SUV Steuer statt Spritpreis Erhöhung!

Die Grünen machen ja jetzt so den Bundestagswahlkampf mit krasser Preiserhöhung von Benzin. Für Ökologie und so weiter… Wen wirds am Ende Treffen ? Tja die lieben Geringverdiener, den Bauern der mit dem Trekker sein Feld bewirtschaftet = Steigende Nahrungskosten usw… Ok, braucht ja den Grünen Bonzen nicht so arg jucken, die können es sich ja leisten. Für ihr gutes Gewissen. Die Unterschicht verzichtet dann halt aufs Auto, damit die Grünen die Klimaziele erreichen. Wie wäre es statt dessen den Verkauf von SUVs hart zu besteuern ? 50% SUV Aufschlag ? Oder eine PS Steuer für Sportwägen ? Ich meine wer braucht schon 300PS und mehr für den Alltag… Ja das würde doch mal die treffen die unnütz CO2 raus pesten nur um ihre fette Bonzen Karre zur Schau zu stellen. Zudem: Eine SUV Steuer würde auch ganz sicher keine Armen Mindestlöhner treffen. Wäre doch viel besser als das wo die Grünen so fordern.

Findet ihr nicht auch ?

Das Ganze hat zwei Aspekte: Wenn ich SUV besteuere, setze ich Anreize für kleiner Autos, aber nicht für weniger fahren. Das geht nur über den Spritpreis, deshaln ist es sinnvoll, dass dieser steigt. Die Unterschicht muss dafür kompensiert werden, das ginge darüber, dass allen ihr CO2-Budget ausgezahlt wird.

Oder dass im Arbeitsrecht der Arbeitgeber in die Verantwortung für den Arbeitsweg genommen wird, statt dass man Arbeitnehmer verpflichtet, ihr eigenes verdientes Geld dafür einzusetzen, zur Arbeit zu kommen.

SUV werden überdurchschnittlich häufig als Firmanwagen beschafft, damit bringt eine Steuer gar nichts - da wird eben die Abschreibung höher. Ein Nullsummenspiel, “belastet” werden nur private Nutzer, nicht gewerbliche.

Und SUV generell unattraktiv machen? Man macht sie ab 2,8t zulässiges Gesamtgewicht zuLKW, sie dürfen dann maximal 80km/h fahren und an Sonn- und Feiertagen gar nicht.

Es braucht intelligente Lösungen.

Es könnte auch das Leergewicht eines Fahrzeugs als zusätzliches Kriterium besteuert werden. Das ginge bei reinen E-Autos wegen der Batterie zum Teil aber wieder nach hinten los. Und, wie bereits erwähnt, wirkt es sich im kommerziellen Fahrzeugeinsatz nicht aus, und dieser wird voraussichtlich im zunehmenden Rahmen von Car-Sharing/Leihfahrzeugen usw. immer weiter steigen.

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Leider muss ich sagen, das ich kein Autoexperte bin.
Ich habe bei SUV zwar ein Bild vor Augen, aber mir ist die Definition nicht wirklich klar.

Wo wäre die Grenze von einem zu besteuernden SUV und einem nicht zu besteurenden Auto?
Was macht den SUV zum SUV?

VG
Vincent

Die Grenze ist fließend. Ich würde generell sagen, dass ein hoher Aufbau charakteristisch ist. Zu viel von allem.

Sinnvolle Kriterien sind das Fahrzeuggewicht, eventuell in Relation zum Sitzplatzangebot, um Minibusse nicht zu benachteiligen.

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Die Benachteiligung von E-Autos könnte man auffangen, indem sie entweder einen niedrigeren Hebesatz bekommen oder die Batterie “herausgerechnet” wird.

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Das wäre natürlich eine Möglichkeit, aber auch eben wieder recht Bürrokratisch. Wenn man es als Bürgergeld ausschüttet hätten ja wiederum alles was davon. Auch jene welche dann mit den Ausschüttungen von dem Bürgergeld wieder ihren SUV voll tanken.

AM liebsten wäre mir irgendwie ein Dynamisches System. Leute die auf dem Land wohnen brauchen ein eigenes Auto. Nicht jedes Dorf lässt sich 24/7 an den ÖPNV anbinden. In Berlin oder Hamburg ist eine eigene karre nicht so wichtig, solange man nicht Handwerker oder Taxifahrer ist und es für die Arbeit braucht.

Wäre doch evtl da ganz interessant die KFZ Steuer nach den kommunalen Gegebenheiten anzupassen. Großstadtbewohner mit gutem ÖPNV zahlen dann halt mehr für ihre Karre und finanzieren damit den Fahrscheinlosen ÖPNV so das dieser dann attraktiver wird.

Wir sollten grundsätzlich aufhören, Probleme mit Sanktionen zu lösen, sondern uns auf Innovationen und positive Entwicklungen konzentrieren.

  • Der CO2 Ausstoß wird am besten reduziert, indem immer mehr Auto und LKW Fahrten auf Elektro oder andere alternative Antriebe umsteigen. Einfach weil es günstiger kommt und bequemer ist.
  • Individuelle Fahrten lassen sich am besten reduzieren, wenn es Alternativen gibt, welche preiswerter und mindestens genauso bequem sind.

Für beides gibt es schon Lösungen und diese werden sich in naher Zukunft auch durchsetzen.
Elektro- und Wasserstoff Antriebe werden gerade massiv gefördert und werden über kurz oder Lang das Benzin/Diesel Auto/LKW ersetzen. Da braucht es nicht noch eine zusätzliche Verteuerung der Kraftstoffe. Wenn jetzt auch noch die Herstellung des Wasserstoffs und die Erzeugung der Energie für die Akkus auf umweltfreundliche Erzeugung umgestellt werden, haben wir das erreicht, was wir wollen.

Auch die vielen Einzelfahrten im eigenen PKW werden sich in den kommenden Jahren von alleine reduzieren, wenn die autonom fahrenden PKWs, Kleinbusse, Busse serienreif werden. Die meisten privaten eigenen Autos werden auf Grund der flexiblen, unabhängigen Nutzung gehalten.
Wenn aber diese flexible Nutzung auch durch günstigere, autonom fahrende, jederzeit rufbare Mietfahrzeuge abgedeckt werden kann, werden sie sehr viele überlegen, ob sich ein eigenes Auto noch rentiert.
Das dies nicht nur ein Wunschtraum ist, sieht man an Großstädten, in denen viele Bewohner schon wegen dem ausreichend vorhandenen Nahverkehr auf ein eigenes Auto verzichten und sich bei Bedarf eben eins mieten.

Fazit: Es braucht keine zusätzliche Regulierung. Wir sind schon auf dem Weg hin zu einer Reduzierung des Schadstoffausstoßes durch Umstieg auf bessere Alternativen zum Verbrenner und Reduzierung des individuellen Verkehrs.

Gruß
Andi

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Ich persönlich werde keine Partei wählen, die das Höchststeuerland Deutschland mit noch mehr Steuern belasten möchte.

Dies ganze SUV Bashing ist mehr als dumm, wenn diese Klasse noch nicht mal definierbar ist.
In Statistiken wird als meistgekaufter SUV der VW Tiguan genannt.
Aber schaut doch mal nach - Dies Modell benötigt weniger Platz in der Stadt als ein VW PAssat der als Familienkutsche gilt. Und beim Gewicht sind sie gleich!

Natürlich gibt es auch größere Modelle, aber es gibt auch Menschen die Anhänger ziehen müssen oder wollen… z.B. Handwerker, Pferdebesitzer, Segler, oder Wochenmarktbeschicker…
Ich hatte eigentlich gedacht, die Grünen wären eine Verbotspartei…

Wenn man will, könnte man schon definieren, was ein SUV ist. Die einfachste Möglichkeit wäre, Gewicht, Leistung und CO2-Ausstoß als Kriterium heran zu ziehen. Ein normal motorisierter Tiguan käme dann vielleicht noch ohne Steuererhöhung davon.

@Susanne möchte nur Steuern für SUVs erhöhen (ich würde das im Übrigen für alle PKWs jenseits der 200 PS-Grenze vorschlagen, aber nicht linear, sondern exponentiell)
Sie möchte nicht die SUVs verbieten. Wenn es jemanden nach einer 500 PS - Karre gelüstet, einfach kaufen! Er (sie) muss nur wissen, dass dafür - sagen wir grob - 5 bis 10 T€ Steuer im Jahr fällig werden. Is doch kein Verbot ist einfach Steuerung … durch Steuern.

Genauso natürlich ist, dass man es mit Steuern nicht allen recht machen kann.
Summa summarum: Ich bin durchaus für höhere Steuern für Sprit- und PS-Monster. Ich habe auch kein Problem mit höheren Spritpreisen, einfach, weil die Notwendigkeit besteht, CO2-Emissionen zu senken. Die des Verkehrs sind seit Jahren auf hohem Niveau konstant. Es werden dadurch bestimmte Härtefälle entstehen, die politisch zu behandeln wären. Interessanterweise behandelt die aktuelle Politik aber nur “Härtefälle” wie die Lufthansa oder schiebt Daimler 700 Mio. über die Kurzarbeiterregelung in den Arsch.
Der Erfolg oder Misserfolg der Grünen bei der BTW entscheidet sich mMn daran, welche Regeln sie für die echten Härtefalle ihrer avisierten Politik (wenn sie diese überhaupt durchziehen) in petto haben

Warum fangen wir nicht endlich mal damit an?
Alles andere wäre dann einfacher!

Ab wann ist man in Deutschland ein “echter Härtefall”?

Aber nichtig, ich habe viel mehr Angst, dass man durch eine Politik ohne Behandlung von Ungerechtigkeiten einer bestimmten Partei noch mehr Futter liefert.

Genau das hat man ja schon gemacht, schau unter KBA und deren Einteilung in Segmente. Und genau deshalb finde ich diese Klassifizierung dumm!
Ich kenne viele Menschen, besonders ältere, (auch in der eigenen Familie) die gerne in ein höheres KFZ einsteigen, da es für sie körperlich bequemer ist.

Ich glaube, wenn SUV gesagt wird, meinen viele große PS und Hubraumstarke Geländewagen!

Und ja, ich bin jederzeit dabei “PS-Monster” höher zu besteuern!
Da ist es mir aber egal ob 300PS in einem Kleinwagen oder in einem Geländewagen sind.
Ich wäre auch für 130 km/h auf Autobahnen. (Leider aber hat die USA gezeigt, dass strikte Geschwindigkeitsbegrenzung den PS-Wahn nicht eindämmt)

Was ich nicht mag sind Sätze mit Verallgemeinerungen, wie sie hier in der Überschrift stehen!

Ich fände es besser, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel günstiger werden, als wieder irgendwelche Steuern draufzulegen.
Bus und Bahn ist viel angenehmer zu fahren, als mit dem Auto, so meine Erfahrung. Allerdings sind die Preise einfach unverschämt.

Durch meine Behinderung darf ich mit Schwerbehindertenausweis und Wertmarke für 72 Euro im Jahr (!) Bus fahren.
zum Vergleich die Tarife von 2020.
Würde eine Firma für einen seiner Beschäftigten ein Jobticket bezahlen, damit er mit dem Bus zur Arbeit kommt schon 40-45 Euro im Monat berappen müssen. Und bei größeren Entfernungen nochmal teurer.
Für die Schüler im Münsterland mit 34 Euro im Monat immer noch teuer.
Dann gibt es noch die Bahn von Münster nach Rheine über die sich viele Bahnkunden sehr ärgern, wenn wieder irgendwas umgebaut wird.
Das heißt am Ende hat man lieber ein Auto, wenn man es sich leisten kann.

Die CO2- Steuer kann man in die Tonne kloppen, weil viele aufs Auto angewiesen sind.
Die andere Sache wäre dann die, dass vielen Leuten gar nicht bewusst ist, warum Naturschutz wichtig ist.

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Es wäre hilfreich, die verlogene CDU-Propaganda in diesem Forum nicht zu unterstützen.

Auch die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, hatte zuvor ähnlich wie Fuest bereits von einer “erstaunlichen Diskussion” über die Energiepreise gesprochen. “Die Bundesregierung hat selbst vereinbart, dass die CO2-Abgabe auf 65 Euro/Tonne CO2 ansteigt, was eine Steigerung des Benzinpreises um 16 Cent/Liter bedeutet”, erklärte sie. Die Regierung habe allerdings Sozialverträglichkeit und Entlastung für alle über eine Pro-Kopf-Klimaprämie abgelehnt.

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Noch hilfreicher wäre es insgesamt ehrlicher zu sein!
Für 60% des CO2 Ausstoßes in D sind Energiewirtschaft und Industrie verantwortlich!
Dann folgen Verkehr mit weniger als 20% und Haushalt mit ca. 10%.

Hilfreicher als Kraftstofferhöhungen wären Forschung und Herstellung von Batterien in der EU noch wesentlich schneller zu betreiben…
Dann könnten E-KFZ schnell günstiger werden und auch “Otto-Normalverbraucher” würde sich den Kauf überlegen wenn sie weit unter dem Verbrenner Preis liegen. Aber dies würde nicht so viele Steuergelder in die Taschen des Staates fließen lassen. Daher nicht so interessant.

Mir ist es übrigens egal ob CDU/SPD den Kraftstoffpreis erhöhen, oder die Grünen. Ohne Ausgleich, also Rückerstattung der CO2 Abgabe an alle, wird es die Arm-Reich Schere weiter öffnen. Und die Wähler zu konservativen Parteien treiben, selbst wenn diese an der Erhöhung beteiligt sind.

Zur Ehrlichkeit gehört auch zu erläutern, dass die Energiewirtschaft nicht zur eigenen Freude den Strom produziert, Lkws nicht zum Spaß die von der Industrie produzierten Produkte hin- und herfahren.

Aus diesem Grunde beanspruchten und beanspruchen andere Länder auch weniger oder mehr

…dass schon ziemlich genau vor 29 Jahren (!!!) eine EU-weite kombinierte Energie-/CO2- Steuer verabschiedet wurde!
Steuern bringen dem Staat Einnahmen, aber nicht Menschen eine bessere Umwelt, denn z.B. der angesprochene Güterverkehr ist in diesen 30 Jahren trotz Steuern enorm angestiegen!

Deshalb endlich mal neue Ideen zur Schadstoffverringerung als immer NEUE oder HÖHERE Steuern hauptsächlich auf dem Rücken der finanziell schwachen Menschen.

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Das 17-Punkte-Programm der AG Umwelt war genau dies.

ja, der ist ja auch in vielen Punkten nicht schlecht, aber um die “Rückverteilung” der CO2 Abgabe wurde auch dabei ein großer Bogen geschlagen, obwohl klar war dass CO2 Steueren/Abgaben kommen.