Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Website Piratenpartei Deutschland

Verbot von Feuerwerk


#21

Dann halt wegen der Gesundheit Blei gießen.

Können wir eigentlich auch Weihnachtskerzen und Adventskränze verbieten und bitte auch das Grillen im Sommer sowie das Tragen von weißen Socken und kurzen Hosen.

Aus Tierschutzgründen gibt es morgen auch kein Fleisch sondern Tofu.
Plätzchen, Stollen und Glühwein gehören auch verboten.


#22

“Nicht Zeitgemäß” ist einfach nur ein Totschlagargument.

“Nicht Zeitgemäß” bedeutet nur, daß etwas nach Meinung desjenigen, der das sagt, nicht der Mode entspricht. Mode sollte aber kein Grund für Verbote sein.


#23

Ich bin prinzipiell auch gegen staatliche Verbote. Wir sollten die Rolle derer einnehmen, die die Öffentlichkeit über Risiken und Alternativen informieren und dann wohlinformiert selber entscheiden lassen sollten. Also quasi Transparenz von Information und Entscheidungsfreiheit, ganz im piratigen liberalen Sinne.

Persönlich mag ich Knallen nicht und gebe auch kein Geld für den Unsinn aus. Aber andere sehen das vielleicht anders.


#24

Bestes Beispiel unterirdischster Diskussionskultur hier…
Da schildert einer seine fundierten Erfahrungen (ja, in Feuerwerkskörper, steckt das gleiche Wort wie in Feuerwehrmann, nämlich Feuer, könnte sein das beides miteinander in direktem Zusammenhang steht) und leitet seine Argumente daraus ab - das widerspricht aber der eigenen Denke, also ist es “nur eine Meinung”…

Sobald irgendein potentielles Verbot im Raum steht, wird die ominöse “Verbotspartei” an die Wand gemalt. Frag mich, wie es zu den bestehenden Verboten gekommen ist, welche “Verbotspartei” ist dafür eigentlich verantwortlich?

Stimmt, “Tradition” aber genauso.
Zumal das mit dem Feuerwerk deutlich weniger mit “Tradition” zu tun hat, als einige meinen.


#25

Tradition hat etwas mit Erleben über Generationen hinweg zu tun. Dabei muß sie nicht gleich über mehrere Generationen gewachsen sein. Tradition beginnt schon mit der 2 Generation die eine Verhaltensweise übernimmt.

Von daher gesehen verstehe ich deinen Einwurf nicht. Meine Eltern haben geböllert, ich habe geböllert, meine Kinder böllern, also ist es Tradition.

Gruß
Andi


#26

Meine Eltern haben haben Babys ihre Schnuller geklaut, ich habe Babys ihre Schnuller geklaut, meine Kinder klauen Babys ihre Schnuller, also ist es Tradition.

Für oder gegen was ist “Tradition”, erst recht deine Definition davon, ein Argument?


#27

na es ist Tradition in Deiner Familie Kindern Schnuller zu klauen - schäm Dich


#28

Tradition ist nur die nette Version von “Das haben wir immer schon so gemacht!”.


#29

Die Entscheidung sollte man den Kommunen überlassen.


#30

Du hast doch davon angefangen, dass Böllern keine Tradition ist. Nur darauf bin ich eingegangen, mit einer Definition von Tradition.

Gruß
Andi


#31

So , dann komme ich mal mit einem absolut emotionalen Argument.

Ich bin gegen Verbot von Feuerwerk an Sylvester.
Zwar beteilige ich mich persönlich schon seit Jahren nicht mehr an dem Feuerwerkswahn, aber mag es dennoch, vor allem professionelle Feuerwerke.

Sylvester und die Feuerwerke sind für mich der einzig verbindende Teil der fast alle Völker der Erde an einem Tag vereint.
Es gibt keinen anderen Tag im Jahr, an dem fast alle Völker feiern und sich einig sind und ein neues Jahr mit Feuerwerk begrüssen. Und ja das hat für mich was unheimlich emotionales. Allein schon vor dem Hintergrund, würde ich ein Feuerwerksverbot nicht begrüssen.
Es mich ergreift es immer wieder, wie fast die ganze Welt in ähnlicher Form das neue Jahr feiert. Mir persönlich gibt es immer wieder Hoffnung, dass eine irgendwie geartete friedliche Koexistenz der Völker der Erde möglich sein könnte.
Und ja das mag dumm sein und ist nicht rational sondern rein emotional


#32

Wenn alles Emotionale dumm wäre, dürften wir uns nie verlieben.

Nein, im Ernst. Ich kann Deinem Beispiel, rein emotional, nur zustimmen.


#33

Salut - franz für Hallo

Salut steht für:

Soviel zur “Tradition” von Opa und Oma.


#34

Ganz klar dafür.
Sprengstoff gehört nicht in die Hände alkoholisierter Amateure.


#35

Wie immer sind nicht die vernünftigen Menschen das Problem.

Damit schon mind. 2 Schwerverletzte dieses Jahresende.


#36

Ich greife da einfach mal das Argument von jemandem anderen hier im Thread auf: nur weil betrunkene Auto fahren, verbietet man ja keine Autos sondern nur das betrunkene Fahren. Und nur weil das einige betrunkene machen dürfen alle anderen das jetzt nicht mehr nach deiner Aussage?


#37

Naja, ein Alkoholverbot beim Böllern käme vermutlich einem Totalverbot recht nahe.


#38

Menschen dürfen ohne Fahrerlaubnis nicht Auto und schon gar keinen Bus fahren - deswegen Kompromiss ein Zentrales Feuerwerk in der Stadt/Gemeinde von ausgebildeten Pyro-Technikern; wenn Piratenpartei keine Verbote haben will, heben wir alle Verbote doch auf… (Ironie aus)


#39

Fakten, Fakten, Fakten

Nach ihren Berechnungen würden rund 4500 Tonnen Feinstaub in der Silvesternacht in ganz Deutschland in die Luft gepustet, sagte Krautzberger. “Das entspricht etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.”


#40

Wichtige vom Menschen verursachte Feinstaubquellen sind Kraftfahrzeuge, Kraft- und Fernheizwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, der Schüttgutumschlag, die Tierhaltung sowie bestimmte Industrieprozesse. In Ballungsgebieten ist vor allem der Straßenverkehr eine bedeutende Feinstaubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft: Vor allem die Emissionen gasförmiger Vorläuferstoffe aus der Tierhaltung tragen zur Sekundärstaubbelastung bei. Als natürliche Quellen für Feinstaub sind Emissionen aus Vulkanen und Meeren, die Bodenerosion, Wald- und Buschfeuer sowie bestimmte biogene Aerosole, zum Beispiel Viren, Sporen von Bakterien und Pilzen zu nennen.

Die Berechnung von 15,5% ist wo nachvollziehbar?
Das mit der Prozentrechnung gehört in Deutschland doch zu den noch zu übenden Fähigkeiten.

Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass in ca. einer von 8760 Stunden des Jahres 15,5% des gesamten Feinstaubes eines Jahres herausgeblasen werden, dann hege ich mal Berechnungszweifel.