Visualisierung des Wahlprogrammes

Wie kann man auf möglichst schnell ersichtlich machen, was die Schwerpunkte eines Wahlprogrammes sind? Ich habe es mit einem Netzdiagramm probiert.

Das hier ist das Wahlprogramm von 2017 mit der Anzahl der Wörter pro Gliederungspunkt. Was auffällt ist, dass die Punkte “Freiheit und Grundrechte”, “Demokratie wagen” und “Internet, Netzpolitik und Artverwandtes” relativ weit vorne im Programm erscheinen, jedoch nur relativ wenig Platz bzw. Wortumfangreich haben, während “Arbeit und Soziales”, “Gesundheitspolitik” und “Innen-und Rechtspolitik” sehr umfangreich sind, jedoch erst relativ weit hinten im Programm erscheinen.

Habt ihr noch andere Ideen, wie ein Wahlprogramm visualisiert werden könnte? MMn darf man es nicht einfach so hinnehmen, wenn ein Wahlprogramm gut ist, aber im Wahlkampf kaum eine Rolle spielt. Es sollte mäglichst viel dafür getan werden das Programm anschaulich darzustellen und mMn reichen da nicht nur ein paar laprige Slogans und Aufzählungspunkte, sondern es muss so visualisiert sein, dass relativ Komplexes einfach dargestellt wird. Das wiederum geht mMn nur mit grafischen Darstelllungen, am Besten noch interaktive.

By the way: Ich würde gerne eine Taskforce gründen, die das Wahlprogramm für die BTW2021 möglichst anschaulich visualisiert. Gäbe es da Interesse? Alleine bekomme ich eben nicht mehr hin, als so ein Netzdiagramm, ich würde aber gerne interaktive Sachen machen. Da reichen meine Skills aber nicht hin und es wäre mir zu viel Aufwand.

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Den Unterschied zwischen der tschechischen und der deutschen Piratenpartei könnte ich kaum besser darstellen, danke dafür.

Das war der Versuch einer relativ wertneutralen Aussage, da allein mit dieser grafische Darstellung keine inhaltlichen Aussagen getroffen werden können. Es können nur grobe Aussagen über die Strukturierung des Wahlprogrammes getroffen werden.

Kaum versucht man eine inhaltilich relativ wertneutrale Aussage zu treffen, wird sie schon wieder gewertet…

Ja, dann bring doch mehr Anträge ein zu den Netzthemen die dir wichtig sind. Wäre cool wenn da mehr laufen würde !

Habe ich bereits.

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Es ging mir eben grundsätzlich um die Idee, dass Wahlprogramm zu visualisieren. Ich habe den ersten Schritt gemacht, in dem ich kurz aufgezeigt habe, was ich mir so ungefähr vorstelle. Aber anstatt, dass sich Leute melden und sagen, dasss sie die Idee gut finden und mir da helfen könnten, wird eine Aussage von mir rausgegriffen, die jetzt nicht unbedingt irgendeinen Sinn hatte, sondern einfach eine Aussage zu der Grafik ist, die ich mithilfe der Wortanzahl des Wahlprogremmes erstellt habe, um eben irgendeine Aussage dazu zu machen.

Ich möchte nicht, dass Wahlprogramm visualisieren um es zu verändern oder andere Schwerpunkte zu setzen, sondern ich möchte das Wahlprogramm visualisieren, weil ich es für einen Wert an sich halte. Eine Meinung kann sich dann im Sinne der Aufklärung jeder selbst bilden.

MMn können zwei Wege gegangen werden:

  • Das Programm kann reduziert werden bzw. weniger umfangreich gestaltet werden. Dann besteht kaum eine Notwendigkeit es zu visualisieren.

  • Das Programm kann immer umfangreicher gestaltet werden. Dann besteht aber mMn eine Notwendigkeit es zu visualisieren.

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Ein geschenktes “d” unter 1.

Vom Grundprinzip ist der Ansatz schon richtig,
in diesem Fall ist es aber ein sehr konservativer Ansatz, da Rückschau.

Die Aufgabe besteht darin Trends zu erkennen, die Wähler am Wahltag, oder genauer, mit Beginn der Briefwahlversendung, beeinflussen.

Teilweise sind diese Entscheidungen völlig spontan, da Wechselwähler.
Es ist eine Kombination aus,

  • wir sind noch da und wählbar,
  • können wir besser, müsste unbedingt getan werden,
  • erscheint mir sympathisch und attraktiv.

Ich habe das Wahlprogramm von 2021 nicht zur Verfügung. Desweiteren ist dein Ansatz noch konservativer, in dem du nur auf das verweißt was schon so gemacht wird. Trendumfragen etc. macht jede Partei. Das ist nichts besonderes. Umfangreiche Programme, die niemand ließt oder versteht haben auch viele andere Parteien. Aber ein Visualisiertes und dadurch leicht verständliches und trotzdem umfangreiches Programm hat keine Partei.

Ich bitte darum in dieser Diskussion auf diese beide Fragen zu antworten:

Das Eine Ist Interessenfrage. Hat jemand Interesse, da mitzumachen? Denn alleine mache ich das nicht. Erstens kann ich das nicht gut genug und zweites ist es mir zu viel Aufwand.

Das Zweite ist Kompetenzfrage: Kennt sich jemand mit interaktiven Grafiken aus? Ich habe alle bisherigen Wahlprogramm mit diesem Netzdiagramm visualisiert. Was ich als nächsten Schritt gerne machen würde, ist eine Zeitraffer-Netzdiagramm oder ein Netzdiagramm auf das man klicken kann und dann die einzelnen Punkte weiter visualisiert bekommt.

Dafür kenne ich es und auch die Wahlprogramme vorher, zumal ich an manchen Teilen auch mitgewirkt, mitgestimmt habe und oft auch das Meinungsspektrum kenne.

Programm ist das Ergebnis einer Mehrheit, aber das Spektrum in manchen Bereichen, etwa bei Sozialem und Wirtschaft, ist im Verhältnis zu anderen Parteien schon sehr weit, wobei es in anderen Bereichen wiederum eine hohe Übereinstimmung gibt.

Wollte nur anmerken, dass etwa Drogenpolitik in obigem Schaubild sich nicht niederschlägt.

Das ist jetzt aber kein Vorwurf, sondern wir haben das Problem etwa bei den Wahlprüfsteinen, wenn das Ergebnis einiger Antworten aus den verschiedensten Bereichen sein soll, uns von anderen Parteien klar abzuheben.

Das leidige Thema ÖPNV möchte ich jetzt nicht diskutieren.
Wir sind uns einig, dass wir den ÖPNV fördern möchten, die Meinung zur Umsetzung ist aber sehr differenziert.

Ich kann mir jetzt nur wiederholen, weil ich offensichtlich mal wieder nicht verstanden werde:

  1. Ich möchte nicht mit einer inhaltlichen Wertung an das Wahlprogramm herangehen, aber die komplette Diskussion unter diesem Thread dreht sich nur darum.

Wenn diese Aussage als inhaltliche Wertung missverstanden wurde, dann stelle ich hiermit klar, dass dies nicht meine Intention war, sondern ich habe einfach probiert die Grafik irgendwie zu interpretieren, im Bewusstsein, dass sie nicht sonderlich gut ist und das bessere und aussagekräftigere visuelle Darstellungen möglich sind. z.B. könnte die Worthäufigkeit ähnlich dargestellt werden, wie in dieer Grafik:

Dort wurde die Worthäufigkeit mithilfe der Bundestagsprotokolle mithilfe einer Interaktiven Grafik und Filtermöglichkeiten visualierst. So etwas schwebt mir vor. Das ist richtig gut und on the Top. So ein Niveau an visueller Darstellung schaffe ich aber nicht alleine.

Wahlprogramm wird visualisiert, indem, wie Du bereits festgestellt hast, es da eine Reihenfolge gibt. Diese Reihenfolge wird diskutiert und besprochen.

Plakate und Social-Media sind ebenfalls eine Form der Visualisierung.

Es ist somit zu überlegen, wie knappe Ressourcen eingesetzt werden, um Inhalte zu visualisieren.
Dein neuer technischer Ansatz ist gut, wir brauchen aber erst mal die Kapazitäten, um den klassischen und bewährten Ansatz abarbeiten zu können.
Neue Methoden können ausprobiert werden, müssen sich aber erst bewähren.

Es funktioniert Plakat, Flyer, Fahne, der Rest ist in Erprobung.
Ansonsten erkenne ich die hohe Sogwirkung von Twitter, da ein Großteil des Journalismus heute Twitter als Informationsquelle benutzt.

Sehe ich nicht so. Eine visuelle Darstellung eines Programm hat so oder so einen Wert. Es ist nicht bloß Werbung, es ist Wissenverbreitung im Sinne der Aufklärung.

Das Filtern von Informationen ist nicht einfach zählen, sondern auch werten.
Mit meinem Filter kann ich keine einzige inhaltliche Diskussion erkennen.

Da wurde ich schon wieder missverstanden. Die Filter kann in einer interaktiven Grafik jeder selbst setzen. Hast du dir überhaupt die Grafik angeschaut die ich verlinkt habe? Da kannste Wörter eingeben und es wird dir angezeigt wie häufig diese Wörter in den einzelnen Jahren im Bundestag vorkamen.

Irgendwie ist diese Diskussion schon wieder sinnlos, weil nur aneinander vorbei diskutiert wird. Es wird weder auf meine Fragen eingegangen, noch wird verstanden was mein Ansatz ist.

Das ist so typisch für dieses Forum. Alles wird ungefragt auf der Theorieeben inhaltlich diskutiert, obwohl das gar nicht die Frage ist. Oder es wird komplett ignoriert.

Frage an Forum: “Kann mir jemand den Salzstreuer reichen?”
Antwort im Forum: “Der Saltzstreuer muss sich erst noch bewähren.”

Ja, da …

Auch da der falsche Filter.
Es ist einfach Zeitverschwendung.
Man kann nicht auf dem Niveau dieser Phrasen mit mir diskutieren.
Wenn Du nicht in der Lage bist, Social-Media-Teilnehmer halbwegs einzuschätzen, dann hast Du einfach Pech gehabt.

Ja, dann einfach ignorieren, weil es ging in dem Thema nicht um inhaltliches, sondern um die Visualisierung eines Wahlprogrammes. Also Visualisierung von etwas, das schon da ist. Aber in diesem Forum kann man offensichtlich keine Leute finden, die einfach Bock haben etwas mitzugestalten. Alles muss sich lohnen oder darf möglichst keinen Aufwand verursachen.

Als Anregung:
“Könnte an Deinem Verhalten liegen”.

Wie soll ich mich den Verhalten, wenn mein Thema zweckentfremdet oder ignoriert wird? Wenn ich schon zwischen diesen beiden Varianten wählen muss, dann doch lieber die Zweite, also das Ignorieren.

Also wenn du eine Thema von mir siehst und nicht gut findest. Ignoriere es und wenn du antwortest dann gehe auf meine Fragen ein. Du kannst dann zwar immer noch deine theoretischen Diskussionen hinten anhängen. aber zumindest auf die konkreten Fragen des Themas sollstest du eingehen. Ich habe dann zumindest die Möglichkeit ein direktes Feedback auf meine Fragen zu bekommen und kann das ganze theoretische, um das es überhaupt nicht geht. ausklammern.

Du hast weder gesagt ob du noch weitere Vorschläge hast, wie das Wahlprogramm visualiesiert werden könnte. Eine schriftliche Zusammenfassung in Slogans. Prospekten oder Wahlplakaten ist für mich keine Visualisierung, sondern Verkürzung. Ich stelle da eher den quantitatven Aspekt in den Vordergrund, in dem eben konkret geguckt wird, “Wie oft kommen Wörter vor?” etc. Das ist dann zusätzliches Information, die vorher nicht direkt ersichtlich gewesen ist. Inwieweit diese Information dann wirklich nützliches Wissen oder komplett sinnbefreit ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Das Netzdiagramm oben ist meiner Meinung keine richtig gute Visualisierung, da sie zwar zusätzliche Information enthält, diese aber relativ unnütz ist. Aber das könnte jemand anderes ganz anders sehen und ich will es eben jedem selbst überlassen, ob er diese Information als komplett bescheuert oder als ein bisschen nützlich interpretiert. Das ist Aufklärung.

Also wir haben hier drei Schritte: Daten (Wörter), Information (Anzahl der Wörter pro Gliederungspunkt im Wahlprogramm), Wissen? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was bedeutet zweckentfremdet?
Wenn eine Person in einem Forum ständig Werbung für Katzenfutter betreibt, dann muss man das weder lesen, noch in irgendeinen Zusammenhang mit dem Text bringen. Das ist einfach Lesekompetenz.

Was bedeutet ignoriert?
Du bewirbst eine Idee, vermisst breite Zustimmung und wertest das als Ignoranz.
Die Realität ist, Idee löst keine Massenbewegung aus.
Aufgabe wäre es, darüber nachzudenken, welche Ursachen könnten vorliegen.
Aber Du kennst die Antwort schon. Ignoranz der Anderen.

Wer soll von seinem Verhalten begeistert sein und mitarbeiten wollen?

Ja ist ok, ich erkenne, dass es darüber keine Gemeinsamkeit gibt und wir nicht gemeinsam daran weiterarbeiten wollen.

Zweckentfremdet ist vielleicht unglücklich gewählt, da ich wie gseagt hier spontan kommentiere und nicht wochenlang überlege, welche Begriffe ich verwende, was sie genau bedeuten etc. Mit Zweckentfremdung meine ich in diesem Fall Themenverfehlung. Es wird nicht auf die Fragen eingegangen, die ich stelle. Das ist für mich verfehlt, da ich ja das Thema mit der Intention geöffnet habe Antworten oder zumindest direktes Feedback zu erhalten.

Ignoriert bedeutet einfach keine Rückmeldung zu bekommen oder wenn auf meine Fragen überhaupt nicht eingegangen wird. Ich verstehe eine Forum jedenfalls nicht so, dass man allwissend irgendein Thema öffnet und dann erstmal die Fragen, die man selbst stellt in Frage gestellt oder ignoriert werden. Denn “Fragen-infrage-stellen” ist eine Metadiskussion und hat keinen konkreten Nutzen. Ich führe diese Metadiskussionen zwar auch gerne, aber ich versuche zumindest auch kurz auf die konkreten Fragen einzugehen, die jemand in seinem Thema stellt.

Will ich auch nicht. Ich habe bereits mindestens 3mal in diesem Forum geschrieben, dass mich die Partei als Organisation interessiert und nicht als Partei. Das ist dann vllt Themenverfehlung meinerseits. Aber zumindest kann man nicht leugnen, dass eine Partei auch nur eine Organisation, wie z.B. ein Verein oder Unternehmen ist. Eben mit der besonderen Aufgabe der Artikulation und Kummulation politischer Interessen und Meinungen.

Zusammengefasst: ich habe vllt selbst zwei Dinge verfehlt.

  • Erstens: Ich habe den Sinn des Forums verfehlt, in dem ich dachte, dass man hier zu konkreter Mitarbeit Leute finden kann und ich habe das Forum verfehlt, weil ich dachte, dass man hier auch unwissend Themen eröffnen kann und darin Fragen stellen kann und dann Antworten bekommt und nicht auf irgendwelche Aussagen festgenagelt wird, über die man vllt gerade einmal 2 Sekunden nachgedacht hat.

  • Dann habe ich auch noch den Sinn politischer Parteien verfehlt, weil ich dachte, dass diese nicht nur Instrument sind, sondern auch intern neue Sachen entwickeln. Unternehmen organisieren sich intern schließlich auch ständig neu. Aber anscheinend sind die Parteien durch das Parteiengesetz in ihrer Struktur so zementiert, dass sich im Prinzip nur die einzelnen Wahlprogramme die Parteien unterscheiden.