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Themen vertändeln ... die Nummer 1001

datenschutz

#1

Wir stoppen inzwischen Kohle, wollen keine Fahrverbote, machen Aussagen zu Breitband, kümmern uns um Seebrücken und Hannibals, wollen bessere Pflege, sagen was Zu Bildungspolitik, müssen sogar Aussagen zu Palmer machen (die im übrigen dümmer nicht sein können!), versuchen uns in eSport, warnen gemeinsam mit der Bundesregierung wegen des Brexit und seiner zu erwartenden Handelsfolgen usw. usf.

Alles gut und schön. Da sind zwar auch Dinge dabei die könnten wir uns knicken, aber hee, ich will ja nix sagen.

Was jedoch so vom Allgemin-Account der @Piratenpartei kommt ist schon ein Witz. 8(!) - in Worten - ACHT(!) - Aussagen innerhalb von zwei Tagen. Boah Leute, das nenne ich stolze Leistung.

Dabei hätte es, mit etwas mehr Aufmerksamkeit seitens der Verantwortlichen, eine Steilvorlage gegeben, die mit einfachsten Mitteln hätte BEANTWORTET(!) werden können. Ich könnte nun mutmaßen, aber für den Moment halte ich mich da zurück.

Es geht darum, dass die Verbraucherzentrale Bundesverband eine Aussage getätigt hat, die die Piraten in Summe in helle Aufregung versetzen müssen. Sie tat es aber nicht.

Vorhin dann hat Golem reagiert und einen netten Beitrag diesbezüglich veröffentlicht.

Dabei hat in der Überschrift des VZBV schon alles drin gestanden, wo hätten alle Alarmglocken läuten müssen. Stattdessen verschläft diese Partei eine weitere Chance mal mit einigermaßen vernünftigen Aussagen zu glänzen.

Das reicht jetzt fürs erste, mehr vielleicht später.


#2

So, so, die Partei hat es also verschlafen :rofl:
Da gehörst Du ja nicht dazu…
Oder hast Du da schnell einmal was zusammengeschrieben, da es doch sooo einfach ist?
Und die pööse Parteiführung wollte es nicht veröffentlichen?


#3

Sorry aber den Menschen geht der Datenschutz am A**** vorbei. Dafür kriegst du praktisch keine Wählerstimme. Das ist ähnlich wie beim Rauchen, Raucher wissen, dass es ihnen schadet aber es ist ihnen egal.


#4

Spielen wir jetzt SPD, Hauptsache regieren? Oder sind wir ne Partei für Wählerstimmen oder ne Partei mit Prinzipien?

Aber stimmt, die wenigsten hier scheinen überhaupt noch Prinzipien zu haben. Die wirft man beim ersten Gegenwind dann lieber über Bord.

#FindetDenFehler!


#5

Dann sollten wir das Thema Datenschutz schleunigst aus der Kategorie “Piraten-DNA” entfernen und in irgendeine Sondermüllecke platzieren. :see_no_evil:

Lieber der Beliebigkeit hingeben und den orangenen Drehofer geben. Echt mal Leute. nich Euer Ernst, oder ?


#6

Du @Wutze hast behauptet die Partei vertändelt das Thema und das ist nicht richtig, es interessiert bloß keinen. Das hat auch nichts mit dem Aufgeben von Prinzipien nix zu tun. Sondern das ist einfach die Realität.

Das das Piraten selber auch auf Datenschutz … na ja ihr wisst schon sieht man bei jeder Gelegenheit auf Twitter wo Piraten z.B. in Shitstorms persönlich Daten von Leuten ausposaunen.

Und in der “Piraten-DNA” ist einiges drin was längst widerlegt ist drin, die gehört mal ausgemistet.


#7

Stimmt, stand ja nicht BGE dabei.

Ist das MEIN(!) Problem? Wohl eher nicht. Aber weswegen regst Du Dich darüber auf? Hats den falschen getroffen? Als ich um Hilfe bat sagte man mir nur: “Ach Du bist doch selbst dran schuld”. Noch Fragen? Ich nicht, also reg Dich da auf wo es was nutzt.

Stimmt, BGE zum Beispiel. Hirngespinste die niemals real existieren können, weil die Globalen Grundvoraussetzungen nicht gegeben sind. Aber träumt mal lieber weiter.


#8

100% Zustimmung. Es ist so. Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass insbesondere Jugendliche und junge Menschen keine Gelegenheit auslassen was sie gerade tun, wo sie sind und sich dabei fotogragrafieren ( Selfie)
aller Welt mitzuteilen.

“Likes” für politische Themen, Firmen und Produkte, mit Realnamen :slight_smile:

Daraus kann man Schlüsse ziehen wenn jemand sich die Mühe macht mehr über die Person zu erfahren.

Aber in der Tat, die jungen akzeptieren es, weil sie sonst in sozialen Netzwerken kaum mithalten könnten, die älteren denken : " ich hab nix zu verbergen"

Welchen Schluss sollte man daraus ziehen ?
Datenschutz ist wichtig, aber der Mehrheit ist er unwichtig, also kann man damit kein Blumentopf gewinnen.


#9

Wenn man in Absolutismen denkt, dann natürlich.
Aber hat jemand den Beitrag der Verbraucherzentrale Bundesverband gelesen?

Bedenkt man das ganze weiter, was entsteht dann? Golem hats ja in gewisser Weise umschrieben: “Wehe wenn Du nicht Deine Daten freiwillig abgibst”, weil dann hast Du ja etwas zu verbergen. Zudem geht es um rein Wirtschaftliche Interessen. Ich zitiere aus der Veröffentlichung:

„Bei der Debatte um Dateneigentum dreht es sich vielmehr um Ausschließlichkeitsrechte an Daten. Es geht um den Ausschluss von anderen und damit im Umkehrschluss um exklusive Nutzung.

Also es geht darum, Daten nicht ausschließlich einer Person zuzusprechen. “Daten” sollen eben allen gehören und zur freien Verwendung sein.

Dateneigentum soll zum einen die Hoheit über die eigenen Daten zurückbringen, zum anderen geht es um Wertschöpfung, die man mit den Daten betreiben könnte.

Es kann ja nicht sein, dass Daten aus der Wertschöpfung einfach so herausgenommen werden können. Verbraucherschutz hier mal auf Abwegen.

Die Folge der Einordnung von Daten als Eigentum wäre die weitere Kommerzialisierung grundrechtssensibler Bereiche.

Bitte was? Ja was denn nun? Eine weitere Kommerzialisierung? Haben “die” Angst, dass die Eigentümer der Daten (also ich) mit meinen eigenen Daten Handel betreibe und sie verkaufe, jene die meine Daten bisher unentgeltlich bekamen, dafür bezahlen müssten? Zudem zu einen Preis den ich als Eigentümer und Verursacher der Daten selbst festlege?!

Du merkst selbst, dass das was die da schreiben, so tief in die Grundrechte eingreift wie nichts zuvor.

Daten sind das neue Öl, wenn Ihr mitmacht könnt ihr auch am Profit teilhaben

Ja am Arsch die Räuber!


#10

Ach ja, den Nachtrag im eigenen Post.

Das Thema Datenschutz, so wie früher und noch 2006 angedacht, das gibt es in der Tat nicht mehr. Inzwischen hat sich die Welt weiterentwickelt. Die Herausforderung aber wird sein, das Thema gänzlich auf den Kopf zu stellen. Inzwischen gibt es nicht nur den drakonischen, den absoluten Datenschutz, inzwischen gibt es Menschen die sich eben auch z.B. so ne Alexa (Wanze) ins Haus stellen. Denen tragen wir in Moment keinerlei Rechnung. Das einzige was wir tun, den Hardlinern sei Dank, ihnen vorhalten sie stellen sich Wanzen in die Wohnung und das sei verabscheuungswürdig. (Grob umschrieben)

Man kann aber auch anders, in dem man diesen “erleichterten” Datenschutz so umschreibt, als dass man die Hersteller in die Pflicht nimmt, Transparenz zu üben und die Kommunikation dieser Wanze offen zu legen. Also was, wann, wo usw. Bei Strafe von XXX Euro oder was weiß ich was. DAS wäre mal Datenschutz für die Realität. Nicht für meine vielleicht, aber für jene die das Thema eben auch anders betrachten. Weil es soll sogar Leute geben die mögen Werbung wenn sie personifiziert ist. Das Internet kann das, also sollten wir dem auch endlich mal Rechnung tragen. Auch wenns uns nicht gefällt. Wir können aber auch so weiter machen wie bisher. Nur unterscheiden wir uns dann wenig von den Grünen, die inzwischen ja eher als Verbotspartei bekannt sind, denn als Partei mit Verstand.


#11

Piraten haben den Datenschutz verschlafen? Eher der @Wutze hat den Einsatz der Piraten in Sachen Datenschutz verschlafen…

kann also wieder zu. Danke!


#12

Was?!
Was?!
Wird das jetzt das denn jetzt für ein Deckmäntelchen?!


#13

Danke für deinen konstruktiven und wertvollen Beitrag. So kann es mit der PP nur bergauf gehen.

Ach, sorry für mein Zynismus :smile:


#14

Das ist nicht korrekt. Das Thema interessiert z.B. mich und ist der Hauptgrund, warum ich seit Jahren Piraten wähle.
Und ich kenne auch noch andereMenschen, denen das Thema wichtig ist und die zumindest früher einmal deswegen die Piraten gewählt haben. Inzwischen wählen meine Bekannten andere Parteien, weil: „die Piraten zerlegen sich ja selber.“


#15

Ja, genau in diese Richtung gehen auch meine Gedanken.
Es ist nämlich etwas völlig Anderes, ob ich meine Daten freiwillig und wissentlich der Weltöffentlichkeit zur Verfügung stelle (z.B. Weil ich meine, bei fb und Konsorten Fotos meiner Mahlzeiten zu posten) oder ob sich ein Konzern (Alexa Wanze) oder auch unser geliebter Staat (anlasslose Überwachung) die Daten heimlich aneignet.
Und wer das immer wieder in einen Topf wirft, der denkt vermutlich auch:
(Achtung! Nicht jugendfrei!)
Wenn jemand gerne vögelt, dann braucht er/sie sich doch auch nicht über eine Vergewaltigung aufregen.


#16

Zum Beispiel. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man Datenschutz betreiben kann.

Die Hardliner meinen es seien immer und alle Daten zu schützen. Es dürfe keine Weitergabe geben, versteckte Erhebung/Weitergabe von Daten ist unzulässig. Wer solche Dinge nutzt ist selbst daran schuld. Überwachung ist auszuschließen (überspitzt ausgedrückt)

Natürlich, sie haben Recht mit der Aussage. Inzwischen sieht die Welt aber eben auch so aus, als dass es insbesondere jüngere Leute gibt, die z.B. gegen Werbung nichts einzuwenden haben, so sie personalisiert ist. Das bedeutet man gibt den Datenschutz gezielt auf. Im Moment bedeutet das aber, dass man keine Chance hat das zu steuern. Es gibt z.B. keine Instanz der man sagen kann - Ich will nur Werbung aus den Branchen X, Y, Z.

Gibt es diese, ist dann immer noch nicht geklärt an wen die Daten weitergegeben werden. Auch hier, man muss prinzipiell ja nicht dagegen sein, nur eben “die Firma N” sollte meine Daten nicht bekommen.

Auch wenn ihr meine Daten weitergegeben habt (Firma X), wie sehen diese aus, an wen, wann, wie oft.

Das würde am Ende einen abgestuften Datenschutz ergeben, der sich inzwischen wesentlich näher an der Lebensrealität orientiert als das noch 2006 noch der Fall war.


#17

Is noch ne Antwort auf den Ausgangsbeitrag von Wutze:

Vorschläge für Beiträge für die facebook-accounts (oder auch twitter) einfach ins mattermost stellen in den Kanal social media oder direkt an mich…gerne auch unausgegorene Hinweise in mattermost unter brainstorming oder einfach direkt den Entwurf auf beliebigen Weg an mich persönlich … alles total einfach…

8 Aussagen in zwei Tagen sind Dir zu wenig… haste ein wenig eine Vorstellung wieviel Zeit ein Beitrag kostet? Wahrscheinlich denkst Du einer wäre in 3 Minuten erledigt…leider ist das ein ziemliche Fehleinschätzung, das Thema muss gesucht werden, es muss die Lage, quasi das Umfeld gecheckt werden, Dopplungen vermieden, ein Bild gesucht ein Text geschrieben und geguckt werden wie die Leute reagieren. Danke dafür an mich.

Der Boris Palmer Beitrag war übrigens einer von den 4 oder 5 mit der grössten Reichweite und derjenige mit im Abstand meisten Interaktionen im letzten halben Jahr. Nur mal so. Deshalb Kann , ich betone KANN er trotzdem scheisse sein, aber polarisieren bringt halt Reichweite. Muss man nicht machen, KANN (und ich betone KANN) man aber machen-

PS: In der Zeit die du hier rumpupst hättest du auch ein bis zwei Socialmedia Beiträge fertig bekommen - sicher sogar.


#18

Ist es nicht. Hier aber andere Baustelle.

Ja. bei entsprechend vorhandener Eloquenz ist das kein Problem.

Der ist kein Piraten-Thema.

Seit wann gibt es diese Erkenntnis? Rede ich seit Jahren von, wollte keiner hören.

Persönlich werden geht halt immer.


#19

Da möchte ich wiedersprechen. Wer leichtsinnig und unbedarft seine Vita in öffentlichen Netzwerken postet, hat noch lange keine Zustimmung gegeben diese Daten kommerziell zu nutzen, auch nicht diese Daten auszuwerten für Wahlen.
Auch nicht diese Daten an Organisationen zwecks Auswertung weiter zu geben.


#20

Wie du sicher gemerkt hast, habe ich deinem Beitrag nicht widersprochen. Und ich sehe das gleiche Problem wie Du.

Jetzt Frage mal ein paar Leute welche in den Netzwerken sehr aktiv sind, was sie davon halten.
Sie sagen dir, dass sie es nicht ok finden und wollen dann ein Selfie von sich und dir machen um es gleich zu Posten mit Standortangabe und danach was sie wo gegessen haben. :slight_smile:

Merkste was ?