Visionstatement?

In meiner Vorstellung zur Kandidatur als polGF sprach ich davon, daß ich gerne ein “griffiges” Mission- als auch ein griffiges “Vision”-Statement hätte, damit wir diese “Slogans” dann in den zukünftigen Straßen- als auch sonstigen Wahlkämpfen gemeinsam nutzen können.

Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/Vision_statement) beschreibt das Vision Statement als die Zielvorstellung, die als Rahmen für die Entscheidungen der Organisation genutzt werden können.

In diesem Thread hier möchte ich die Diskussion über ein solches Visionstatement (weniger das ob, als den wirklichen Text!) eröffnen.

Her mit den Vorschlägen.

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Niemand eine Idee?

das ist nicht so einfach! Sollte ja der ultimative Plakatspruch sein, der alles umfasst.
So ein Klassiker wie “Denk selbst!”
Also, ein Aufklärerspruch: “Für einen Gesellschaft, in der sich alle informieren können und selbst denken”

Kennt man doch. Keiner traut sich anzufangen, weil die Aufgabe so groß erscheint :wink:

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Du solltest erklären, warum wir sowas bräuchten.

Gut. Ich denke, es kann uns dabei helfen, einfacher herauszufinden, ob das, was wir tun, auch dazu beiträgt, diese Vision zu erreichen.

Also: Audi: https://www.audi.com/de/company/strategy.html

Unleash the beauty of sustainable mobility
– die schönste Form nachhaltiger Mobilität

Deutsche Bundesbank:

https://www.bundesbank.de/de/bundesbank/organisation/leitbild-und-strategie/das-leitbild-der-bundesbank-604096

https://www.bundesbank.de/resource/blob/604098/778e4f77875b0da16046d6599048651a/mL/vision-der-bundesbank-data.png

FDP nennt es Leitbild:

https://www.fdp.de/content/leitbild-grundsatzprogramm

Leitbild

Die Freien Demokraten haben sechs Ziele identifiziert, aus denen sich konkrete politische Forderungen ableiten: Weltbeste Bildung für jeden, Vorankommen durch eigene Leistung, Selbstbestimmt in allen Lebenslagen, Freiheit und Menschenrechte weltweit, Politik, die rechnen kann, und ein unkomplizierter Staat.

Das mal schnell als ein paar Beispiele…

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Ggf. solltest Du Dich da mal mit Sebastian kurzsschliessen, damit nicht an mehreren Ecken das gleiche begonnen wird :wink:

Mein Vorschlag für ein Visionstatement geht in Richtung “(technischer?) Fortschritt für alle”. So mit den Gedanken:

  • Wir sind für Fortschritt (Zukunftsgerichtet)
  • Er muss allen zugute kommen, nicht wenigen (Abgrenzung FDP)
  • Er muss für die Menschen sein, nicht gegen sie (Abgrenzung zu Überwachungsphantasien in CDU/SPD/Grüne)
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Danke für die Verlinkung!

Zunächst hab ich mich bewusst eigentlich erstmal etwas zurück gehalten damit, etwas zu formulieren, aber vielleicht steig ich doch auch wieder mit ein :slight_smile:
in der “Diskussion” auf Github hab ich auch noch ein paar Notizen und Links dazu zusammengetragen

  • Es sollte eher der Blick von oben sein und nicht zu sehr ins Detail gehen, und wenig Raum vermeidet.
  • In einer idealen Welt sollten dann alle Piraten diese Vision vor Augen haben. Damit das klappt sollte sie möglichst eingängig sein. Und das ist umso leichter, je kürzer die Vision ist.


“An erster Stelle sollte das Vision Statement stehen. Es drückt ein hohes Ziel bzw. einen erstrebenswerten Zustand in der Zukunft aus, ist in möglichst wenige Worte gefasst und wird im Präsens formuliert. Damit wird die Vision sprachlich bereits in die Gegenwart geholt. So entfaltet sie viel mehr Kraft, als bei einer Formulierung im Futur, was sich leicht an einem Beispiel aufzeigen lässt.”

Ich hab mal drei Beispielseiten, wo verschiedene Visionen (von Unternehmen leider, aber es geht ja eher um das Format) aufgeführt sind.

Unternehmensvision: Beispiele für gute und schlechte
https://www.mehr-fuehren.de/beispiele-unternehmensvisionen/

Ich hoffe das hilft ein wenig, um eine Richtung zu geben :slight_smile:

Was du schreibst, Lothar, find ich ganz gut, würde das etwas ergänzen.
Vielleicht in Richtung:

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass der Fortschritt dafür genutzt wird, um Menschen zu mehr Selbstbestimmtheit zu verhelfen.

Ein Vision-Statement umfasst die langfristigen Ziele in aller Kürze. Dazu gehört häufig noch ein Mission-Statement, das die Gründe für die Existenz einer Organisation auf den Punkt bringt.

Wie Matthias schreibt, es hilft uns herauszufinden, ob das was wir tun, auch dazu beiträgt, die Vision zu erreichen. Warum wiederum ist das wichtig?
Mal plakativ zwei Extreme: Man kann entweder in einer Organsiation versuchen von oben vorzugeben, was warum wann wie von wem bis wann getan wird. Oder alle Leute sind vollkommen selbstorganisiert und machen irgendwas, mit dem Ziel, dass hoffentlich bei einem der vielen Versuche etwas rauskommt, von dem alle das Gefühl haben, dass es sie weitergebracht hat. Irgendwo dazwischen wird etwas liegen, was eine möglichst partizipative Organisation ist.

Ein Mittelweg ist also, dass man nicht bei allem haarklein vorgeben muss, was getan wird. Dazu wiederum müssen dann die Menschen ja trotzdem wissen, warum sie was tun, und was das Ziel ihres Handeln ist.

Und eben genau dabei helfen Mission und Vision Statement. Es ist wie am Himmel der Nordstern. Die Arbeitshypothese dahinter ist: Wenn alle sich bei dem, was sie gerade tun oder was sie morgen tun könnten, fragen, ob das tatsächlich dazu beiträgt, die Organisation in Richtung dieses Ziels voranzubringen, dann ist der Erfolg nicht mehr zufällig ist. Wenn für alle klar ist, was es zu erreichen gilt, dann wird das vielleicht nicht verhindern, dass Leute unnötiges tun, oder etwas vorrangig aus eigenem Interesse tun und nicht mit dem Besten für die Partei im Auge. Aber es hilft zumindest dabei regelmäßig zu validieren, ob das, was grad getan wird, die Partei voran bringt. Und zwar nicht irgendwohin voran, sondern eben in die Richtung der gemeinsamen Vision. In die Richtung, in die wir dann alle an einem Strang ziehen.

Lothar, danke für die ersten Ideen, das ist genau in die Richtung, die mir vorschwebt. Und, ja, mit Sebastian hatte ich da schon länger „unter vier Augen“ drüber gesprochen.

Ein weiterer wichtiger Grund für mich ist das, was Antoine de Saint Exupéry zugeschrieben wird:

Wenn Du ein Boot bauen willst, lehre die Menschen nicht den Bootsbau, sondern wecke ihre Sehnsucht nach dem weiten Meer.

Wir sind ja keine hierarchische Organisation, daher ist eine klare gemeinsame Zieldefinition für uns alle (Ja, dann später auch auf Bundesebene, ich würde das eben auch erstmal auf Landesebene „testen“, ob wir das als Partei mit allen Mitgliedern schaffen, da was „griffiges“ zu formulieren) hilfreich.

Und noch zwei Dinge, bevor wir uns dann wieder den eigentlichen Statements zuwenden.

Ich arbeite nun seit fast 7 Jahren bei Red Hat.

Red Hat‘s Mission und Vision Statement lauten:

Red Hat Mission Statement

To be the catalyst in communities of customers, contributors, and partners creating better technology the open source way.

Red Hat Vision Statement

Our vision is to help enterprises evolve in a digital world and provide them with an open and flexible architecture and the technologies that accelerate this transition.

Diese Statements wurde „the Open way“ gemeinschaftlich erarbeitet, genauso wie auch das Design des neuen Logos.

Dazu gibt es von unserem CEO ein gutes Buch, das beschreibt, wie diese „Open Organisation“ funktioniert:

Und dann gibt es auch dies als sehr lesenswertes Buch, wie man mit hierarchischen und/oder flachen Hierarchien interagieren kann:

Cathedral and the Bazaar https://www.amazon.de/dp/1607962284/