Unterstützerunterschriften - DAS größte Problem vor Wahlen!

Wenn wir uns bei den nächsten Wahlen wieder mehr auf Kandidaten und Themen beziehen wollen, muss erst mal das Problem der Unterstützerunterschriften geregelt werden.
So wie es bisher läuft, kostet diese “Wahlvorbereitung” gefühlt 90% der eingesetzten “Piratenpower” vor jeder Wahl.
Dies kann und wird so nicht weiter gehen.
Es müssen dringend Ideen herbei wie es machbar ist, Menschen auch aus den Mitgliedern dafür zu bezahlen, wenn sie sich stunden- und tage- und wochenlang auf die Straße stellen.

Keine Ahnung ob wir da eine Firma gründen können, die diese Menschen bezahlt, oder ob es “irgendwie” möglich ist Studenten dafür Ferienjobs anzubieten…
Auf jeden Fall muss da etwas geschehen, sonst wird es nicht mehr möglich sein einen Wahlkampf zu führen.
(Und ja, auch UU sammeln ist Wahlkampf, wenn sich genug finden die dies machen, aber die fehlen offenbar überall!)
Nur hat sich wohl herausgestellt, dass UU sammeln ohne sich sofort als Partei erkennen zu geben wirksamer ist als z.B. mit einem Infostand.

Gleiches gilt, dass wir erst mal die Öffentlichkeit auf dies Thema aufmerksam machen müssen, ich denke 90% aller Menschen wissen gar nicht was Unterstützerunterschriften sind.
Hier müssten wir IMMER, also nicht nur vor Wahlen in der Öffentlichkeit stehen.

Ideen?

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Der erste und wichtigste Schritt wird ja derzeit in vielen LVs versucht

Die eigenen Mitglieder anschreiben und abholen
Ich hab mal grob überschlagen, dass wenn die Mitglieder in BaWü, die wir bereits angeschrieben haben jeder die 5 Formulare plus Rückumschlag ausfüllen und einschicken würden, hätten wir unsere UUs beisammen für die Landesliste…ich weiß hätte hätte Fahradkette, aber die eigenen Mitglieder einzubinden und zu (re-)aktivieren, idealerweise (aktive) Mitglieder dazuzugewinnen muss grundsätzlich immer unser erstes Ziel sein.

Aus der Erfahrung welche Wirkung das Verfassungsgerichtsurteil in BaWü außerhalb der Politikbubble hatte - jedenfalls die, die ich wahrgenommen habe - wäre auch die Frage überlegenswert mal eine groß angelegte Kampagne “Wie erhalten die etablierten Parteien ihren Status” zu machen und da dann neben UUs auch so Sachen wie 5 Prozenthürde, ungleiche Berichterstattung und dergleichen aufzuziehen

Das wäre aber eher ein Thema für ein breites Bündnis an Kleinparteien, allein um es groß genug bespielen zu können

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Solange coronabedingt Einschränkungen herrschen, an die wir uns halten wollen, werden Briefaktionen für das Sammeln von UU wichtiger werden. Sei es nun an die eignen Mitglieder, als auch als Einwurfaktion in die Briefkästen zusammen mit einem Wahlkampfflyer. (Dann hat man auch Präsenz gezeigt, die wir bitter nötig haben.)

KlimaZero sammelt in Mainz so wie es aussieht gerade recht erfolgreich 10 K UU bis April zusammen für einen Bürgerentscheid. Sie sammeln über aufgestellte Fahrräder in die Innenstadt an denen Kästen befestigt sind, in denen die UU Zettel und Flyern liegen, mit aufgestellten Boxen in der gesamten Innenstadt zum Einwerfen der Zettel und Bekanntgabe von gewerblichen und privaten Adressen rund um die Stadt, in die die Unterschriften-zettel eingeworfen werden können. Dazu noch Plakataktion (ja mitten im Wahlkampf) und dazu Flyer und Werbeeinlagen in der Zeitung mit UU Zetteln und Campaining hoch und runter den ganzen lieben langen Tag. Kein Instagram kein Facebook kann ich aus Mainz heraus öffnen ohne die Kampagne irgendwie wahrzunehmen.
Solche Dinge scheinen durchaus auch kontaktlos funktionieren. Da sollten wir Dinge abschauen und das was für uns verwirklichbar ist ebenfalls versuchen.
So erreichen wir mehr Menschen kontaktlos.

Im Rahmen eines breiten Bündnisses würde das sicherlich auch Aufmerksamkeit generieren und in der Presse Niederschlag finden.

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"Es gebe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man senke “für diese Bundestagswahl die Zahl der für eine Zulassung nötigen Unterschriften”. Oder man erleichtere “die digitalen Möglichkeiten, Unterstützungsunterschriften zu leisten”. Die erste Variante sei “vermutlich einfacher zu realisieren”.

Im Zweifel immer für Totholz, macht man ja stets positive Erfahrungen mit.