Studie: Batteriezug schlägt Wasserstoff-Triebwagen

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Die Autoren sehen den Batterietriebzug als sinnvollste Lösung für Strecken mit Oberleitungslücken von 40 bis 80 Kilometer an, bei denen die Fahrbatterie unter einer Oberleitung aufgeladen werden kann. Auch auf Linien mit größeren Oberleitungslücken ist der Batterietriebzug eine Option, wenn Elektrifizierungsinseln bereitgestellt werden. Bei Bahnlinien allerdings, die gänzlich ohne Oberleitung auskommen müssen oder Lücken von weit über 80 Kilometern aufweisen, ist die Brennstoffzelle die beste Antriebslösung.

“Nicht wirtschaftlich” - das absolute Killerkriterium. Es gibt uns den Takt vor beim Tanz um’s goldene Kalb. Es erstickt Innovation im Keim und belässt die Dinge beim “Bewährten”, das uns mittelfristig umbringt. Wie gesagt - ein Killerkriterium.

Die Ergebnisse von Studien hängen ganz stark vom verwendeten Parametersatz ab. Dieser wiederum wird von den Auftraggebern dieser Studien oft genug “sanft” vorgeschlagen, damit die Ergebnisse am Ende auch zielführend für die Wahrung von speziellen Interessen sind. Insofern wage ich mir, obwohl ich inhaltlich recht gut Bescheid weiß, keine konkrete inhaltliche Bewertung der VDE-Studie. Fakt ist einzig, dass die Batterien für Züge noch ein bisschen größer sein dürften als für Autos und dass die Reserven an Lithium perspektivisch nicht ausreichen werden, nur den Bedarf für PKWs zu decken.
Sollte der VDE also von Li-Ionen-Batterien und keiner anderen Batterie-Technologie sprechen, halte ich den unter diesen Voraussetzungen gewählten Parametersatz für - nett gesagt - unbrauchbar. Interessant wäre überdies zu erfahren, wie “unwirtschaftlich” die vollständige Elektrifizierung des Bahnverkehrs wäre. Das Abreißen diverser Nebenstrecken in jüngster Vergangenheit war jedenfalls “wirtschaftlich”. Und ich vermute, da waren auch ein paar schon elektrifizierte bei.

In diesem Sinne - schönen Sonntag. Achtet auf eure Wirtschaftlichkeit. Am besten, ihr erledigt noch ein paar Dinge für die Unternehmen, bei denen ihr arbeitet, weil ihr zu unwirtschaftlich wart, dies in der Woche zu schaffen …

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Die Regio-Bahn ( https://www.regio-bahn.de/unternehmen/fahrgastzahlen/ ) hat eine Strecke übernommen, die laut Bahn unwirtschaftlich ist. Inzwischen bitten angrenzende Ort darum an die Strecke angebunden zu werden und das Unternehmen will die Strecke jetzt elektrifizieren. Das scheint sich zu rechnen, obwohl es Geld kostet und alle Züge ausgetauscht werden müssen.

Wer will schon die alten Dieselloks der DB?
Der Kunde ist König und will nicht in alten Dieselloks fahren.
Kann man ja gleich mit dem Trekker in die nächste Stadt fahren.

Attraktivität zählt heute und nicht mehr das eingeübte Verhalten der Nachkriegsgeneration.

Hier mal ein Überlick über die Diesel-Dinosaurier der DB AG:

In den meisten Fällen genügt ein kurzer Blick auf den Auftraggeber, hier der VDE. In diesem Falle würde ich mir ganz genau die verwendeten parameter, Voraussetzungen und Kriterien für Wirtschaftlichkeit anschauen. Und auch Wind- und Sonnenenergie waren zu Beginn lange Zeit nicht wirtschaftlich und wurden gefördert, weil sie besser waren (trotz aller Schwächen über die geflissentlich hinweggesehen wurde, bis heute). Die Wirtschaftlichkeit wäre für mich daher kein Kriterium, zumal bei einem Staatsbetrieb, der die Grundversorgung für Mobilität liefern soll. Außerdem frage ich mich gerade, ob die Stromleitungen, Umspannwerke etc. die doppelte Last (Fahrstrom + Ladestrom) auf den elektrifizierten Teilen der Strecke bürden könnten. Aber das wurde sicher untersucht…