Vorschlag zur BuVo Geschäftsordnung: Informationsfreiheit

Instant-Messenger Gruppe:

Private Kommunikation, Socializing, Ideen (Ab Informations-/Materialbeschaffung sind dies keine Ideen und diese Themen gehören in Arbeitstreffen und Mailing Listen)

→ Private Chatgruppe, deren Nachrichten nicht an jede Person herausgegeben werden muss.

Kommunikation zwischen zwei Mitgliedern des BuVos:

Privater Austausch

→ Keine Herausgabe der Kommunikation

Arbeitstreffen:

Arbeit an Themen

→ Öffentlich

Mailinglisten:

Offizielle Kommunikation

→ Aus dem Grund der Transparenz soll diese Kommunikation möglichst offen zugänglich sein.

Begründung:

Gestern in der Vorstandssitzung gab es eine schöne Diskussion darüber, wie Transparent der BuVo sein soll. Die zentrale Frage war, ob der Nachrichtenverlauf von Kommunikationstools des BuVos auf Anfrage und nach Zustimmung des BuVos jeder Person, egal ob Pirat oder nicht Pirat, zugänglich gemacht wird. Verwehrt der BuVo diese Anfrage, so kann der Bundesparteitag diese Entscheidung aufheben, sodass die Kommunikation freigegeben werden muss. (Beschluss #101717: Art. xx Bestimmungen zur parteiinternen Informationsfreiheit im Bereich des Bundesvorstands - Bundesvorstand 15 - Redmine - Piratenpartei Deutschland)

Dagegen spricht, dass es wichtig ist, dass der BuVo einen Raum hat, in dem er sich frei und in einem vertrauensvollen Rahmen mit den anderen Mitgliedern des BuVos austauschen kann. Nur so kann ein Zusammenhalt innerhalb des BuVos entstehen. Dieser ist wichtig für das Teambildung und die Motivation der BuVo Mitglieder. Für eine erfolgreiche BuVo Arbeit sind dies wichtige Faktoren.

Außerdem können die Mitglieder des BuVos nicht mehr so unbedacht und frei kommunizieren, wie es in einem nichtöffentlichen Rahmen der Fall ist. Themen werden dann nicht angesprochen oder nicht in dem Maße kommuniziert, wie es in einem privaten Rahmen der Fall wäre. Dies wirkt sich negativ auf die Arbeit des BuVos aus.

Bei dem letzten BuVo wurde bemängelt, dass der Kontakt zur Basis zu wenig war und die Zusammenarbeit mit der Basis nicht so gut funktioniert hat. Arbeitstreffen wurden im nichtöffentlichen Rahmen gehalten. Die Entscheidungen wurden in den öffentlichen Sitzungen offiziell abgestimmt, nachdem die Basis angehört wurde. Da die Basis erst kurz vor der Abstimmung angehört wurde, war ihr Einfluss auf die Entscheidung entsprechend gering und die Frustration umso höher. Das Meinungen sich nicht leicht ändern lassen, ist wissenschaftlich belegt (Politische Meinungen lassen sich kaum ändern - der Grund liegt tief im Gehirn - FOCUS Online). Die Frage kam auf, wie es zu den vom BuVo getroffenen Entscheidungen kam. Es wurde kritisiert, dass die Arbeitssitzungen nichtöffentlich waren und es wurden Kommunikationsverläufe angefragt (Informationsfreiheit beim Bundesvorstand).

Mit einer geänderten Geschäftsordnung des neuen BuVos soll dieses Problem angegangen werden. Arbeitssitzungen werden von nun ab öffentlich gehalten. Wie privat die interne Kommunikation sein soll, wird gerade diskutiert.

Damit es zu einer guten Zusammenarbeit zwischen BuVo und Basis kommt, ist es wichtig, dass die Basis möglichst früh in den Arbeitsprozess mit eingebunden wird. Wenn eine Idee oder ein Thema, die innerhalb inoffizieller Kommunikation innerhalb des BuVos entstand, weiterverfolgt wird (Recherche, Informations-/Materialbeschaffung, …), dann ist dies offizielle BuVo Arbeit. Die Kommunikation hat ab diesen Zeitpunkt über das offizielle Kommunikationstool des BuVos, die Mailing-Liste zu erfolgen und muss in den offiziellen Arbeitssitzungen weiter bearbeitet werden.

Außerdem wurde bemängelt, dass Ideen von der Basis nicht genug berücksichtigt wurden. Je stärker der BuVo intern zusammenarbeitet, desto mehr kommt es zu einer Abkapselung zur Basis. Die interne BuVo Kommunikation sollte deshalb nicht überhand nehmen, damit eine Zusammenarbeit und Vernetzung mit Mitgliedern außerhalb des BuVos möglich ist.

Ich hoffe, ich habe das richtig wiedergegeben.

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