bewegung funktionieren soll, ich würde bei dem Klientel ja erwarten, dass die sich an SJW-Pseudoproblemen zerstreiten.


#3

Ich kann mir links/rechts/Mitte/ nicht viel anfangen, nur mit gesunden Menschenverstand.
Und der zeigt sich in unserem Grundsatzprogramm und in den Wahlprogrammen.

Die Piraten lassen sich einfach nicht in irgendwelche Schubladen stecken, und das ist auch gut so.
Und meiner Meinung nach, sollte es auch so bleiben.

Gruß
Andi


#4

Muß man dazu links, nach Definition der LINKE sein?

Bitte nicht. Kollektivismus ist einfach widerwärtig


#5

Ein Links-Rechts-Kulturkampf wird von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt.

Sinnvoller ist es. für die Menschen Politik zu gestalten, die den Dialog suchen und nicht die Konfrontation durch Provokation.


#6

So, wie ich inzwischen einige Piraten kenne, ist längst eine Blockade mit Tortenwurf geplant.


#7

Ich bin sehr skeptisch, ob diese Bewegung nicht nur wieder eine von Wagenknecht Machtspielchen darstellt. Aber davon abgesehen, müsste man erstmal abwarten welche Ziele sie vertreten. Bleibt abzuwarten, ob sie nur eine Sammlungsbewegung aus Hardcores, die sich bei der “Linken” nicht mehr wohlfühlen darstellt. Ich erinnere an “Demokratie in Bewegung”


#8

Abgesehen davon, dass die inhaltliche Ausrichtung dieser Sammelbewegung derzeit absolut unklar ist, gründen sich doch die letzten zwei Jahren lauter Sammelbewegungen zur Bündelung linker Kräfte.
Es fing an mit diem25 von Katja Kipping unterstützt, ging weiter mit Plattform PRO von der SPD initiiert und nun Aufstehen von Wagenknecht organisiert.
Von Bündelung kann man also gar nicht sprechen, sondern jeder will seine eigene Bewegung haben, zwecks Werbung für seine politischen Ideen.


#9

Gibts diese Definition irgendwo? Würde mich mal interessieren…

Politik ist aber keine Wissenschaft. Sie ist nicht objektiv, für ein Problem kann es so viele verschiedene Lösungen, wie Ansichten des Problems geben. Ohne Bekenntnis zu einer eigenen Richtung und nur mit “Menschenverstand” kommt man in der Politik nicht weiter. “Das Beste” ergibt sich nämlich nie aus rein pragmatischen Gesichtspunkten sondern immer aus Werten.
Am “Besten” wäre wohl z.b. momentan der Ausbau der Kernenergie. Jedenfalls fürs Klima. Andere Werte stehen dem aber glücklicherweise gegenüber. Ausserdem wird die “objektive Technologie” “Kernspaltung” auch für Massenvernichtungswaffen genutzt…


#10

Inzwischen eines der Hauptprobleme bei den Piraten. Nicht das was und wie ist von Interesse, immer nur “Welche Person steckt dahinter”. und dem wird dann alles untergeordnet.

Man möge mir die Worte verzeihen, das ist so ziemlich das dümmste was man tun kann. Persönliche Angriffe, ich werte diesen Satz ganz genau so, gehen offenbar halt immer.

Die Frage ist dann aber auch, jeder kennt doch Wagenknechts Weg, oder etwa nicht? Also es ist zuerst mal wenig vorstellbar, dass diese Bewegung in Richtung der A*D abdriften würde. Ganz im Gegenteil, sie ist im Moment eine der wenigen Politiker, die sich eine recht offensive, jedoch sehr differenzierte Meinung erlaubt.

So ist es, und denen gehen inzwischen viele Piraten leider auf den Leim. Leider immer noch und fortwährend ist das so. (Etwas das ich mir nicht erklären kann) Denn jene die diesen Keil heute in die Linke treiben, waren vormals alle bei den Piraten. (Wers ausführlicher will, kann mich - oder jeden anderen - fragen)

Leider, sogar die Piraten haben es versucht, hier jedoch mit einem (ich nenne es mal so) - Zusammenarbeitspakt - mit anderen Parteien. (dessen Scheitern steht auf einem anderen Blatt)

Leider ist das Argument nicht von der Hand zu weisen. Ich sags mal so, das spielt den rechten und konservativen Parteien sehr gut in die Karten. Denn je zersplitterter alle Linken Bewegungen sind, desto weniger müssen sich diverse Eliten Sorgen um ihre “Reichtümer” machen. Evtl. wäre es mal sinnvoll die These zu beleuchten (auch in diesem Zusammenhang mit dieser neuen Bewegung), ob es nicht politisch motivierte Organisationen und Strukturen gibt, um das immer wieder zu erreichen?

Ich habe zuerst einmal mit “Ja” gestimmt, da ich immer offen bin für neue Ideen und Gedanken. Auch gegen Diem25 ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Leider wurde diese Gruppierung durch Alexis Tsipras gegründet, der ja ähnlich handeln wollte wie die Politik in Portugal. Portugal hat mit seiner Linken Regierung unglaubliche Fortschritte gemacht, ohne das begehrte Tafelsilber zu verkaufen. Deutschland hingegen hatte ein massives Interesse Griechenland regelrecht dem Erdboden gleich zu machen. Das Ende vom Lied kennen wir ja alle, dass Neokonservative davon sprachen: “Anti-Troika-Rhetorik hat er die Athener Geisterfahrt unterstützt.”. Noch Fragen? Im Prinzip nicht, wenn man das alles mal genauer unter die Lupe nimmt.

Wie gesagt, ansehen, reden, diskutieren, darüber nachdenken und dann eine Entscheidung suchen. Wer von vornherein alles ablehnt, wird in der Tat dann eben nur eine Randnotiz im Geschichtsbuch werden.


#11

Beim Bundesparteitag in Halle wurden die Weichen gestellt, dass nicht mehr Inhalte zählen, sondern nur noch eine Clique entscheidet. Viele finden das Vorgehen immer noch ok und manche bekennen sich gar zu dieser Strategie.
Die Folge ist, dass seit Halle von Mißerfolg zu Mißerfolg weiter erfolgreich gearbeitet wird, aber niemand mehr mitarbeitet, da durch Mitarbeit eh kein Einfluß mehr möglich ist.

Sieht man sich die Webseite ab, dann triftet Wagenknechts neue Bewegung genauso ab wie die Blauen, halt in die andere Richtung. Fakten Fehlanzeige, dafür aber viel Stimmung, z.B. gegen die SPD.
Was auf der Strecke bleibt sind Politiker, die den Dialog und besten Lösungen für die Bevölkerung suchen und finden.


#12

Im “Manifest” (etwas unter diesem Namen lese ich ja höchstens aus Versehen, ist immer nur Gesabbel drin) steht folgender Satz: “Wir wollen ein realistisches Europa, das sich radikale, aber erreichbare demokratische Reformen vornimmt”.

Radikal erreichbare Reformen für ein realistisch demokratisches Europa. Oh Mann.


#13

Selbstbeweisende Behauptung, nicht wahr? Mach mal einen Vorher/Nachher Vergleich. Du wirst kaum Unterschiede feststellen. Jedoch ist Deine Aussage am Thema vorbei.

Woran machst Du das denn nun fest? Ich kann nichts lesen, noch ist nichts veröffentlicht. Da sind zwar nette Videos angezeigt, jedoch schaue ich mir nie solche Videos an, da sie nur dazu gemacht sind Lebenszeit rauben.

Wer sich JETZT schon ein Urteil darüber erlaubt, bastelt lediglich an seinen Vorurteilen. In gewisser Weise ist das ja nichts neues.

Im transponieren und interpretieren von Texten habt ihr in der Schule offensichtlich alle geschlafen.


#14

Also ich kann mit diesen ganzen Worthülsen auch nichts anfangen. Und ehrlich gesagt hab ich diese inhaltsleere politische Rethorik extrem satt.


#15

Die Parteiarbeit wurde nach Halle völlig eingestellt, da überflüssig.

Eine Bewegung ist eine tolle Sache.
Politische Arbeit wird aber laut Verfassung durch Parteien erledigt und dafür gibt es genaue demokratische Regeln, die Du im PartG findest.

Z.B. muß klar sein, wer und wie sich die Partei finanziert und diese Partei muß sich ein Programm geben.

Es steht jedem frei bei Wagenknechts Bewegung mitzuarbeiten.
Es erscheint aber unrealistisch, daß sich in der SPD, der Linken oder anderen Parteien eine Mehrheit findet, die unter Wagenknechts Führung als Partei bei deren Bewegung mitarbeiten wird.
Insofern stellt sich die Frage für die Piratenpartei derzeit nicht, denn auch diese wird sich einer Bewegung, die keine Partei sein möchte, nicht unterordnen.
Sollte die Piratenpartei es nicht in die Reihe bekommen wieder eigenständige politische Arbeit zu leisten, verschwindet sie halt.


#16

Wo solln das stehen? Es steht jedem frei, sich politisch zu engagieren.


#17

Engagieren ungleich Politische Arbeit (also das mit der “Willensbildung” und dem letzlich in “Gesetze gießen”.

Ich bin an der Stelle wieder geneigt zu fragen, ob “Denken” überhaupt noch möglich ist.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_21.html


#18

Mit Verlaub, das ist Blödsinn.

Darum geht es gar nicht. Ich bin es aber auch leid für Euch ständig in die Breite vorzudenken. Inzwischen sollte das jeder hier einigermaßen selbst hin bekommen. Falls nicht, sollte man sich fragen ob ihr an der richtigen Stelle seid.

Sorry Freunde, aber so langsam geht mir das Scheuklappendenken echt auf den Zeiger. Ich höre/lese immer nur #mimimi, konkret an etwas arbeiten mag hier offenbar keiner mehr. Hauptsache man kann was tot quatschen.

Ich habe fertig.


#19

Du kannst nicht erwarten, das alle deine Definition erahnen. Für mich ist “politische Arbeit” halt noch mehr als “parlamentarische Arbeit” oder “Arbeit als Abgeordneter” oder so. Abgesehen davon, können auch alle diese Arbeiten von parteilosen Menschen übernommen werden.

Hauptsache noch unsachlich werden, ist ja das Wichtigste hier.


#20

Stimmt, diese sitzen dann ja auch im Bundestag, der EU oder in sonst welchen Strukturen, die Entscheidungen treffen dürfen.

Oh wait!

Nein, ich bin es LEID, dass man immer wieder an einfachsten Dingen hier scheitert. Das ist nicht unsachlich, es ist lediglich eine realistische Einschätzung.