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U18 Wahl


#21

Ich bezweifle, dass die meisten Menschen ohne politische Erfahrung (“Erstwähler”) bereits in der Lage sind, die Realpolitik der zur Wahl stehenden Parteien zu bewerten. Die wählen Phrasen (“Wahlprogramme”). Oder das, was ihre Freunde wählen. Oder die Eltern.

Wer aber 2018 über 30 ist (das betrifft übrigens auch all unsere Gründer - huch!) und immer noch (zum Beispiel) die SPD wählt, der macht das wegen und nicht trotz des gelebten Programms.


#22

Du definierst “Erstwähler” als Menschen ohne politische Erfahrung

Vergess dabei bitte folgendes nicht:

  • Erstwähler hatten mindestens 18 Jahre Zeit politische Erfahrung zu sammeln

  • Der IQ eines Menschen ist nicht proportional zu seinem Lebensalter, die Aussage junge Menschen seien nicht oder weniger “in der Lage […] die Realpolitik der zur Wahl stehenden Parteien zu bewerten” ist Denunziation und Altersdiskriminierung.

  • Phrasen wählen machen auch Menschen in einem Alter von 80 Jahren. Ob Phrasen gewählt werden, oder ein Mensch sich aktiv mit der gelebten Politik auseinander setzt, korreliert nicht mit dem Alter.

#23

In Deiner Welt gibt es scheinbar keine Wechselwähler.

In meinem Umfeld z.B. (und das sind unter anderem Erstwähler als auch Ältere bis 80+) wird in Europa, im Bund, im Land und in der Kommune bei fast jeder Wahl eine andere Partei gewählt.
Ausschlaggebend ist nach meinem Erkenntnisstand aus Diskussionen zumeist das jeweilige Wahlprogramm, also ob es ihrer momentanen Auffassung und der Vertretung ihrer Interessen entspricht und vor allem anderen die Glaubwürdigkeit der Kandidaten, die es vertreten.
Also bitte schert doch nicht Menschgruppen einfach über einen Kamm.
Es gibt solche und solche, je nach Bubble.

Und im übrigen sollte man sich meines Erachtens davon verabschieden, dass Menschen ihr Leben lang die gleichen Parteien wählen. Das ist doch gerade das Problem aller “Volksparteien” (wie der alten Tante SPD), dass dies eben nicht mehr der Fall ist.

In Hinblick der Zielgruppen unterscheiden sich ggfls jüngere Menschen von Älteren eher in der Beurteilung der Relevanz von Themen, z.B. digitalen Themen, soziale Absicherung, Rente usw.
Wobei ich da nicht mal eine Prognose wagen mag, wem welche Themen wichtiger wären.


#24

Wahlen werden in Deutschland nicht von jungen Erstwählern entschieden, sondern von Letztwählern, denn diese sind deutlich in der Überzahl, erst recht bei der Wahlbeteiligung.