Wähler wählen Menschen nicht Programme

Fortsetzung der Diskussion von Kommunikation von Arbeitsergebnissen und Stellungnahmen von AGs nach außen:

Die meisten Wähler wissen, dass sie von vielen Themen gar nicht genug Ahnung haben um sie zu beurteilen. Sie meinen aber, dass sie Menschen ganz gut einschätzen können. Daher schauen sie primär danach, ob sie dem Kandidaten vertrauen würden und ob er authentisch scheint.

Man muss daher die Inhalte über Personen vermarkten. Das kann die Piratenpartei nicht. Daher schneidet sie bei Wahlen so schlecht ab.

2 Likes

Ah, die alte Köpfe-statt-Themen-Theorie. Harmoniert leider nur wenig gut mit der Forderung, man wolle „Politik mal anderfünf“, äh, „ander5“ betreiben. Entweder man möchte sich irgendwie positiv hervorheben, indem man das tut, was man für richtig hält, und nicht das, was die Presse von einem erwartet (die eh überwiegend grün wählt, aber das ist ein anderer Aspekt desselben Problems), oder man möchte überflüssig sein.

1 Like

Warum wählt man innerhalb der Piraten dann Köpfe und nicht pseudonyme Themenkollektive?

Wähler wählen Parteien. Und zu einer Partei gehört mehr als ein Programm. Nämlich eine gute Organisation und konkrete Ziele. Das Thema hatten wir auch schon mindestens 20mal in diesem Forum.

Weil das PartG das vorschreibt.

Das hat man mir mit der Unmöglichkeit der Onlinewahlen auch erzählt.

Sind sie, deswegen gibt es ja auch 2021 noch Briefwahlen.

und von der Unmöglichkeit von Wikipedia. Es will praktisch heute noch niemand daran glauben, dass Wiki funktioniert, obwohl Wiki mittlerweile Milliarden von Beiträgen hat.

Tut das Piratenwiki doch auch nicht. :wink:
(Diese Unsitte, „Wikipedia“ mit „Wiki“ gleichzusetzen, ist erschreckend…)

Quantität, Qualität. Beliebter Fehler.
In der Wikipedia ist genau das passiert, was bei den Piraten auch passiert ist: Menschen mit einer Agenda haben ihre Weltsicht als „die Wahrheit“ durchgedrückt, weil sie schlicht in der Mehrheit waren.

Hier ein zeitgenössischer Blogbeitrag eines der Wikipediagründer dazu:

Also ist es unmöglich, sich ein Piratensystem zu basteln, in dem pseudonyme Themenkollektive gewählt werden, deren Vertreter dann nochmal PartG konform gewählt werden? Das ist aber schade! Dann bleibt ja wohl nur noch die Option, mit einer satten Mehrheit an die Regierung zu kommen, um das PartG zu ändern, und so lange das nicht passiert ist das legacy System weiterzufahren.

Das ist richtig, nur diese Option existiert. Bedauerlicherweise ist sie aber nicht piratentauglich.

Der Vorstand muss laut Parteiengesetz geheim gewählt werden.

Alle anderen Wahlen müssen nur dann geheim abgestimmt werden wenn einer eine geheime Wahl beantragt.

Das bedeutet du kannst Themenkollektive online wählen, außer einer sabotiert das mit einem Antrag auf geheime Wahl.

Ja, wo ist das Problem? Macht die CDU doch auch so?

Und zwar per Briefwahl (offiziell).

Es gibt kein Problem “Just Do it”.

Ok es kostet natürlich Geld

Ich wollte ihn doch nur als konservativer als die Konservativen bloßstellen, wie es so oft mit den sog. “Liberalen” in dieser Partei der Fall ist.

Du gehst von mehreren falschen Annahmen aus, wobei die bedrückendste vermutlich die ist, dass Konservativismus etwas schlechtes sein soll. Aber das ist in Ordnung, das passiert hier oft.

Nope, ich habe nur was gegen Leute, die gescheiterte Systeme mit Verweis auf die Gesetzeslage weiterfahren.

Schade, dass du das zu einem persönlichen Problem mit mir („gegen Leute, die…“) machen möchtest. Bitte verzeih, wenn ich dieses Zwiegespräch daher an dieser Stelle unilateral abbreche - diese Herangehensweise führt zu nichts.

Aber wenn’s gegen andere Leute geht, isses okay? Hehe. Das nennt man wohl im Fachjargon “butthurt”.