Verbot von Einfamilienhäusern?

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Bei den Linken und den Grünen sprechen sich zunehmend Politiker dafür aus den Neubau von Einfamilienhäusern zu verbieten. Als Argument wird angegeben das diese unökologisch sein und auch unsozial da Sie zu viel Platz weg nehmen der bei dichterer Bebauung für mehr Menschen genutzt werden könnte.

Da stellt sich die Frage:

Ist es Notwendig ein solches Verbot zu erlassen um den Klimawandel zu stoppen. Oder ist es eine illiberale Staatliche Bevormundung der Bürger und würde zu einem zunehmend autoritären Staat führen der sich immer mehr in die Autonomie des einzelnen einmischt.

Was denkt ihr zu dem Thema ?

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Dem Klima sind deine Quadratmeter völlig egal. Bei den Linken ist es Sozialneid (mehr Themen haben sie nicht), bei den Grünen ist es Verbotsgeilheit. In Teilen Hamburgs ist das wohl bereits Gesetz.

Naja, werden Häuser halt teurer. Das haben sie dann davon. (?!)

Hamburg ist eine Großstadt mit Wohnungsknappheit, aber so wie ich das verstehe wollen einige Grüne/Linke das ja bundesweit. Dann dürfte man noch nichtmal auf dem Dorf mehr sein Häuschen im Grünen bauen und das wäre dann schon absurd bzw. extrem freiheitsfeindlich.

Nuja, Linke fordern ja Vermögenssteuer. Dann hätten Hausbesitzer also nix davon wenn Preise steigen sondern würden noch zusätzlich durch den Staat scheibchenweise enteignet werden…

Ich meine hier in Südbaden ist es doch eh schon in gewisser weiße Verboten worden vor ein paar Jahren? Es darf eigentlich nur noch Baugebiete mit Ausgleichsfläche geben.
Bundesweit halte ich so ein Verbot auch nicht als Zielführend, aber was die Baugebiete angeht, könnte es in manchen Städten ganz gut sein, wenn nur noch Mehrfamilienhäuser erlaubt werden. Das ist meist effizienter was die Nutzung von Öffentlichen Raum angeht, und macht es auf einfacher ÖPNV zu haben.

In Großstädten gebe ich dir da recht, Berlin, Hamburg, München etc usw macht es durchaus Sinn. Ich würde mir ohnehin niemals ein Haus bauen, auch aus ökologischen Gründen. Dennoch sollte die Freiheit dazu bleiben, zumindest abseits der großen Städtischen Zentren. Am besten wäre vermutlich der Bau von Hochhäusern in denen möglichst viele Menschen leben können. Ich fände so eine City mit vielen Wolkenkratzern auch ganz schön anzusehen.

Inhaltlich völliger Quatsch.
{Angriff und Beleidigung des Users gelöscht: Pirat_Andi}

Natürlich stellen versiegelte Flächen aus vielen Gründen ein Problem dar.
Es müssen mehr Fächen entsieglt denn versiegelt werden.
Man braucht sich über Corona nicht wundern, wo sollen sie hin die Wildtiere

Wer meint, er müsse einen Steingarten haben, der möge halt gar keinen Garten haben.
Es kommt eben darauf an, was man mit seinem Beton und Boden tut.
Vom Verhalten des Einzelnen hängt s ab, ob er einen Beitrag zum Klimaschutz leistet oder nicht.


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Generell finde ich, dass es mehr freistehene Einfamalienhäuser geben sollte, diese jedoch etwas kleiner sein könnten und die Bauvorschriften vllt etwas runtergefahren werden sollten, damit sich mehr Leute günstiger und einfacher ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können.

Häuser (und Kuchen) für Alle.

In Deutschland werden im Jahr ca. 180 qkm neu versiegelt.

In der Heute Show wurde das Thema auch thematisiert.
https://www.zdf.de/comedy/heute-show/heute-show-vom-12-februar-2021-100.html (Ab min 20)
Die Zementindustrie trägt sehr viel zum CO2 Ausstoß in die Atmosphäre bei und das produzierte Beton wird für den Bau von Häusern genutzt.

Nein, das ist falsch, der Vernichtungsgrad spielt da schon eine große Rolle.
Je mehr verdichtete Fläche, desto weniger naturbelassene Fläche mit Wald, Blühwiesen usw. Zum anderen ist Bauen an sich, wenn man es nur aus der reinen Klimaperspektive sieht, je nach verwendeter Baustoffe, an sich schon ein Problem.

Das ganze waren auch nur mediale Zuspitzungen. Wenn man das ganze sehr nüchtern betrachtet, gibt es eine solche städtebauliche Planung schon seit 30 Jahren.
Letztlich geht es um das Ausfransen der Städte, wie man es aus der USA mit den riesigen Bereichen in denen nur 1 Familien Häuser stehen. Eine solche Verdichtung von Fläche ist nicht erstrebenswert, weder im Sinne des Klimas aber auch nicht städtebaulich.

Dazu gibt es auch sehr viele städtebauliche Untersuchen zu, die sich mit einer klimaverträglichen Nachverdichtung beschäftigen. Das heißt aber natürlich auch im Gegenzug, dass es nur noch beschränkt Bauland ausgewiesen wird.


Wobei mittlerweile selbst die Nachverdichtung städtebaulich nach Stand 2020 teils sehr kritisch gesehen wird.

Im Übrigen hat das auch wenig mit Verbotskultur zu tun.
Wenn Gebiete noch kein Bauland sind und nur im Flächennutzungsplan als Bauerwartungsland ausgewiesen sind, was für den Dritten keinerlei Ansprüche ergibt, dass es auch Bauland werden wird, liegt es nach wie vor in der Hoheit der Kommune, ob dort gebaut wird oder nicht. Wenn die Kommune kein Baugebiet will oder keine Bebauung mit Einfamilienhäusern, kann sie das im Bebauungsplan festlegen. Das gabs schon immer und gibt es auch schon heute.
Die Diskussion wird heute nur anders geführt.

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Wieder einmal ein Zeichen von dummdreisten falschen Behauptungen. Es stünde uns Piraten wirklich gut an, nicht jeden BILD-und sonstigen Wurmköder ungeprüft aufzuschnappen. Vielleicht mal kurz durchatmen, statt Schnappatmen? Mein Credo 1975: ich verbaue kein Neuland. Unser Fazit: wir kauften eine ‘Bruchbude’ (allseits völliges Unverständnis), bauten mit viel Eigenleistung 6 Jahre lang unseren ‘Alterssitz’. Die völlig verfehlte Baupolitik der letzten 50 Jahre mit der Randbaulandbebauung und runtergekommenen Stadt- und Dorfzentren ist doch offensichtlich und sollte schon längst korrigiert werden.

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Enger bebaute Orte/Städte würden es auch einfacher machen den ÖPNV zu organisieren. Weniger Fläche = Weniger Haltestellen und damit bessere Abdeckung mit kleinerer Anzahl von Bussen. Macht also schon Sinn eher weg zu kommen vom Einfamilienhaus (ist auch eher so ein Ding das aus den USA Importiert wurde, American Dream und so weiter und so fort…)

Frage, ist da ein Staatliches Verbot der richtige Weg ? oder gäbe es Möglichkeiten die weniger einschneidend für die individuelle Freiheit sind ?

Das sind alles Vorwahlkampflockerungen, immerhin wird doch mit einem starken Zuwachs der Grünen gerechnet.

Es ist somit zu erwarten, dass vielen Themen auf der Ebene der Emotionen ausgetragen werden.

Wir müssen auf unsere Ressourcen natürlich besser aufpassen.
Freiheit entsteht nicht durch Zerstörung, sondern durch Pflege.

Prinzipiell werden wir aufgrund des demografischen Wandels weniger Flächen brauchen, es ergibt somit mehr Sinn, die bereits jetzt ausgewiesenen Flächen auch zu nutzen und Wohnen in strukturschwachen Gebieten auf vielfältige Weise zu fördern.
Auch die Städte müssen natürlich umgebaut werden, um lebenswerte Wohnräume zu schaffen.
Mehr gemeinsam genutzte Flächen denn reine Schläfstädten und große Shoppingcenter.

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Ich finde zudem, dass nicht noch mehr bürokratische Hürden geschaffen werden sollten, sondern weniger. Bauen sollte flexibler werden, dann sehen die Gebäude auch wieder etwas schöner, individueller und kreativer aus. Mein Traumhaus ist jedenfalls keines dieser 0815-Häuser. Ich hätte gerne ein Haus aus dem 3D-Drucker, dass ich mir selbst am Computer (das Computerprogramm würde mir natürlich gleich markieren, was baustatisch möglich ist und was nicht) entworfen habe.

Stellen wir eben dem “American-Einfamilienhaus-Dream” und dem “sozialistischen Blockbautraum”, den Piratentraum von Häusern aus dem 3D-Drucker gegenüber, die sich jeder selbst ausdrucken kann.

Es gibt natürlich noch was ganz anderes, und das ist die Realität!
Deutschland gehört mit zu den Ländern in Europa, die das wenigste Wohneigentum haben.
Auf der anderen Seite wird die Demographie dafür sorgen, dass unser Land bis 2050 immer älter wird.
Und wenn jetzt 30 oder 40jährige sehen was mit den Mieten geschieht, dann ist klar, wer es sich leisten kann baut ein Haus.
Denn nur das ist eine Altersvorsorge mit Wertzuwachs.
Und aus der eigenen Familie kann ich gerade sagen, es wurde 2 Jahre lang nach einigermassen bezahlbaren Häusern oder Bauplätzen in Stadt und Stadtnähe gesucht. Aber die Preise für Wohnklos sind utopisch, ausserdem schaut dir der Nachbar sowohl im Haus, und besonders im Garten auf den Teller.
Also?
Es wird aufs Land gezogen und 30 o 40 km Fahrt je Strecke zur Arbeit in Kauf genommen. Dafür aber eben größer gebaut und der Garten hat dann auch den Platz um ein Gartenhäuschen und Pool aufzustellen.
Und dies ist kein Einzelfall sondern die Regel.
Die Pendlerpauschale macht es möglich. Und diese Menschen werden auch dafür sorgen, dass Straßen immer breiter und schneller werden, ebenso werden mehr Straßen benötigt.
Ob hier der ÖPNV eine Lösung ist bezweifel ich sehr.
Und die Flächennutzungspläne sind (teilweise) ein Witz, da an der Realität vorbei.

Ich sehe in diesem Verstoß zudem eine vermeintliche Lösung für ein hausgemachtes Problem: In Berlin hat die Landesregierung, zu der die Grünen aus unklarem Grund maßgeblich beitragen dürfen, bekanntlich den umstrittenen Mietendeckel beschlossen - infolgedessen ging die Zahl an Mietwohnungen deutlich runter und die Zahl an Eigentumswohnungen deutlich rauf. Vielleicht ist das auch ein Versuch, die Schäden der eigenen Politik abzufangen.

Der freilich scheitern wird.

Ob das Problem jetzt hausgemacht ist (bezweifle ich) oder ein Stück weit aus der persönlichen Sicht auch vielleicht nachvollziehbar sein mag lasse ich jetzt mal dahin gestellt.

DAS wir hier ein Problem haben liegt gleich an mehreren Faktoren:

  • Einfamilienhäuser haben ein deutlich schlechteres Verhältnis von Außenwandfläche als Mehrfamilienhäuser
    • diese Außenwände werden in hießigen Breitengraden deutlich massiver gebaut als Innenwände, womit entsprechend mehr Baumaterial und damit eben auch Zement verbraucht wird.
    • mehr Außenwände pro Wohnfläche heißt gleichzeitig aber auch einen höheren Bedarf an Wärme.
  • die berühmte Zersiedelung frisst Freiflächen und drängt “die Natur” immer mehr zurück
  • der gerade beim Eigenheim übliche “große” Garten, natürlich gut deutsch gut gepflegt, mit kurz gehaltenem englischem Rasen und Mähroboter frisst da zusätzlich “Nutzfläche” für Insekten, Vögelaber auch wildpflanzen (Stichwort “Unkraut”), sprich er drückt die Artenvielfalt.

Das wir letztlich immer noch zu den Ländern mit dem geringsten Eigentumsanteil in Europa liegen hat damit nur indirekt zu tuen, denn es sind häufig auch Bauunternehmen, die hier ganze Neubausiedlungen mit (Einfamilien-)Mietshäusern aus dem Boden stampfen.
Mehr Einfamilienhäuser heißt als onicht automatisch gleich mehr Wohneigentum.

Das wir aus dem Dilema nicht so einfach rauskommen ist klar, das Verbote noch weniger zielführend sind ebenso.
ABER; nur weil in diesem Fall DIE GRÜNEN einen anderen “Lösungsansatz” sehen als wir (die wir noch garkeinen haben) heißt nicht, das das beschriebene Problem deswegen nicht existiert, falsch sei oder whatelse …
Bitte nicht diesen querdenkerischen Ansatz und die wahlkampftechnische Befeuerung, derzeit vor Allem von der CSU so missverstehen, das das Problem das Problem selbst sei, das Problem und der Fehler ist lediglich der Lösungsansatz.

Und, lösungsansätze war doch eigentlich immer unser Ding als PIRATEN, lasst uns also bitte überlegen, wie wir das Problem OHNE Verbote angehen können, aber eben auch OHNE Leugnung des Problems.

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Ja daher empfehle ich jedem sich mal mit dem örtlichen Bauausschuß zu beschäftigen, da sieht man nämlich genau, wie der Hase läuft und nicht wie er politisch ideologisch aufgeheizt und am Besten noch nach der eigenen Agenda, wie nun von den Grünen, erzählt wird.

Ja und die Quote der Erben wird auch höher und damit der Menschen, die über Grundeigentum verfügen.


( Die Auswahl der Immobilienerbschaften erfolgte gemäß der Quelle ohne die zwei Prozent der einkommensreichsten Haushalte.)

Es wird kein stadtnahen billigen Baugrundstücke mehr geben, egal was man macht.
Weil der Markt an verfügbaren städtischen Baugrund immer kleiner wird. Ob man nun deswegen ausgefranste Städte will, die von einem Stadtende bis zur Stadtmitte 40 km reichen oder direkt Stadt und Land trennt und weniger Fläche verdichtet, ist eine politische Entscheidung und letztere ist noch immer klimafreundlicher und auch städtebaulich sinnvoller.

Über Pendlerpauschalen brauchen wir gar nicht reden, die gehören meiner ganz persönlichen Meinung abgeschafft und das Geld in einen ordentlichen ländlichen ÖPNV investiert.

Was ich nicht verstehe, warum überhaupt von Verboten in diesem Zusammenhang gesprochen wird, da die Entscheidung, welche Häuser ich in einem Baugebiet laut Bebauungsplan zulasse, der Hoheit der Kommune liegt. Wofür braucht es da überhaupt Verbote? Ok, ich kann den Bebauungsplan an sich schon als Verbot ansehen, ja.
Die meisten Städte können doch mangels Flächen gar nicht mehr viele Gebiete für Einfamilien Häuser ausweisen, soweit sie noch Zuwachs in ihrer Stadt haben wollen.

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weil es dem politischen Gegner, in diesem Fall der CSU Spaß macht den GRÜNEN den Stempel der Verbotspartei aufzudrücken und die sich so ungeschickt anbstellen, das sie immer wieder in diese Falle tappen …

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Das sind Zahlen von 2016 bis 2024 - Also 5 Jahre schon rum, 3 noch vor uns…
Und trotzdem geht es mit dem Bauboom wieder los,
Ja, Erben ist oft sogar oft die Grundlage bauen zu können, wenn z.B. 2 o 3 Kinder beerbt werden.

Ja, mache ich seit Jahren!
Besonders interessant finde ich, wenn kommunales Eigentum möglichst an den Meistbietenden verkauft wird und darauf dann hochwertige Eigentumswohnungen gebaut werden. Gerne auch an betuchte ältere Menschen die noch eine ausreichende Rente/Pension bekommen.
Ansonsten gerne an 2 Voll-Verdiener, die können dann auch 12€ Kaltmiete /qm zahlen. Oder halt Eigentumswohnungen so ab 400.000€. Von diesen Projekten habe ich 100 WE in 1 Km Umkreis.
Sozialer Wohnungsbau? Keine!
Soviel zum Bebauungsplan. Der Übrigens in KO aus über 400 Einzel Projekten besteht.

???
Zwischen 50 - 70% der verdichteten Fläche fällt auf Verkehrsflächen. Und je weiter Bauplätze vom Arbeitsplatz entfernt sind, desto notwendiger wird der Ausbau von Verkehrswegen.
Klimafreundlich?

Könnten schon, aber wollen sie?
Oder ist es ihnen lieber, weniger Raum und diesen wesentlich teurer zu verkaufen?
Nachdem Städte Baugrund im Vorfeld aufgekauft haben.
Und dann fahren die Kinder ab dem 4 Schuljahr wieder über 20, 30 km in die Städte um weiterführende Schulen zu besuchen.
Klimafreundlich?