Transport & Verkehr Vision: Treibstoff aus Sonnenlicht und Luft

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Aus Sonnenlicht und Luft kann man flüssige Treibstoffe herstellen.
Diese Treibstoffe setzen bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie zuvor der Luft entnommen wurde.
*{Bei Copy und Paste Textabschnitten bitte immer die Quelle angeben. Ich habe das mal ergänzt: AndiEh Moderator}
Die Umwandlung von Luft und Wasser in Treibstoff geschieht in drei Schritte mittels speziellem Adsorption-Desorption-Prozess:

  1. CO2 und Wasser werden direkt aus der Umgebungsluft absorbiert
  2. beides wird anschließend mit Solarenergie aufgespalten
  3. das entstandene Syngas wird zu Kohlenwasserstoffen (Kerosin, Benzin, Methanol) verflüssigt

Die Prozesskette beginnt mit der Entnahme von Wasser und CO2 aus der direkten Umgebungsluft. Anschließend werden die beiden Elemente dem Solarreaktor mittels Parabolspiegel zugeführt. Die Solarstrahlung wird durch den Parabolspiegel dreitausend mal konzertiert, im Innern des Reaktors gebündelt und in Prozesswärme umgewandelt. Dies geschieht bei einer Temperatur von 1500 Grad Celsius.

Im sogenannten Redox-Zyklus werden Wasser und CO2 gespalten und in Syngas umgewandelt. Dies geschieht in einer zweistufigen Reaktion im Herzen des Reaktors, in dem sich eine spezielle keramische Struktur aus Ceriumoxid befindet. Die Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid kann schließlich mittels konventioneller Methanol- oder Fischer-Tropsch-Synthese in flüssige Treibstoffe, wie zum Beispiel Kerosin, weiterverarbeitet werden.

Die solare Mini-Raffinerie ist aktuell noch die Kleinversion dessen, was die Forschergruppe um Aldo Steinfeld, Professor für Erneuerbare Energieträger an der ETH Zürich, eigentlich entwickeln möchte: „Mit dieser Anlage beweisen wir, dass die Herstellung von nachhaltigem Treibstoff aus Sonnenlicht und Luft auch unter realen Bedingungen funktioniert.“

Aktuell produziert die Anlage rund einen Deziliter Treibstoff pro Tag. Im nächsten Schritt wird die Technologie auf industrielle Größe skaliert um CO2-neutralen Treibstoff in großen Mengen herzustellen. Eine Solaranlage von einem Quadratkilometer Fläche könnte pro Tag 20‘000 Liter Kerosin produzieren. Theoretisch kann man mit einer Anlage auf der Fläche der Schweiz oder eines Drittels der Mojave-Wüste in Kalifornien den Kerosin-Bedarf der gesamten Luftfahrt decken.
{Quelle ergänzt durch die Moderation: KLICK}
Falls man es nicht öffnen kann bitte Rechtsklick auf die Überschrift in einem neuen Tab öffnen.

Ist übrigens Teil dieses Projekts:
http://www.sun-to-liquid.eu/

Hat aber nichts mit Politik zu tun.

Ist auch alles auf einem Proof-of-concept-Niveau, das ist noch lange nicht marktreif.

Natürlich hat es was mit Politik am Hut gehört zu Transport und Verkehr nur dieses gibt es hier nicht als Unterforum!
Visionen zu alternative Treibstoffe und alternative Herstellungen gehört auch dazu.

Man muss nicht alles schlecht reden @buerpirat .

Grundlagenforschung gehört nicht zu Politik. Es ist eine interessante Entwicklung, aber als nächstes muss man es hochskalieren, um wirklich eine halbe Wüste damit vollzupflastern. Das ist alles andere als trivial.

Ich würde so Beiträge einfach in dieses bestehende Thema schreiben, das dafür gedacht ist, so ideen zu sammeln:

Nein, das gehört da nicht hinein in den Smalltalk/Offtopic/Sonstiges. Nun ende der Diskussion bitte in welches Unterforum es gehört.

Politik | Transport und Verkehr bzw. Forschung gehört es bzw. Infrastruktur/Netze.

Nicht gleich entmutigen lassen.
In so einem Forum werden natürlich unterschiedliche Meinungen geäußert.

Ansonsten gebe ich Dir natürlich recht, dass auch Forschung zur Politik gehört, denn es ist oft der Staat, der Forschung finanziert und anstößt, im oben genannten Fall die Eidgenossen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert z.B. HYPOS zur Erzeugung von grünem Wasserstoff
http://www.hypos-eastgermany.de/das-innovationsprojekt/gruener-wasserstoff/

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So, jetzt beruhigen wir uns alle wieder und schalten einen Gang runter.

@Blablub984, du meinst das sicher nicht beleidigend und provokativ, allerdings ist das genau das, was beim Anderen ankommt. Bitte versuche, zu beherzigen, dass wir hier nur die reine Schrift und weder Gestik noch Mimik zur Verfügung haben, um zu evaluieren, wie etwas gemeint sein könnte.

Das Thema passt zudem durchaus hier schon irgendwie auch rein. Ziel der Umweltpolitik/Verkehrspolitik ist ja mitunter durchaus auch, vernünftigere, schonendere Beförderungsmethoden zu entdecken.

Es darf dann jetzt bitte wieder zurück zum Thema gefunden werden :slight_smile:

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Sehe zwar immer noch nicht, wieso es drei Theman zu neuen grünen Technologien braucht und wie absolute Grundlagenforschung die Politik beeinflusst - aber ok. Dann mache ich mal Werbung für das Projekt, in Rahmen dessen ich arbeite, und dass sich mit der photokatalytischen Wasserspaltung beschäftigt. Die Ansätze sind vielfältig und die Methoden reichen von theoretischen Rechnungen zu Reaktionsmechanismen zu praktischer Katalyse. Aber eben auch absolute Grundlagenforschung.
https://www.catalight.eu/

Wichtig dabei ist, dass solche Meldungen Leute beeinflussen, die dann glauben “ist ja alles gelöst, wir brauchen nichts mehr zu tun”. Ob dieser Ansatz jemals praxisrelevant wird, ist noch gar nicht klar.

Also von da her macht das sehr viel Sinn, dass wir uns damit auseinander setzen und es in den richtigen Kontext packen: Keine verfügbare Lösung.

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