Vortrag zum Energieprogramm

Heute auf Twitch gab es das piratige Energieprogramm zum Zuhören
https://energiepolitik.piratenpartei.de/2021/09/09/vortrag-zur-energiewende-auf-unserem-piraten-twitch/

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Vielen Dank für den Link, das war ein sehr interessanter Vortrag! Twitch kannte ich bis jetzt nicht. Was bringt eine Registrierung?

Keine Ahnung, bin nicht bei Twitch, ich habe nur den Stream über ein Videokonferenzsystem erzeugt :slight_smile:

Also, das Hundegebell stört ein bißchen.

Ja sorry, das war nicht eingeplant, ich hatte vergessen den Hund zu muten :slight_smile:

Leider zeigt die aktuelle Entwicklung, das der Verbrauch fossiler Energien im Moment (z.B. Braunkohle +33% in einem Jahr) stark zunehmen, die regenerativen sogar sinken (-1% in einem Jahr).

Wtf

In den Medien wird leider so getan und so argumentiert, also ob schon die reg. Energien stark ansteigen, und wir noch mehr Gas geben sollten.

Tatsächlich stimmt das nicht. Was im Moment passiert, dank der jetzigen Regierung, ist genau das Gegenteil.

Wenn wir so weiter machen, werden wir aussterben in wenigen Jahren. Das ist sicher.

siehe hier für detaillierte Informationen, wenn es interessiert …?!?

https://ag-energiebilanzen.de

Ich meine nur, Klima, Planet Erde, Aussterben und so.

Wo soll das stehen?
Das Klimaschutzgesetz stellt den Betrieb der Kohlekraftwerke bis 2038 sicher,
Söder verspricht, dass der Benzinpreis nicht über 2 EUR steigt,
Laschet will den Industriestandort Deutschland
und für Merz und Lindner geht Klimaschutz nur, wenn man wirtschaftlich Vollgas gibt, also mehr CO2 ausstößt.

Natürlich brauchen wir mehr Erneuerbare, damit der Strompreis sinkt.

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@GG79

Das ist auch ein Grund,
warum ich die Öffnung in diskrimierungsfreier weise der Strombörse für alle fordere, Privat oder Gewerbe, groß oder klein, egal. Ein Strompreis.
Und die massive Förderung der Energiespeicher (Strom und Warmwasser) gemäß typischen Tagesbedarf, zzgl. intelligente Wechselrichter mit direktem Zugriff auf Daten (Strompreis) Strombörse, für alle Hausbesitzer und alle Unternehmen (groß oder klein).

Dann wären solche Schweinereien, wie oben dargestellt, nicht mehr möglich.

Und nur mit der diskriminierungsfreien Strombörse ist eine Klimawende möglich, zwingend notwendig, und zwar asap

Was kritisierst Du?
Dass der Großhandel zu einer bestimmten Uhrzeit aufgrund Angebot und Nachfrage einen schwankenden Preis bezahlt?
Ist das Prinzip der Börse.

Und die Mutmaßungen von Beisler muß man nicht teilen.
Ist ganz normales Marktgeschehen, dessen Grundlage auf dem zu geringen Ausbau der Erneuerbaren besteht.
Wenn zuwenig Strom da ist, steigt nunmal der Preis und ist niedrig, wenn zuviel davon da ist.
Für die Privatkunden sind die Auswirkungen eher gering.
Das was da gerade an der Strombörse geschieht ist das, was der Wirtschaftler aufgrund seiner Theorien erwartet, auch wenn es der Politiker nicht versteht.

@GG79

Mir scheint, dass es noch mehr gibt, die nicht verstehen.

Was für eine Frage…

187,42 €/MWh
vielleicht?

Falsch und Falsch.
Es sind keine Mutmaßungen, sondern, wenn gut belegte Tatsachen.
Muss man nicht teilen … Deine Meinung…
Beisler’s Ausführungen kann ich folgen und durchaus teilen.

Wie hasst nun Söder hier reingebracht und Benzinpreis und Laschet und Merz und wie die Clowns alle heißen, und Vollgas und was nicht alles?

Es geht hier um Strommarkt. Bitte lesen.

Eine Diskussion führt zu keinem brauchbaren Ergebnis, wenn man ständig von Hölzchen auf Stöckchen rumspringt.

Nichts kapiert, sorry.

Das ist ja der ganze Trick der “fossilen Energie-Mafia”, den Du offensichtlich noch nicht verstanden hast, bist aber nicht alleine.

Durch die Abschottung des Strommarktes und Regulierung und auch durch Umlagen und Steuern,
hält man regenerative Energien klein und verhindert so gut wie möglich fairen Wettbewerb.

Gäbe es eine diskriminierungsfreie Strombörse,
und würde ein Freiflächen-Anlage PV (Gestehungskosten unter 4 cent/kWh) gegen ein Kohlekraftwerk (eher in Richtung 12 cent) in einen fairen, diskriminierungsfreien Markt antreten können, was heute so verhindert wird, würden sofort alle fossilen Energie-Mafia Konzerne so was von alt aussehen. So wie sie es auch sind.

Achillesferse der regenerativen ist, das deren Angebot, besonders im Tagesverlauf, aber schwankt, und genau das machen sich diese fossilen Produzenten zu nutze.

Mit einer diskriminierungsfreien Strombörse und mit Millionen von dezentralen Strom- und Warmwasser-Speichern, die mit intelligenten Wechselrichtern ausgestattet in Sekunden auf Schwankungen reagieren können, würden ihre Machenschaften nicht mehr möglich sein.

Viele dezentrale Speicher, funktionierender Strommarkt gleicht den Nachteil der regenerativen Energien (Schwankungen besonders im Tagesverlauf) aus.

Dann bräuchte die Politik nicht diskutieren, wann sollen wir Kohlekraftwerke abschalten, sondern die Betreiber würden das von sich aus viel früher machen, weil unwirtschaftlich.

Also da fehlt ein super wichtiger Baustein, damit das auch stimmt. Die diskriminierungsfreie Strombörse und die passenden dezentralen Speicher. Ohne das werden die fossilen Betreiber, durch Tricks mit katastrophalen Regelungen siehe z.B. Redispatch-Verordnung, immer schön die regenerativen Energien ausbooten können.

Meine Botschaft ist klar und einfach, lass uns auf diesen essentiell wichtigen fehlenden Baustein hinweisen, diesen fordern und baldmöglichst umsetzen, sonst wird es keine Klimawende geben, solange die fossilen Energiekonzerne den entscheidenden Schlüssel in der Hand haben.

Nur mal zur Präzisierung, wer für die Zerstörung unserer Existenzgrundlage auf diesem Planeten aus Europa heraus maßgeblich verantwortlich ist.

Ich bin ja blöd, aber was ich sehe ist

  1. Ganz viel Kohle (so und andersherum auch gemeint :wink: )

  2. Ganz viel Deutschland-Flaggen
    So viel zu der ganzen Deutschland ist Vorreiter-Diskussions-Kacke,
    Vorreiter im Ausstoß vielleicht.

Und die so schnell wie möglich weg müssen, “sonst ist Klima weg”,
also in einfach ausgedrückt für “kleine Bürger*innen”.

Dann picke ich mir ein anderes Datum und eine andere Uhrzeit heraus, z.B.
Sonntag, 12.09.14:00, da betrug der Preis 69,68 EUR und ich könnte auch Extrempunkte mit negativen Preisen nehmen.

Der Vorwurf von Beisler der künstlichen Verknappung geht doch völlig ins Leere, da ab einem bestimmten Niveau die Gaskraftwerke eingeschaltet werden.
Es ist zwar kein optimaler Markt, aber das Bashing von Kohlekonzernen an der falschen Stelle ist unglaubwürdig, bringt aber auf Twitter einige Likes, kann man aber gleich BiLD-Fernsehen schauen.

Ansonsten kann ich immer noch nicht nachvollziehen, was Du an einem Stichpunktpreis von 18,7 Cent / KWh bemängelst. Zu hoch, zu niedrig, für wen? Käufer, Verkäufer.
Angebot und Nachfrage haben diesen Preis festgesetzt.
Der eine hatte Strom, der andere wollte welchen.

Und was ist denn das Klimaschutzgesetz und der Kohle-Ausstieg?
Es sind durchgängig Festlegungen, Bewahren von Zuständen, die Sicherstellen und Garantien sind, dass es keinerlei Änderung geben wird.
Wir haben einen Wahlkampf, in dem jeder erklärt, wie der Wähler vor Veränderungen geschützt wird.
Das eigentliche Problem wird dann durch Innovation, Entfesselung von Bürokratie. Wirtschaftsaufschwung und sonstigen Luftblasen gelöst.

Nein, Du verstehst gar nichts.

Die vielen dezentralen Speicher und Smartmeter haben wir aber noch nicht, von Winter und Sommer ganz zu schweigen, ebenso von den Kosten.

Und den politischen Hauptgrund, möglichst lange möglichst viele Kohlearbeitsplätze zu erhalten, unterschlägst Du komplett.

Nein, der komplette Zubau von Erneuerbaren zwischen 2015 und 2021 hat das EEG-Konto bei den jetzigen Zertifikatskosten und Einspeisevergütungen nicht be- sondern entlastet,
Solange das so ist, kann man blind zubauen, vor allem mit Blick auf die Abschaltung der Atomkraftwerke.

Dass wir Piraten die Abschaltung der Kohlekraftwerke bis 2024 wollen, steht im 17-Punkte-Programm.

Wow. Das ist ein Kommentar.
Wenn man das mal anschaut, was ich hier und auch in anderes Threads geschrieben habe.
Ob dann, und einer sorgfältigen Abwegung, Dein Kommentar wirklich sachgerecht und angebracht ist, möge der Leser entscheiden.

Meine Punkte und Argumente, die ich vorgebracht hast Du nicht aufgegriffen. Andere, die nicht mit Fragestellung zu tun haben, also unmittelbar, hast wieder aufgeführt, obwohl…
Egal, Du weiß alles, alle anderen, zu min. ich Deiner Meinung nach
“Nein, Du verstehst gar nichts”.

Ich formuliere das mal so einfach wie möglich,
auch wenn mir, nach obigen Bemerkungen denke ich nachvollziehbar, so langsam die Lust mit dir dazu zu diskutieren.

Meine Botschaft, damit wir es wirklich schaffen die reg. Energien zu 100% schnell zu etablieren, und Blackouts zu vermeiden, siehe Texas und Schneesturm, hohe Preise zu vermeiden, hier in D und Californien (48 cent im Mittel).

So formuliert, falsch.

Ein Bespiel, EFH Besitzer hat ein Haus und will 10 kW PV Anlage installieren. Heutzutage, GottseiDank selten, ohne Batterie ca. 10 kWh.
Dann fkt. das nur sehr schlecht. Ohne Batterie ist das System nicht mal die Hälfte wert, weil wenn die Sonne scheint tut sie das nicht nur bei ihm, sondern bei amderen auch, ergo ist der Strom dann praktisch am Markt nichts wert.
Erneuerbare können nur mit Speichern zusammen erfolgreich sein. Wie Yin und Yang gehören reg. Energien und Speicher zusammen.

Faust/Daumenegel 1 kW PV Leistung ca. 1 kWh Speicher. Bei Wind etwas mehr. Bei anderen wie Erdwärme und Wasser deutlich weniger, oder praktisch gar nicht.

Speichergröße

Viel bessere, sachgerechtere Formulierung:

Natürlich brauchen wir mehr Erneuerbare, mit zugehörigen Speichern und fairem Marktzugang, damit der Strompreis sinkt.

Wenn Erneuerbare, ohne passenden Speicher, gebaut werden, was nicht ausgewogen ist, dann regeln die Energie-Mafia einfach die Anlagen einfach ab und zwingen sie zum Stillstand, besonders Wind. Oder es kommt zu Blackouts, weil zu wenig in Speicher investiert wurde (Texas).
Oder, und wie in Deutschland ständig passiert ist und die nächste Erhöhung stejt im Oktober jetzt an, die Strompreise ständig steigen in unbezahlbare Höhen.

Im Wp der Piraten steht 2024, wen juckt das?

Selbst wenn es in allen Wp (CDU, Grüne, AfD, FDP, und Sozialisten) stehen würde, wen juckt das?

Den Strommarkt nicht.

Min.in den letzten 20 Jahren sind katastrophale Fehler gemacht worden. Wir hätten schon über 80% reg. jetzt schon haben können, Kohle und Gas wären praktisch nicht mehr am Netz, höchstens Biomasse, Strompreis wäre unter 20 cent anstatt über 30 cent,

wenn man das schon vor 20 Jahren richtig von Anfang an gemacht hätte, was ich schon seit mehr als 20 Jahren erzähle, dass nur mit ausreichend Speicher und dezentralem, fairen Marktzugang
eine bezahlbare Klima-Wende möglich ist.

Du kannst so viel reg. Wind/PV bauen, so viel du willst, so viele Wp mit Forderungen befüllen, wie du willst, wenn die Energie-Mafia alles stilllegt, abregelt oder einfach micht an das Netz lässt, mit der Begründung “zu unstetig, nicht grundlastfähig”, dann wird das auch 2040 nichts. und werden keine Kohlekraftwerke abgeschaltet werden und der Strompreis wird über 50 cent steigen.

Du kannst das offensichtlich nicht verstehen, oder willst nicht, egal.

Sowieso egal,
weil ich verstehe ja nichts.

folgte auf

Also kein Grund aufgeregt zu sein.
Wollte nur höflich aufzeigen, dass ich meinen Diskussionsstil an den Diskussionsstil des Gegenüber anpassen kann.

Das ist nicht zwingend so.
Die gespeicherte KWh aus dem eigenen Batterie-Speicher kostet derzeit ca. 30 Cent.
Das ist völlig unwirtschaftlich, die Leute tun es trotzdem, aus Klimagründen.
Ist halt Marktpreis.
Am Ende zählt einzig, ob sich eine Investition rechnet und/oder ideelle Vorteile bietet.
Im Augenblich und die nächsten Jahre rentieren sich Erneuerbare so gut wie immer unter fast jeder Variante, auch ohne Marktzugang oder Einspeisung ins öffentliche Netz.

Die Energie-Mafia regelt nur ab, wenn das Netz überlastet wird., ist aber sehr selten und betrifft so gut wie immer Windenergie.
Das langfristige Modell wird aber stets sein, dass man zuviel Erneuerbare hat, die man abregelt. So gut wie keine Maschine läuft 100% der Zeit.
Autos stehen zu 90% herum, sind in dieser Zeit völlig nutzlos und verursachen Kosten.
In Summe kann etwas wertig sein, auch wenn es nur teilweise genutzt werden kann.

Fakt im Jahre 2021 ist, dass jeglicher Zubau von PV und Wind den Strompreis senkt.

@GG79

Ich denke diese Angabe ist veraltet, wenn nicht bitte Quellenangabe.

Zum Beispiel

10 kWh für rund 6000€, hält min. 4000 Zyklen (also min. 12 Jahre), realistisch eher 20 Jahre ca. 8000 Zyklen mit natürlich einer gewissen Degradation des Speichers.

Insofern kostet es eher unter 1 € pro Tag für ca. 10 kWh, wenn man die Degradation und Zinsen, eh praktisch Null z.Z., vernachlässigt.

Aber, mein Reden ist, das Speicher deutlich mehr als heute gefördert werden sollten, insofern würde dann die Speicherung auch deutlich unter 10 cent kosten.

Egal, es gibt zwischen uns, auch wenn wir das gleiche Ziel anstreben, einen gigantischen Unterschied in der Vorstellung, wie man das Ziel erreichen kann.

Du denkst, stark vereinfacht ausgedrückt, dass Umlagen, insbesondere EEG-Umlage, und Steuern eine gute Sache ist. Weil dadurch die eigene Herstellung auf dem Dach des EFH attraktiver ist.

Deine Meinung
Teurer Strom = gut
Natürlich nicht, aber für die Erreichung der Klimawende ein notwendiges Übel.

Ich denke, dass die Umlagen, insbesondere die EEG-Umlage, und alle Steuern schlecht sind. Und die Menschen können auf dem Dach PV machen, müssen es aber nicht.
Viel wichtiger sind die großen Freifeld-Anlagen am besten in Kombination mit Speichern, damit lassen sich die Kosten pro kW drücken und viel größere Stückzahlen erreichen. Evtl. noch Gewerbedachflächen und Car-Ports oder Parkplätze, auch dort die Stromgestehungskosten eher bei 8 cent liegen, Freiflächen PV eher unter 4 cent.

Meine Meinung
Billigerer Strom = gut

Nicht nur für die Menschen, Unternehmen sondern auch für die Erreichung der Klimawende.

Stimmt so nicht, wenn diese Anlagen stillgelegt/abgeregelt werden, oder ihnen der Anschluss an das Stromnetz unter einem Vorwand (nicht grundlastfähig oder was auch immer) verwehrt wird.

Wenn wir alle Umlagen und Steuern abschaffen würden, und im Gegenzug CO2-Abgabe zur Förderung von Filteranlagen einführen und die FossileEnergieAbgabe zur Förderung von im wesentlichen Strom- und Warmwasser-Speichern, und Übernahme der Kosten aus der früheren EEG-Umlage. Dabei würde ich vorschlagen, die Einspeise-Vergütung, z.Z. 7,81 cent, in einen Zuschuss von 4 cent umzuwandeln, also zu dem dazu, was man am Markt für die kWh erhält.

Ja dann müsste die FossileEnergie-Mafia die Preise für Strom deutlich erhöhen, wahrscheinlich in Richtung 20 cent. Wäre aber trotzdem viel günstiger als die mehr 30 cent, die die Menschen heute zahlen. Ich weiß Grossabnehmer, Industrie zahlt eher 12-16 cent. Für die wäre es wahrscheinlich etwas teurer, für eine gewisse kurze Zeit, bis die reg. Energien den Markt übernommen haben.
Danach wird der Preis relativ stetig sinken.

Der Preisvorteil der reg. Energien wäre dann noch deutlich höher, was zu einem Ausbau so schnell wie technisch möglich führen würde. Einzige weitere Bedingung wäre, dass die staatlichen Regelungen und Beschränkungen, die effektiv im wesentlichen nur der Verhinderung von reg. Energien dienen, ebenfalls abgeschafft werden, und durch einen einfachen Versicherungsnachweis, dass die Anlage sicher ist für die Menschen, ersetzt werden.

Dann ist es egal, was in den Wp der Parteien so drin steht, liest sowieso kaum ein Mensch, interessiert nicht wirklich.
Sämtliche Jahreszahlen 2024, 2030, 2045, 2050 oder was auch immer, ist hinfällig,
weil Klimawende so schnell wie technisch möglich kommen wird.
Und genau darum geht es.

Und das werden wir dann sehen, ob es kurz vor 2030 oder kurz danach ist bis die 100% erreicht werden.

Nur, wenn hier von mir aufgeführten Rahmenbedingungen eingeführt werden, nur dann gilt Deine Aussage

Ohne das wird es zwar trotzdem kommen, auch wenn viel, viel später. Dann gilt diese Aussage nur teilweise und mit Einschränkungen.

Fazit:
Du denkst der Staat ist die Lösung und man kann eine Revolution - Klimawende ist eigentlich nichts anderes als ein Aufstand gegen die FossileEnergie-Mafia/Kartell - von oben herab umsetzen.

Ich denke, der Staat ist hier mehr im Weg, und sollte einfach die Stolpersteine wegnehmen und die Handbremsen lösen, die der Staat zugunsten der Mafia aufgestellt hat, dann werden die Menschen und kleinen Unternehmen die Revolution umsetzen, ganz von alleine, so schnell wie technisch möglich.

Ist doch im Prinzip ganz einfach.

Wird eine neue Anlage gebaut und der eigene Strom kostet 8 Cent / KWh und aus dem Netz 32 Cent, dann wird durch die neue Anlage mit jeder verbrauchten KWh die neue Anlage mit 24 Cent / KWh abbezahlt und erreicht so schnell die Gewinnphase.
Die Investion lohnt sich.

Kostet der Strom aus dem Netz nur 20 Cent, dann wird mit jeder verbrauchten KWh die Anlage nur noch mit 12 Cent KWh abbezahlt.
Die Investition rechnet sich weniger, entsprechend weniger wird zugebaut.
Wir benötigen einen Umbau in der Energieversorgung und der geht schneller, wenn es sich rechnet.

Alle Parteien haben sich für eine Senkung des Strompreises ausgesprochen, mit der Folge, dass der Zubau sich weniger rechnet und dies eine dämpfende Funktion haben wird, Unternehmen und Private also weniger investieren, mehr Strom vom öffentlichen Netz bezogen wird.
All dies führt zu einer Verlängerung der Laufzeit der Kohlekraftwerke.

Da der CO2-Preis steigt, die Einspeisevergütung fällt, zu wenig Erneuerbare zugebaut wurden, kommt es sowieso zu einer natürlichen Absenkung der EEG-Umlage.
Im nächsten Jahr kann die EEG-Umlage sowieso um 2 Cent auf 4,5 Cent von 6,5 Cent gesenkt werden, da die Kosten der bisherigen Anlagen in diesem Jahr um ca. 5 Mrd fallen werden.
Und ab spätestens 2032 sind eh alle Subventionen für den Umbau der Energiewende im Strombereich abbezahlt, das EEG-Umlage ist dann Null, obwohl Einspeisevergütung im Jahre 2021 für die nächsten 20 Jahre zugesichert werden.

Ganz problematisch wird es dann, wenn, wie geplant, der CO2-Preis auf Benzin,Diesel, Gas über den Strompreis rückerstattet werden soll, der öffentliche Strom also subventioniert wird, während die Eigenstrom-Erzeuger, die investiert haben, leer ausgehen.

Weniger problematisch wäre die Rückerstattung der Einnahmen aus den CO2-Zertifikaten, da diese die höheren Stromentstehungskosten von Fossilen beim Verbraucher ausgleichen würden.

Würde eben dazu führen, dass die EEG-Kosten um weitere 4 Cent je weitere KWh steigen.
Bei der jetzigen Regelung fallen sie aber, da die neue Einspeisevergütung unter dem Vermarktungspreis liegen.

Ohne die Solidargemeinschaft würde es keine Solar- und Windtechnik geben.
Ist ja nicht die Erfindung eines Unternehmens oder des Marktes.
Insofern
sollte man sich Gedanken machen, ob eine Gesellschaft, die in Klimaschutz und bessere und billigere Energieerzeugung investiert,

im Jahre 2021 überfordert ist, wenn Sie
26 Mrd. EUR in das EEG investiert,
5 Mrd. für CO2-Zertifkate zahlt und
7,5 Mrd für den CO2-Preis auf Benzin, Diesel, Heizöl, Gas zahlt.

Wenn man dann 2022 5 Mrd weniger für das EEG zahlen muß, stellt sich irgendwann die Frage, was es denn bringen soll, wenn man in den nächsten Jahren immer weniger in den Klimaschutz investiert, während gleichzeitig der Bürger in der politischen Diskussion die Frage stellt, wer denn das alles zahlen soll und wer denn da alles überfordert ist.

Erneuerbare, Elektromobilität, Wärmepumpen, Verkehrsende, Ernährungswende führen nunmal dazu, dass alles billiger, nachhaltiger und schöner wird.
Aber eben nur, wenn der Staat eingreift und vernüntig reguliert.
Und das ist unsere Aufgabe als Partei.

Es ist nicht unsere Aufgabe, die These zu verbreiten, der Markt könne das alles besser.
Dieser Markt hat im Bereich Klimaschutz die letzten 20 Jahre komplett versagt.
Natürlich brauchen wir dazu marktwirtschaftliche Regelungen, aber nicht solche, die unter Schädigung des Planeten Dividenden maximieren und der Gemeinschaft die Schäden zurücklassen.

Das steht eigentlich alles im Programm…

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Danke GG

Mich interessiert, was andere dazu denken.

Du hast ja den Status Quo beschrieben. Soweit keine Idee/Vorschlag, wie konkret und was Du oder die Piratenpartei anders machen, vermeintlich besser, machen oder vorschlagen wollen.

Das einzige bisher ist 2024 für Kohleausstieg. Also einfach mal ne Zahl irgendwo in ein Wp reinschreiben, wobei Wp sowieso kaum jemand liesst. Noch dazu von einer Partei mit 0,00… !? Quote.

Warum eigentlich, schon mal darüber nachgedacht? 0,00…???

Egal, ich denke, Deine Argumentation kann ich nachvollziehen, halte das für völlig falsch, siehe oben, wird aber nicht die Ergebnisse bringen, weder für das Klima noch für die Partei.

Der kleine Sozialisten-Klassen-Kampf-Einwurf am Ende, wird vielleicht einige Hardcore-Kommunisten in den Piraten etwas das Herz aufgehen lassen. Weder für das Klima noch für 99% der anderen Wähler, die deswegen die Piraten niemals wählen werden, wird das etwas bringen.

Und wenn jemand auf rote Sozialisten-Khmer-Scheiße steht, gibt echt Vollidioten die so drauf sind, nun dann wählen diese lieber das Original mit roter Farbe im Wappen. Gibt es ja genug Auswahl in D.

Sokol Mihajlovic

Was erwartest Du eigentlich, was man auf einen solchen Rundumschlag-Beitrag ohne Argumente von Dir erwidern sollte?
Am Ende bist Du wieder beleidigt, wenn das Echo auf gleichem Niveau wäre.

Wir haben bessere Vorschläge und die unterscheiden sich eklatant von den der anderen Parteien. Und nein, man muß nicht 50% der Stimmen bekommen, um Dinge zu bewirken.
Ansonsten gehe ich natürlich vom Status Quo aus, im Gegensatz zu Dir, um ihn in eine Richtung zu lenken.

Das ist nicht irgendwo eine Zahl reingekippt, die vor einem Jahr noch ein Jahr früher war und auf 2024 verschoben wurde, da die anderen Parteien ein Jahr mit Untätigkeit verbummelt haben.

Um 2024 zu erreichen, muß man massiv Erneuerbaren zubauen und immer denn, wenn es nicht reicht, die bereits heute bestehenden Gaskraftwerke anwerfen.
Ausreichend Kapazitäten sind da.

Das, was Du “rote Sozialsisten-Khmer-Scheiße” nennst führte zu Solar, Wind, Elektromobilät und Wärmepumpe.

Hätte es diese “rote Sozialisten-Khmer-Scheiße” nicht gegeben, wäre der Planet nicht mehr zu retten.