Umgang mit dem Klimawandel

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Ich habe meinen Gedankengang einmal in Text gefasst:
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Niemand kann sagen, wie die Zukunft genau aussieht. Was für einen Einfluss der Klimawandel in Zukunft auf den Menschen haben wird. Das, was wir haben sind Klimamodelle und wir sehen, wie sich das Klima bis jetzt gewandelt hat. Wie gut wir in der Zukunft mit den Klimaproblemen umgehen können werden. Das ist eine Frage, die wir schlecht beantworten können. Denn, wir wissen nicht, wie sich genau die einzelnen Klimafaktoren miteinander verhalten und wir wissen nicht, wie sich die Menschen in der Zukunft untereinander verhalten werden und welche Technologien in Zukunft genutzt werden.

Wir haben jedoch heute Einfluss auf die Zukunft, denn wir können heute entscheiden, welche Technologien wir entwickeln und einsetzen wollen. Und wir können Methoden entwickeln, mit denen Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Aus diesem Grund ist es wichtig heute zu bedenken, was in Zukunft wichtig sein wird.

Unsere Gesellschaft hat erkannt, dass der Klimawandel nicht mehr ignoriert werden kann. Durch Fridays for Future wurde das Thema in die breite Gesellschaft gebracht und es wird über Handlungsmöglichkeiten diskutiert. Das weiterhin protestiert wird und die Bewegung darauf achtet, dass dem Klimawandel weiterhin die notwendige Beachtung findet, ist gut. Wir müssen weiterhin darauf pochen, dass wichtige Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels vorgenommen werden und wichtige klimafreundliche Technologien entwickelt werden.

Aktivismus darf aber nicht in Gewalt umschlagen, wie das jetzt bei dem Protest im Dannenröder Forst passiert. Meinungen ändern sich nicht durch die Anwendung von Gewalt und die Menschen werden sich nicht wegen gewalttätigen Aktionen plötzlich für mehr Klimaschutz einsetzen.

Im Moment wird vor allem auf die Politik geschaut und gefordert, dass sich diese dem Problem stärker annimmt. Und es ist auch gut so, dies zu tun, und sollte weiter getan werden. Aber genauer betrachtet ist die Politik nicht notwendig, damit die Energiewende erfolgreich ist. Politik kann Gesetze beschließen. Für die Energiewende braucht es jedoch einen Technologiewechsel. Und den können die Bürger selber umsetzen. Deutschland hat 83.166.711 Einwohner. Zahlt jeder Bürger 10 € in eine Kasse und finanzieren wir dadurch die Energiewende. Nur so funktioniert die Energiewende. Keine bloßen Ziele, die von der Politik gesetzt werden und keine Unternehmen, die um ihre Existenz und Gewinne fürchten, können die Energiewende bewirken. Mit dem Betrieb von Photovoltaikanlagen sind wir es, die den Strom für uns erzeugen. Die Zukunft liegt in der Dezentralisierung, in der privat Haushalte ihren Strom selbst erzeugen. Der Klimawandel betrifft uns Bürger. Wir Bürger haben es in der Hand, dass die Energiewende gelingen kann. Die Politik kann mit Hilfe von Förderprogrammen die Energiewende unterstützen. Nicht mehr und nicht weniger.
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Folglich bin ich der Meinung, dass sich die Piratenpartei gerade bei dem Geschehnissen im Dannenröder Forst noch einmal klar öffentlich positionieren sollte, dass wir in einer Gesellschaft leben, die ohne die Anwendung von Gewalt untereinander funktioniert. Die linken Parteien haben einen Einfluss auf linke Gruppen und auch die Verantwortung dies zu tun.

In Hinblick auf die Energiewende sollte man meiner Meinung nach die Dezentralisierung stärker in Betracht ziehen.

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Hier bin ich voll bei dir, das sollte das Ziel der jetzt notwendigen Energiewende sein …

Aber, genau an der Stelle muss ich dir leider widersprechen, leider.
Die Politik schafft den gesetzlichen Rahmen, setzt die Bedingungen unter dennen Bürger ihre eigene Energie erzeugen können oder für die bisherigen Energieunternehmen, wie diese eben dann doch weiter die BigPlayer bleiben können.
Da hilft es leider wenig, wenn wir kurzerhand selbst Photovoltaik- und Windkraftwerke bauen, ab einer bestimmten Größe müssen (durch die Politik vorgegeben) Ausschreibungen stattfinden, jetzt aus der EEG-Förderung auslaufende Anlagen bekommen Auflagen, die es den Bürgern reichlich schwer macht, diese weiter zu betreiben …
Aus diesen (und natürlich vielen anderen) Gründen wird es leider nicht ohne “die Politik” gehen und genauso wenig oder nur extrem schwer gegen diese …

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Das funktioniert so: Die Politik unterstützt Unternehmen → Unternehmen können Gewinne machen und haben damit Gestaltungsmöglichkeiten und übernehmen dann je nachdem die Verantwortung auch für die Gesellschaft (Google Summer of Code)

Wenn das so funktionieren würde, hätten wir keinen Klimawandel.

Interne Untersuchungen der amerikanischen Autohersteller ergabe vor 50 Jahren, dass ihre Verbrenner Auswirkungen auf das Klima haben.

Gleiches gilt für die Ölimultis.

Und die Auswirkungen der Kohleverfeuerung konnte jeder am Waldsterben erkennen.

Wir haben eine soziale Marktwirtschaft, in der die Bürger die Rahmenbedingungen setzen.
Manchmal etwas spät, wie gegenüber Firmen wie Google, aber deren unethischem Verhalten muß auch ein Riegel vorgeschoben werden.

Wenn Google Verantwortung auch für die Gesellschaft übernehmen will, dann ist das so wie mit dem Grauschleier auf der Wäsche.
Es gibt da ein Problem. Die Wäsche wird nicht sauber. Wir nehmen den Wunsch auf Beseitigung des Problems zur Kenntnis und versprechen das Problem zur Kenntnis zu nehmen.
In der Regel wartet man dann auf politische Regelungen.

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Nach dem Artikel: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/zukunft-der-energieversorgung-wir-starren-auf-den-falschen-frosch-kolumne-a-8d53de13-e377-45e9-bff2-8469bce7f677 tun die Menschen in Afrika genau das.

In Deinem Artikel wird beschrieben, wie Menschen in Afrika sich günstige Energie leisten können.
Grundlage sind staatliche Regelungen in der Welt, wie z.B. das von einem CSU und einem Grünen-Politiker entwickelte EEG.
Die Energieunternehmen haben das stets bekämpft, da sie Öl und ihren Kohlestrom oligopolistisch verkaufen wollten und dies auch weiterhin gerne täten.

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Hilf der Regierung doch ihre eigenen gesetzten Ziele und Aussagen zu erreichen…

Eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende und Klimaschutzpolitik ist ein
weiterer zielstrebiger, effizienter, netzsynchroner und zunehmend marktorientierter
Ausbau der Erneuerbaren Energien. Unter diesen Voraussetzungen streben wir ei-
nen Anteil von etwa 65 Prozent Erneuerbarer Energien bis 2030 an und werden ent-
sprechende Anpassungen vornehmen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien
muss deutlich erhöht werden, auch um den zusätzlichen Strombedarf zur Erreichung
der Klimaschutzziele im Verkehr, in Gebäuden und in der Industrie zu decken.

Also warum nicht PV und Windkraft z.B. durch Genossenschaften massiv ausbauen lassen?
Oder durch eigene Investitionen?

Dem steht entgegen, dass wir eine Regierung haben, die sicher stellen möchte, dass die Oligopole im Energiebereich erhalten bleiben.

Das ist nicht nur schlecht für den Kampf gegen den Klimawandel, das wird Deutschland auch massiv wirtschaftlich schädigen.

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Die Städte sind finanziell verquickt mit den großen Energieversorgern. Viele Lokalpolitiker verdienen dort ein “Zubrot”. Die Politik will wenige Ansprechpartner, dezentrale Strukturen finden sie “unbeherrschbar”.

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Es ist alles viel komplizierter, weil ‘die Politik’ in der Person von Herrn Altmaier jegliche mögliche positive Entwicklung behindert. (Heute in Frontal 21 ein sehr guter Beitrag!)

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Dann hauen wir ihnen doch ihren eigenen Koalitionsvertrag um die Ohren…

Der wirkungsvollste Ansatzpunkt dürfte sein, dass mit diesen Manövern der Regierung unsere Energiekosten immer weiter steigen, was die gesamte Wirtschaft belastet. Mit den geplanten Änderungen des EEG wird die Eigenversorgung auch sinnlos teuer. Das dürfte dem Mittelstand gar nicht gefallen, nur leider verstehen die meisten nicht, dass diese Kosten nicht durch die Energiewende, sondern ausschließlich durch die Regierung verursacht werden.

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Das was mir wichtig ist, dass wir in ein paar Jahren nicht sagen. Wir konnten leider nichts gegen den Klimawandel tun. Es gab nicht genug Subventionen, da konnten wir leider nichts machen.

Hinter dem ganzen Abläufen in der Vergangenheit muss doch nicht eine böse Absicht hinter stecken. Es könnte doch auch ganz anders gelaufen sein. Zum Beispiel: „Früher gab es noch keine erneuerbaren Energien, da war die neue innovative Technologie das Atomkraftwerk. Die Tschernobyl Katastrophe war noch nicht geschehen. Da Atomstrom aber zu teuer für den Endverbraucher war, musste dieser vom Staat subventioniert werden. Aber da soll man mal ein Unternehmen finden das sich dafür bereiterklärt einen Service anzubieten, der sich nie und nimmer auszahlen würde. Also hat der Staat Zusicherungen gemacht, dass er diese Technologie für einen sehr langen Zeitraum subventionieren wird, damit sich Unternehmer finden konnten, die sich der Sache annehmen wollten. Und da stehen wir jetzt und wollen eine andere besser Technologie haben.“ Ob das so tatsächlich gewesen ist, das weiß ich nicht, aber es könnte gut so gewesen sein.

Es wird ja immer der Schutz von Arbeitsplätzen als Grund angegeben. Und die teuren Strafgelder beim Vertragsbruch werden angeführt. Alles nachvollziehbare Gründe, denen jedoch auch starke Gegenargumente entgegen stehen. Es sind viele Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien bei fehlenden Subventionen gefährdet und neue entstehen erst gar nicht. Das sind die Arbeitsplätze der Zukunft. Die Regierung setzt in Deutschland wohl nicht auf die Erneuerbaren Energien als Wirtschaftskraft und setzt mehr in den Mobilitäts-Sektor. Die Technologien aus dem Gebiet der Erneuerbaren Energien sollen wohl dann importiert werden. Kann man irgendwo nachlesen, aus welchen Gründen die Politik sich für oder gegen etwas entschieden hat? Das wäre sehr interessant zu lesen. Dass Lokalpolitiker daran verdienen, das wird wahrscheinlich auch eine Rolle spielen. („Viele Lokalpolitiker verdienen dort ein “Zubrot”.“ )

Das finde ich eine gute Sichtweise, besser noch als ich das geschrieben habe.

Ich würde gerne Geld spenden, damit Photovoltaik Anlagen gebaut werden können. Dabei soll das gespendete Geld ausschließlich in den Bau und den Betrieb fließen. Kennt jemand Organisationen oder Projekte dieser Art?

Ich vermisse in den Medien Beiträge in denen wertneutral auf der Titelseite darüber berichtet wird, was gegen den Klimawandel gerade gemacht wird. Wenn man sich die Titelseiten von welt.de, spiegel.de, focus.de, bild.de, sueddeutsche.de anschaut, dann gibt es nur Artikel zum Klimawandel, die darüber berichten, dass die Regierung wieder einmal die Gesetze nicht klimafreundlich genug gestaltet. Und es scheint so, als würde nichts gegen den Klimawandel gesellschaftlich passieren. Das stimmt aber nicht. Und Artikel gibt es dazu in den einzelnen Rubriken. Aber wer schaut in die einzelnen Rubriken?

An so etwas ähnliches habe ich auch gedacht. Das man doch einen Verein gründen könnte, bei dem das Ziel ist 83.166.711 (So viele Einwohner hat Deutschland) * 10 € Euro von Bürgern zu sammeln und damit Photovoltaik Projekte realisiert. Vielleicht gibt es ja Organisationen, die das Projekt unterstützt, sodass es nicht nötig wird einen eigenen Verein dafür zu gründen. Aber ich finde so etwas ist ein gutes Ziel und man kann dadurch ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen von Bürgerseite aus.

Vielen Dank für den Hinweis. Den Beitrag schaue ich mir mal an.

Ich bin auch dafür, dass die Regierung sich mehr für den Klimaschutz einsetzt. Das ist keine Frage.

Ich habe gerade eine Artikel auf der Titelseite von stern.de gefunden (https://www.stern.de/digital/technik/solaranlage-im-mietmodell---oekologisch-ohne-risiko-9505272.html). So etwas gibt es somit doch, aber meiner Meinung nach eher zu wenig.

Habe den Beitrag gerade gesehen. Ja da kann man wirklich nichts mehr zu sagen. Aber bei der CDU selbst regt sich jetzt ja Widerstand gegen das Gesetz. Eine solche Gesetzeslage kann man wohl kaum mehr rechtfertigen. Auch nicht Herr Altmeier. Für mich sieht das so aus, als sollten die Energiekonzerne den Gesetzentwurf wegen ihrer Expertise selber schreiben. Dann haben sie das so geschrieben, wie sie das sehr gerne hätten. :slight_smile:

Morgen findet wohl die Abschlussdebatte zum Thema EEG-Novelle im BT statt. Ich fürchte, wir müssen neben diesem

noch einen weiteren Artikel dazu schreiben.
Interessiert halt nur ganz wenige Leute. Zu schwerer Stoff. Da doch lieber Katzenvideos schauen.

In einem Satz zusammenfassen würde ich den Artikel folgendermaßen: Altmaier ist unter den Rosstäuschern, die gerade auf der politischen Bühne herumlaufen der mit Abstand talentierteste.

Doch - kann er. Oder zweifelst du daran, dass das neue EEG-Gesetz den BT passiert? Auf die vorhandene parlamentarische Opposition könnte ich zum Teil gut verzichten (AfD) und außerparlamentarisch - wie schon gesagt: Who cares?

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Den Artikel auf orangebuch.de finde ich sehr gut. Gerne weitere solche Beiträge. @buvo Ich würde vorschlagen solche Artikel auf der Piratenseite zu veröffentlichen. Ohne diesen Hinweis, hätte ich einen solchen Artikel nicht gelesen.
Ob Herr Altmeier jetzt zurückrudert und sagt, dass der Vorschlag doch nicht so gut ist, möchte ich nicht vorhersagen. Ein verschieben der Abschlussdebatte, oder Änderungen an der EEG Vorlage wäre für die Energiewende sicherlich sinnvoll. Da ja in einem Jahr Bundestagswahl ist und die Grünen voraussichtlich mit in der Regierung sitzen, wird die EEG Novelle sicherlich in den nächsten Jahren wieder geändert werden.

Ich denke, dass die Grünen in Umfragen bei knapp unter 20% liegen, hat auch damit zu tun, dass die Grünen die Partei ist, die für Umweltthemen steht. Der Klimawandel ist in den Medien Hauptthema, die Lebensmittelgeschäfte werben mit Lebensmitteln aus der Region, es gibt Fridays for Future. Das sich nur wenige Leute für Umwelt interessieren, da würde ich gerne Begründungen für haben.

@buvo Bitte äußert euch einmal zu dem Vorschlag.

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@Tensor @TygKF Mit dem Thema Dezentralisierung ist das Thema Smart Grids eng verbunden. Smart Grids ist ein Begriff aus der Energieversorgung. Stromnetze müssen austariert sein. Es kann nicht einfach plötzlich sehr viel Strom in ein Netz eingespeist, wenn im Gegenzug, dieser nicht auch aus dem Netz genommen wird. Smart Grids basiert auf der Steuerung von Software und soll intelligent das Stromnetz managen.

Ich meinte das spezifischer; wenn die Texte etwas konkreter und schwieriger verständlich werden. Interessieren inkl. krakelen kann jeder und in jede Richtung. Nachdenken und spezielle Dinge anschieben, manchmal auch, indem man andere speziellen Dinge bekämpft - das ist `ne ganz andere Nummer. Dazu muss man sich schon ein wenig mit der Materie befassen.

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