USA nutzt IT-Monopole als Waffe

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Da Markup den Link kaputtmacht :

https://twitter.com/ths/status/1181565733962166272 Link

“Benutzt die Cloud!” Haben sie gesagt.

Die US-Regierung kann also einem ganzen Land auf Knopfdruck die digitalen Werkzeuge ausschalten, und ihr redet über Hackback.

Europa braucht eigene Hardware, Betriebssystem und Softwarelösungen am besten Open Source.

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Zum Glück gibt’s ja noch die älteren, gecrackten Versionen. :smiley:

Eigentlich beträfe das dann ja auch Office 365 von Microsoft und viele andere Anbieter wie Whatsapp oder Skype. Oder?

Löst das dann wirklich das Problem?
Bitte nicht missverstehen, ich lehne Cloud-Lösungen überhaupt nicht ab. Ich stelle nur die Frage, ob die derzeitige Situation sinnvoll ist?

Ob der Sprengstoff, den diese Verordnung in sich trägt, sich in einer Europäischen Cloud oder Innerdeutschen Cloud in Luft auflöst? Restriktionen sind doch auch hier möglich. Die Frage(n) die mich hier umtreibt ist doch eher, “Wer solle das übernehmen?”. Wer ist so vertrauenswürdig, private Daten Datenschutzgerecht zu speichern? Der Staat kanns nicht sein, weil das Geheimdiensten direkten Zugriff gewähren würde. Private Firmen auch nicht, die sind nicht an Sicherheit interessiert sondern nur an Profit. (Siehe Skandal mit den Patientendaten, so lange kräftig verdienen bis es auffliegt)

Wie “verkauft” man also das Thema zum einen Politisch und als Partei, zum anderen so, dass die Leute das Problem verstehen?

Es gäbe auch technische Aspekte die dann tatsächlich in direkter Weise Open Source betreffen. Wenn jemand seine private Cloud hat, dann muss sie über mindestens freie Protokolle mit allen anderen Clouds dieser (Europäischen) Welt interagieren können. Nicht zuletzt auch jedes Smart-Device, was dann weitreichende Folgen hätte und auch den Hardwaremarkt beträfe. (Harmonisierungen gab es hier bereits. Z.B. in Sachen Mini-USB für Smartphones)

Fragen über Fragen.

Und ja, Außenpolitisch betrachtet ist das ein weiteres Thema. Die USA stöpseln mal so eben ein Land ab um einen Cyber-Krieg zu führen. Hier wird nun deutlich was in den Jahrzehnten zuvor Gang und Gäbe war, Wirtschaftssanktionen bis hin zu Sanktionen mit Geldinstituten usw. Früher traf das “nur” diverse Firmen, heute trifft es Privatpersonen.

Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?
Ich dachte, du schreibst jetzt einen Text darüber…
Meine Unterstützung hast du. @Fulleren kann das natürlich auch übernehmen.

Hinzu kommen die inkompetenten Digitalisierungsversuche der Bundesregierung, die der Spiegel mit BER vergleicht: https://magazin.spiegel.de/SP/2019/38/165926185/index.html
(leider proprietär, aber ich zahle lieber Geld für Journalismus anstatt dass ich meine Daten für Überwachung freigebe)

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Ich sehe nicht viel Potential für Text, so dass es über eine PM hinaus gehen würde. Adobe hat ja wieder den Cloudhype, noch die Sanktionen zu verantworten. Sanktionen an sich und speziell die Sanktionen gegen Venezuela lehnen wir als Partei mWn auch nicht ab.

Was dann bleibt ist:

  • Cloud-Komplettlösungen in fremden Händen = keine gute Idee
  • Proprietäre Software, die sich Sanktionen unterwerfen muss = keine gute Idee
  • Unsere Forderungen nach freier Soft- und Hardware = gute Idee

Während dessen beugt sich Apple aus Profitgründen mal wieder den Forderungen chinesischer Zensoren, aber auch hier kann man sich mMn nur empören und nichts groß Produktives schreiben.

Das kommt auf die Intensität der Sanktionen an. Für Iran ist mWn alles gesperrt, sogar sowas wie Duolingo. Warum jetzt ausgerechnet Adobe seinen “Service” in Venezuela einstellen muss, liegt wohl in der Willkür Trumps bzw. seiner Berater.

Der Staat muss durch uns so vertrauenswürdig werden, um das nicht zu tun. Das ist ja, was wir politisch fordern (Netze in Bürgerhand). Ob dann eine Europa-Cloud in direkter Staatshand liegen oder von einem unabhängigen, “technokratischen” Gremium aller top Unis Europas verwaltet wird, ist für mich eine Detailfrage.

Thread soundtrack: Jugendband von Putin und Maduro

PMs sind wichtiger - darum ging’s mir eigentlich…

Habe bisher keine einzige PM (erfolgreich) geschrieben und verstehe auch ernsthaft nicht das Prinzip dahinter (Ghostwritertum für Parteiobere? In meiner Transparenzpartei?). Deswegen halte ich mich davon lieber fern.

Im Prinzip zerstört dieses Vorgehen das Vertrauen in internationale Zusammenarbeit und führt am Ende wieder nationalen Lösungen, die insbesondere die amerikanische Wirtschaft treffen.

Es wird sich jeder fragen, warum er sich einen VW kaufen soll, wenn Trump das Fahrzeug jederzeit still legen kann.
Das sind die eigentlichen Verwerfungen und die Krise, der sich inzwischen die Industrie zu stellen hat.