Wähler wählen Menschen nicht Programme

Hehe. Willkommen auf der Filterliste, Mausi. Sei woanders doof destruktiv.

Diese Personen waren ja mal vorhanden, Anke Domscheit Berg, Marina Weisband und andere…

Scheint halt auch so zu sein das in einer Basisdemokratie die Masse der Mittelmäßigen gerne jene weg beißt welche über das Maß der Mittelmäßigkeit hinaus ragen. Diejenigen die dann zurück bleiben sind eben eher jene welche Mittelmäßig sind und nicht auffallen. Also gute Verwalter und Bürrokraten die dann zwar nirgends anecken aber eben auch niemals einen großen Wurf fertig bringen welcher öffentliche Aufmerksamkeit und Wähler bringen würde.

Problem dabei ist nur das man einem Parteiprogramm kaum vertrauen kann. Vertrauen wird eben immer nur Personen, also Menschen die bekannt sind entgegen gebracht. Denn ab einem gewissen Punkt braucht es eben Leute die es in die Tat umsetzen können.

Und die müssen eben 1.) Integrität besitzen und vertrauenswürdig sein und 2.) Auch Durchsetzungsstark also in der Lage die eigenen Ziele auch gegen Widerstände zu erkämpfen.

Aus diesen Gründen dürfte es den meisten Wählern kaum möglich sein Kandidaten zu wählen die völlig unbekannt sind, also von denen man nicht weiß ob Sie diese Qualitäten überhaupt besitzen oder eben nicht. Niemand kauft gerne eine Katze im Sack wo niemand weiß ob am Ende auch das Drin ist was versprochen wurde. Deshalb braucht es Köpfe, Führungspersönlichkeiten denen man allgemein etwas zutraut und die bekannt dafür sind kompetent und ehrlich zu sein. Kann man diese nicht vorweisen dann wird es eben alles sehr schwierig wenn es darum geht Menschen zu überzeugen.

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Hast du den Eindruck, es war eine gute Idee, Julia Reda zu vertrauen?

Reda hat sich nicht als vertrauenswürdig erwiesen, das ist mal sicher.

Dennoch wird man ab einem gewissen Punkt vertrauen müssen oder es läuft eben gar nichts. Die alten Volksparteien haben da den Vorteil das Sie schon so lange existieren das man weiß wie die einzelnen Leute ticken. Bei neuen Parteien besteht eben das Problem das man das nicht weiß und dann am Ende die falschen Leute in Machtpositionen landen. D.h wären Piraten wohl erfolgreicher gewesen wenn es einen langsameren Aufbau gegeben hätte, dann wären uns Leute wie Reda, Gerwald Claus-Brunner und weitere in Machtpositionen evtl erspart geblieben.

Gerwald Claus-Brunner besaß nie eine Machtposition.

Am Ende war das so - ja. Sie war nicht der Kopf der Partei, sondern der “Antikopf”, was @Fullerens These auch irgendwie bestätigt.

Das ändert allerdings nichts an der guten Sacharbeit die sie im EP geleistet hat.