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Verkehrspolitik, Stadtplanung und Wirtschaft


#1

Rund um die Großstädte kommt es jeden Werktagmorgen zu Staus unnötige Schadstoffe und unglaublich viel Lebenszeit von Menschen wird vernichtet.

Statt zu versuchen den Verkehr zu optimieren, was sollten wir die Stadtplanung überdenken.
Klar es gibt auch schmutzige und laute Gewerbe, aber es macht eigentlich viel mehr Sinn z.B. Verwaltungsgebäude in gemischten Wohn- und Gewerbegebieten anzusiedeln und die umliegenden Werkswohnungen und ev. Häuser an die Mitarbeiter zu vermieten. Statt stundenlanger Anfahrt geht es dann morgens zu Fuß zur Arbeit. Klar in Metropolen geht das wohl gerade nicht aber es gibt ja genug Metropolen nahe Kleinstädte die genau das anbieten könnten.
Und warum überhaupt fahren? Auch eine Kultur mit mehr Home-Office kann Verkehr vermeiden.
Hier kann und muss die Politik Anreize setzen. Bis jetzt gehen die genau in die falsche Richtung.


#2

Ich finde, das eine sollte das andere nicht ausschließen.

Stadtplanerisch hat man auf sowas nur bedingt Einfluss, die Leute entscheiden selbst wo sie wohnen. Der Arbeitsweg ist da nur ein Kriterium von vielen.
Bin gespannt, wie du der Egoistenfraktion (heuchlerich als “liberal” selbstbezeichnet) hier verklickern willst, das die Leute gefälligst da zu wohnen haben, wo es am sinnvollsten wäre.

Verkehrs- und Stadtplanung müssen Hand in Hand gehen, denn sie sind direkt miteinander verbunden. Trotzdem sollte die Zeit der antiquierten, völlig überdimensionierten Verbrennungsmotor-Dreckschleudern so langsam mal zuende gehen.


#3

Vielleicht überlegt ihr Schlaumeier euch mal warum wir seit dem 2. Weltkrieg eine immer weitergehende Dislozierung von wohnen und arbeiten umsetzen und vorschreiben und warum Menschen von Wohnung A zur Arbeit in B, Freizeit in C, Einkaufen in D, Verwaltung in E usw. zurücklegen.

Und wenn ihr das geschafft habt dann definiert ihr hier und jetzt was sich ändern muß und welche Kompromisse ihr eingehen müßt um das zu ändern.


#4

Ist es denn nicht in jeder Diskusssion die Du enterst so, dass eigentlich Du das Problem der Diskussion bist und nicht deren Inhalt? #egobypass


#5

Na dann, erleuchte uns doch mal.


#6

https://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/


#7

Daniel, vielleicht überlegst du dir mal einen etwas freundlicheren Einstieg in eine Diskussion?

oder, war das nur “kurz gestreift und schon wieder abgehakt”?


#8

In der Politik geht es darum Zukunft zu gestalten und Themen mit der eigenen Partei zu besetzen, damit der Wähler weiß wen er für diese kluge Sachpolitik wählen muss.

Die politischen Rahmenbedingungen sind derzeit so, dass Ballungsgebiete wachsen, es dort Wohnungsnot und Verkehrskollaps gibt. Die Kommunen leben von der Gewerbesteuer und müssen daher soviel Gewerbe wie möglich auf ihr Stadtgebiet ziehen. Gleichzeitig veröden die ländlichen Gebiete.

Ich hatte gehofft, dass hier eine Diskussion über einen alternativen Lösungsansatz der Verkehrsvermeidung, bei gleichzeitiger Minderung des Wohnungsproblems und einer Verbesserung der Lage der “Landbevölkerung”.
Die Piratenpartei könnte hier einen Claim landen, der politisch relevant ist.
Schade dass das Thema keiner diskutieren mag.


#9

Es ist das gleiche Problem wie bei der neulichen Diskussion um die elektronische Gesundheitskarte: Völlig unreflektiert, planlos und unabstrahiert werden irgendwelche sinnlose Blahfasel-Diskussionen angefangen.

Ok, ich soll Leuten wie dir und LouisB zeigen wo es lang geht. Mir ist grad danach, also tue ich es.

  1. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges galt in Europa über Tausende von Jahren seit Entstehung von Siedlnungen in der Steinzeit eine Symbiose von leben, arbeiten, Freizeit usw. auf engstem Raum. Geh in eine mittelalterliche Kleinstadt oder in eine Industriesiedlung z.B. im Ruhrgebiet und schau dir an wie das aussieht. Geh z.B. zu Thyssen-Krupp in Duisburg zum Haupteingangstor, schaue hinaus und betrachte was du siehst: Werkssiedlungen bis quasi zum Tor. Es gab keinen großen Individualverkehr bis zum 2. Weltkrieg weil er weder möglich war noch nötig.

  2. Dann kam nach dem 2. Weltkrieg die immer weitergehende Aufsplittung von Bereichen für leben, arbeiten usw. Das wurde instituationalisiert und findet heute seine stärkste Normierung in Bebauugsplänen für Wohngebiete, Gewerbegebiete usw. Gleichzeitig verfestigte sich die Trennung immer mehr in den Köpfen der Menschen. Das gipfelt heute darin das man keine Kneipe oder Restaurant, geschweige denn eine Disko irgendwo betreiben kann ohne das es täglich Beschwerden gibt wenn nur 2 Leute vor einem Gebäude stehen und eine rauchen. Das Fußballstadium muß vor die Tore der Stadt, das Altenheim im Wohngebiet wird verboten weil es gewerblich betrieben wird und ins Gewerbegebiet muß, der Kindergarten muß auch ins Gewerbegebiet weil die Eltern stören welche die Kinder holen und bringen, das Krankenhaus muß weg weil es Notfallfahrten mit Sirenen gibt usw. usf. Wir brauchen Wohngebiete mit Friedhofscharakter, Vergnügungsmeilen ohne Wohnbevölkerung in 1 Kilometer Umkreis, das erste Haus darf erst in 1,5 Kilometer zur Straße stehen, das nächste Windrad 2 km weg wenn es 200 Meter hoch ist usw. usf. Immer größere Bannmeilen bei fixer Fläche, steigender Bevölkerung und größerer Verdichtung sind schlichtweg unmöglich. Da hilft auch keine Bebauungsplanung der Welt.

  3. Zwischen all diesen Bereichen müssen Menschen hin- und herpendeln. Es entsteht Verkehr. Und es ist völlig egal ob dieser Verkehr heute mit dem Diesel/Benziner oder morgen mit dem Tesla stattfindet. Wenn X Tonnen an Gerät bewegt werden ist Y an Energie notwendig und Z an Umweltbelastung fällt an. Weder die Hauptsätze der Thermodynamik noch sonstige physikalische Gesetze lassen sich wegbeten. Das Elektromobil mag lokal weniger emittieren an Abgasen aber global betrachtet gibt es bei Herstellung, Betrieb und Entsorgung keine Quantensprünge in der Belastung.

  4. Wenn wir bei konstanter Bevölkerungszahl signifikant an Verkehr und dazu notwendiger Energie bzw. daraus resultierender Umweltbelastung einsparen wollen brauchen wir einen Paradigmenwechsel hin zum Leben auf kurzen Entfernungen. Es ist zwar toll das es Menschen gibt die jeden Tag 50 Kilometer durch die Gegend radeln aber die meisten Menschen sind zu bequem das zu tun und das wird sich nicht ändern. Ob Verkehr auf globaler Ebene reduziert werden kann, der vor allem durch Tourismus induziert wird, steht auf einem anderen Blatt und erfordert eine separate Diskussion. Wenn wir wieder alles auf geringster Entfernung komprimieren müssen unglaublich viele Vorschriften und Gesetze geändert werde, vom Baurecht bis zum Nachbarschaftsrecht. Und es erfordert vor allem die Bereitschaft einer Gesellschaft diesen Weg zu gehen.

So, das war mal ganz kurz abstrahiert wie ein Daniel Seuffert solche Probleme andenkt. Das ist in etwas anderen Worten und mit anderem Hintergrund und Begründung das was Fulleren im Ursprungspost anriss.


#10

Danke Daniel …
Danke dafür, das du nicht schon bei Adam und Eva angefangen hast …

Die Diskussion hier fing -wenn auch schleppend- durchaus brauchbar an, brauchbar bis du hier rein geblafft hast …

DAS war ja wohl nach dem Motto “es ist solange nicht alles gesagt, bis auch du es gesagt hast”?

Über Diskussionsstile lässt sich streiten, ja, aber Foren neigen leider dazu nicht ellenlange Monolege zu schreiben, sondern ein Thema kurz anzuteasern …

mögen ja, wichtig und interessant ist es auf jeden Fall auch, (mir leider fehlt es etwas an Zeit :frowning: )
gib dem Thread noch eine Chance und gib nicht so schnell auf, …


#11

Bitte auch hier die guten Manieren wieder auspacken.

Persönliche Angriffe oder auch beleidigende Angriffe auf undefinierte Gruppen tragen nicht zur Diskussionskultur bei.

Also bitte wieder zur sachlichen Diskussion zurückkehren.

Gruß
Andi
Moderator


#12

Der Ansatz Piraten müssten erst die Menschen und die Gesellschaft ändern um gute Politik zu machen erinnert mich zu sehr an das Versprechen eine Vergesellschaftung der Produktionsmittel würde das Paradies auf Erden bringen. Ich fand ja am Anfang gerade den pragmatischen, unvisionären Ansatz der Piraten sehr charmant.

Was sagt man als Pirat jetzt dem Wähler, wähle uns erst wenn Du dazu bereit bist Dich zu ändern und zu erkennen wie blöd Du bisher warst, vorher können wir Dir leider nicht helfen, und bitte Fernbeziehung muss das sein, gibt es keinen hübschen Burschen bei Dir im Dorf?

Die Problematik der Verstädterung werden wir so weder lösen noch mildern. Mir scheint da der Gedanke im Baurecht Möglichkeiten zu schaffen bedenkenswerter das fängt bei Abstandsregelungen und der Hochhausgrenze an, wahrscheinlich wird die Verdichtung innerhalb der Metropolen stattfinden müssen, wenn man nicht zur Wohnraumbewirtschaftung der Nachkriegszeit zurückkehren möchte.


#13

Deiner Beschreibung der Tatsachen, stimme ich zu.
Was fehlt, sind die Gründe dafür. Davon abgesehen, haben wir jetzt nunmal diesen Status Quo.
An dem sollte man natürlich arbeiten. Ich verstehe trotzdem nicht, warum das eine verkehrstechnische Weiterentwicklung ausschließen soll.
Davon abgesehen, gibt es noch eine ganze Menge anderen Verkehr, als nur den Berufsverkehr, allem voran der Warenverkehr.

Kein physikalisches Gesetz, sagt was über Umweltbelastung.
Energieumwandlung muss nicht zwingend mit Umweltbelastung einhergehen. Wir kennen mittlerweile einige Verfahren, die die Umweltbelastung stark reduzieren, im Vergleich zur Verbrennung fossiler Kraftstoffe. Warum man das negieren will oder an der Baustelle nicht weiterarbeiten soll, leuchtet mir nicht ein.

Verkehr macht in D knappe 30% des Primärenergiebedarfs aus.
Wir brauchen also noch weitere Paradigmenwechsel.


#14

Ja ich eigentlich auch, es sind aber m.E. nicht alle Tatsachen, die Beschreibung der Nachkriegssituation leidet z.B. darunter, dass alle Probleme die aus der grossflächigen Zerstörung der mittelalterlichen Städte und dem massiven Zuzug von Flüchtlingen unerwähnt bleiben. Ausserdem glaube ich nicht es könnte hilfreich sein die Wohnsituation der Menschen vor dem 2. Weltkrieg irgendwie zu glorifizieren. Einer meiner Grossväter ist jeden Tag 12 Kilometer gelaufen um in seinen Betrieb zu kommen und das waren 50 Stundenwochen…

Ich denke zu glauben, damals hätten alle Menschen, in Fussnähe ihrer Fabriken in kuschligen kleinen Häusern gewohnt ist halt so eine Sehnsucht nach der vermeintlich guten alten Zeit, und hat wenig mit den Realitäten damals zu tun.


#15

Hast du mal die Definition von Politik angeschaut, es geht bei Politik nur um die Anpassung der Gesellschaft an die Wünsche der Menschen. Und die große Mehrheit der Menschen möchte nicht jeden Tag 2 oder mehr Stunden für den Weg zur Arbeit verwenden. Arbeiten und Wohnen wieder näher zusammen zu bringen ist pragmatisch. Und die Vermeidung von Verkehr ist die effektivste Methode Energie zu sparen und den Restverkehr zu entlasten. Das dafür Paradigmenwechsel notwendig sind, ist halt so.
Die Menschen wollen wissen, in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt. Der Austieg aus der Atomenergie hat bis jetzt ca. 40-50 Jahre gedauert, der von mir Vorgeschlagene Paradigmenwechsel wird auch so lange brauchen.

Nein man sagt ihm: "Verschwende dein Leben nicht auf der Weg zur Arbeit und nach Hause, du kannst die Zeit besser nutzen, z.B. für Familie und Freunde.

Und ja da muss viel geregelt werden. Die Finanzierung der Kommunen, das Baurecht, die Infrastruktur …


#16

Ja, allerdings realisierbare Wünsche, abgestimmt auf ihr Verhalten…


#17

Na wenn “man” “ihm” das sagt…, wie könnte der “der” dämliche Idiot da noch den Piraten auskommen. Müssen wir “dem” Migranten nur noch beibringen es sei viel Klimaneutraler zu Hause Maniok anzubauen als in einer europäischen Grosstadt auf einen Job zu hoffen.


#18

Migranten haben mit dem Thread hier gar nichts zu tun.


#19

Der Wunsch sein Leben nicht im Stau zu verschwenden ist doch realisierbar.