Und Tschüssi - Warum ich euch nicht wähle werde!

Eine Partei, die öffentlich weinerlich auftritt, tut damit ihrem Ruf als “professionell auftretende Partei” (hihi) keinen Gefallen. Und ja, Tweets sind Momentaufnahmen. Bedeutet das, dass sie bei der Bewertung keine Rolle spielen sollten?

Denn dann sollten wir noch mal darüber reden, was eigentlich an der AfD so schlimm sei.

In Verbindung mit der Bezeichnung “Pirat” sind solche Aussagen erschreckend.

Wie war das mit kontextfreiem Zitieren? Bitte tu das nicht.

Meine Aussage war „natürlich zählen Tweets maßgeblich in die Außenwirkung einer Partei ein, bei der AfD ist das ja auch Konsens“. Falls du es jetzt besser verstehst.

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Das beendet jede konstruktive Diskussion.

Auch an dich die Bitte, bei „wenn, dann“ nicht das „wenn“ wegzulassen.

Ein Tweet ist nicht die gesamte Außendarstellung der Partei. Und ein solcher Tweet ist zehn mal besser als keiner oder unverständliche Tweets. Förmlichkeit ist in Social Media eher nicht so gefragt. Die Sachlichkeit muss in den Blogbeiträgen gegeben sein. Social Media läuft nach anderen Regeln.
Aber im Moment ist sicherlich nicht die Zeit hier im Forum rumzustreiten, sondern die Zeit sich in der Öffentlichkeit positiv als Piraten zu präsentieren und die Inhalte zu verbreiten.
Ich sehe selten das positive Transportieren von Parteiinhalten.
Hier ist jeder gefragt, dass der Bundestagswahlkampf was wird.

Also dann mal los :slight_smile:

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Wenn du das “nicht immer” durch “nie” ersetzt, dann passt der Satz.

Gruß
Andi

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Ach, liebe Susanne - das ist wohl das erste Mal, dass ich in diesem Forum
persönlich werde.

So fulminant, wie Du hier im Forum gestartet bist, schafft das kaum jemand.
Ich dachte mir gleich: “Die ist ja wirklich stark und dynamisch, aber das wird
sie nicht lange durchhalten und sich dann ganz plötzlich wieder verabschieden”
Und genauso ist es jetzt gekommen.

Zwei Gedanken fallen mir dazu ein:

  1. In jeder Partei braucht man eine gewisse Abgeklärtheit und muss dicke
    Bretter bohren, wenn man was erreichen will. Schnelle Emotion und großer
    Impetus sind zwar gut - aber in Parteien - bei den Piraten oder anderswo -
    sind Durchhaltevermögen und Langzeitdabeisein wichtiger. Das ist leider so
    (und das ist auch das, was mich dazu bringt, lieber in der zweiten Reihe zu
    bleiben).

  2. Der Piratenpartei mangelnde “Durchsetzungsstärke” vorzuwerfen, ist etwas
    unfair. Vor ca. 10 Jahren hatten fast alle Parteien so ein Forum - und da tobte
    wirklich das “rhetorische” Leben. Die Parteien haben alle ihre Foren wieder
    geschlossen, weil sie diese nicht unter Kontrolle bringen konnten. Trolls,
    Schwachmaten und VT-ler sind nun mal in allen Foren mehr oder weniger
    getarnt unterwegs. Die Piraten sind die einzigen (meines Wissens), die aber
    ihr Forum offen gehalten haben - und dadurch Offenheit und Stärke gezeigt
    haben. Und ja: Es gibt immer noch die getarnten und ungetarnten Trolls,
    Schwachmaten und VT-ler - aber genau damit müssen wir lernen, umzugehen.

Last not least: Vielleicht kommst Du ja nach einer Verschnaufpause wieder
zurück zur Politik, sei es bei Fridays For Future, bei den Grünen, bei den
Linken oder sogar wieder bei den Piraten hier.

Viel Glück und Spaß dabei!

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Da braucht es Menschen die wirklich mutig sind und es auch verstehen sich selbst und andere gegen Angriffe zu verteidigen.

Es war aber kein Angriff. Es war eine Diskussion über das Grundlagenthema Meinungsfreiheit. Du hast dann deine eigene Antwort zum Thema gegeben, indem du sofort Zensur der Diskussion gefordert hast.

Aus und Vorbei, ich werde eine andere Partei wählen.

Das ist doch völlig irrelevant. Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann wären sie verboten. Alle Parteien machen exakt dasselbe. Die Mainstream-Medien sind de facto gleichgeschaltet. Die repräsentative Demokratie funktioniert nicht.

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Nööö!

Das stimmt ja überhaupt nicht. Natürlich bringen Wahlen was, und natürlich verändern
Parteien etwas - sogar sehr viel. Rate mal, weshalb alle Parteien vor der Wahl so
unter Druck sind. Natürlich wird in der nächsten Bundestagswahl einschneidend
entschieden, wie es in den nächsten Jahren weitergeht. Wie also dem Klimawandel
begnet werden soll, wie gerecht die Gesellschaft werden soll. Das steht alles auf der
Kippe!

Diesen Fatalismus “das bringt alles nichts” kann ich wirklich nicht mehr hören! Es
kommt schon auf die Mehrheit der Menschen an - wenn die Druck machen würden,
passiert viel. Die Grünen fingen vor 50 Jahren als Anti-AKW-Bewegung an, heute
sind wir soweit, dass alle AKWs in Kürze abgeschaltet werden. Fridays For Future
haben alle Parteien kräftig Dampf gemacht (auch wenn’s noch nicht ausreicht).

Also wer wen wählt, das ist SEHR wichtig!

Ein Problem ist eher, das viele Menschen eine Partei wählen, die ihren eigenen
Interessen sogar schaden (siehe Buch von Ulrike Herrmann - wärmstens zu
empfehlen). Aber das ist eher so ein Medien- und Meinungsthema.

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Es ist mir schon klar, dass für den individuellen Berufspolitiker persönlich viel auf dem Spiel steht, wenn die eine Partei die andere ersetzt. Für mich als Wähler indes kann ich nicht ernsthaft behaupten, dass das Rollenspiel der repräsentativen Demokratie mir wirklich eine echte Wahl lassen würde. Ich bin mit dem Angebot inhaltlich extrem unzufrieden und müsste schon selber eine neue Partei gründen, wenn ich wirklich etwas besseres wählen wollte. Dies will ich aber nicht und würde auch massive Repressionen erhalten, wenn ich es machen würde.

Es gibt in der Parteien- und Medienlandschaft einen engen Meinungskorridor, in dem ich mich nicht wiederfinde. Ich hätte z.B. gerne eine Partei gesehen, die die jüngsten Verschärfungen im Sexualstrafrecht klar und deutlich ablehnt und statt dessen eine Liberalisierung anstrebt. Oder eine Partei, die das Recht auf den Erwerb humaner Suizidmittel wie Natrium-Pentobarbital für jeden klar artikulierten Bürger zuschreibt, ohne dass Ärzte dies willkürlich verhindern können. Solche Positionen werden von keiner Partei vertreten. Klar sind manche Parteien (CDU, AfD) noch schlechter als andere (FDP, Piratenpartei), aber ich sehe darin eher eine Ablenkung vom Kernproblem, dass wir alle gewaltsam regiert werden und dass die konformerzwingenden Kräfte, die dies für uns alle verbindlich machen, sich von so etwas wie Wahlen nicht beeindrucken lassen. Die Politiker - auch der Piratenpartei - machen schlussendlich das, was im Overton-Fenster verbindlich ist, was wiederum von den Mainstream-Medien vorgegeben wird, welche sich wiederum in einem engen kulturellen Meinungskorridor koordinieren. Hängt sicher auch damit zusammen, dass die meisten privaten Mainstream-Publikationen in der Hand einiger weniger Konzerne sind und die öffentlich-rechtlichen in der Hand des Staates selbst, der sie natürlich für regierungstreue Propaganda nutzt.

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Warum wählen eigentlich so viele Leute nicht die Partei, die für ihre eigene Lebenssituation passt? Sie sollten weniger an die anderen denken als an sich selber: nicht ‘die Politiker’, die ‘Mainstream’-Medien usw. sondern selber nachfragen, was in den Programmen steht und viel wichtiger, was nicht drin steht. Fragen, was wird mir ‘angeboten’ und nicht 1000 Gründe konstruieren, um das Wahlrecht zu diskreditieren.

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Genau das tue ich doch. Ich will ganz konkret selber das Recht haben, das Natrium-Pentobarbital kaufen zu können, wann es mir beliebt.
Der Beitrag wurde durch die Moderation bearbeitet. Hinweis: https://www.kein-taeter-werden.sh/ Grüße, Buchstabenprinzessin]

Der User spricht sich für eine Liberalisierung des §182 StGB aus. Bei der Ablehnung des Verbots von Kindersexpuppen und Lolicon und bei den unverhältnismäßigen Strafmaßerhöhungen geht es mir auch ums Prinzip. Da werden fundamentale Rechtsprinzipien verletzt. Es gibt aber keine Partei, die eine Liberalisierung oder auch nur die Ablehnung der jüngsten Verschärfungen im Wahlprogramm hat. Deswegen bin ich ja überhaupt im Forum. Die Illusion, dass die Demokratie funktioniert, habe ich nicht mehr. Natürlich ist sie in der Praxis immer noch marginal besser, als eine neue Hitler- oder SED-Diktatur.

Warum? Würde deine Partei gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen?

Nein. Ich meinte Repressionen eher im Bezug auf Zerstörung meines Privatlebens und ggf. illegale physische Angriffe, während die Polizei die Schultern zuckt. Man kann ja z.B. mal die Erlebnisberichte der niederländischen PNVD u.ä. als Beispiel heranziehen. Ist aber eh egal, weil ich kein Berufspolitiker werden will. Mein politischer Aktivismus beschränkt sich auf Meinungsäußerungen und das Abgeben von Wahlstimmen. Das Problem mit letzterem ist natürlich, dass die Parteien mehr oder weniger identische Positionen haben. Wenn ich eine eigene Partei gründen würde, würde das gesamte BtMG, der §184 StGB, der §182 StGB Absatz 2, der §173 StGB, der §185 StGB gestrichen werden, die Schutzaltergrenze im §176 StGB zumindest für Fälle, die nicht Beischlaf (Koitus) verbunden sind, deutlich reduziert weden und generell eine Reduktion der Strafmaße im §176 StGB (tatsächliche sexuelle Gewalt würde ich weiterhin über §177 StGB und die allgemeinen Nötigungs- und Körperverletzungsparagraphen regeln). Außerdem würde ich das AMG so ändern, dass das Erwerben wirksamer Medikamente nicht mehr von der Erlaubnis eines Arztes abhängt.

Natürlich erwarte ich nicht von der Piratenpartei, dass sie diese Positionen übernimmt. Aber es ist halt schon auffallend, dass es im Bundestag keine Gegenstimmen mehr zur immer weiteren Verschärfung gibt. Und die außerparlamentarische Opposition ist auffallend still. Und natürlich bleibt dieses Rad der immer weiteren Verbote auch nicht stehen, es wird immer weiter gedreht werden, und es wird auch vor der Sexualität zwischen nichtverwanten Erwachsenen nicht Halt machen, es sei denn, es regt sich irgendwann politischer Widerstand. Ich hätte mir noch vor 2 Jahren auch nicht vorstellen können, dass irgendwann opferlose Sexpuppen strafrechtlich verboten werden in Deutschland, und jetzt ist es Gesetz.

Ich will aber den Faden nicht noch weiter hijacken, mir ging es hier eigentlich nur um das Meta-Prinzip, dass ich als Wähler keinen Einfluss auf das legislative Endergebnis habe, weil keine einzige Partei überhaupt Gegenpositionen einnimmt.

Aufgrund ihres wichtigsten Forderungspunkts, der Herabsetzung des Schutzalters für sexuelle Handlungen auf 12 Jahre, wurde die Partei [PNVD] in der niederländischen Presse gemeinhin als „Pädophilenpartei“ bezeichnet

Ah, verstehe. Ich vergaß.

Sorry, dir das sagen zu müssen, aber du bist bei den Piraten völlig falsch und damit auch hier im Forum. Deine Wünsche werden von den Piraten nie in ihre Programm aufgenommen werden.
Da mußt du weiter suchen bzw. eine eigene Partei gründen.

Andi

Eine Liberalisierung der Sterbehilfe ist Beschlusslage der Piratenpartei.

Zwischen Sterbehilfe und freiverkäuflichem Natrium-Pentobarbital ist aber ein Unterschied.

Gruß
Andi

Sorry, dir das sagen zu müssen, aber du bist bei den Piraten völlig falsch und damit auch hier im Forum.

Ich weiß. Dann müssen wir aber auch kein Rollenspiel spielen, als ob die Demokratie tatsächlich eine Demokratie wäre. Dass die Selbstbestimmungsrechte des individuellen Menschen durch den Staat verletzt werden, lässt sich nicht dadurch ändern, bei welcher Partei man ein Kreuz auf einem Stück Papier macht. Das ist auch gar nicht so gewollt von den Machteliten. Genau das war mein Punkt und du hast ihn gerade nochmal bestätigt.